-
Streckt Euch und hustet
so laut wie ihr wollt.
-
Ihr stört keinen.
-
Kratzt die Knie, bewegt Eure Beine,
bewegt euren Hintern.
-
Macht es Euch bequem für den nächsten
Akt der heutigen Festlichkeiten.
-
Der Dhamma-Vortrag!
-
Wunderbar. Für den heutigen Dhamma-Vortrag
hatte ich alle möglichen Ideen,
-
worüber ich sprechen sollte.
Eigentlich doch nicht so viele,
-
denn es ist ja offensichtlich,
worüber ich sprechen sollte,
-
denn es ist ein Problem, dass
so viele Menschen betrifft.
-
Und ich habe es gerade gespürt und in
dieser Meditation überwunden: Müdigkeit.
-
Also, vor 3, 4 oder 5 Jahren,
ich kann mich nicht genau erinnern,
-
Das ist das Problem, wenn man
nur in der Gegenwart lebt...
-
Als Mönche, bekommen wir keine Demenz...
wir bekommen Präsenz!
-
[Lachen] Wir denken nicht so viel an
Vergangenheit oder Zukunft.
-
Jemand fragt: Wann war das?
"Irgendwann in der Vergangenheit!"
-
Wir erinnern uns nicht genau wann,
aber es ist nicht so, dass wir uns
-
nicht erinnern wollen, es ist die Effizienz
des Gehirns und Leben in diesem Moment
-
anstatt ständiges Leben
in der Vergangenheit.
-
Aber vor ein paar Jahren, als ich im Ausland
unterrichtete - wie ich es oft tue -
-
wurde ich eingeladen, einen Tag bei einem
Jugendseminar in Kuala Lumpur zu verbringen.
-
Das ist eine sehr interessante Veranstaltung.
400, 500 junge Menschen, zwischen 15 und 25,
-
die alle möglichen interessanten Sachen machen.
Eine der Sachen, die sie machten war,
-
dass sie alle Leute dort fragten:
"Was ist dein schwierigstes Gefühl"?
-
Als 15 bis 25 Jahre alte, hauptsächlich chinesiche
Buddhisten in Kuala Lumpur, Malaysia.
-
Was findest Du am schwierigsten
von allem im Leben?
-
Und die Antwort, die herauskam war "Müdigkeit".
Ich hätte das nie zuvor gedacht,
-
aber als sie es sagten, war es klar,
warum die Leute müde sind,
-
selbst wenn sie jung sind, 15 bis 25.
Ihr könnt Euch an Eure Zeit erinnern,
-
als junger Mann, junge Frau, da
hat man echt jede Menge Stress.
-
Du musst in der Schule gut sein,
deine Eltern und Lehrer
-
und Freunde sagen es ist wirklich wichtig,
also musst du die Hausaufgaben
-
richtig gut machen und
gute Noten schreiben.
-
Das ist eins der Probleme für Jugendliche.
Die Eltern nehmen mir das übel, aber
-
ich bin auf der Seite der jungen Leute:
es ist nicht so wichtig
-
was für Schulnoten ihr kriegt.
-
Man hat herausgefunden, Daniel Goldmann,
"Emotionale Intelligenz", fand heraus, dass
-
deine Schulnoten und Hochschulnoten,
die ganzen Zeugnisse
-
nicht viel ausmachen, wenn es
um Erfolg im Leben geht.
-
Gut in der Schule zu sein garantiert
keinen Erfolg. Etwas anderes schon.
-
Deshalb sage ich den Leuten,
gerade gestern erst in Singapur,
-
auf meinem Rückweg aus Thailand,
-
wenn ihre Kinder ein F (Note 6) bekommen,
verstehen sie eigentlich was "F" bedeutet?
-
Ich war früher ein Lehrer.
F bedeutet Fantastisch! [Lachen]
-
Wenn sie ein E (Note 5) bekommen,
heißt das "Exzellent",
-
aber wenn sie ein "A" (Note 1)
bekommen, heißt das "Arrogant".
-
Diese ganzen Leute, die so stolz
sind 1en zu bekommen und 1+ ,
-
die nerven echt, oder? So eingebildet:
"Ich habe nur 1en bekommen..."
-
Also ich mag lieber die 6er [Fs],
die Fantastischen, die Exzellenten.
-
Es ist nicht so sehr der Druck, in diesem
Wettstreit um gute Noten zu gewinnen..
-
..oder einen Platz an einer
guten Universität zu bekommen.
-
Schaut mich an, ich hatte einen Platz an
einer der besten Unis, und was ist passiert?
-
mir hat es nichts gebracht in Cambridge zu
sein, ich hätte genauso gut an irgendeine
-
Uni oder gar keine Uni gehen können.
Es ist doch so...
-
Wenn ich nicht nach Cambridge gegangen
wäre, wäre ich früher Mönch geworden.
-
Das wäre gut gewesen. Aber egal,
so geht es halt im Leben...
-
du lernst etwas daraus.
-
Apropos, Ich mag es herumzuschweifen,
ein wichtiges Ereignis in meinem Leben
-
als Student, das mich dahin brachte Mönch
statt Akademiker zu werden...
-
damals habe ich seine Bedeutung nicht
erkannt, aber wenn man zurückschaut,
-
stellt man fest, das waren die entscheidenden
Erfahrungen, die einen im Leben lenken -
-
es war, als ich ein Buddhist war, noch an der Uni.
Es gab ein paar andere Buddhisten, aber
-
einer meiner besten Freunde war Christ,
ein sehr strenger Christ.
-
Er wurde später ein Hippie, aber zu der
Zeit war er wirklich ein strenger Christ.
-
Er erzählte mir eines Tages, dass er und
ein paar seiner Bibelkreis-Freunde
-
einmal die Woche in eine Anstalt für
geistig Behinderte gingen
-
um dort ehrenamtlich zu arbeiten.
-
Als er mir das erzählte, hatte ich keine
Lust mitzumachen, aber ich dachte,
-
wenn ich nicht gehe, sieht das schlecht
aus für das Buddhismus-Team. Der einzige
-
Grund für meine Teilnahme war also Ego,
Stolz. "Wenn die Christen das können,
-
können die Buddhisten das auch!"
So war es.
-
Ich bin da ganz ehrlich - Ich ging nur,
weil er dahin ging, also musste ich auch.
-
Aber da passierte etwas Seltsames!
Wie es so oft ist im Leben,
-
du tust etwas aus einem bestimmten Grund,
und dann merkst du, dass andere Gründe
-
wichtiger werden, und das ändert dein
Leben. Denn diese Christen, die gingen da
-
zwei, drei Wochen lang hin und hörten
dann auf... Ich ging zwei Jahre dahin.
-
Jeden Nachmittag, an dem ich oben in
Cambridge war, habe ich meine Seminare
-
und alles umorganisiert, um dahin gehen zu
können. Ich liebte es und fragte mich "Warum?"
-
Warum genoss ich es da hin zu gehen? Ich habe
im Bereich Beschäftigungstherapie ausgeholfen
-
mit Menschen mit Down-Syndrom. Es war
unglaublich, die emotionale Intelligenz zu sehen,
-
die diese Kinder hatten, nicht Kinder...
junge Männer und Frauen.
-
Obwohl ich die Worte "emotionale
Intelligenz" nicht kannte,
-
das war 1969 bis 1971 oder so... aber
trotzdem waren sie so sensibel für eine Welt,
-
in der ich nicht wirklich geschult worden war.
Und ich werde mich immer erinnern, manchmal,
-
ich war ein junger Mann, da macht man Schluss mit
der Freundin, ging da hin, und die merkten es sofort!
-
Ich musste ihnen nichts sagen, sie kamen direkt
zu mir und umarmten mich. "Warum macht ihr das?"
-
"Irgendwas stimmt nicht, oder?"
"Woher zum Teufel wisst ihr das?"
-
Sie waren so empfänglich für meine Gefühle,
sie lernten mich kennen und lieben.
