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Rossini - La Cenerentola (complet - ST it-eng-fr-de-esp)

  • 8:16 - 8:25
    Niemand tanzt so anmutig wie ich.
  • 8:33 - 8:37
    So ist es am besten.
  • 8:38 - 8:41
    Oder lieber hier?
  • 8:43 - 8:48
    So sehe ich vornehmer aus.
  • 8:48 - 8:52
    Vor dieser Kunst und Schönheit
    muss sich alles neigen.
  • 9:32 - 9:39
    Es war einmal ein König,
  • 9:40 - 9:48
    der nicht mehr allein sein wollte.
  • 9:49 - 9:57
    Er suchte und er fand,
  • 9:57 - 10:06
    doch drei wollten ihn heiraten.
  • 10:12 - 10:16
    Was tun?
  • 10:16 - 10:25
    Prunk und Schönheit verachtete er.
  • 10:26 - 10:34
    Schließlich wählte er
  • 10:34 - 10:39
    Unschuld,
  • 10:46 - 10:54
    Unschuld und ein gutes Herz.
  • 11:06 - 11:10
    Aschenbrödel, hör doch auf
    mit dem alten Lied!
  • 11:14 - 11:24
    Ich sitze hier am Kamin.
  • 11:24 - 11:34
    Lasst mich singen.
  • 11:51 - 11:58
    Es war einmal ein König...
  • 11:59 - 12:05
    - Es war einmal...
    - Und so weiter.
  • 12:05 - 12:08
    Hörst du jetzt wohl auf?
  • 12:09 - 12:12
    Sonst kriegst du...
  • 12:17 - 12:20
    Es war einmal...
  • 12:23 - 12:24
    Wer mag das sein?
  • 12:28 - 12:29
    Wer mag das sein?
  • 12:46 - 12:51
    Habt Erbarmen.
  • 12:55 - 12:59
    Ein Bettler. Scher dich fort.
  • 13:08 - 13:10
    Hier, nehmt.
  • 13:12 - 13:15
    Ein kleines Frühstück.
  • 13:17 - 13:20
    Vielleicht belohnt euch der Himmel,
  • 13:22 - 13:24
    noch ehe der Tag zu Ende ist.
  • 13:30 - 13:34
    Keine tut es mir gleich,
    die Männer zu betören.
  • 13:38 - 13:42
    Ich kann den Jammer nicht ansehen.
    Welch ein schreckliches Los!
  • 13:59 - 14:01
    Noch immer hier?
  • 14:01 - 14:03
    Und Brot und Kaffee?
  • 14:04 - 14:05
    Nimm deinen Lohn!
  • 14:05 - 14:10
    - Ach, wer hilft mir?
    - Haltet ein, ich bitte!
  • 14:32 - 14:36
    Liebe Töchter des Don Magnifico,
    Prinz Ramiro kommt hierher.
  • 14:37 - 14:38
    Er bringt euch in seinen Palast.
  • 14:39 - 14:41
    Es wird gesungen und getanzt.
  • 14:42 - 14:46
    Und die schönste Dame
  • 14:46 - 14:50
    wird seine teure Braut.
  • 15:25 - 15:27
    Und der Prinz?
  • 15:28 - 15:29
    Er kommt hierher.
  • 15:30 - 15:32
    Und die schönste Dame?
  • 15:32 - 15:36
    Wird er erwählen.
  • 15:41 - 15:44
    Aschenbrödel, komm her.
  • 15:45 - 15:46
    Meine Schuhe, meinen Hut.
  • 15:47 - 15:48
    Aschenbrödel, komm her.
  • 15:48 - 15:50
    Meinen Fächer, meinen Schmuck.
  • 15:50 - 15:52
    Aschenbrödel, hierher,
    Aschenbrödel, dorthin.
  • 15:52 - 15:54
    Aschenbrödel, geh hinauf,
    Aschenbrödel, komm herunter.
  • 15:59 - 16:05
    Wie ihr mich plagt!
    Sie wollen mich umbringen.
  • 16:15 - 16:18
    Gewiss kann Don Ramiro
    mir nicht widerstehen.
  • 16:18 - 16:21
    Er kann mir nicht widerstehen.
  • 16:21 - 16:25
    Es ist um sie geschehen.
    Ich platze fast vor Lachen.
  • 18:21 - 18:25
    Aschenbrödel, hol unsere Bänder
    und unsere Mäntel.
  • 18:25 - 18:29
    - Die Salben und Pomaden.
    - Meine Diamanten.
  • 18:29 - 18:31
    Hört mich an, Schwestern...
  • 18:31 - 18:35
    Wie, Schwestern? Sei nicht so frech.
  • 18:35 - 18:37
    Was unterstehst du dich?
  • 18:40 - 18:46
    Ich muss stets neue Launen dulden.
  • 18:47 - 18:49
    Wir müssen uns beeilen.
  • 18:49 - 18:52
    Wir müssen es dem Vater berichten.
  • 18:52 - 18:55
    Ich will die Erste sein,
    die es ihm meldet.
  • 18:55 - 18:57
    Verzeih, ich bin die Ältere.
  • 18:58 - 19:00
    - Nein, ich will es ihm sagen.
    - Es ist mein gutes Recht.
  • 19:01 - 19:03
    Ich will ihn wecken,
    du kannst mir folgen.
  • 19:04 - 19:06
    Du kriegst mich nicht herum.
  • 19:06 - 19:08
    Da kommt er schon.
  • 19:14 - 19:19
    Ihr, die ihr euch meine Töchter nennt,
  • 19:25 - 19:28
    ich habe euch satt!
  • 19:30 - 19:34
    Ich hatte einen herrlichen Traum
  • 19:37 - 19:42
    und ihr kamt und störtet ihn.
  • 19:58 - 20:03
    Jetzt schämen sie sich.
  • 20:03 - 20:07
    Richtige Baronessen!
  • 20:12 - 20:17
    Seid still und gebt gut Acht.
  • 20:20 - 20:31
    Überlegt, was der Traum bedeutet.
  • 20:38 - 20:45
    Teils war er konfus, teils klar.
    Ich träumte von einem schönen Esel.
  • 20:46 - 20:50
    Er war sehr würdevoll.
  • 20:51 - 20:54
    Plötzlich geschah ein Wunder.
  • 20:55 - 21:02
    Hunderte Federn wuchsen ihm
    aus den Schultern,
  • 21:03 - 21:04
    und er flug davon.
  • 21:06 - 21:15
    Er setzte sich auf einen Kirchturm
    als wäre er auf einem Thron.
  • 21:16 - 21:19
    Und drunten begannen
  • 21:20 - 21:22
    die Glocken zu läuten.
  • 21:29 - 21:36
    Plötzlich weckte mich
    euer Geschnatter auf.
  • 22:05 - 22:07
    Den Sinn dieses wirren Traumes
  • 22:09 - 22:11
    will ich euch erklären.
  • 22:23 - 22:27
    Das Glockengeläute
    bedeutet Freude in meinem Haus.
