Was wir vor unserer Geburt lernen
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0:00 - 0:03Mein Thema heute heißt Lernen
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0:03 - 0:06Und dazu möchte ich gern hier und jetzt einen kleinen Test mit Ihnen machen.
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0:06 - 0:08Sind Sie bereit?
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0:08 - 0:11Wann beginnt Lernen?
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0:11 - 0:13Jetzt beginnen Sie zu überlegen:
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0:13 - 0:15Vielleicht denken Sie an den ersten Vorschultag,
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0:15 - 0:17oder an den Kindergarten;
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0:17 - 0:20an den ersten Schultag im Klassenzimmer mit dem Lehrer.
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0:20 - 0:23Oder Ihnen fällt dazu das Krabbelalter ein,
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0:23 - 0:26wenn Kinder laufen und sprechen lernen,
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0:26 - 0:28und wie man eine Gabel benutzt.
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0:28 - 0:31Vielleicht kennen Sie die Theorie über frühkindliches Lernen
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0:31 - 0:34mit der Behauptung, dass die wichtigsten Lernjahre
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0:34 - 0:36die frühesten sind.
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0:36 - 0:39Daher wäre die Antwort auf meine Frage:
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0:39 - 0:41Lernen beginnt mit der Geburt.
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0:41 - 0:43Nun, heute möchte ich Sie mit einer Idee bekannt machen,
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0:43 - 0:46die Sie vielleicht überraschen wird,
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0:46 - 0:49und die vielleicht sogar unglaubwürdig erscheint,
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0:49 - 0:51die aber durch neueste Beweise
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0:51 - 0:54der Psychologie und Biologie befürwortet wird.
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0:54 - 0:57Demnach lernen wir einige der wichtigsten Dinge in unserem Leben
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0:57 - 0:59bevor wir geboren werden,
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0:59 - 1:02noch im Mutterleib.
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1:02 - 1:04Nun, ich bin wissenschaftliche Journalistin,
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1:04 - 1:06ich schreibe Bücher und Artikel in Zeitschriften.
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1:06 - 1:08Und ich bin auch Mutter.
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1:08 - 1:11Und für mich verschmolzen diese beiden Rollen
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1:11 - 1:14in meinem Buch "Origins" (Ursprünge).
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1:14 - 1:17"Origins" berichtet von den neuesten Erkenntnissen
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1:17 - 1:19in einem aufregenden neuen Gebiet
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1:19 - 1:21genannt "Fötale Ursprünge".
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1:21 - 1:24Fötale Ursprünge ist eine wissenschaftliche Disziplin,
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1:24 - 1:27die vor knapp 20 Jahren entstand
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1:27 - 1:30und auf der Theorie basiert,
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1:30 - 1:33dass unsere Gesundheit und unser Wohlbefinden
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1:33 - 1:35unser Leben lang entscheidend beeinflusst werden
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1:35 - 1:38durch die neun Monate, die wir im Mutterleib verbringen.
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1:38 - 1:42Nun, diese Theorie interessierte mich nicht nur auf Papier.
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1:42 - 1:44Ich war selbst schwanger,
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1:44 - 1:47während ich für mein Buch recherchierte,
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1:47 - 1:49und einer der faszinierendsten Einblicke,
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1:49 - 1:51die ich aus dieser Arbeit gewann,
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1:51 - 1:54ist, dass wir alle bereits über unsere Welt lernen,
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1:54 - 1:57noch bevor wir auf diese Welt kommen.
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1:57 - 1:59Wenn wir unser Baby zum ersten Mal im Arm halten,
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1:59 - 2:02sehen wir vielleicht ein unbeschriebenes Blatt,
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2:02 - 2:04noch ungezeichnet von dieser Welt,
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2:04 - 2:07und doch sind sie bereits geformt, durch uns
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2:07 - 2:11und die Umgebung, in der wir uns befinden.
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2:11 - 2:13Heute möchte ich Ihnen einige der fantastischen Dinge zeigen,
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2:13 - 2:15die Wissenschaftler entdeckt haben
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2:15 - 2:17über Föten, und was sie lernen,
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2:17 - 2:20während sie sich noch in den Bäuchen ihrer Mütter befinden.