-
Sie hatten dieses unglaubliche Einfühlungsvermögen.
Und als ich neben Nobelpreisträgern saß,
-
was ich da so machte, waren die sozial so unsensibel,
die hatten kein einziges emotionales Neuron
-
in ihren Hirnen. Naja, das hatten sie
schon, ich übertreibe ein wenig.
-
Aber was die Professoren
des Lebens angeht,
-
verbrachte ich lieber den Nachmittag mit Menschen
mit Down-Syndrom. Von denen habe ich viel mehr gelernt.
-
Ich entwickelte mich durch sie. Ich musste mich
in Menschen einfühlen. Wenn man bei Professoren ist,
-
oder selbst bei deinen Freunden... sie alle
redeten, ich glaube, das hieß... "Gomayang"
-
Ich brauche lange, das auszusprechen.
Das ist der Pali-Ausdruck für "Mist".
-
Es lief eben alles im Kopf ab, keine Ahnung
von ihren Gefühlen. Die Jungs und Mädels wussten
-
nicht miteinander aus zu kommen, nur Fantasien,
Träume, Ideen und Philosophien.
-
Und du warst bei diesen Menschen mit Down-
Syndrom, und sie fühlten, kannten die Gefühle.
-
Sie waren nicht gut in der Schule, oder bei
Dingen wie Mathe, aber was ihre Fähigkeit angeht,
-
zu fühlen, was du fühlst und freundlich zu dir zu sein,
waren sie Genies. Und irgendwann war es soweit,
-
da wollte ich lieber den Nachmittag bei diesen Menschen
sein, als bei Professoren. Damals wusste ich noch nicht warum,
-
aber es ermutigte mich in einem anderen Lebensbereich,
dieser großartigen emotionalen Intelligenz.
-
Weil wir nicht einfühlsam gegenüber dieser inneren
Welt der Gefühle sind, denken wir ständig zu viel,
-
tun zu viel - und das ist einer der Gründe, warum wir
müde sind. Naja, für diese Kinder
-
war es das größte Problem im Leben.
Und als sie mir das sagten, allen sagten,
-
schafften sie sich ein gewaltiges Verbesserungs-
potenzial für unser Leben - körperlich und emotional,
-
und genauso in Beziehungen.
-
Wie viele von euch sind schlecht drauf,
wenn ihr nach Hause kommt?
-
Oder sogar wütend? Viele Leute fragen mich ständig:
"Mein Mann hat immer schlechte Stimmung.
-
Er schimpft ständig mit den Kindern.
Es ist eine furchtbare Qual mit ihm zu leben.
-
Warum? Kannst du ihm Aggressionstherapie
oder so was geben?"
-
Im Prinzip sage ich dann:
"Zeig ihm, wie man nachts schläft.
-
Zeig ihm, wie man sich richtig ausruht.
Schau, ob er mit dieser Müdigkeit fertig wird,
-
die heute in der Menschheit
so tief verwurzelt ist.
-
Ich sag das nur, weil ich die Dinge so verstehe,
es gibt keine Forschung, auf die ich mich da
-
stützen kann, aber ich bin sicher, wenn das jemand
erforschen würde, derjenige wahrscheinlich
-
entdeckt, was ich entdeckt habe, und das ist,
das Müdigkeit so viele Scheidungen hervorbringt,
-
so viele Beziehungen, die wegen
Müdigkeit auseinander brechen.
-
Und Krankheiten wie Krebs, Herzleiden
- wegen Müdigkeit.
-
Und sogar andere Dinge, eine eindeutige
Krankheit, die heute weit verbreitet ist,
-
nämlich Depression - eine sehr tiefe Müdigkeit.
Es ist so offensichtlich, dass es ein
-
großes Problem in dieser Welt gibt.
Vielleicht warst du schon einmal erschöpft,
-
das ist, als sei die Welt zu schwer,
um sie weiter zu ertragen.
-
Du musst dich so extrem anstrengen, um klar zu kommen.
Die Anstrengung verbraucht so viel Energie,
-
und manchmal kannst du keine Energie mehr geben
und gehst in dieses Loch der Depression,
-
einfach antriebslos, du kannst nichts geben,
kannst manchmal nicht einmal morgens aufstehen.
-
Dann willst du aufstehen,
aber nichts essen oder tun.
-
Einfach, weil du überhaupt keine Energie hast,
vollkommen erschöpft bist.
-
Wir haben jetzt das chronische Müdigkeitssyndrom.
An so etwas kann ich mich in meiner Kindheit nicht erinnern.
-
Warum ist das so? Natürlich ist Müdigkeit
ein Problem, und der Grund ist,
-
dass wir so viel zu tun
haben in dieser Welt.
-
Der Grund, warum ich mich nach diesem Vortrag
aus dem Staub mache ist, dass ein Mönch,
-
Bhante Gunaratana, ein berühmter Mönch, ein
echt netter Mönch, er war schon mal hier,
-
er ist 88, und er sollte kommen und dieses Wochenende
ein Meditations-Retreat in Jhana Grove unterrichten.
-
Als wir hörten, dass er hier war, haben wir Himmel
und Hölle in Bewegung gesetzt, ihn hierhin zu holen,
-
den Retreat für das Wochenende freizuhalten,
Werbung zu machen und ihm Flugtickets zu kaufen.
-
Aber dann wurde er zu krank. Und sein
Arzt sagte "Nein, du kannst nicht kommen."
-
Bei wem lag also die Verantwortung?
Ganz oben - also musste ich den Retreat
-
an seiner Stelle leiten. Dieses
Wochenende sollte ich ausruhen...
-
Ich komme gerade von einer langen Thailand-
Reise mit stundenlangem Unterricht.
-
Und Montag früh bin ich wieder unterwegs
nach Korea, um da zu unterrichten.
-
Das sollte eine Pause für mich sein.
Ich bin also müde.
-
Ich könnte also erschöpft sein, aber es
gibt noch etwas, das ich weiß,
-
was nämlich passiert, wenn man jahrelang
ein meditierender Mönch ist,
-
wie man mit dieser Müdigkeit umgeht, so
dass sie nicht zu Depression, Gereiztheit,
-
Wut und all diesen emotionalen und
physischen Krankheiten führt.
-
Wie gehen wir mit Müdigkeit in dieser Welt um?
Wir müssen wohl viel mehr tun, als unsere Vorfahren.
-
Wie gehen wir also mit dieser Müdigkeit um? Erstens
kannst du dir Zukunftssorgen dann gar nicht leisten.
-
Du kannst keine Energiereserven zu verschwenden.
Wenn ich manchmal viel zu tun habe, weigere ich mich,
-
in meinen Kalender zu schauen. Würde ich in meinen
Kalender schauen - "Wow... Das schafft niemand."
-
Andere Mönche sehen sich das an,
"Wie schaffst du das, Ajahn Brahm?"
-
"Weil ich nicht da rein schaue."
-
Man lebt im Augenblick, denn
wie viel Energie verschwendest du
-
auf die Sorge, dass du es
nicht schaffen könntest?
-
Ich mache das nie, denn ich
weiß genau, wie schlimm das wird.
-
Wie ich einem der Mönche erzählte, war ich echt
erschöpft und kann mich an eine Zeit erinnern kann, als ich
-
ein junger Mönch in Thailand war, der mit einem tollen
Gefühl von Freiheit von Kloster zu Kloster wanderte,
-
aber dieses eine Mal war ich den ganzen Tag seit dem
Mittagessen unterwegs, unser Mittagessen ist gegen 9 Uhr,
-
und das ist dann alles für den Tag, und dann den
ganzen Tag in der Hitze unterwegs, in einem thailändischen Bus,
-
nicht wie die thailändischen Busse heutzutage, heute
sind die fantastisch - die Leute sagten "Was redest du da?"
-
Ich war da, es war nicht fantastisch, das war vor 40 Jahren,
und es war wirklich heiß und eng auf der kleinen Sitzbank für zwei,
-
und da saßen normalerweise drei plus ein Huhn
oder Schwein oder so, ich weiß nicht, was noch,
-
stundenlang eingequetscht, und endlich kam
ich bei diesem Kloster an, wo ich hin sollte.