  • 22:28 - 22:31
    Die Federn seid ihr selber.
  • 22:31 - 22:35
    Der Flug besagt den Aufstieg
    in der Welt.
  • 22:35 - 22:45
    Und der Esel, der bin ich.
  • 22:45 - 22:55
    Wer euch ansieht, erkennt,
    dass euer Vater der Esel ist.
  • 23:05 - 23:10
    Ihr werdet beide die Mütter
    von Prinzen sein.
  • 23:10 - 23:14
    Und der Opa wird ein Dutzend
    Enkelkinder umarmen.
  • 23:14 - 23:17
    Hier ein kleiner König,
    euch zu Diensten.
  • 23:18 - 23:21
    Dort noch ein kleiner König,
    euch zu Diensten.
  • 23:21 - 23:25
    Und alles gereicht mir zur Ehre.
  • 24:16 - 24:19
    - Ihr müsst wissen, dass...
    - Prinz Ramiro...
  • 24:19 - 24:21
    ...der sich vor drei Tagen...
  • 24:21 - 24:23
    ...eine halbe Meile
    von hier ansiedelte...
  • 24:24 - 24:25
    ...sich eine Frau nehmen will.
  • 24:28 - 24:29
    Er hat uns eingeladen.
  • 24:30 - 24:32
    - Und alsbald...
    - ...kommt er uns holen.
  • 24:32 - 24:35
    Und wird die Schönste erwählen.
  • 24:36 - 24:42
    Zwar kenne ich
    den Prinzen nicht, aber...
  • 24:42 - 24:47
    Er wird wählen... Er lädt euch ein...
    Zur Frau... Die Schönste!
  • 24:47 - 24:50
    Mir schwinden die Sinne.
  • 24:51 - 24:55
    Aschenbrödel, meinen Kaffee.
  • 25:02 - 25:05
    Töchter, die Hälfte des Hauses
    ist schon eingefallen,
  • 25:05 - 25:08
    die andere Hälfte
    steht nicht mehr lange.
  • 25:08 - 25:13
    Wir müssen es stützen.
  • 25:14 - 25:15
    Jetzt heißt es gewitzt sein.
  • 25:16 - 25:20
    Sprecht gebildet.
  • 25:23 - 25:25
    Zieht eure schönsten Kleider an.
  • 25:26 - 25:32
    Es geht um ein Fürstentum.
  • 27:02 - 27:06
    Menschenleer.
  • 27:07 - 27:08
    Ist niemand hier?
  • 27:09 - 27:12
    Keine Antwort.
  • 27:28 - 27:36
    Verkleidet will ich mir
    die Damen ansehen.
  • 27:38 - 27:40
    Kommt denn niemand?
  • 27:41 - 27:45
    Und doch sagte der weise Alidoro,
  • 27:45 - 27:54
    hier sei eine Kluge, Schöne,
    die würdig ist, dass ich sie heirate.
  • 27:54 - 27:59
    Heiraten, ohne Liebe!
  • 28:00 - 28:16
    Grausames Geschick,
    das mir diese schwere Wahl auferlegt.
  • 28:24 - 28:26
    Ich will suchen.
  • 28:29 - 28:30
    Wir wollen sehen.
  • 28:37 - 28:41
    Es war einmal ein König...
  • 28:43 - 28:44
    Ach! Da liegt es.
  • 28:45 - 28:46
    Was ist los?
  • 28:47 - 28:48
    Wie mein Herz klopft.
  • 28:49 - 28:51
    Bin ich ein Ungeheuer?
  • 28:51 - 28:52
    Ja.
  • 28:53 - 29:00
    Nein, mein Herr.
  • 29:08 - 29:21
    Ich weiß nicht, was es war,
    das in ihren Augen strahlte.
  • 29:51 - 30:08
    Warum schlägt mein Herz so stark?
  • 30:28 - 30:32
    Ich möchte es ihr sagen,
    doch ich wage es nicht.
  • 30:33 - 30:37
    Ich möchte es ihm sagen,
    und doch schweige ich.
  • 30:54 - 31:07
    Wie ansprechend ist ihr Gesicht!
  • 31:09 - 31:23
    Wie ansprechend ist sein Gesicht!
  • 31:26 - 31:34
    Wie hold ist dies Lächeln!
  • 31:34 - 31:41
    Es dringt mir ins Herz
    und gibt mir Hoffnung.
  • 32:43 - 32:46
    Ich suche die Töchter des Barons.
  • 32:48 - 32:50
    Wo sind sie?
  • 32:52 - 32:52
    Ich sehe sie nirgends.
  • 32:53 - 32:57
    Sie sind in den anderen Räumen.
  • 32:57 - 32:59
    Sie kommen gleich.
  • 32:59 - 33:01
    Hoffnung, lebe wohl.
  • 33:01 - 33:04
    Und wer seid Ihr?
  • 33:05 - 33:07
    Ich weiß es gar nicht.
  • 33:08 - 33:13
    - Ihr wisst es nicht?
    - Eigentlich nicht.
  • 33:14 - 33:18
    Mein Vater ist nicht mein Vater,
    also sind meine Schwestern...
  • 33:18 - 33:22
    Meine Mutter war Witwe,
    aber sie war auch ihre Mutter...
  • 33:22 - 33:25
    Mein hochmütiger Vater...
  • 33:26 - 33:28
    Er ist nicht mein Vater,
    also sind meine Schwestern...
  • 33:28 - 33:30
    Meine Mutter war Witwe...
  • 33:31 - 33:37
    Ich bin ganz verwirrt.
  • 33:38 - 33:45
    Verzeiht, dass ich so einfältig bin.
  • 33:54 - 33:59
    Ihre Einfalt entzückt mich.
  • 34:06 - 34:09
    Aschenbrödel,
  • 34:10 - 34:13
    komm her.
  • 34:15 - 34:17
    Was ist dieses Geschrei?
  • 34:22 - 34:25
    Von wo der Wind auch bläst,
  • 34:26 - 34:29
    habe ich keine Ruhe.
    Ich muss alles tun.
  • 34:29 - 34:32
    Ihre Stimme, ihr Antlitz
    sind nicht von dieser Welt.
  • 34:33 - 34:36
    Ich bin ganz betört,
    ich bin außer mir.
  • 34:36 - 34:39
    Lebt wohl, mein Herr.
  • 34:40 - 34:46
    - Aschenbrödel!
    - Ich komme schon.
  • 34:47 - 34:54
    - Aber mein Herz bleibt hier.
    - Diese Unschuld! Diese Reinheit!
  • 34:55 - 35:01
    Sie hat mein Herz gestohlen,
    es gehört nicht mehr mir.
  • 36:04 - 36:12
    Wieso dieses reizende Gesicht
    in diesen Lumpen?
  • 36:13 - 36:18
    Don Magnifico ist noch immer
    nicht hier.
  • 36:28 - 36:35
    Ich will die Ankunft
    des falschen Prinzen melden.