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2:21 - 2:23Zuallererst
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2:23 - 2:26lernen sie die Stimmen ihrer Mütter.
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2:26 - 2:29Geräusche von ausserhalb des Leibs
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2:29 - 2:32übertragen sich durch das Bauchgewebe der Mutter
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2:32 - 2:36und durch das Fruchtwasser, in dem sich der Fötus befindet.
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2:36 - 2:38Die Stimmen, die Föten hören können,
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2:38 - 2:41ungefähr ab dem vierten Schwangerschaftsmonat,
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2:41 - 2:43sind gedämpft und undeutlich.
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2:43 - 2:45Einer der Forscher meinte,
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2:45 - 2:48sie klingen wohl ähnlich wie die Stimme des Lehrers von Charlie Brown
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2:48 - 2:51aus der gleichnamigen Zeichentrickserie.
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2:51 - 2:54Aber die Stimme der schwangeren Frau
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2:54 - 2:56resoniert durch ihren Körper
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2:56 - 2:59und erreicht den Fötus viel einfacher.
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2:59 - 3:02Und weil der Fötus immer bei ihr ist,
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3:02 - 3:05hört er ständig ihre Stimme.
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3:05 - 3:08Nach der Geburt erkennt das Baby ihre Stimme
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3:08 - 3:10und hört diese Stimme lieber
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3:10 - 3:12als alle anderen.
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3:12 - 3:14Wie können wir das wissen?
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3:14 - 3:16Neugeborene können nicht viel machen,
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3:16 - 3:19aber sie können ausgezeichnet nuckeln.
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3:19 - 3:22Forscher nutzen diese Fähigkeit
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3:22 - 3:25und konstruieren zwei künstliche Brustwarzen.
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3:25 - 3:27Wenn das Baby an einer nuckelt,
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3:27 - 3:29hört es die aufgezeichnete Stimme seiner Mutter
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3:29 - 3:31über Kopfhörer,
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3:31 - 3:33und wenn es an der anderen Brustwarze nuckelt,
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3:33 - 3:37hört es die aufgezeichnete Stimme einer fremden Frau.
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3:37 - 3:40Babys zeigen schnell ihre Vorliebe,
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3:40 - 3:43indem sie die erste wählen.
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3:43 - 3:46Wissenschaftler nutzen auch die Tatsache,
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3:46 - 3:48dass Babys langsamer nuckeln,
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3:48 - 3:50wenn etwas ihr Interesse geweckt hat.
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3:50 - 3:52und sie nuckeln wieder schneller,
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3:52 - 3:55wenn ihnen langweilig wird.
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3:55 - 3:57Auf diese Weise haben Forscher entdeckt dass,
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3:57 - 4:00nachdem Frauen während der Schwangerschaft wiederholt und laut
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4:00 - 4:04einen Abschnitt aus Dr. Seuss' Buch "Ein Kater macht Theater" gelesen haben,
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4:04 - 4:07ihre Neugeborenen diesen Abschnitt erkannten,
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4:07 - 4:10als sie ihn ausserhalb des Mutterleibs hörten.
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4:10 - 4:13Mein Lieblingsversuch auf diesem Gebiet zeigt,
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4:13 - 4:15dass Babys von Frauen,
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4:15 - 4:17die jeden Tag während der Schwangerschaft
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4:17 - 4:20eine bestimmte Fernsehserie gesehen haben,
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4:20 - 4:23die Titelmelodie aus dieser Serie erkannten
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4:23 - 4:26nachdem sie geboren waren.
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4:26 - 4:28Föten lernen also sogar
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4:28 - 4:31die bestimmte Sprache, die gesprochen wird
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4:31 - 4:33in der Welt, in die sie hinein geboren werden.
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4:33 - 4:36Eine im letzten Jahr veröffentlichte Studie ergab,
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4:36 - 4:39dass von Geburt an, vom Moment der Geburt an,
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4:39 - 4:41Babys im Tonfall der Muttersprache
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4:41 - 4:44ihrer Mütter schreien.
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4:44 - 4:47Französische Babys schreien in aufsteigendem Ton,
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4:47 - 4:50deutsche Babys enden mit abfallendem Ton,
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4:50 - 4:52und sie imitieren dabei die Betonungsmuster
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4:52 - 4:54dieser Sprachen.