-
Ich erinnere mich an die Uhrzeit, es war 17:45 Uhr
und ich meldete mich an, da waren zwei Mönche,
-
"Willkommen, du kannst hier übernachten, aber du
hast 15 Minuten für ein kurzes Bad, denn um 18 Uhr
-
müssen wir 4 Stunden lang
meditieren, ohne uns zu bewegen."
-
"Was?! Ich war den ganzen Tag unterwegs,
bin müde, das schaffe ich auf keinen Fall!"
-
Aber... die Weisheit meines Trainings meldete sich,
ich glaube, das habe ich vor ein paar Wochen schon erzählt,
-
die Geschichte vom Schieben der Schubkarren mit Erde,
falls ihr die Geschichte noch nicht gehört habt, sie steht in
-
"Die Kuh, die weinte", eines der ersten
Bücher, das ich geschrieben habe.
-
Es ist eine Geschichte darüber, wie ich
als junger Mönch Erde von morgens
-
um 9 bis abends um 9, drei Tage lang
umschichten musste, weil mein Lehrer wollte,
-
dass sie umgeschichtet wird. Es war wirklich harte
Arbeit, eine echte Plackerei, aber das ist dir egal.
-
Ich war fit und gesund, ich bin jetzt fit und gesund.
Wir waren fertig, und in der Nacht reiste Ajahn Chah
-
zu einem anderen Kloster, und der zweite
Mönch, er war der leitende Mönch, sagte:
-
"Ihr habt das am falschen Platz abgeladen,
schichtet das um." 3 weitere Tage harter Arbeit.
-
Ich konnte das aushalten... aber man wird
schmutzig und schwitzt, und die Moskitos!
-
Du hattest beide Hände an der
Schubkarre, konntest dir die Moskitos
-
nicht vom Leibe halten, du schwitzt, und
-
das ist ein tolles Mittagessen
für die Moskitos,
-
wenn man so arbeitet.
Also nach
-
6 Tagen waren wir endlich fertig.
-
In der Nacht kam mein Meister Ajahn Chah
-
zurück und sagte am nächsten Morgen:
-
"Warum habt ihr die Erde dahin getan?
-
Habe ich euch nicht gesagt,
sie woanders abzuladen?
-
WEG DAMIT!" - Weitere 3 Tage
harter, körperlicher Arbeit.
-
Im Moskito-geplagten Dschungel.
-
Diese Leute, die im zweiten Weltkrieg
-
für die Japaner gearbeitet haben,
ich weiß, wie die sich fühlten.
-
Ehrlich, echt harte Arbeit,
sie waren sogar...
-
wir waren auch unterernährt.
-
Ihr solltet Fotos von mir
sehen aus der Zeit
-
nicht vergleichbar mit heute, ihr würdet
mich nicht wiedererkennen,
-
so wie ich heute aussehe.
-
Dass ich heute etwas dicker bin, ist ein
Ausgleich für das, was ich getan habe,
-
als ich jung war. Das ist fair!
[Lachen]
-
Naja, harte Arbeit eben, und dann am
-
nächsten Tag, da sind schon
6 Tage vergangen und
-
weitere 3 Tage harter Arbeit
lagen noch vor mir,
-
da fing ich an mich zu beschweren.
Ich war erschöpft, müde, hatte genug.
-
Ich hab geschimpft. Ich sag immer,
es war toll zu der Zeit,
-
denn da waren kaum andere
Westler außer mir.
-
Ich habe mit den Thai-Mönchen und den
-
Mönchen aus Laos gearbeitet,
also konnte man auf Englisch schimpfen.
-
Ich dachte, niemand würde mich verstehen.
-
Aber obwohl sie kein Englisch verstanden,
-
verstanden Sie die Körpersprache,
-
dass du wirklich leidest.
-
Und da kam dann einer der Mönche,
-
ich habe vergessen, wer es war,
aber wer immer du bist,
-
danke, danke, danke, danke
-
für das, was du mich gelehrt hast,
denn er sagte zu mir
-
"Die Schubkarre schieben ist einfach,
-
darüber nachzudenken ist der
schwere Teil."
-
Er hat es auf den Punkt getroffen.
-
Ich habe darüber nachgedacht,
das war das Schwierige am
-
Schieben der Schubkarre für
drei weitere Tage.
-
Es zu tun ist einfach, deshalb
danke, danke, danke,
-
Ich dachte nicht mehr darüber nach,
und da machte es wieder Spaß.
-
Wir machten Rennen mit anderen Mönchen,
wer zuerst da ist.
-
Wenn man dran war mit der Schaufel,
-
um Erde in die Schubkarre zu schaufeln,
-
"Oh, tut mir leid,
hab ich das zu feste geworfen?"
-
"Entschuldigung!" - natürlich mit Absicht.
-
Nur Spaß haben und spielen,
etwas Quatsch machen.
-
Jedenfalls bin ich sehr verspielt.
-
Ich war vor ein paar Jahren auf einer
Konferenz in Vietnam,
-
und wenn man zu Konferenzen geht,
großen, organisierten Konferenzen,
-
wollen dir die Veranstalter ein paar
Sehenswürdigkeiten zeigen.
-
Ich bin nicht gerne Tourist, aber
da hat man keine Wahl.
-
Ich war also irgendwo in Vietnam
-
bei den Seen und unterirdischen Tunneln
und so
-
durch die man mit einem Kahn fährt,
-
unglaublich schöner Ort, aber
auf dem Rückweg...
-
Das war eigentlich komisch,
da ich Singapur vertreten habe,
-
nicht Australien, also war ich
im Singapur-Boot
-
und da war noch ein Singapur-Boot,
-
wir hatten die Theravada-Mönche
in unserem Boot,
-
und die Mahayana-Mönche im anderen Boot,
-
also sah ich sie an und sagte
-
"Alles klar, ein Rennen! Wer ist besser?
Die Mahayana oder die
-
Theravada?" [Lachen]
Das waren die beiden Seiten
-
von Buddhisten, also ein Rennen
-
zwischen Mahayana und Theravada.
Ich war im Theravada-Boot
-
und habe gepaddelt, was das Zeug hielt,
und die Mahayana-Mönche
-
haben auch gepaddelt wie sie nur konnten,
nur um zu sehen,
-
wer gewinnt, und es ist ja ganz klar,
-
dass Theravada gewinnt, ist doch klar,
-
wenn man sich etwas mit
Buddhismus auskennt,
-
dann die Mahayana sind Bodhisattvas,
-
die lassen sogar Andere vor ihnen
-
die Erleuchtung erlangen,
also haben sie uns zur
-
Ziellinie vorgelassen.
Das ist ihre Tradition [Lachen].
-
Das war nur Spielerei.
Mönche haben viel Spaß.
-
Wir machen manchmal echt dumme
Sachen, aber es macht echt Spaß.
-
Religion ist manchmal viel zu ernst,
und ich rebelliere wirklich
-
gegen ernste Religion.
-
Jedenfalls habe da gelernt,
-
wie man Spaß hat, denn ich war erschöpft
-
vom Schieben der Schubkarren, aber
-
statt darüber nachzudenken,
tat ich es einfach.
-
Und die ganze Müdigkeit war verschwunden.
-
Das ist wie heute Abend,
da verschwindet
-
die ganze Müdigkeit, wenn man
nicht mehr daran denkt.
-
An die Zukunft denken,
sich darum sorgen,
-
denn deine meiste Energie wird
durch Denken verschwendet.
-
Wenn du müde bist und
viel zu tun hattest,
-
Mensch, dann kannst du dir
Denken nicht leisten!
-
Und dich beschweren... dir Sorgen
machen... Angst bekommen...
-
und dies planen,
und jenes planen...
-
Dein Gehirn ist erschöpft,
lass es in Ruhe!
-
Aber was machen die Leute,
wenn sie müde sind?