  • 36:35 - 36:41
    Es war ein guter Rat,
    den Kammerdiener zu spielen.
  • 36:41 - 36:44
    So kann ich die Herzen
    der Mädchen erforschen.
  • 36:45 - 36:48
    Während Dandini sich
    als Prinz ausgibt...
  • 36:49 - 36:52
    Ich bitte tausendmal um Verzeihung.
  • 36:52 - 36:54
    Seine Hoheit, der Prinz?
  • 36:55 - 36:57
    - Er kommt sogleich.
    - Wann?
  • 36:57 - 36:58
    In drei Minuten.
  • 36:59 - 37:04
    Sputet euch, Töchter!
  • 37:06 - 37:09
    Ich will ihnen Beine machen.
  • 37:09 - 37:16
    Am Spiegel ist ein Jahrhundert
    wie eine Minute.
  • 37:20 - 37:22
    So ein Lärm!
  • 37:24 - 37:27
    Gewiss, es ist Dandini.
  • 38:12 - 38:14
    Mach rasch, wähle deine Braut.
  • 38:14 - 38:17
    Die Zeit entflieht.
  • 38:18 - 38:23
    Sonst muss der edle Stamm aussterben.
  • 38:41 - 38:57
    Wie die Biene im April froh flattert
  • 38:57 - 39:11
    von der Lilie zur Rose,
    um eine süße Blume für sich zu finden,
  • 39:14 - 39:22
    so eile ich von einer Schönen
    zur anderen.
  • 39:22 - 39:31
    Ich habe viele gesehen,
  • 39:31 - 39:43
    doch nirgends finde ich Verstand,
    ein hübsches Gesicht,
  • 39:46 - 39:51
    einen Leckerbissen, der mir zusagt.
  • 40:17 - 40:18
    Prinz...
  • 40:24 - 40:25
    Hoheit...
  • 40:25 - 40:28
    Eine hohe Ehre!
  • 40:29 - 40:32
    Ein Sturzregen von Ehren!
  • 40:32 - 40:35
    Nicht der Rede wert.
  • 40:36 - 40:39
    Wie reizend, wie anmutig!
  • 40:39 - 40:41
    Ist es recht so?
  • 40:44 - 40:45
    Der ganze Papa.
  • 40:50 - 40:56
    Sieh dich vor, du Narr!
  • 40:56 - 41:06
    Ich bitte, senkt eure Augen.
  • 41:08 - 41:13
    Sie nehmen mir den Verstand.
  • 41:14 - 41:20
    Das Feuer einer doppelläufigen Kanone
  • 41:21 - 41:27
    hat schon eine Bresche geschlagen.
  • 42:07 - 42:15
    Diese Komödie nimmt ein böses Ende.
  • 42:51 - 42:53
    Er sieht mich an und seufzt,
    er ist schon mein Sklave.
  • 42:56 - 42:58
    - Dummkopf!
    - Danke.
  • 43:57 - 44:02
    Wirklich reizend!
  • 44:02 - 44:05
    Entzückender Mund, schöne Augen!
  • 44:05 - 44:08
    Ihr seid das achte
  • 44:09 - 44:11
    und neunte Weltwunder.
  • 44:14 - 44:18
    Wie der Vater, so die Töchter.
  • 44:19 - 44:20
    Danke!
  • 44:20 - 44:26
    Hoheit, Ihr seid zu gütig!
  • 44:28 - 44:31
    Echte Etruskerinnen!
  • 44:35 - 44:38
    - Ist es so recht?
    - Du gehst ein bisschen zu weit.
  • 44:38 - 44:42
    Ich spiele den großen Herrn,
    da muss ich hoch zielen.
  • 44:44 - 44:48
    Der darf euch nicht entgehen.
  • 44:50 - 44:58
    Um zu erläutern, was ich
    noch gar nicht gesagt habe,
  • 45:00 - 45:02
    als ich nach langer Reise heimkehrte,
  • 45:03 - 45:04
    fand ich meinen Vater
  • 45:05 - 45:07
    auf dem Totenbett.
  • 45:08 - 45:09
    Er befahl mir,
  • 45:10 - 45:13
    zu heiraten, sonst würde ich enterbt.
  • 45:15 - 45:17
    Also habe ich alle Nachbarn eingeladen,
  • 45:17 - 45:20
    um einen Leckerbissen zu finden.
  • 45:20 - 45:27
    So ist es, jetzt muss ich Atem schöpfen.
  • 45:28 - 45:31
    Welche Beredsamkeit!
  • 45:33 - 45:35
    Welche Eleganz!
  • 45:36 - 45:38
    Aber die andere blickt mich an.
  • 45:38 - 45:42
    Da ist sie! Wie mein Herz schlägt!
  • 45:44 - 45:49
    Schöne Damen, habt ihr die Güte,
    einem Kavalier den Arm zu reichen.
  • 45:51 - 45:53
    Der Wagen steht bereit.
  • 45:54 - 45:55
    So gehen wir.
  • 45:56 - 45:57
    Herr Vater...
  • 45:59 - 46:02
    Exzellenz, es ist keine Zeit
    zu verlieren.
  • 46:04 - 46:07
    Was suchst du hier?
    Bring meinen Hut und Stock.
  • 46:08 - 46:09
    Ja, Herr.
  • 46:09 - 46:14
    Bitte, die hohen Füße in Richtung
    meiner prinzlichen Gemächer zu setzen.
  • 46:15 - 46:18
    Ich komme gleich.
  • 46:20 - 46:23
    Sie ist es, die ich wiedersehen will.
  • 46:24 - 46:24
    Lass mich in Frieden.
  • 46:25 - 46:26
    Er schilt sie aus.
  • 46:26 - 46:28
    - Ich habe keine Zeit.
    - Was geschah?
  • 46:28 - 46:30
    Gibst du Ruhe?
  • 46:30 - 46:34
    Nur ein einziges Wort.
  • 46:42 - 46:47
    Herr, nur ein einziges Wort.
  • 46:53 - 46:59
    Nehmt mich ins Schloss mit.
  • 47:00 - 47:07
    Nur eine Stunde lang möchte ich tanzen.
  • 47:45 - 47:46
    Was ist los?
  • 47:47 - 47:49
    Die schöne Venus!
  • 47:49 - 47:50
    Er steht wie angewurzelt.
  • 47:51 - 47:56
    Mein Fräulein, was fällt dir ein?
  • 47:56 - 47:59
    - Du freches, faules Ding!
    - Das müssen wir uns ansehen.
  • 48:02 - 48:06
    Lass mich sein, ich muss fort.
  • 48:19 - 48:22
    Gehen wir oder nicht?
  • 48:22 - 48:25
    Es zerreißt mir das Herz.
  • 48:26 - 48:29
    Nur eine halbe Stunde, eine Viertel.
  • 48:29 - 48:33
    - Ich schlage dich krumm und lahm.
    - Genug!
  • 48:35 - 48:37
    Euer Gnaden!
  • 48:37 - 48:41
    Verschwinde.