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4:54 - 4:56Nun, warum sollte dieses fötale Lernen
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4:56 - 4:58von Nutzen sein?
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4:58 - 5:01Seine Entstehung könnte dem Überleben des Babys dienen.
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5:01 - 5:03Vom Moment der Geburt an
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5:03 - 5:05reagiert das Baby hauptsächlich auf die Stimme der Person,
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5:05 - 5:07die sich wahrscheinlich am meisten um es kümmern wird:
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5:07 - 5:09Seine Mutter.
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5:09 - 5:11Es schreit sogar in Tönen,
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5:11 - 5:13die der Muttersprache ähneln,
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5:13 - 5:16was wohl somit auch an den Mutterinstinkt appelliert
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5:16 - 5:18und es dadurch dem Baby etwas einfacher macht
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5:18 - 5:20bei der schwierigen Aufgabe,
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5:20 - 5:23verstehen und sprechen zu lernen
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5:23 - 5:25in der Muttersprache.
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5:25 - 5:27Es sind aber nicht nur Geräusche,
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5:27 - 5:29die die Föten im Mutterleib erlernen,
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5:29 - 5:32sondern auch Geschmack und Geruch.
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5:32 - 5:34Im siebten Schwangerschaftsmonat
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5:34 - 5:36sind die Geschmacksknospen des Fötus vollständig entwickelt,
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5:36 - 5:39und die Geruchsempfänger zum Riechen
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5:39 - 5:41sind funktionsfähig.
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5:41 - 5:44Die Aromen der Nahrungsmittel, die die Schwangere zu sich nimmt,
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5:44 - 5:46gelangen ins Fruchtwasser,
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5:46 - 5:48das vom Fötus
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5:48 - 5:50ständig aufgenommen wird.
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5:50 - 5:53Babys scheinen diese Geschmäcker zu erkennen und bevorzugen,
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5:53 - 5:56nachdem sie auf die Welt gekommen sind.
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5:56 - 5:59In einem Experiment wurde eine Gruppe Schwangerer gebeten,
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5:59 - 6:01eine größere Menge Möhrensaft
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6:01 - 6:04im dritten Schwangerschaftstrimester zu trinken,
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6:04 - 6:06während eine andere Gruppe schwangerer Frauen
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6:06 - 6:08lediglich Wasser trank.
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6:08 - 6:11Sechs Monate später wurde den Babys
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6:11 - 6:14ein Brei mit Möhrensaft angeboten
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6:14 - 6:18und der Gesichtsausdruck beim Essen beobachtet.
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6:18 - 6:20Die Babys der Mütter, die Möhrensaft getrunken hatten,
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6:20 - 6:22aßen mehr von dem Brei mit Möhrengeschmack
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6:22 - 6:24und vom Ausdruck her schien es,
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6:24 - 6:26als ob sie es lieber mochten.
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6:26 - 6:29Eine französische Variante dieses Experiments
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6:29 - 6:31wurde in Dijon in Frankreich durchgeführt.
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6:31 - 6:33Forscher fanden heraus dass Mütter,
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6:33 - 6:36die während der Schwangerschaft Lebensmittel und Getränke
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6:36 - 6:41mit Anis zu sich nahmen, das nach Lakritz schmeckt,
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6:41 - 6:43bevorzugten Anis
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6:43 - 6:45am ersten Lebenstag,
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6:45 - 6:47und wiederum bei einem weiteren Test
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6:47 - 6:49am vierten Lebenstag.
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6:49 - 6:53Babys von Müttern, die kein Anis in der Schwangerschaft gegessen hatten,
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6:53 - 6:57reagierten mit einem Ausdruck, der in etwa mit "Igitt" übersetzt werden kann.
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6:57 - 6:59Das bedeutet,
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6:59 - 7:01dass Föten tatsächlich von ihren Müttern lernen,
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7:01 - 7:04was gut und sicher gegessen werden kann.
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7:04 - 7:06Föten lernen auch
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7:06 - 7:09über die Kultur, in die sie hineingeboren werden,
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7:09 - 7:12durch eins der prägnantesten kulturellen Erkennungsmerkmale,
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7:12 - 7:14dem des Essens.