-
Sie sind schlecht gelaunt. Sie wissen
nicht, wie man einfach nur "ist".
-
Sie denken immer zu viel
-
und das ist der wichtigste Grund,
warum Menschen müde sind.
-
Viel zu viel Denken,
statt es einfach zu tun.
-
Ich weiß nicht, was ihr dieses
Wochenende machen werdet,
-
also denkt nicht nur darüber
nach, tut es einfach.
-
Sagt das eurem Mann,
der die Garage
-
aufräumen soll und sagt
"Ich kann nicht"
-
Sagt "Denk nicht darüber nach, Mann,
tu es einfach" [Lachen]
-
Du musst zu einer Biopsie...
-
Denk einfach nicht darüber nach,
denn das erschöpft dich wirklich,
-
wenn du denkst "Oje... Ist es Krebs?
Ich werde sterben..."
-
Denk nicht darüber nach, tue es.
-
Sogar das Sterben selbst ist okay,
denk einfach nicht darüber nach,
-
tu es einfach.
[Lachen]
-
Das Nachdenken ist das Problem.
-
Aber macht das nicht mit Absicht,
nur wenn es passiert.
-
Das ist einer der Gründe, warum ich
so viel über Müdigkeit gelernt habe,
-
dass da die physische Erschöpfung ist,
woran man nicht viel
-
machen kann. Eigentlich kann
man schon etwas machen,
-
aber der entscheidende
Teil der Müdigkeit ist die
-
mentale, emotionale Müdigkeit.
-
Emotionale Müdigkeit kommt daher,
dass du dich viel zu sehr anstrengst.
-
Ich weiß nicht, warum.
-
Manchmal strengen sich Leute an, weil
"Oh, ich muss eben." - Nein, muss du nicht.
-
"Aber, aber... Mein Chef verlangt,
dass ich etwas leiste."
-
Solange der DENKT,
dass du etwas tust,
-
reicht es dem Chef schon.
[Lachen]
-
Wie viele von euch lesen...
Ich liebe Cartoons,
-
die Dilbert-Cartoons. Ich erinnere
mich an diesen Wally...
-
In den Dilbert-Cartoons ist
Wally dieser Typ im Büro,
-
und man sieht ihn immer nur eine
Tasse Kaffee von links nach
-
rechts, und von rechts nach
links tragen, und nie arbeiten,
-
er trägt nur den Kaffee hin und her,
-
und es scheint, als mache
er irgend eine Arbeit,
-
deshalb behält er den Job.
-
Vielleicht behalte ICH deshalb meinen Job.
Der äußere Schein. [Lachen]
-
Jedenfalls gibt es noch einen
niedlichen Cartoon
-
den ich letztens gesehen habe,
ich schweife wieder ab,
-
den hat mir jemand geschickt
und der ist prima
-
um darüber zu sprechen, warum
sich Leute vor dem Tod fürchten.
-
Keine Sorge, es ist noch nicht soweit,
-
denkt nicht darüber nach, macht
euch keine Sorgen über die Zukunft.
-
Und dieser Cartoon war von den Peanuts,
-
Snoopy und Charlie Brown, diese
wundervollen Figuren.
-
Und ehrlich, lest diese Comics, denn
es steckt wesentlich mehr
-
Sinn in diesen Comics,
als ihr ihn jemals in
-
Leitartikeln oder anderen
Nachrichtenartikeln finden könnt.
-
Sie sind viel aufschlussreicher.
-
Und in diesem Peanuts waren Charlie
Brown und sein Hund Snoopy wohl
-
irgendwo im Urlaub,
-
sie waren an einem Kai und saßen da
-
und genossen den Nachmittag,
die schöne Aussicht,
-
nur Berge, Seen und Gewässer,
-
und machten sich da einen
wunderschönen Nachmittag,
-
und Charlie Brown sagt zu
seinem Hund Snoopy:
-
"Weißt du, Snoopy, alle von uns
werden eines Tages sterben."
-
Und Snoopy, dieser großartige Philosoph,
-
der ist wirklich ein weiser Hund,
viel weiser als menschliche Wesen,
-
Snoopy sagt: "Stimmt, eines Tages
werden alle von uns sterben,
-
aber an den meisten Tagen werden wir
alle nicht sterben." [Lachen]
-
Eine wirklich weise Aussage.
Ja, eines Tages stirbst du, aber an
-
den meisten Tagen stirbt keiner von uns.
[Lachen]
-
Warum seid ihr also so negativ?
-
Denkt also nicht darüber nach,
denn über solche Dinge nachzudenken
-
ist das, was uns mehr als
alles Andere ermüdet.
-
Wenn eure Kinder versuchen, eine gute Punktzahl
im TER zu kriegen, denkt nicht darüber nach!
-
Es ist nicht so wichtig, wenn
ihr gut darin seid, ist es okay...
-
Wenn es natürlich ist, wenn
ihr das Talent habt, dann
-
kein Problem, aber überanstrengt
euch doch bitte nicht.
-
Manche Eltern sind deswegen richtig unzufrieden
mit mir, aber ich will, dass diese Kinder
-
emotionale Intelligenz haben,
sich geliebt und respektiert
-
fühlen, selbst wenn sie bei diesen
Prüfungen nicht so gut abschneiden.
-
Wie ich immer sage, werden die Hälfte
eurer Kinder und der Leute hier, die Hälfte
-
eurer Kinder unterdurchschnittlich
intelligent sein.
-
Kommt schon, das ist logisch,
es kann nicht anders sein.
-
Die Hälfte eurer Kinder WERDEN
unterdurchschnittlich
-
intelligent sein. So muss das sein.
Das ist es, was Durchschnitt bedeutet!
-
Wenn ihr alle Einsteins seid,
muss die Hälfte der Einsteins
-
unterdurchschnittlich intelligent sein.
[Lachen]
-
Aber was denkt ihr - "Aber nicht mein Kind,
deren Kinder, okay, aber nicht MEINS!"
-
Also hört zu, verschont eure Kinder,
-
lasst sie in Ruhe, denn wenn ihr in
einem jungen Alter den Druck
-
von euren Kindern nehmt,
-
werden sie nicht so müde und entwickeln
-
die emotionale Intelligenz, die ich bei
-
diesen Menschen mit
Down-Syndrom gesehen habe.
-
Wunderbare Menschen.
Sie konnten keine Addition,
-
sie konnten keine Elektriker werden,
sie hätten Mönche sein können.
-
Sie fühlten, waren sensibel,
und sie hatten diese wunderschönen
-
Beziehungen untereinander.
-
Brüder und Schwestern,
in einer Anstalt,
-
aber wirklich, wirklich herzlich.
Ich habe es gesehen.
-
Und welche Art von Mensch wollt ihr sein?
-
Und eure Kinder? Die waren nicht
müde, die hatten Spaß.
-
Und wenn wir uns so
annehmen, wie wir sind,
-
anstatt...
zurück zu euren Kindern,
-
Drängt sie nicht, lasst sie
sich entwickeln,
-
nährt sie, ermutigt sie,
inspiriert sie,
-
aber wer weiß, was sie in
diesem Leben sein werden?
-
Sie werden nicht alle
zur Universität gehen,
-
und es ist schlimm,
dass jeder zur Uni
-
gehen muss - diese Welt
und dieses Leben ist
-
viel mehr! So viele
Menschen in dieser Welt
-
bringt die Universität um.
-
Ich erinnere mich an ein Graffiti außen
-
am Philosophie-Institut,
-
nein, das war außen am
Physiklabor in Cambridge.
-
Damals hat man noch richtig
nach Graffiti gesucht,
-
denn das war wirklich tiefgründig.
-
Und da stand:
"Prüfungen - Tod nach Noten".
-
Ein klasse Wortspiel -
sie töten nach Noten.
-
Sie töten das Lernen,
sie töten die Begeisterung
-
sich Wissen zu ergründen,
wir müssen getestet
-
und bewertet werden -
wer die besten kriegt.
-
Das tötet geradezu die
emotionale Intelligenz.