  • 48:43 - 48:48
    Hoheit! Sie ist eine dumme Dienstmagd.
  • 48:51 - 48:53
    Dienstmagd?
  • 48:54 - 48:57
    - Dienstmagd?
    - Er meint...
  • 48:57 - 49:03
    Die allerletzte.
  • 49:04 - 49:11
    Sie bildet sich etwas ein,
  • 49:11 - 49:18
    die Gute, aber sie taugt für nichts.
  • 49:18 - 49:26
    Geh ins Zimmer und wisch Staub.
  • 49:33 - 49:38
    Bald kann ich mich
    nicht mehr beherrschen.
  • 49:38 - 49:43
    So lasst sie doch in Ruh!
  • 49:50 - 49:56
    Muss ich auf ewig
    in der Asche hocken?
  • 50:08 - 50:16
    Meine Herren, redet ihm zu,
    dass er mich zum Ball mitnimmt.
  • 50:16 - 50:22
    Ewig in der Asche hocken?
  • 51:24 - 51:27
    Laut meiner Liste leben
  • 51:28 - 51:32
    bei Don Magnifico drei Schwestern.
  • 51:36 - 51:45
    Da der Prinz eine Braut erwählt,
  • 51:46 - 51:48
    will ich auch die dritte sehen.
  • 51:50 - 51:55
    Wollt Ihr mir eine
    dritte Tochter anhängen?
  • 51:56 - 51:58
    Die dritte Schwester.
  • 52:00 - 52:03
    Sie lebt... nicht mehr.
  • 52:03 - 52:07
    Davon steht hier nichts.
  • 52:08 - 52:12
    Sie sprechen von mir.
  • 52:12 - 52:16
    Nein, sie lebt noch.
  • 52:16 - 52:20
    Sei du nur still.
  • 52:24 - 52:26
    Seht her!
  • 52:29 - 52:34
    Ein Wort von dir,
    und ich bringe dich um.
  • 52:36 - 52:40
    Ist sie tot?
  • 52:41 - 52:46
    Hoheit,
  • 52:49 - 52:52
    sie ist tot.
  • 53:16 - 53:24
    Man liest es ihnen
    vom verblüfften Gesicht ab,
  • 53:25 - 53:34
    dass sie nicht wissen,
    wo ihnen der Kopf steht.
  • 53:34 - 53:42
    Zweifel und Ungewissheit
    bedrängen sie.
  • 53:42 - 53:50
    Man liest es ihnen
    vom verblüfften Gesicht ab,
  • 53:50 - 53:59
    dass sie nicht wissen,
    wo ihnen der Kopf steht.
  • 54:00 - 54:08
    Zweifel und Ungewissheit
    bedrängen sie.
  • 55:13 - 55:18
    Tu den Mund auf
    und es ist aus mit dir.
  • 55:18 - 55:23
    Helft mir, verlasst mich nicht!
    Ach, was wird aus mir?
  • 55:24 - 55:29
    Ich schäume vor Wut.
  • 57:51 - 57:53
    Nun wird sich alles wenden.
  • 57:54 - 57:58
    Ihr Stolz wird in Asche vergehen.
  • 58:00 - 58:05
    Anstatt zu weinen, wirst du lachen.
  • 58:06 - 58:09
    Meine Tochter...
  • 58:09 - 58:13
    Nennt Ihr mich Tochter?
  • 58:14 - 58:19
    Mein Stiefvater will nicht
    mein Vater sein,
  • 58:22 - 58:23
    aber Ihr...
  • 58:23 - 58:32
    Vergleiche ich Eure Lumpen mit meinen,
  • 58:33 - 58:39
    so bin ich wohl Eure würdige Tochter.
  • 58:42 - 58:44
    Komm mit mir, Tochter.
  • 58:45 - 58:49
    Mit dir? Wohin?
  • 58:50 - 58:52
    Zum Fest des Prinzen.
  • 58:52 - 58:55
    Willst du mich verspotten?
  • 58:56 - 58:58
    Nein! Erheitere dich!
  • 58:59 - 59:01
    Alles hat sich für dich gewendet!
  • 59:02 - 59:07
    Juwelen wirst du mit Füßen treten,
    alle Herzen wirst du erobern.
  • 59:07 - 59:10
    Fürchte dich nicht, komm mit mir.
  • 59:12 - 59:16
    Der Herr, dessen Thron ewig währt,
  • 59:16 - 59:20
    gibt mir diese Worte ein.
  • 59:21 - 59:25
    Wenn du noch immer zweifelst,
  • 59:25 - 59:28
    so sieh, wer ich bin!
  • 59:56 - 60:07
    Im Himmel,
  • 60:10 - 60:19
    in der geheimnisvollen Tiefe
    des Himmels,
  • 60:20 - 60:29
    auf dem erhabenen Thron der Macht,
  • 60:30 - 60:37
    wacht der Herrscher der Welt über uns.
  • 60:40 - 60:47
    Zu seinen Füßen grollt der Donner.
  • 60:50 - 60:57
    Er weiß, er sieht alles.
  • 60:58 - 61:06
    Er lässt das Gute
    nicht zuschanden werden.
  • 61:22 - 61:38
    Er sieht dich am Herde,
    sieht deine Tränen und Leiden.
  • 61:47 - 62:08
    Er schleudert seine Blitze,
    um deinem Jammer ein Ende zu machen.
  • 62:09 - 62:18
    Alles ist anders geworden.
  • 62:19 - 62:27
    Deine Schmerzen sind vorbei.
  • 63:22 - 63:26
    Hörst du, dass etwas herannaht?
  • 63:27 - 63:32
    Im Triumph sollst du
    in meiner Karosse fahren.
  • 63:33 - 63:35
    Bist du verwirrt?
  • 63:36 - 63:39
    Hast du gar nichts zu sagen?
  • 63:44 - 63:49
    Dein Kopf wirbelt
  • 63:50 - 63:52
    wie ein Schiff im Sturm,
  • 63:53 - 63:59
    das umhergeschleudert wird.
  • 64:09 - 64:15
    Nun hat sich der Sturm ausgetobt.
  • 64:16 - 64:18
    Dein Schicksal hat sich geändert.
  • 64:20 - 64:23
    Die Unschuld wird siegen.
  • 65:16 - 65:20
    Bravo, Don Magnifico!
  • 65:20 - 65:26
    Ihr habt Wein und Weinlese
    aufs Beste erklärt.
  • 65:26 - 65:28
    Ich muss Eure Kenntnisse loben.
  • 65:29 - 65:31
    Er hat tüchtig studiert.
  • 65:32 - 65:36
    Steigt in unseren Keller hinab.
  • 65:36 - 65:38
    Wenn Ihr nach dreißig Kostproben
  • 65:39 - 65:46
    noch stehen könnt,
    sollt Ihr mein Kellermeister werden.
  • 65:46 - 65:52
    Ich erkenne Talente an und belohne
    die Weisheit.