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7:14 - 7:17Sie lernen die charakteristischen Aromen und Gewürze
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7:17 - 7:19ihrer Landesküche kennen,
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7:19 - 7:22noch bevor sie geboren werden.
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7:22 - 7:25Jetzt ist klar gworden, dass Föten noch mehr lernen.
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7:25 - 7:27Aber bevor ich dazu komme,
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7:27 - 7:31möchte ich noch etwas zu dem sagen, was Sie sich vielleicht gefragt haben.
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7:31 - 7:33Das Konzept des Fötalen Lernens
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7:33 - 7:36hat Sie vielleicht auf die Idee gebracht, den Fötus anzuregen -
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7:36 - 7:38zum Beispiel mit Mozartklängen über Kopfhörer
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7:38 - 7:40auf dem Bauch der werdenden Mutter.
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7:40 - 7:43Aber die neunmonatige Entwicklung,
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7:43 - 7:46das Formen und Prägen im Mutterleib,
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7:46 - 7:50ist viel viszeraler und folgenreicher als das.
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7:50 - 7:54Vieles, was die werdende Mutter tagtäglich erlebt -
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7:54 - 7:56die Luft, die sie atmet,
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7:56 - 7:58was sie isst und trinkt,
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7:58 - 8:00die Chemikalien, denen sie ausgesetzt ist,
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8:00 - 8:02sogar die Gefühle, die sie erlebt -
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8:02 - 8:05an allem nimmt der Fötus in irgendeiner Weise teil.
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8:05 - 8:08Es entsteht eine Mischung von Einflüssen,
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8:08 - 8:10die so individuell und eigenartig sind,
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8:10 - 8:12wie die Frau selbst.
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8:12 - 8:14Der Fötus übernimmt diese Eindrücke
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8:14 - 8:16in seinen eigenen Körper
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8:16 - 8:19und sie gehen in sein Fleisch und Blut über.
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8:19 - 8:21Und noch etwas anderes passiert oft.
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8:21 - 8:24Es behandelt diese mütterlichen Beiträge
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8:24 - 8:26als Information.
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8:26 - 8:28Ich nenne es eine biologische Postkarte
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8:28 - 8:31von der Außenwelt.
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8:31 - 8:34Also, was ein Fötus im Mutterleib lernt
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8:34 - 8:36ist nicht Mozarts "Zauberflöte"
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8:36 - 8:40sondern Antworten auf viel wichtigere Fragen des Überlebens.
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8:40 - 8:42Wird es geboren in eine Welt des Reichtums
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8:42 - 8:44oder des Mangels?
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8:44 - 8:47Wird es sicher sein und beschützt,
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8:47 - 8:50oder ständiger Gefahr und Drohung ausgesetzt sein?
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8:50 - 8:52Wird es ein langes, erfülltes Leben haben,
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8:52 - 8:55oder ein kurzes, qualvolles?
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8:55 - 8:58Die Ernährung der werdenden Mutter und besonders ihr Stresslevel
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8:58 - 9:01sind wichtige Anzeichen für die herrschenden Bedingungen,
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9:01 - 9:04als wenn man mit dem Finger die Windrichtung prüft.
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9:04 - 9:06Die daraus folgende Abstimmung und Anpassung
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9:06 - 9:09des Gehirns und anderer Organe des Fötus
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9:09 - 9:11sind Teil der enormen Flexibilität
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9:11 - 9:13von uns Menschen,
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9:13 - 9:15unsere Fähigkeit zum Gedeihen
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9:15 - 9:17in einer Vielzahl verschiedener Lebensumstände,
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9:17 - 9:19sei es Stadt oder Land,
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9:19 - 9:22Tundra oder Wüste.
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9:22 - 9:24Zum Abschluss möchte ich Ihnen zwei Geschichten erzählen
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9:24 - 9:27wie Müttern ihren Kindern die Welt beibringen
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9:27 - 9:30noch bevor sie geboren sind.