-
Die meisten akademischen Institutionen,
vielleicht haben sie sich
-
etwas verändert, die meisten von ihnen
-
töten diese Fähigkeit zu erforschen
und miteinander zusammenzuarbeiten,
-
da Noten alle persönlich sind,
-
du musst gegen deine
besten Freunde antreten.
-
Und das führt natürlich zu
einer Menge Müdigkeit.
-
Eine Menge "Du musst etwas gerecht
werden, das du nie sein kannst."
-
Das ist ein Lebensstress. Mir bereitet es
keinen Stress, öffentlich Vorträge zu halten.
-
Dahinter bin ich vor vielen Jahren
gekommen, so einfach!
-
Wenn ich also einen Vortrag halte und mögt
ihn, prima! Es macht mir so viel Freude,
-
euch glücklich zu sehen, und ich kann euch
wirklich helfen, euer Leben zu ändern.
-
Ich bin sehr glücklich, wenn meine
Vorträge gut ankommen.
-
Aber ich bin sogar noch glücklicher,
wenn sie euch nicht gefallen!
-
Denn dann könnt ihr mich in Ruhe lassen,
und ich kann mehr Zeit in meiner Höhle verbringen
-
und mir eine schöne Zeit machen, mich
zurückziehen, weil ihr meine Vorträge nicht mögt.
-
Ihr habt die alten Witze und Geschichten
alle schon einmal gehört,
-
also kommt keiner von euch
mehr her. Prima!
-
Genau das ist mein Trick, meine Strategie!
Hat nicht geklappt!
-
Ich wollte alle meine Geschichten in Büchern
aufschreiben, damit ihr nicht mehr kommen müsst.
-
Ich muss sie also so oft wiederholen, bis
ihr euch langweilt und nicht wiederkommt.
-
Aber das klappt nicht...
Ihr kommt und wollt mehr.
-
Ihr müsst alle Masochisten sein.
[Kichern]
-
Aber nein... Jedenfalls ist es mir egal!
Wie das Leben auch ist, ist es gut!
-
Du hast Erfolg, du hast keinen Erfolg...
-
Aber das Problem ist, dass ihr in der Welt Stress
ausgesetzt seid - ihr kennt nur eine Art von Erfolg.
-
Oder eine begrenzte Vorstellung davon,
was ein erfolgreicher Mensch ist.
-
Ich will versuchen, mehr Vorstellungen von
Erfolg zu schaffen, ihr zu erweitern.
-
Selbst wenn ihr auf der Straße lebt,
und ihr lebt da glücklich...
-
Ist das Erfolg?
-
Manchmal denken die Leute:
"Ach, der arme Mensch!"
-
Du fragst den Menschen und der sagt:
"Nein, ich bin frei, ich muss mir keine Sorgen machen..."
-
Es ist vielleicht etwas kalt...
Habt ihr mal auf der Straße gelebt?
-
Ich erinnere mich an die Hippie-Jahre
und das kampieren unter Brücken.
-
Ich erinnere mich an eine der besten
Zeiten, die ich als Mönch hatte,
-
als wir das Kloster in Thailand nach
5 Jahren verlassen mussten.
-
Man hatte seine Grundausbildung,
raus, raus, raus, geh!
-
Und wir sollten nur gehen, und alles,
was ich besaß, hatte ich bei mir.
-
Es war nicht viel, man konnte laufen,
es war leicht. Alle meine Habseligkeiten
-
waren auf meinem Rücken und der schmerzte nie.
Es war ein wunderschönes Gefühl der Freiheit,
-
als wär man ein Vogel - und man konnte
ein menschlicher Vogel sein.
-
Und an jeder Kreuzung konnte man in
jede beliebige Richtung gehen,
-
man hatte keinen Stress, irgendwo hin
zu gehen, etwas zu erreichen.
-
Man hatte keine Fristen oder Termine einzuhalten,
nur "Das ist 'ne schöne Richtung, da geh ich lang."
-
Man hatte diese tolle Gelegenheit, überall zu
schlafen: im Reisfeld, auf einer Weide...
-
Der beste Ort zum Übernachten war, wie mein
Lehrer sagte, zu jener Zeit in den
-
Einäscherungsstätten. Der Grund dafür war,
dass Thais so eine Angst vor Geistern hatten,
-
so dass man da mit Sicherheit einen
friedlichen Abend verbringen konnte.
-
Aber wenn man woanders hin ging,
haben die dich immer etwas
-
gefragt und so, also waren die
Einäscherungsstätten die
-
beliebtesten Schlafplätze.
-
Alle Anderen haben da auch geschlafen...
die ganzen Leichen [Kichern]
-
Das ist ein schöner Ort zum Schlafen.
-
Jedenfalls hatte man ein schönes
Gefühl und kein bisschen Stress.
-
So viel Freiheit, wo immer
man hingehen wollte.
-
Und morgens ging man in ein Dorf und holte
sich auf der Almosenrunde genug zu essen.
-
Man brauchte kein Geld,
nur seine Almosenschale.
-
Das wunderschöne Gefühl der Freiheit,
obwohl man lange Strecken lief
-
und es heiß war, man fühlte sich emotional
nie erschöpft, weil man kaum nachdachte,
-
denn es gab nichts, über das
man nachdenken könnte.
-
Über was denkt ihr nach?
Eure Sorgen.
-
Wo ihr hin müsst,
wie ihr da hin kommt.
-
Wir verschwenden so viel Zeit und Energie
mit Sorgen über die Zukunft, weshalb
-
- wenn ihr Müdigkeit überwinden wollt und
es ein großes Problem für euch ist -
-
ihr unter anderem lernen müsst, wie
ihr euren Geist effizient haltet.
-
Das Leben zu tun ist einfach, das
Schwere ist, darüber nachzudenken.
-
Mit einem Partner zu leben ist einfach, aber
wenn du darüber nachdenkst, wirst du verrückt.
-
Ich sag's euch, gerade erst
hat jemand in Thailand gesagt:
-
"Ach, mein Mann quatscht mich
dauernd an, er ist echt fies zu mir."
-
Ich sag's nochmal: Wenn dein Mann nach
Hause kommt und immer fies zu dir ist,
-
all die schlechten Dinge zu dir sagt, denk
daran, warum du mit zwei Ohren geboren wurdest,
-
eines zum Hereinlassen, eines zum
Herauslassen - behalte nichts!
-
Denn wenn du es behältst,
nennt man das Nachdenken,
-
also lass es sofort los.
-
Die Fähigkeit, unnötige Sachen los zu lassen,
ist das Geheimnis der Überwindung von Müdigkeit.
-
Lass das Denken los, mach es einfach.
-
Lass die Zukunft los. Du bist erschöpft
vor Sorge, was als nächstes passieren könnte.
-
Und lass die Vergangenheit los - Ich weiß nicht,
ob ich das vor ein paar Wochen erzählt habe,
-
als ich ein tolles Kompliment bekommen habe.
Vor 2-3 Wochen habe ich meinen jährlichen
-
Besuch bei der Krebs-Wohlbefinden-Vereinigung gemacht.
Die haben in dem alten Haus in Cotteloe angefangen,
-
und die Regierung, das ist der west-australischen
Regierung zu Gute zu halten, hat eine Menge
-
Geld für den Bau eines riesigen Campus
ausgegeben, bei dem es nur um Krebs geht,
-
da gibt es also die Melanom-Vereinigung,
die Prostata-Krebs-Vereinigung,
-
die Brustkrebs-Vereinigung und die
Vereinigung für allgemeines Wohlbefinden,
-
alles an einem Ort, was echt toll ist.
Und ich gehe da jedes Jahr hin.