  • 65:52 - 65:58
    Hoheit sind ein Quell der Güte.
  • 65:58 - 66:02
    Je mehr man schöpft,
    desto mehr bleibt zurück.
  • 66:06 - 66:12
    Töchter, er widersteht euch nicht.
    Meine Ehrung ist ein gutes Zeichen.
  • 66:14 - 66:16
    Clorindchen,
  • 66:18 - 66:19
    Tisbette,
  • 66:20 - 66:23
    bemüht euch um den Prinzen.
  • 66:24 - 66:26
    Ich gehe in den Keller.
  • 66:31 - 66:36
    Prüfe sie genau
    und erstatte mir Bericht.
  • 66:37 - 66:39
    Spute dich, erfülle meine Befehle.
  • 66:41 - 66:42
    Verstehst du?
  • 66:43 - 66:44
    Ich verstehe.
  • 66:45 - 66:49
    Treuer Vassall, lebe wohl.
  • 66:53 - 66:58
    Jetzt stehe ich euch zur Verfügung.
    Gewiss seid ihr beide schön gemeißelt,
  • 66:58 - 67:00
    und Amor
  • 67:02 - 67:04
    war der Bildhauer.
  • 67:04 - 67:12
    Ich bin die Ältere,
    also gebührt mir das Vorrecht.
  • 67:12 - 67:17
    Ich bin die Jüngere, also werde ich
    nicht so schnell altern.
  • 67:17 - 67:21
    Sie ist ein Kindskopf,
    sie versteht nichts.
  • 67:21 - 67:25
    Sie ist wie Wasser ohne Salz,
    weder das Eine noch das Andere.
  • 67:26 - 67:31
    Bitte mein Vorrecht zu beachten.
  • 67:31 - 67:34
    Seht, ich brauche kein Rouge.
  • 67:35 - 67:37
    Ihre weiße Haut ist nichts als Puder.
  • 67:37 - 67:39
    Bitte, begünstigt mich.
  • 67:39 - 67:42
    Meine Damen, wollt ihr mich aufspalten?
  • 67:42 - 67:47
    Ich habe zwei Augen
    und brauche keine Brillen.
  • 67:47 - 67:51
    Vertrau mir, mein reizendes Fräulein.
  • 67:52 - 67:59
    Mein Herz schlägt nur für dich.
  • 68:01 - 68:04
    Ich neige mich vor Euer Hoheit.
  • 68:04 - 68:06
    Ich neige mich vor Euren.
  • 68:06 - 68:09
    Ich werde Berufung einlegen.
  • 68:09 - 68:10
    Lectum.
  • 68:11 - 68:12
    Wir sehen uns wieder.
  • 68:12 - 68:14
    Vielleicht, vielleicht auch nicht.
  • 68:14 - 68:15
    Klügste der Frauen!
  • 68:16 - 68:19
    Mein Kompliment!
  • 68:19 - 68:22
    Mein untertänigster Gruß!
  • 69:10 - 69:16
    In Anbetracht des Umstands,
    dass er dreißig Flaschen gekostet hat,
  • 69:17 - 69:20
    und für drei genug getrunken hat,
  • 69:20 - 69:23
    und noch immer nicht umfällt,
  • 69:31 - 69:38
    gerühen Seine Majestät,
    ihn zum Kellermeister zu ernennen,
  • 69:38 - 69:44
    Kommissar der Gläser,
    mit hoher Amtsgewalt,
  • 69:45 - 69:48
    Präsident der Weinlese.
  • 69:49 - 69:55
    Deswegen drängt sich alles um Euch.
  • 70:06 - 70:09
    Kommissar? Leiter?
  • 70:10 - 70:13
    Präsident? Kellermeister?
  • 70:13 - 70:15
    Danke, danke!
  • 70:15 - 70:20
    Mir lacht das Herz im Leib.
  • 70:28 - 70:31
    Schreibt nieder, was ich euch sage.
  • 70:31 - 70:34
    Lasst sechstausend Kopien anfertigen.
  • 70:35 - 70:37
    Die Federn sind gezückt.
  • 70:53 - 70:56
    Wir, Don Magnifico,
  • 70:58 - 70:59
    in Großbuchstaben.
  • 71:01 - 71:03
    Dummköpfe, Großbuchstaben!
  • 71:04 - 71:06
    Richtig, jawohl!
  • 71:06 - 71:09
    WIR, DON MAGNIFICO, Herzog und Baron
  • 71:09 - 71:12
    des alten Besitzes Montefiascone,
  • 71:12 - 71:16
    Verwalter, Präsident,
  • 71:16 - 71:19
    und zwanzig andere Titel,
  • 71:21 - 71:26
    erlässt kraft seiner Autorität
  • 71:28 - 71:32
    das folgende Dekret:
  • 71:33 - 71:36
    Fünfzehn Jahre lang darf der Wein
  • 71:36 - 71:39
    mit keinem Tropfen Wasser
    gepanscht werden.
  • 71:39 - 71:43
    Die Strafe ist die Strangulation,
  • 71:46 - 71:53
    weil, et cetera, ferner, et cetera,
    im Jahr, et cetera, Baron, et cetera.
  • 71:54 - 72:00
    Baron, et cetera, es ist schon fertig.
  • 72:00 - 72:07
    Nun schlagt das Dekret
    in der ganzen Stadt an.
  • 72:12 - 72:15
    Wir wollen das Mahl bereiten.
  • 72:16 - 72:19
    Der Wein wird in Strömen fließen.
  • 72:23 - 72:30
    Sechzehn Piaster für den,
    der den meisten Malaga trinkt.
  • 73:41 - 73:49
    Stille, stille, keinen Laut.
  • 73:49 - 73:52
    Sag mir ehrlich, wie sind die beiden?
  • 74:16 - 74:23
    Mit gedämpfter Stimme,
    streng vertraulich,
  • 74:23 - 74:27
    sie sind eine Mischung von Frechheit,
    Laune und Eitelkeit.
  • 74:46 - 74:47
    Alidoro sagte mir,
    eine Tochter des Barons...
  • 74:48 - 74:52
    Euer Lehrer ist ein Alleswisser,
    aber er hat keinen Verstand.
  • 75:10 - 75:14
    Die mag heiraten, wer will,
    aber unser Spiel geht weiter.
  • 75:14 - 75:18
    Das sind echte Wetterfahnen,
    aber wir machen weiter.
  • 76:21 - 76:24
    Prinzlein, wo seid Ihr?
  • 76:25 - 76:28
    Prinzlein, wo seid Ihr?
  • 76:28 - 76:36
    Warum habt Ihr mich verlassen?
    Ihr treibt mich zur Verzweiflung.
  • 76:36 - 76:39
    - Ich liebe Euch.
    - Nein, ich liebe Euch.
  • 76:39 - 76:44
    Das sind alles Bagatellen.
  • 76:46 - 76:50
    Beide Schwestern
    kann ich nicht heiraten.
  • 76:53 - 76:55
    Eine für mich.
