Tom Wujec stellt das Astrolabium aus dem 13. Jahrhundert vor
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0:00 - 0:03Während Technologie vorranschreitet
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0:03 - 0:05und sich weiter entwickelt
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0:05 - 0:07nehmen viele von uns an, das uns diese Fortschritte
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0:07 - 0:09intelligenter machen,
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0:09 - 0:11uns klüger und mit der Welt verbundener machen.
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0:11 - 0:13Und, was ich vermuten möchte
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0:13 - 0:15ist, das dies nicht notwendig der Fall ist,
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0:15 - 0:18denn Fortschritt ist einfach ein Wort für Veränderung.
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0:18 - 0:20und mit Veränderungen gewinnst du etwas,
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0:20 - 0:22aber du verlierst auch etwas.
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0:22 - 0:24Was ich tun möchte um diesen Punkt wirklich zu illustrieren
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0:24 - 0:27ist zu zeigen, wie mit Technologie umgegangen wurde
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0:27 - 0:32eine sehr einfache, sehr vertraute und alltägliche Frage.
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0:32 - 0:34Und dies ist dir Frage.
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0:34 - 0:37Wie viel Uhr ist es? Wie viel Uhr ist es?
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0:37 - 0:40Wenn du auf dein iPhone schaust ist es einfach die Zeit zu nennen.
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0:40 - 0:42Aber würde dich gern fragen, wie du die Zeit bestimmtest
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0:42 - 0:44wenn du kein iPhone hättest?
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0:44 - 0:47Wie würdest du die Zeit bestimmen, sagen wir vor 600 Jahren?
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0:47 - 0:49Wie würdest du es tun?
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0:49 - 0:52Gut, die Art, wie du das machen würdest, ist durch Nutzung eines Gerätes
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0:52 - 0:56das Astrolabium genannt wird.
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0:56 - 1:00Also, ein Astrolabium ist in der heutigen Welt relativ unbekannt.
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1:00 - 1:02Aber in der Zeit des 13. Jarhunderts,
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1:02 - 1:04war es der Apparat des Tages.
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1:04 - 1:08Es war der erste gängige Computer der Welt.
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1:08 - 1:12Und es war ein Werkzeug, welches tatsächlich ein Model des Himmels ist.
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1:12 - 1:14Also, die verschiedenen Teile des Astrolabiums bei diesem speziellen Typ,
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1:14 - 1:17Das Netz korrespondiert mit den Positionen der Sterne.
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1:17 - 1:20Die Platte entspricht einem Koordinatensystem.
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1:20 - 1:24Und die Grundplatte hat einige Skalen und bringt alles zusammen.
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1:24 - 1:26Wenn du ein gebildetes Kind gewesen wärst,
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1:26 - 1:28hättest du ein Astrolabium nicht nur zu nutzen gewusst,
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1:28 - 1:31du wüsstest auch wie ein Astrolabium gebaut wird.
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1:31 - 1:34Und wir wissen das, weil die erste Abhandlung über das Astrolabium,
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1:34 - 1:36die erste technische Anleitung in englischer Sprache,
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1:36 - 1:38wurde von Geoffrey Chaucer geschrieben.
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1:38 - 1:41Ja, der Geoffrey Chaucer von 1391,
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1:41 - 1:45für seinen kleinen Lewis, seinen 11 Jahre alten Sohn.
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1:45 - 1:50Und in diesem Buch würde der kleine Lewis die große Idee finden.
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1:50 - 1:52Und die zentrale Idee die den Computer funktionieren lässt
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1:52 - 1:55ist diese Sache, die stereographische Projektion genannt wird.
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1:55 - 1:57Und das Konzept ist grundsätzlich
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1:57 - 2:00wie du das dreidimensionale Bild des Nachthimmels,
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2:00 - 2:02der uns umgibt auf einer flachen, tragbaren,
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2:02 - 2:05zweidimensionalen Oberfläche repräsentierst.
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2:05 - 2:07Die Idee ist eigentlich relativ simpel.
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2:07 - 2:10Stell dir die Erde im Zentrum des Universums vor,
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2:10 - 2:13und darum herum ist der Himmel, auf eine Kugel projiziert.
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2:13 - 2:16Jeder Punkt auf der Oberfläche der Kugel
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2:16 - 2:18wird durch den unteren Pol
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2:18 - 2:20auf die flache Oberfläche abgebildet, wo es dann aufgezeichnet wird.