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9:31 - 9:33Im Herbst 1944,
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9:33 - 9:36der dunkelsten Zeit des Zweiten Weltkriegs,
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9:36 - 9:39barrikadierten deutsche Truppen den Westen Hollands,
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9:39 - 9:42indem sie alle Lebensmittellieferungen blockierten.
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9:42 - 9:44Der Beginn der Nazibelagerung
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9:44 - 9:47wurde gefolgt von einem der härtesten Winter in Jahrzehnten -
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9:47 - 9:51es war so kalt, dass die Kanäle völlig zufroren.
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9:51 - 9:53Bald wurden die Lebensmittel knapp,
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9:53 - 9:57viele Holländer überlebten mit nur 500 Kalorien pro Tag -
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9:57 - 10:00ein Viertel von dem, was sie vor dem Krieg zu sich genommen hatten.
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10:00 - 10:03Aus Wochen der Entbehrung wurden Monate,
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10:03 - 10:06und manche begannen, Tulpenzwiebeln zu essen.
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10:06 - 10:08Anfang Mai waren
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10:08 - 10:10die sorgsam rationierten Lebensmittelreserven
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10:10 - 10:12völlig erschöpft.
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10:12 - 10:15Eine Hungersnot drohte.
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10:15 - 10:18Und dann, am 5. Mai 1945,
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10:18 - 10:20fand die Belagerung ein plötzliches Ende
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10:20 - 10:22als Holland befreit wurde
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10:22 - 10:24durch die Alliierten.
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10:24 - 10:27Im "Hungerwinter", wie er seither genannt wird,
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10:27 - 10:29starben rund 10.000 Menschen,
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10:29 - 10:31und er schwächte und entkräfteteTausende mehr.
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10:31 - 10:34Aber noch eine Bevölkerungsgruppe war betroffen -
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10:34 - 10:36die 40.000 Föten,
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10:36 - 10:39die während der Belagerung ausgetragen wurden.
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10:39 - 10:41Einige Auswirkungen der Unterernährung während der Schwangerschaft
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10:41 - 10:43waren sofort erkennbar
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10:43 - 10:45in den erhöhten Zahlen der Totgeburten,
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10:45 - 10:47Missbildungen bei Neugeborenen, niedrigem Geburtsgewicht
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10:47 - 10:49und Säuglingssterblichkeit.
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10:49 - 10:52Andere wurden erst nach Jahren entdeckt.
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10:52 - 10:54Jahrzehnte nach dem "Hungerwinter"
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10:54 - 10:56belegten Forscher,
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10:56 - 11:00dass Menschen, deren Mütter während der Belagerung schwanger waren,
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11:00 - 11:02mehr an Übergewicht, Diabetes und
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11:02 - 11:05Herzerkrankungen in späteren Jahren litten
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11:05 - 11:08als Menschen, die unter normalen Bedingungen ausgetragen worden waren.
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11:08 - 11:12Die prenatale Erfahrung des Hungerleidens dieser Personen
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11:12 - 11:14scheint ihre Körper
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11:14 - 11:16auf unzählige Weise beeinflusst zu haben.
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11:16 - 11:18Sie haben höheren Blutdruck,
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11:18 - 11:20einen schlechteren Cholesterinspiegel,
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11:20 - 11:22und eine geringere Glukosetoleranz -
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11:22 - 11:25eine Vorstufe von Diabetes.
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11:25 - 11:27Warum sollte Unterernährung im Mutterleib
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11:27 - 11:29zu späterer Krankheit führen?
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11:29 - 11:31Eine Erklärung ist,
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11:31 - 11:34dass Föten das Beste aus einer schlechten Lage machen.
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11:34 - 11:36Wenn Nahrung knapp ist
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11:36 - 11:39leiten sie die Nährstoffe zum wichtigsten Organ, dem Gehirn,
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11:39 - 11:41und weg von anderen Organen
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11:41 - 11:43wie Herz und Leber.
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11:43 - 11:46Das hält den Fötus auf kurze Sicht am Leben,
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11:46 - 11:49hat aber nachteilige Folgen im späteren Leben
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11:49 - 11:51wenn die anderen, vernachlässigten Organe
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11:51 - 11:54anfälliger für Krankheiten werden.
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11:54 - 11:57Das ist aber womöglich noch nicht alles.