-
Und als ich da war, erinnerte ich mich,
das war mein 26. Jahr da,
-
was eine lange Zeit ist, 26 Jahre, und die
sagten mir, warum ich immer wieder eingeladen werde,
-
meistens der erste Vortrag
der Saison, der erste des Jahres,
-
um auf gute Art zu beginnen, die sagten,
vor 26 Jahren war da ein Mädchen,
-
eine Frau mit Krebs, der sich zurück gebildet
hatte, die sich aber ständig Sorgen machte,
-
was passiert, wenn er zurück käme,
und kein Berater ihr helfen kann,
-
und dann kommt da dieser Mönch, und
erzählt die Geschichte von dem anderen
-
großen Philosophen, ich hab schon von Snoopy,
dem amerikanischen Philosophen erzählt,
-
dem größten Philosophen des letzten Jahrhunderts.
Aber es gibt einen noch früheren englischen Philosophen,
-
den ich wirklich respektiere, wenn ich Philosophie liebt,
schaut euch einen der besten an, über den
-
je geschrieben wurde: nämlich
Winnie the Pooh. [Lachen]
-
Die anderen Philosophen an den Unis
sind voll mit zu vielen Worten,
-
und kommen dem Kern nicht nahe!
Und da ist Winnie the Pooh,
-
eine meiner Lieblingsgeschichten - die wäre
in "Die Kuh, die weinte" gewesen,
-
ich habe sogar Disney angeschrieben, weil
die momentan das Copyright innehaben,
-
und die sagten "Auf keinen Fall!"
Denn Disney ist so kommerziell,
-
die erlauben es niemandem, obwohl
es nur ein klitzekleiner Teil des Buchs
-
Winnie the Pooh ist. Jedenfalls ging es bei
der Geschichte, die ich vor 26 Jahren
-
bei der Krebs-Wohlbefinden-Vereinigung
erzählt hatte, um Winnie the Pooh und
-
Ferkel, die bei einem Sturm durch den
Wald liefen, wobei Zweige herab stürzten,
-
Äste herab fielen und
Bäume entwurzelt wurden.
-
Stürme sind gefährlich. Man sollte im Sturm
nicht draußen im Wald sein, daher hatte Ferkel
-
wirklich Angst, und seine Angst wurde so
stark, dass er zu Winnie the Pooh sagte:
-
"Ich kann nicht mehr! Ich kann nicht
weiter laufen! Ich habe so eine Angst."
-
"Warum?" sagte Winnie the Pooh.
-
"Ich habe so eine Angst, ein Baum könnte
umfallen, wenn wir darunter sind!"
-
Was nicht unwahrscheinlich war...
Und Winnie the Pooh konterte,
-
was zeigt, was für ein genialer Philosoph er
war - hätte er nicht so viele Haare, so könnte
-
er auch ein buddhistischer Mönch
gewesen sein. [Lachen]
-
Er konterte mit: "Was ist, wenn ein Baum
fällt, wenn wir nicht darunter sind?"
-
Und das war das Ende der Angst.
Denn jede Angst ist ein Blick in die Zukunft
-
mit einem negativen Geist, der an all die
Dinge denkt, die schiefgehen werden,
-
mit einem nörgelnden Geist, das nennt man
Angst. Das Gegenteil ist Hoffnung, die Zukunft
-
mit einem positiven Geist betrachten,
was alles gut gehen könnte,
-
und ihr habt in eurem Leben vielleicht festgestellt,
je mehr ihr euch vor etwas fürchtet, desto wahrscheinlicher
-
tritt es ein. Bei Hoffnung tritt eher
das ein, was du dir erhoffst.
-
Als ich diesem Mädchen also vor 26 Jahren
diese Geschichte erzählte, beantwortete ich ihre Frage.
-
Was würde passieren, wenn
der Krebs zurückkommt?
-
Die Antwort lautete: Was würde passieren,
wenn er nicht zurückkommt?
-
Er kam nicht mehr zurück, und deshalb
laden sie mich immer noch dahin ein.
-
Ich komme wieder, aber der Krebs nicht.
[Lachen]
-
Jetzt versteht ihr, also schaut
es euch etwas genauer an...
-
Es ist offensichtlich, wenn man genauer
hinsieht, wenn man sich Sorgen über Krebs macht,
-
"Was, wenn er zurückkommt??
Kommt er zurück?"
-
Man wird angespannt und sorgt sich,
genau das, genau der Stress, der Krebs
-
verursacht, genau den erzeugt man. Aber
wenn man denkt "Was, wenn nicht?",
-
so machst du dir keine Sorgen, weshalb du
entspannter und gesünder bist, und es
-
besteht eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass
der Krebs nicht zurückkommt.
-
Man verbessert seine Erfolgschancen, die
Gesundheit und die Zufriedenheit,
-
und man wird auch nicht so müde, als
würde man sich sorgen, was passieren wird.
-
Ein Schritt weiter - das sind Meditationslehren,
aber es sind brillante Lehren -
-
"Die beiden Teile des menschlichen Geistes",
sind der Grund, warum Menschen müde werden.
-
Ich nenne sie das "Tun" und das "Wissen". Falls
ihr mal bei einem meiner Meditationskurse wart,
-
werdet ihr das kennen, es ist eine machtvolle
Art, den menschlichen Geist zu betrachten.
-
Der Geist des Tuns reagiert, er
reagiert auf das, was ich sage,
-
denkt darüber nach und sagt:
"Oh, das ist gut" oder "Das ist Mist".
-
Diese Reaktion nennt man Tun.
Planen, Erinnern, Dinge ergründen,
-
Handlungen einleiten,
sich entscheiden zu gehen,
-
ergründen, was ihr macht, wenn ihr hier
weggeht, was ihr am Wochenende macht,
-
all das ist Teil des handelnden Geists.
-
Der andere Teil des Geistes ist
nur das, was weiß.
-
Das passive Bewusstsein,
sich nur bewusst zu sein,
-
das Jucken an deinem Arm spüren,
die Kühle dieses Raums spüren,
-
das Geräusch des Verkehrs
in der Ferne hören.
-
Nur wissen.
Wenn ihr jetzt den Unterschied kennt
-
zwischen den beiden Teilen des menschlichen
Geistes, werdet ihr schnell feststellen,
-
dass der Großteil unserer mentalen
Energie, über 90 Prozent davon,
-
in das Handeln, das Reagieren fließt. Das
bedeutet, ihr habt kaum etwas übrig,
-
zu wissen, euch bewusst zu sein, zu fühlen.
Deshalb können so viele Menschen
-
nicht einmal mehr die Sterne bei Nacht
sehen, selbst wenn sie sichtbar sind.
-
Sie tun einfach zu viel.
Sie können den Wind nicht spüren,
-
sie merken nicht, wenn es regnet - sie
sind zu sehr mit anderen Dingen beschäftigt,
-
sie leben nicht, und sind
auch sehr, sehr müde,
-
tun viel zu viel,
"sind" viel zu wenig.
-
Was, wenn ihr statt zu denken
einfach "seid", nur spürt,
-
den Wind spürend, die Kälte spürend,
die Wärme spürend, barfuß zum Auto
-
zurücklaufen, die Steine oder das Gras
unter euren Füßen spürend.
-
Ihr fühlt euch lebendig,
aber nicht nur lebendig,
-
ihr führt dem Wissen Energie zu,
und nehmt sie dem zu vielen Tun ab.
-
Wenn ihr dem passiven Bewusstsein
Energie zurückgebt -
-
Wissen, Achtsamkeit - so beginnt die
Müdigkeit zu schwinden. Du wachst auf,
-
denn die mentale Müdigkeit ist der
Wissende mit sehr wenig Energie.
-
Leitet Energie in das Bewusstsein und
ihr werdet euch wach fühlen.
-
Ein gutes Beispiel dafür ist,
eine Tasse Kaffee zu trinken.
-
Bevor du den Kaffee trinkst,
fühlst zu dich mies.
-
Trink einen Kaffee, und du spürst mehr,
du bist wach und lebendig,
-
du kannst Dinge sehen, hören,
du kannst denken.
-
Das ist unnatürliche Energie, zwar Energie,
aber stellt euch vor, sie wäre natürlich!
-
Ihr wacht also lebendig auf.