  • 76:56 - 76:57
    Und die andere?
  • 76:58 - 76:58
    Und die andere?
  • 76:59 - 77:02
    Die andere
  • 77:03 - 77:05
    gebe ich meinem Freund.
  • 77:05 - 77:09
    Himmel, dem Kammerdiener?
  • 77:10 - 77:12
    Ich werde sanft und liebevoll sein.
  • 77:12 - 77:16
    Dem Kammerdiener? Niemals.
  • 77:17 - 77:19
    Ich bin sehr zärtlich.
  • 77:19 - 77:23
    Keinem Kammerdiener.
  • 77:23 - 77:27
    - Gemein.
    - Banal.
  • 77:32 - 77:36
    Bei dem Gedanken wird mir übel.
  • 77:36 - 77:39
    Diesen Auftritt muss man sich merken.
  • 77:40 - 77:43
    Bei dem Gedanken wird mir übel.
  • 78:25 - 78:34
    Kommt herbei, nur näher, herein.
  • 78:34 - 78:39
    Ohne Zögern tretet ein.
  • 78:48 - 78:51
    Weiser Alidoro,
  • 78:54 - 78:57
    was soll dieser Lärm?
  • 78:58 - 79:02
    Eine Unbekannte nähert sich,
  • 79:03 - 79:08
    ihr Antlitz verhüllt ein Schleier.
  • 79:12 - 79:13
    Eine Dame!
  • 79:16 - 79:18
    Ja, so ist's.
  • 79:21 - 79:23
    Wer ist sie?
  • 79:26 - 79:28
    Sie sagte es nicht.
  • 79:31 - 79:33
    Ist sie schön?
  • 79:35 - 79:37
    Ja und nein.
  • 79:41 - 79:42
    Wer mag sie sein?
  • 79:45 - 79:47
    Niemand weiß es.
  • 79:48 - 79:50
    Sagt sie nichts?
  • 79:50 - 79:52
    Nein, mein Fräulein.
  • 79:53 - 79:57
    - Und kommt hierher?
    - Gott weiß, warum.
  • 80:16 - 80:25
    Die Eifersucht zerfleischt mich schon.
  • 80:34 - 80:39
    - Warum überkommt mich
    - Mir scheint, ich bin aus Zucker.
  • 80:40 - 80:46
    - eine unbekannte Erregung?
    - Die Fliegen summen um mich her.
  • 81:13 - 81:24
    Du hast uns schon das Herz geraubt,
    obwohl du noch verschleiert bist.
  • 81:25 - 81:31
    Was wird geschehen,
    wenn du den Schleier fallen lässt?
  • 81:58 - 82:10
    Ich verachte die Gaben,
    die der launische Zufall uns beschert.
  • 82:33 - 82:39
    Wer mich heiraten will,
  • 82:45 - 82:50
    muss mir Ehre, Liebe und Güte erweisen.
  • 83:27 - 83:33
    Diese Stimme, die mir ins Herz dringt,
  • 83:36 - 83:43
    ist mir nicht unbekannt.
  • 83:43 - 83:53
    Sie erweckt die Hoffnung in mir
    und hebt mich über mich hinweg.
  • 84:22 - 84:33
    Liebliche, verschleierte Augen,
  • 84:34 - 84:47
    sendet euren hellen Strahl,
  • 84:51 - 84:58
    lasst euch sehen,
  • 85:03 - 85:07
    wenn auch nur um der Höflichkeit willen.
  • 85:33 - 85:37
    Nun werden wir etwas Erlesenes sehen.
  • 85:46 - 85:55
    Ich weiß nicht, was ich denken
    oder sagen soll.
  • 85:59 - 86:10
    Das ist ein Zauberwerk,
    ihr Antlitz macht mich sprachlos.
  • 86:12 - 86:19
    Ich weiß nicht, was ich denken
    oder sagen soll.
  • 86:26 - 86:38
    Das ist ein Zauberwerk,
    ihr Antlitz macht mich sprachlos.
  • 88:08 - 88:11
    Hoheit, es ist aufgetischt.
  • 88:14 - 88:18
    Himmel Herrgott!
  • 88:19 - 88:21
    Die Ähnlichkeit!
  • 88:24 - 88:25
    Genau wie das Aschenbrödel.
  • 88:25 - 88:28
    - Das dachten wir auch.
    - Doch wenn man genau hinsieht...
  • 88:28 - 88:30
    - Unsere ist ungeschlacht.
    - Die hier ist etwas feiner.
  • 88:31 - 88:33
    Aber sie ist nichts Besonderes.
  • 88:33 - 88:37
    Die andere sitzt in der Asche
    und trägt nur Lumpen.
  • 88:38 - 88:39
    Der Alte ist unsicher.
  • 88:39 - 88:40
    Sie sieht mich zitternd an.
  • 88:41 - 88:43
    Steht doch nicht stocksteif umher,
    gar mancher hat Hunger.
  • 88:43 - 88:48
    Schnell zu Tisch.
  • 88:49 - 88:50
    Nachher wird getanzt.
  • 88:50 - 88:53
    Dann soll die Allerschönste
    meine Braut werden.
  • 89:03 - 89:08
    Da ich heute Prinz bin,
    will ich für vier essen.
  • 89:22 - 89:27
    Mir scheint, ich säße im Garten
    im Gebüsch und träumte.
  • 89:31 - 89:35
    Murmelnde Bächlein, singende Vöglein
  • 89:36 - 89:40
    versenken meine Seele
    in ein Meer der Freuden.
  • 89:48 - 89:53
    Doch ich fürchte, dass die Unterwelt
  • 89:54 - 89:58
    in aller Stille
  • 89:59 - 90:04
    zu brennen beginnt.
  • 90:19 - 90:24
    Plötzlich bricht ein Erdbeben los.
  • 90:25 - 90:30
    Alles geht aus den Fugen
    und ich wache auf.
  • 90:32 - 90:40
    Ich habe Angst, dass mein Traum
    zu Ende ist.
  • 92:54 - 93:00
    Mir scheint, die beiden
    machen sich über uns lustig.
  • 93:01 - 93:07
    Beim heurigen Wein,
    ich bringe sie um.
  • 93:08 - 93:10
    Papa, regt Euch nicht auf.
  • 93:10 - 93:13
    Ich habe tausend Sorgen im Kopf.
  • 93:14 - 93:17
    Die Unbekannte hat uns gerade gefehlt.
  • 93:18 - 93:22
    Kann sie uns das Herz des Prinzen
    abstreitig machen?
  • 93:22 - 93:26
    Sie sieht eben
    dem Aschenbrödel ähnlich.
  • 93:27 - 93:31
    Wie ein Ei dem anderen.
  • 93:33 - 93:38
    Dass sie der Stiefschwester
    ähnlich sieht, kann uns schaden.
  • 93:39 - 93:42
    Wisst ihr, welch ein Sturm ausbricht,
  • 93:42 - 93:47
    wenn jemand erfährt,
    dass ich ihr Erbe verschleudert habe?