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11:57 - 11:59Föten scheinen sich
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11:59 - 12:02nach der intrauterinen Umgebung zu richten
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12:02 - 12:04und ihre Physiologie entsprechend auszurichten.
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12:04 - 12:06Sie bereiten sich
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12:06 - 12:08auf ihre Lebenswelt vor,
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12:08 - 12:10die außerhalb der Gebärmutter auf sie wartet.
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12:10 - 12:12Der Fötus passt seinen Stoffwechsel und
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12:12 - 12:15andere physiologische Prozesse an
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12:15 - 12:18die Umgebung an, die ihn erwartet.
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12:18 - 12:21Und die Grundlage für die Prognosen des Fötus
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12:21 - 12:23ist die Nahrung, die die Mutter zu sich nimmt.
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12:23 - 12:25Die Mahlzeiten einer werdenden Mutter
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12:25 - 12:27bilden eine Art Geschichte,
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12:27 - 12:29ein Märchen des Überflusses
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12:29 - 12:32oder eine düstere Chronik der Entbehrung.
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12:32 - 12:35Diese Geschichte enthält Informationen
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12:35 - 12:37die der Fötus nutzt,
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12:37 - 12:39um seinen Körper und dessen Funktionen aufzubauen -
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12:39 - 12:42eine Anpassung an die herrschenden Umstände,
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12:42 - 12:45die sein zukünftiges Überleben ermöglichen.
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12:45 - 12:48Angesichts stark eingeschränkter Ressourcen
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12:48 - 12:51hat ein kleiner gebautes Kind mit geringerem Nährstoffanspruch
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12:51 - 12:53tatsächlich eine bessere Chance,
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12:53 - 12:55das Erwachsenenalter zu erreichen.
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12:55 - 12:57Die eigentlichen Probleme entstehen,
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12:57 - 13:00wenn Schwangere sozusagen unzuverlässige Erzähler sind,
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13:00 - 13:02wenn Föten annehmen müssen
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13:02 - 13:04dass eine Welt des Mangels auf sie wartet
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13:04 - 13:07und sie stattdessen in eine Welt der Fülle geboren werden.
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13:07 - 13:10Dies geschah mit den Kindern des holländischen "Hungerwinters",
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13:10 - 13:12und die erhöhten Zahlen an Übergewicht,
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13:12 - 13:14Diabetes und Herzerkrankungen
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13:14 - 13:16sind das Ergebnis.
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13:16 - 13:19Körper die so konzipiert waren, dass sie jede Kalorie speichern,
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13:19 - 13:21badeten nun in den überzähligen Kalorien
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13:21 - 13:24der reichhaltigen Nachkriegskost.
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13:24 - 13:27Die Welt, die sie im Mutterleib kennengelernt hatten
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13:27 - 13:29war nicht mehr die gleiche,
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13:29 - 13:32in die sie jetzt hineingeboren waren.
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13:32 - 13:34Hier ist noch eine andere Geschichte.
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13:34 - 13:38Am 11. September 2001, um 8.46 morgens,
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13:38 - 13:40befanden sich zehntausende Menschen
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13:40 - 13:42in der Nähe des World Trade Centers
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13:42 - 13:44in New York -
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13:44 - 13:46Pendler strömten aus den Zügen,
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13:46 - 13:49Kellnerinnen deckten die Tische für den morgendlichen Andrang,
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13:49 - 13:53Finanzmakler in der Wall Street hingen bereits an den Telefonhörern.
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13:53 - 13:561.700 dieser Menschen waren schwangere Frauen.
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13:56 - 13:59Als die Flugzeuge einschlugen und die Türme einfielen,
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13:59 - 14:02empfanden viele dieser Frauen den gleichen Horror
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14:02 - 14:05wie andere Überlebende dieser Katastrophe -
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14:05 - 14:07das unermessliche Chaos und Durcheinander,
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14:07 - 14:09die undurchdringlichen Wolken
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14:09 - 14:13von Schutt und möglicherweise giftigem Staub,
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14:13 - 14:15die beklemmende Angst ums Überleben.