Wenn der Geist Energie hat,
-
gibt er dem Körper Energie. Deshalb habe
ich 10 Minuten, nachdem ich euch
-
in der Meditation unterrichtet habe,
deshalb gebe ich normalerweise geführte
-
Meditation bis zum Schluss, aber ich
war so erschöpft, so müde,
-
wenn ihr wissen wollt, warum, erzähle ich euch,
was ich in den letzten beiden Wochen gemacht habe
-
und heute, wenn ihr wissen wollt, warum
das so war, ich sollte erschöpft sein,
-
ich hab euch für 20 Minuten unterrichtet,
und dann gab es kein Tun mehr,
-
ich hielt meinen Geist wirklich still,
ließ Energie zurück ins Bewusstsein fließen,
-
und du wachst lebendig wieder auf.
Wow, das ist unglaublich,
-
den Wind spüren... Könnt ihr's hören?
Fühlt ihr's? Wow...
-
Die meisten Menschen könnten
es nicht hören, du aber schon.
-
Energie kommt zurück,
Müdigkeit verschwindet.
-
Ich hab auf einer globalen Konferenz eine
Geschichte von einem guten Psychologen gehört,
-
ein bisschen verrückt, warum man Leute bezahlen
muss, um einem das zu erzählen, lächerlich.
-
Seine Therapie, sein Therapieansatz
ist äußerst beliebt,
-
man geht zu ihm und zahlt eine Menge Geld,
und er sagt dir, du sollst in der Natur spazieren.
-
Und es klappt! Die Probleme der Leute
verschwinden, und er macht eine Menge Geld.
-
Ihre Probleme verschwinden,
das ist alles. Schlauer Typ...
-
Aber warum ist das so? Ein Spaziergang in
der Natur, oder ganz allein am Meer,
-
kein Schwimmen oder Surfen, nur da sitzen.
Du gehst in einen Wald und tust nichts.
-
Warum ist das heilend?
Einfach, weil Energie zurückfließt
-
in Achtsamkeit, in Wissen,
man macht nicht viel,
-
weshalb deine Müdigkeit verschwindet,
sich auflöst, und wenn diese
-
Müdigkeit verschwindet, verbessert sich deine
Gesundheit - mental, emotional, körperlich enorm.
-
Du heilst, einfach weil du in der Natur
-
nicht viel tun kannst.
Probiert es am Wochenende mal.
-
Ihr habt die Wahl - zum Einkaufen
oder in den Wald.
-
Schaut, wie ihr euch danach fühlt. Das eine
ist so viel Tun, dass ihr müde zurück kommt.
-
Du gehst in einen Wald, an den Strand,
einen ruhigen Ort, ganz allein,
-
geh in den King's Park oder so,
geh still am Fluss entlang,
-
ohne viel zu tun, und du wirst sehn, wie
deine Müdigkeit verschwindet. Geht bitte,
-
macht mal 'ne Pause.
Zu viele Menschen kriegen Krebs,
-
zu viele Beziehungen zerbrechen.
So viele Kinder, die keine Beziehung zu
-
ihren Eltern aufbauen können, weil sich ihre
Eltern nicht auf sie einlassen können,
-
weil sie zu müde sind. Nicht in
der Lage zuzuhören, weil sie zu
-
träge sind. Bitte versteht, dass Müdigkeit
eine der größten Plagen unserer
-
Zeit ist, und es gibt viele, viele Wege,
besonders was ihr heute Abend gehört habt,
-
wie ihr Müdigkeit überwinden könnt, und das
habe ich durch meinen 50-minütigen Vortrag bewiesen,
-
obwohl das nach menschlichem
Ermessen unmöglich sein sollte.
-
Danke für's Zuhören.
Sadhu!! Sadhu!! Sadhu!!
-
Okay, das ist Energie!
-
Sehr gut. Was haben wir hier?
Aus Irland, Frankreich und London!
-
Wow, Europa.
"Wie gehen wir mit Müdigkeit bei Menschen
-
um, die sagen, wir haben Unrecht, oder
woran wir glauben ist falsch?"
-
Sag ihnen einfach "Ja, du hast Recht, ich
habe Unrecht. Als ich öfter in Malaysia war,
-
war das eines der Probleme.
In Malaysia gibt es auch viele Christen,
-
und das sind Evangelisten - das sind die,
die alle konvertieren wollen...
-
Es gab also ein Problem in Malaysia,
und auch in Singapur,
-
da war ein alter Buddhist, der sein Leben
lang Buddhist war, aber sein Enkel oder Sohn
-
wurde Evangelist. Alle anderen waren Buddhisten.
Oder sogar Hindus, oder so.
-
Und der Sohn dachte: "Mein Vater kommt in
die Hölle, wenn er nicht konvertiert..."
-
Also kam er mit Freunden und Pastor ans
Bett dieses totkranken und sterbenden Menschen
-
und redete solange auf ihn ein, bis er konvertierte,
und es war so eine schmerzvolle Erfahrung,
-
dass wohl auch die Regierung von Singapur
Regeln dagegen aufgestellt hat.
-
Aber jemand fragte mich: "Was wäre dein Rat?"
Wenn das mein Sohn, mein Enkel wäre
-
ich läge im Sterben, er kommt mit seinem Pastor,
seinen Freunden, und sie würden über die Bibel
-
sprechen, Hallelujah, und dass ich in die Hölle
komme, wenn ich nicht konvertiere,
-
und Jesus der einzige Weg ist,
was würde ich tun?
-
Versucht nicht sie zu überzeugen, dass sie
falsch liegen. Das geht nicht. Konvertiere!
-
Sag zu ihnen: "Ja, das macht Sinn,
Enkel, okay, ich nehme Jesus als
-
meinen Retter an."
Und sie: "Hallelujah, Hallelujah",
-
und dann lassen sie dich in Ruhe.
Und sobald sie draußen sind,
-
kannst du wieder zurück konvertieren.
[Lachen] Werde Buddhist.
-
Das ist mein praktischer Rat.
Wenn also jemand sagt: "Du hast Unrecht,
-
du hast Unrecht, du hast Unrecht." -
"Ja, du hast Recht,"
-
"Ich hab Unrecht, okay." Dann lassen sie
dich in Ruhe, und sobald du allein bist,
-
"Nein, das ist Mist, ich hatte die ganze
Zeit Recht" [Lachen]
-
Sonst ist es unmöglich. Das sage ich sogar bei
Partnern, mit wem ihr auch immer zusammen lebt,
-
das solltet ihr mittlerweile wissen.
[Handy klingelt] Na also, Musik als Antwort
-
auf einen Vortrag, kein Problem, das
passiert, ist nicht deine Schuld.
-
Dein Handy ist Schuld, also ärgere
dich nicht über dich selbst,
-
verprügel dein Handy, oder...
Sperr dein Handy in Einzelhaft.
-
Wo war ich?
Ach ja, beim Unrecht haben...
-
Auf keine Weise in der Welt wirst du je
deinen Partner überzeugen können,
-
dass er Unrecht hat, nie und nimmer.
Das solltest du bis jetzt gemerkt haben.
-
Wie lange bist du schon mit
dem Typen zusammen?
-
Es geht nicht. Selbst wenn du der Premierminister
von, sagen wir Deutschland wärst,
-
wie war ihr Name nochmal?
Angela Merkel!
-
Unglaublich kluge Frau, sehr mächtig.
Ich bin nicht sicher, ob sie verheiratet ist,
-
aber ich bin sicher, sie verliert jeden Streit
mit ihrem Mann, sie kann ihn unmöglich überzeugen,
-
dass er Unrecht hat. Und Obama kann
Michelle nicht überzeugen, seine Frau,
-
dass sie Unrecht hat. Das ist unmöglich.
Egal wie mächtig oder intelligent du bist,
-
es geht einfach nicht. Versuch es also
erst gar nicht. Viele Ehemänner sagen:
-
"Ja Liebste, ja, ich stimme dir zu", und weg
sind sie und machen, was sie wollen. [Lachen]
-
Es stimmt, also gewöhnt euch dran, Frauen.