  • 93:47 - 93:51
    Alles habe ich verausgabt,
    um euch auszustatten.
  • 93:51 - 93:55
    Sie ist nur Haut und Knochen.
  • 93:56 - 94:04
    Wenn das bekannt wird,
    ist die Hölle los.
  • 94:04 - 94:09
    Warum besorgt sein, da wir hier sind?
  • 94:09 - 94:10
    Sind die Aussichten gut?
  • 94:11 - 94:15
    Gewiss. Ich bin meiner Sache sicher.
  • 94:15 - 94:18
    Bald werde ich Titel vergeben.
  • 94:19 - 94:26
    Heimlich nannte er mich ''mein Herz'',
    dann seufzte er tief auf
  • 94:27 - 94:29
    und ging fort.
  • 94:29 - 94:31
    Was ist ein Seufzer?
  • 94:31 - 94:35
    Wenn er mich erblickt, lacht er.
  • 94:36 - 94:41
    Also hier seufzt er und dort lacht er.
  • 94:41 - 94:45
    Papa, Ihr seid klug,
  • 94:45 - 94:48
    was meint Ihr?
  • 94:49 - 94:54
    Ich setzte auf zwei Karten,
    die richtige wird gewinnen.
  • 94:56 - 95:00
    Beiden wird er nicht entkommen.
    Töchter, ihr versteht doch.
  • 95:00 - 95:06
    Ich verlasse mich auf euch.
  • 95:17 - 95:25
    Welche Tochter auch den Thron besteigt,
  • 95:26 - 95:34
    nimmer darf sie,
  • 95:35 - 95:43
    nimmer darf sie den guten Papa
    im Stich lassen.
  • 96:04 - 96:07
    Ich sehe schon, wie man mich
    beiseite nimmt,
  • 96:08 - 96:11
    den Hut lüftet und beginnt:
  • 96:11 - 96:17
    ''Baron, könnt Ihr bei Eurer Tochter
    ein Wort einlegen?''
  • 96:18 - 96:27
    ''Hier: etwas für Euch.'' Und eine
    Dublone gleitet mir in die Hand.
  • 96:34 - 96:38
    Meine Antwort: ''Ich will sehen.''
  • 96:39 - 96:42
    ''Wir wollen es besprechen.''
  • 96:44 - 96:52
    ''Euer Gesuch wird an den Palast
    weitergeleitet.''
  • 97:11 - 97:16
    Ich drehe mich um; ein Häubchen
    verbeugt sich vor mir
  • 97:17 - 97:18
    mit Seufzern und Komplimenten:
  • 97:19 - 97:26
    ''Herr Baron, Ihr erinnert Euch
    doch an die Geschichte...''
  • 97:27 - 97:31
    Ohne Geld spricht sie zu tauben Ohren.
  • 97:31 - 97:36
    Sie streckt die Hand aus,
    steckt mir einen Piaster zu.
  • 97:42 - 97:46
    Ich, der Galan: ''Welch schöne Augen!''
  • 97:46 - 97:50
    ''Was könnte ich Euch verweigern?''
  • 97:51 - 97:59
    ''Ich will Euch glücklich machen!''
  • 98:09 - 98:11
    Um Mittag wache ich auf.
  • 98:12 - 98:15
    Kaum habe ich geläutet,
  • 98:16 - 98:22
    umringen Bittsteller mein Lager,
  • 98:22 - 98:24
    verlangen Protektion, Entschädigung.
  • 98:25 - 98:30
    Ein Narr will eine Professur.
  • 98:38 - 98:42
    Einer will die Konzession für Spangen,
    ein anderer die Aalfischerei.
  • 98:42 - 98:47
    Ich ersticke unter Gesuchen,
  • 98:47 - 98:52
    Flaschen, Brokaten, Kerzen
    und Lebensmitteln aller Arten.
  • 99:01 - 99:08
    Genug, genug! Fort mit euch!
  • 99:12 - 99:15
    Die Tür wird versperrt und verriegelt.
  • 99:16 - 99:19
    Lästige Störenfriede, hinaus mit euch.
  • 99:58 - 100:07
    Die schöne Unbekannte ist das Abbild
    des armen Mädchens von heute morgen.
  • 100:07 - 100:14
    Sie erweckt ganz neue Gefühle
    in meinem Herzen.
  • 100:15 - 100:20
    Auch Dandini scheint in sie
    verliebt zu sein.
  • 100:20 - 100:24
    Da kommen sie.
    Ich muss sie unbemerkt belauschen.
  • 100:28 - 100:34
    Lauf nicht davon! Ich gehe schon
    viermal die Terrasse auf und ab.
  • 100:34 - 100:37
    Ändert Euren Ton, sonst gehe ich fort.
  • 100:38 - 100:46
    Was schadet es dir,
    wenn ich von Liebe spreche?
  • 100:47 - 100:51
    Wenn ich aber einen anderen liebe?
  • 100:52 - 100:53
    Das sagst du mir ganz offen?
  • 100:53 - 100:59
    Erzürnt Euch nicht,
    weil ich aufrichtig bin.
  • 100:59 - 101:02
    - Wen liebst du?
    - Verzeiht...
  • 101:02 - 101:08
    - Wen liebst du?
    - Euren Kammerdiener.
  • 101:10 - 101:14
    Welch ein Glück!
  • 101:14 - 101:16
    Das geht ja herrlich.
  • 101:17 - 101:22
    Haben Macht und Reichtum
    keinen Einfluss auf dein Herz?
  • 101:22 - 101:28
    Mein Schmuck ist die Tugend,
    mein Reichtum die Liebe.
  • 101:30 - 101:32
    So wirst du mein?
  • 101:34 - 101:40
    Erst müsst Ihr mich finden,
    mich kennen lernen,
  • 101:40 - 101:42
    erfahren, wie ich lebe.
  • 101:42 - 101:45
    Teure, ich will zu dir eilen.
  • 101:46 - 101:52
    Folgt mir nicht, ich befehle es.
  • 101:53 - 101:55
    Was soll ich tun?
  • 101:56 - 101:59
    Da nehmt, sucht mich.
  • 102:00 - 102:05
    Wenn Ihr an meinem rechten Arm
    den gleichen findet,
  • 102:06 - 102:15
    und wenn ich Euch dann nicht missfalle,
    bin ich die Eure.
  • 102:24 - 102:27
    Was meinst du, Dandini?
  • 102:28 - 102:35
    Ich meine, dass aus dem Prinzen
    ein Zeuge geworden ist.
  • 102:37 - 102:42
    Und wenn ich Euch dann nicht missfalle,
    bin ich die Eure.
  • 102:42 - 102:45
    Was bedeutet das?
  • 102:46 - 102:51
    Mein weiser, guter Lehrer.
  • 102:51 - 102:54
    Mein Herz ist von Liebe erfüllt.
  • 102:56 - 102:57
    Was soll ich tun?
  • 102:57 - 103:00
    Was das Herz befiehlt.