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2:20 - 2:24Dadurch stimmt der Nordstern mit dem Zentrum des Apparats überein.
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2:24 - 2:27Die Ekliptik, welche der Weg von Sonne Mond und Planeten ist
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2:27 - 2:29wird durch einen abgesetzten Kreis dargestellt.
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2:29 - 2:33Die hellen Sterne sind kleine Lilien auf dem Netz.
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2:33 - 2:36Und die hohe korrespondiert mit dem Plattensystem
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2:36 - 2:39Nun, das wirklich geniale am Astrolabium ist nicht die Projektion.
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2:39 - 2:43Das wirklich geniale ist, dass es zwei Koordinatensysteme zusammenbringt,
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2:43 - 2:45so dass sie perfekt zusammenpassen.
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2:45 - 2:48Da ist die Position von Sonne, Mond und Planeten auf dem beweglichen Netz.
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2:48 - 2:50Und dann ihre Aufenthaltsorte am Himmel
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2:50 - 2:55von einer bestimmten Breite auf der Rückseite der Platte aus betrachtet. Okay?
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2:55 - 3:00Wie benutzt ihr diesen Apparat?
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3:00 - 3:06Gut lasst mich zuerst etwas zurückgehen.
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3:06 - 3:11Das ist ein Astrolabium. Ziemlich eindrucksvoll nicht wahr?
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3:11 - 3:14Also dieses Astrolabium ist von uns geliehen
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3:14 - 3:17von der Oxforder Schule für – vom Museum für Geschichte.
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3:17 - 3:20Und ihr könnt die verschiedenen Teile sehen.
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3:20 - 3:22Das sind die Grundplatte, und die Skalen auf der Rückseite.
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3:22 - 3:24Dies ist das Raster. Okay. Seht ihr das?
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3:24 - 3:27Das ist der bewegliche Teil des Himmels.
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3:27 - 3:29Und im Hintergrund könnt ihr ein Spinnennetzmuster sehen.
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3:29 - 3:31ein Spinnennetzmuster.
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3:31 - 3:35Und das Spinnennetzmuster stimmt mit den lokalen Koordinaten am Himmel überein.
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3:35 - 3:37Das ist ein Linealwerkzeug. Und auf der Rückseite
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3:37 - 3:40sind einige andere Spielereien, Messwerkzeuge,
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3:40 - 3:46und Skalen, um einige Kalkulationen machen zu können. Okay?
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3:46 - 3:48Wisst ihr, eines von denen wollte ich immer schon haben.
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3:48 - 3:53Für meine Doktorarbeit habe ich sogar eines von diesen aus Papier gebaut.
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3:53 - 3:55Und dieses hier, das ist eine Nachbildung
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3:55 - 3:58eines Apparates aus dem 15. Jarhundert.
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3:58 - 4:01Und sein Wert ist wahrscheinlich ungefähr der von drei Macbooks Pro.
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4:01 - 4:04Aber ein echtes würde ungefähr so viel wie mein Haus kosten,
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4:04 - 4:07und das Haus daneben und genaugenommen jedes im Block,
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4:07 - 4:09auf beiden Seiten der Straße,
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4:09 - 4:11vielleicht eine Schule dazu und etwas – du weist schon, eine Kirche.
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4:11 - 4:13Die sind einfach unglaublich teuer.
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4:13 - 4:15Aber lass mich dir zeigen man dieses Gerät benutzt.
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4:15 - 4:18Also lasst uns bei Schritt eins beginnen.
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4:18 - 4:20Das erste was ihr macht, ihr wählt einen Stern aus
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4:20 - 4:23am Nachthimmel, wenn ihr die Zeit bei Nacht bestimmt.
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4:23 - 4:26Also, heute Nacht ist es klar, ihr werdet das Sommerdreieck sehen können.
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4:26 - 4:29Und da ist ein heller Stern Deneb genannt. Lasst uns Deneb auswählen.
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4:29 - 4:32Das Zweite ist, ihr messt die Höhe von Deneb.
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4:32 - 4:35Also, Schritt zwei, Ich halte das Gerät hoch
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4:35 - 4:38und dann markiere ich seine Höhe dort
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4:38 - 4:40I kann ihn jetzt klar erkennen.
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4:40 - 4:43Und dann messe ich seine Höhe.