Jedenfalls haben wir uns entwickelt,
-
falls ihr das noch nicht gehört habt, ich
erzähle das immer bei Hochzeiten,
-
hab wieder eine Hochzeit morgen.
Du kannst niemanden überzeugen, dass
-
er Unrecht hat. Wie kann man denn dann
eine Entscheidung treffen und im Leben
-
weiter kommen ohne immer klein bei geben
zu müssen? Das ist echt ätzend, oder?
-
Er hat immer Recht, warum muss
ich ihm immer zustimmen?
-
Warum muss sie immer recht haben?
Also die Kalender-Methode, die Lösung,
-
die es Menschen erlaubt, harmonisch mit
ihren Partnern zu leben, die Kalender-Methode
-
ist, dass wenn ihr einen Streit habt,
streitet nicht, wer Recht hat!
-
Lasst den Kalender entscheiden!
An ungeraden Tagen hat sie Recht. [Lachen]
-
Das Mädchen hat immer an den ungeraden
Tagen Recht. An geraden Tagen hat er Recht.
-
Das ist fair. Heute ist der 19., also haben
heute alle Mädchen Recht! Juhuu!
-
Aber Vorsicht, morgen hat ER recht. [Lachen]
So müsst ihr nicht mehr streiten.
-
Der Kalender entscheidet ohne jeden Streit, wer
Recht hat, und ihr könnt eine Entscheidung fällen.
-
Es ist nie wirklich schlimm, wenn der
Andere entscheidet, zumindest ist es fair.
-
Und ihr habt schon herausgefunden, ihr
Mädels habt herausgefunden, dass ihr
-
im Jahr mehr Tage bekommt als er.
Nur etwa 4 oder 5, aber Jungs,
-
lasst es ihr, das ist es wert.
Das Problem ist, sagen die Leute,
-
was ist, wenn man homosexuell ist?
[Lachen] Dann habt ihr mich erwischt,
-
es funktioniert nicht. An einem Tag habt ihr
beide Unrecht, am nächsten habt ihr beide Recht.
-
Naja, wenn jemand zu dir sagt, du hast
Unrecht, lass ihn einfach und vergiss es,
-
mach es einfach, denk nicht drüber nach.
Dann stellst du fest,
-
sie können dir erzählen, was sie wollen,
es ist alles nur Mist.
-
Denkst du, es besteht ein Zusammenhang
zwischen Müdigkeit und Sauerstoff,
-
den wir atmen, Umweltverschmutzung
oder wie wir atmen?
-
Es besteht eine gewisse Beziehung,
denn Sauerstoff gibt dir
-
physische Energie, und bei Sauerstoff-
Mangel oder Verschmutzung oder so,
-
beeinflusst das natürlich die Sauerstoff-
Menge, die man einatmen kann, aber die
-
Lungen kompensieren das normalerweise,
indem man tiefer einatmet.
-
Das ist mir in Bhutan passiert.
-
Die Luft war klar, aber es gibt kaum Sauerstoff,
wenn man ins Tigernest hoch geht,
-
es ist nämlich sehr weit oben.
Am Fuß des Bergs hatte jemand
-
einen kleinen Energieriegel,
den man hier kaufen kann,
-
einen Mars-Riegel oder so, aber als sie
oben ankamen war er aufgebläht.
-
Sie zeigten mir den, er war wie ein Ballon,
denn die Lufttemperatur oben und unten
-
war so unterschiedlich, dass unten der
Innendruck nur der gewöhnliche
-
Umgebungsdruck war, aber als wir oben
ankamen, wurde er zu einem Ballon.
-
So hoch war das also, und es gab kaum
Sauerstoff, aber dann atmen
-
die Lungen tiefer. Es gibt also einen
gewissen Zusammenhang zwischen
-
Müdigkeit und Sauerstoff, aber keinen
bedeutenden, da der Körper
-
weiß, wie er das kompensieren kann.
Er kann es aber nicht kompensieren,
-
wenn man zu viel denkt...
-
Lieber Ajahn (aus London), was kann man
tun, wenn man alles im Leben verloren
-
und eine quälende Angst vor
der Zukunft hat?
-
Denk an mich, ich habe alles
in meinem Leben verloren.
-
Ich habe meinen Abschluss verloren.
Der ist nichts mehr wert.
-
Ich hab all mein Geld verloren, habe keinen
Cent. Als ich jung war, hatte ich etwas Geld.
-
Was hab ich noch verloren?
Freundinnen, Geld, Besitz, alles.
-
Meine Vergangenheit, all meine Erinnerungen.
Ich hab all meine Ängste verloren.
-
Ich hab meine Sicherheit verloren.
Ich habe keine Rente. Es ist mir nicht
-
erlaubt ein Rente anzunehmen, was für
Mönche so vorgesehen ist.
-
Ich habe nichts.
Was würde passieren, wenn ihr mich
-
morgen oder übermorgen nicht mehr ernährt?
Ah! Alles zu verlieren ist nicht das Problem,
-
manchmal gibt dir das eine Menge Freiheit,
du kannst einfacher leben,
-
lernen einfacher zu leben.
Die quälende Angst...
-
du hast Besitz verloren, aber jetzt
erlaubst du, dass dein Frieden
-
auch verloren geht. Wir hatten letztens
einen Einbruch im Kloster Bodhinyana.
-
Die haben sich ein paar Kettensägen geschnappt,
und sofort sagte ich, die können sich die Sägen
-
nehmen, die können das stehlen, aber
sie können nicht unseren Frieden
-
und Mitgefühl stehlen. Wir machen uns darüber
keine Sorgen. Und es stellte sich sogar heraus,
-
dass das echt gut war, denn die Kettensägen
waren recht alt und die Versicherung
-
hat uns erlaubt, wesentlich bessere
zu bekommen. [Lachen]
-
Sollte dieser Dieb also jemals hier sein,
komm nach vorn und wir danken dir.
-
Ich sollte das nicht sagen, aber am
Ende ist alles gut ausgegangen.
-
Die können in dein Haus kommen
und deinen Besitz stehlen,
-
aber warum sollte man ihnen erlauben,
auch noch seine Zufriedenheit zu stehlen?
-
Das müsst ihr nicht zulassen. Du hast
also vielleicht alles physisches
-
Hab und Gut verloren, vielleicht deine Frau,
deine Kinder, oder sonst etwas,
-
aber deine Zufriedenheit musst du nicht verlieren.
So würdest du deine Hoffnung verlieren.
-
Was du tun kannst, ist also, die Hoffnung
wieder herzustellen. Schau dir Andere an,
-
manchmal gibt es diese kleinen Gruppen,
Menschen in der gleichen Lage,
-
wie nennt man die nochmal?
Therapiegruppen, Selbsthilfegruppen,
-
wenn wir hören, was andere Menschen
Ähnliches durchgemacht haben
-
wie wir, dann gibt uns das
Hoffnung statt Angst.
-
Es ist so wichtig, das in eurem Leben
zu erzeugen - Hoffnung.
-
Wenn du also noch keinen Partner im
Leben gefunden hast, gib nicht auf,
-
mach weiter. Wenn du Angst hast, es klappt
nicht, dann klappt es nicht. Du kannst immer
-
Hoffnung haben, "Ja, das geht", dann öffnet
ihr dem Erfolg die Tür. Schaut also immer
-
mit einem positiven Geist in die Zukunft,
dann kann deine letzte Erfahrung dir nie
-
die Hoffnung nehmen, und wo es
Hoffnung gibt, gibt es Erfolg.
-
Danke also an die Leute. Es ist jetzt 9 Uhr.
Gibt es noch Fragen aus dem Podium?
-
Gut, prima, tschüss.
[Lachen]
-
Okay, wir verbeugen uns vor
Buddha, Dhamma und Sangha.
-
Tut mir leid, wenn ich euch nicht Hallo
sagen kann, da ich weg muss, um unten
-
in Jhana Grove ein schönes
Retreat zu leiten.