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14:15 - 14:17Ungefähr ein Jahr nach dem Ereignis vom 9. September 2001
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14:17 - 14:20untersuchten Forscher eine Gruppe von Frauen,
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14:20 - 14:22die schwanger gewesen waren
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14:22 - 14:24als sie den Angriff auf das World Trade Center erlebten.
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14:24 - 14:26In den Babys dieser Frauen,
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14:26 - 14:29die das posttraumatische Stresssyndrom PTSD
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14:29 - 14:31nach diesem traumatischen Erlebnis entwickelten,
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14:31 - 14:34fanden Forscher einen Biomarker, oder Indikator,
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14:34 - 14:36für die Anfälligkeit, PTSD zu entwickeln -
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14:36 - 14:39ein Ergebnis, das besonders deutlich war
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14:39 - 14:42in Kleinkindern, deren Mütter die Katastrophe
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14:42 - 14:44während des dritten Schwangerschaftstrimesters erlebten.
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14:44 - 14:46Mit anderen Worten,
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14:46 - 14:49die Mütter mit posttraumatischem Stresssyndrom
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14:49 - 14:52hatten die Anfälligkeit für diesen Zustand
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14:52 - 14:55an ihre Kinder in der Gebärmutter weitergegeben.
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14:55 - 14:57Jetzt bedenken Sie einmal:
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14:57 - 14:59Das posttraumatische Stresssyndrom ist,
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14:59 - 15:02wie es scheint, eine schlimme Fehlreaktion auf Stress,
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15:02 - 15:06die ihren Opfern furchtbar viel unnötiges Leiden zufügt.
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15:06 - 15:09Man kann PTSD aber auch mit anderen Augen sehen.
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15:09 - 15:12Was für uns wie ein Krankheitsbild aussieht
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15:12 - 15:14ist möglicherweise ein nützliches Anpassungsvermögen
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15:14 - 15:16in manchen Situationen.
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15:16 - 15:19In einer besonders gefährlichen Umgebung
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15:19 - 15:22können die charakteristischen Merkmale von PTSD -
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15:22 - 15:25eine überdeutliche Wahrnehmung der Umgebung,
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15:25 - 15:28eine superschnelle Reaktion auf Gefahr -
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15:28 - 15:31jemandem das Leben retten.
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15:31 - 15:35Die Idee, dass die prenatale Übertragung des PTSD-Risikos anwendbar ist,
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15:35 - 15:37ist noch Theorie,
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15:37 - 15:40für mich aber eine sehr überwältigende.
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15:40 - 15:42Es würde bedeuten, dass noch vor der Geburt
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15:42 - 15:44Mütter ihre Kinder warnen
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15:44 - 15:46vor einer wilden Welt da draußen
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15:46 - 15:49und ihnen sagen: "Sei vorsichtig".
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15:49 - 15:51Lassen Sie mich deutlich machen:
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15:51 - 15:54Die Forschungen über Fötale Ursprünge geben nicht den Frauen die Schuld
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15:54 - 15:56für das, was während der Schwangerschaft passiert.
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15:56 - 15:59Es geht darum festzustellen, wie man am besten die Gesundheit
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15:59 - 16:02und das Wohlergehen der nächsten Generation fördert.
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16:02 - 16:04In diesem wichtigen Bestreben muss man sich auch auf das konzentrieren
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16:04 - 16:06was Föten lernen
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16:06 - 16:09während ihrer neun Monate im Mutterleib.
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16:09 - 16:12Lernen ist eine der wichtigsten Aufgaben im Leben
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16:12 - 16:14und beginnt viel früher
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16:14 - 16:16als wir jemals gedacht hätten.
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16:16 - 16:18Danke.
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16:18 - 16:25(Applaus)
- Title:
- Was wir vor unserer Geburt lernen
- Speaker:
- Annie Murphy Paul
- Description:
-
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Test: Wann beginnt Lernen? Antwort: Bevor wir geboren werden. Wissenschaftsautorin Annie Murphy Paul berichtet über neue Forschungen die aufzeigen, wie viel wir bereits im Mutterleib lernen - vom Tonfall unserer Muttersprache bis zum künftigen Lieblingsessen.
- Video Language:
- English
- Team:
closed TED
- Project:
- TEDTalks
- Duration:
- 16:26