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4:43 - 4:46Also, das sind ungefähr 26 grad. Ihr könnt es von da nicht sehen.
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4:46 - 4:51Schritt drei ist, identifiziere den Stern auf der Vorderseite des Apparates.
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4:51 - 4:53Daneb ist dort. Das kann ich sagen.
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4:53 - 4:56Schritt vier ist dann bewege das Raster,
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4:56 - 4:59Bewege den Himmel so, dass die Höhe des Sterns
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4:59 - 5:02mit der Skala auf der Rückseite übereinstimmt.
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5:02 - 5:05Okay, also, wenn das passiert
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5:05 - 5:07richtet sich alles aus.
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5:07 - 5:09Ich habe hier ein Modell des Himmels
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5:09 - 5:12das mit dem wirklichen Himmel übereinstimmt. Okay?
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5:12 - 5:14Also ist es in gewissem Sinne,
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5:14 - 5:17als würde ich ein Modell des Universums in der Hand halten.
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5:17 - 5:20Und am Schluss, nehme ich ein Lineal
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5:20 - 5:22und bewege das Lineal zu einer Datumslinie
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5:22 - 5:25welche mir dann hier die Zeit sagt.
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5:25 - 5:28Richtig. Also, so wird der Apparat benutzt.
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5:28 - 5:29(Lachen)
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5:29 - 5:31Also, ich weiß, was ihr denkt.
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5:31 - 5:35"Das ist viel Arbeit, nicht wahr? Ist es nicht ein ziemlicher Aufwand um die Zeit bestimmen zu können?"
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5:35 - 5:39Während ihr auf euren iPod schaut um eben die Zeit abzulesen.
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5:39 - 5:41Aber, da ist ein Unterschied zwischen den beiden, weil ihr mit eurem iPod
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5:41 - 5:44genau sagen könnt – oder mit eurem iPhone, könnt ihr genau sagen
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5:44 - 5:46wie viel Uhr es ist, mit Exaktheit.
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5:46 - 5:48Die Art, wie klein Lewis die Zeit bestimmen würde
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5:48 - 5:50ist durch ein Abbild des Himmels.
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5:50 - 5:53Er wüsste, wo die Dinge am Himmel zusammenpassen.
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5:53 - 5:56Er wüsste nicht nur wie spät es ist,
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5:56 - 5:58er wüsste auch wo die Sonne aufgehen
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5:58 - 6:01und wie sie sich über den Himmel bewegen würde.
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6:01 - 6:05Er wüsste wann die Sonne aufginge und wann sie unterginge.
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6:05 - 6:07Und er wüsste das im Allgemeinen für jedes himmlische Objekt
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6:07 - 6:09am Firmament.
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6:09 - 6:11Also in der Computergafik
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6:11 - 6:14und dem Computer-Nutzer-Interfacedesign,
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6:14 - 6:17gibt es einen Ausdruck, der Angebots-Charakter genannt wird.
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6:17 - 6:20Also, Angebots-Charakteristika sind die Qualitäten eines Objektes
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6:20 - 6:23die uns erlauben eine Aktion damit durchzuführen.
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6:23 - 6:25Und was das Astrolabium tut, ist uns zu erlauben,
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6:25 - 6:28von uns zu verlangen mit dem Nachthimmel in Verbindung zu treten,
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6:28 - 6:31hoch in den Nachthimmel zu schauen und viel mehr zu sein –
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6:31 - 6:34das Sichtbare und das Unsichtbare zusammen zu sehen.
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6:34 - 6:38Also, das ist bloß eine Anwendung. Unglaublich,
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6:38 - 6:41es gibt wahrscheinlich 350, 400 Anwendungen.
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6:41 - 6:43Tatsächlich gibt es einen Text, und der nennt über tausend Anwendungen
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6:43 - 6:45dieses ersten Computers.
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6:45 - 6:47Auf der Rückseite ist eine Skala und Abmessungen
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6:47 - 6:49für Landnavigation
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6:49 - 6:52Ihr könnt damit vermessen. Bagdad wurde damit vermessen.
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6:52 - 6:56Es kann benutzt werden um mathematische Gleichungen aller Art zu berechnen.
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6:56 - 6:59Und es würde einen ganzen Universitätskurs brauchen, um es darzustellen.
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6:59 - 7:01Astrolabien haben eine unglaubliche Geschichte.
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7:01 - 7:03Die sind über 2.000 Jahre alt.
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7:03 - 7:06Das Konzept der stereografische Projektion
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7:06 - 7:08entstand 330 v. Chr.
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7:08 - 7:10Und das Astrolabium gibt es in vielen verschiedenen
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7:10 - 7:12Größen und Formen.
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7:12 - 7:15Da ist ein tragbares. Da ist eines mit großer Anzeige.
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7:15 - 7:17Und ich denke, was alle Astrolabien gemeinsam haben
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7:17 - 7:19ist, dass sie alle schöne Kunstwerke sind.
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7:19 - 7:22Da ist eine Qualität von Handwerkskunst und Präzision
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7:22 - 7:25die einfach erstaunlich und bemerkenswert ist.
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7:25 - 7:28Astrolabien, wie jede Technologie entwickeln sich mit der Zeit.
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7:28 - 7:32Also, die ersten Raster zum Beispiel waren sehr simpel.
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7:32 - 7:34Und fortschrittliche Raster wurden kulturelle Wahrzeichen.
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7:34 - 7:37Dieses ist aus Oxford.
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7:37 - 7:39Und ich finde dieses hier wirklich besonders, weil das Netzmuster
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7:39 - 7:41komplett symmetrisch ist,
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7:41 - 7:45und es bildet eigentlich einen vollständig asymmetrischen, oder zufälligen Himmel ab.
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7:45 - 7:47Ist das nicht cool? Das ist einfach großartig.
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7:47 - 7:50Also, würde klein Lewis ein Astrolabium haben?
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7:50 - 7:53Wahrscheinlich keines aus Messing. Er würde ein aus Holz gemachtes haben,
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7:53 - 7:56oder Papier. Und die große Mehrheit dieser ersten Computer
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7:56 - 7:58waren tragbare Geräte
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7:58 - 8:01die man in der Tasche tragen konnte.
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8:01 - 8:04Also, was regt das Astrolabium an?
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8:04 - 8:06Gut, ich denke das Erste ist, dass
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8:06 - 8:10es uns einfach erinnert wie erfinderisch die Leute waren,
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8:10 - 8:12unser Vorfahren waren, Jahre und Jahre vorher.
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8:12 - 8:15Es ist ein unglaubliches Gerät.
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8:15 - 8:17Jede Technologie entwickelt sich.
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8:17 - 8:20Jede Technologie wird von anderen umgeformt und beeinflusst.
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8:20 - 8:22Und was wir mit neuer Technik gewinnen ist natürlich,
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8:22 - 8:24Präzision und Exaktheit.
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8:24 - 8:26Aber, was wir verlieren ist, denke ich
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8:26 - 8:29genau – ein gefühlter Sinn
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8:29 - 8:32für den Himmel eine Art Kontext.
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8:32 - 8:36Den Himmel zu kennen und deine Beziehung zum Himmel zu kennen,
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8:36 - 8:40ist das Zentrum der wirklichen Antwort
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8:40 - 8:42zu wissen, welche Zeit es ist.
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8:42 - 8:46Also, es ist – ich denke Astrolabien sind einfach bemerkenswerte Apparate.
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8:46 - 8:49Und nun, was könnt ihr von diesen Apparaten lernen?
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8:49 - 8:52Gut, zu allererst, dass es ein subtiles Wissen gibt,
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8:52 - 8:54dass wir uns mit der Welt verbinden können.
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8:54 - 8:57Und Astrolabien bringen uns zurück zu diesem subtilen Empfinden
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8:57 - 9:00wie genau alles zusammenpasst,
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9:00 - 9:02und auch wie wir mit der Welt verbunden sind.
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9:02 - 9:04Danke vielmals.
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9:04 - 9:06(Applaus)
- Title:
- Tom Wujec stellt das Astrolabium aus dem 13. Jahrhundert vor
- Speaker:
- Tom Wujec
- Description:
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Statt uns eine neue Technologoie zu zeigen, greift Tom Wujec auf eines unserer frühesten, aber genialsten Geräte zurück – das Astrolabium. Mit seinen tausenden Funktionen, vom Anzeigen der Zeit, bis zum Kartographieren des Nachthimmels erinnert uns dieses Stück Technik daran, dass Antikes so brilliant sein kann wie Brandneues.
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- English
- Team:
closed TED
- Project:
- TEDTalks
- Duration:
- 09:07