  • 103:04 - 103:06
    Du bist nun nicht mehr Prinz.
  • 103:08 - 103:13
    Diese albernen Leute sollen
    den Palast verlassen.
  • 103:16 - 103:18
    Hört zu, ihr Freunde!
  • 103:18 - 103:22
    Lasst meine Karosse vorfahren.
  • 103:22 - 103:28
    Auf Windesflügeln will ich fliegen.
  • 103:35 - 103:46
    Ich gelobe, sie zu finden.
  • 103:46 - 103:58
    Die Liebe leitet mich.
  • 104:02 - 104:04
    Hielt auch Jupiter sie in seinen Armen,
  • 104:06 - 104:09
    ich werde sie finden.
  • 105:31 - 105:51
    Reizendes Pfand, das mir so teuer ist.
  • 105:52 - 106:00
    Ich will dich an mein Herz drücken.
  • 106:49 - 106:53
    Wir eilen, wir fragen.
  • 106:53 - 106:56
    Wir suchen, wir finden.
  • 107:09 - 107:15
    Süße Hoffnung, eisige Furcht
    wetteifern in meinem Herzen.
  • 109:22 - 109:27
    Also bin ich Prinz gewesen?
  • 109:28 - 109:32
    Auf einen Streich gestürzt?
  • 109:33 - 109:36
    Ich habe es recht gut gespielt.
  • 109:36 - 109:42
    Verzeiht meine Eile, doch beide
    Töchter brennen vor Ungeduld.
  • 109:42 - 109:47
    Darf ich um die Entscheidung bitten?
  • 109:48 - 109:50
    - Die Wahl ist getroffen.
    - Getroffen!
  • 109:51 - 109:56
    So sagt mir, ich bitte Euch!
  • 109:56 - 109:57
    Getroffen!
  • 110:00 - 110:06
    Werden meine Sprösslinge
    in diesen Räumen leben?
  • 110:07 - 110:10
    Das wird später verlautbart.
    Zur Zeit
  • 110:15 - 110:19
    - ist es ein Geheimnis.
    - Welche ist es?
  • 110:20 - 110:22
    Clorinda
  • 110:23 - 110:24
    oder Tisbe?
  • 110:26 - 110:30
    - Nicht so eilig.
    - Sagt es ihrem Vater.
  • 110:31 - 110:32
    Aber
  • 110:32 - 110:35
    - kein Wort.
    - Gewiss, doch redet schnell.
  • 110:35 - 110:37
    Hört uns keiner?
  • 110:40 - 110:43
    Nicht einmal eine Fliege.
  • 110:44 - 110:48
    Es ist ein Geheimnis,
    das Euch erstaunen wird.
  • 110:48 - 110:50
    Was mag's wohl sein?
  • 110:50 - 110:51
    Wir wollen uns setzen.
  • 110:52 - 110:54
    Sprecht rasch.
  • 111:12 - 111:22
    Es ist ein ganz ungewöhnlicher Fall.
  • 111:28 - 111:31
    Will er etwa mich heiraten?
  • 111:31 - 111:34
    - Ich verlasse mich auf Euch.
    - Ich stehe zu Diensten.
  • 111:34 - 111:37
    Unter dem Siegel der Verschwiegenheit
    über meine Worte.
  • 111:38 - 111:44
    Ich habe einen Tresor im Leibe.
  • 111:55 - 112:02
    Ein wichtiges Geheimnis,
    eine seltsame Begebenheit
  • 112:03 - 112:07
    habe ich Euch mitzuteilen.
  • 112:13 - 112:15
    Etwas ganz Erstaunliches.
  • 112:20 - 112:22
    Ihr werdet es kaum glauben.
  • 112:38 - 112:42
    Ohne mit der Wimper zu zucken,
  • 112:42 - 112:46
    ohne Atem zu holen,
  • 112:46 - 112:51
    spitze ich die Ohren.
  • 112:57 - 112:59
    Ich stehe stockstill.
  • 113:04 - 113:06
    Ich zähle jedes Wort.
  • 113:23 - 113:27
    Ein weiser, erfahrener Mann
    gibt stets den besten Rat.
  • 113:27 - 113:33
    Nähme ich eine Eurer Töchter,
    wie müsste ich sie behandeln?
  • 113:33 - 113:37
    Nun bin ich gar Ratgeber!
    Ihr seid zu gütig!
  • 113:38 - 113:42
    Exzellenz, vergebt, ich meine Hoheit,
    hört mich an.
  • 113:50 - 113:53
    Habt stets dreißig Diener
  • 113:53 - 113:56
    und hundertsechzehn Pferde bereit.
  • 113:57 - 114:00
    Ladet Dutzende Grafen
    und Herzöge zu Gast.
  • 114:00 - 114:05
    Immer Eis beim Abendessen,
    Karossen und Landauer.
  • 114:08 - 114:13
    Es gibt ein kleines Missverständnis.
  • 114:13 - 114:17
    Ich gebe keine großen Feste,
    ich esse die Abfälle.
  • 114:17 - 114:20
    Ich habe keine adeligen Freunde,
    ich lebe mit Dienstboten
  • 114:21 - 114:22
    und gehe nur zu Fuß.
  • 114:23 - 114:27
    - Belieben zu scherzen?
    - Wirklich nicht.
  • 114:27 - 114:34
    - Und all dies?
    - Ist reine Erfindung.
  • 114:36 - 114:38
    Ich bin nur zum Scherz ein Prinz.
  • 114:39 - 114:41
    Ich bin verkleidet.
  • 114:41 - 114:45
    Nun ist der echte Prinz hier.
    Er hat mir die Maske abgenommen.
  • 114:45 - 114:50
    Ich gehe wieder an meine Dienste.
  • 114:51 - 114:56
    Ich bin der Kammerdiener Dandini.
  • 115:04 - 115:10
    Ich mache Betten, bürste Kleider,
    rasiere den Prinzen und frisiere ihn.
  • 115:11 - 115:19
    Sie rasieren den Prinzen
    und frisieren ihn?
  • 115:21 - 115:27
    Für diese Beleidigung muss der echte
    Prinz mir Rechenschaft ablegen.
  • 115:27 - 115:33
    Nur gemach, er tut nichts dergleichen.
    Macht Euch gleich aus dem Staub.
  • 115:34 - 115:37
    - Ich gehe nicht.
    - Ihr geht.
  • 115:37 - 115:39
    - Ich bin ein Baron.
    - Der Stock ist bereit.
  • 115:39 - 115:45
    Wir sehen uns wieder.
    Wir sprechen noch darüber.
  • 116:02 - 116:07
    Mein Schädel brummt wie ein Kontrabass,
    der ohne Pause tobt.
  • 116:07 - 116:10
    Wie tief bin ich gefallen,
    was für ein Sturz!
  • 116:10 - 116:13
    Bald erfährt es die ganze Stadt,
    und lacht mich aus.
  • 116:13 - 116:16
    Du armer Teufel!
    Euer Exzellenz, seid vorsichtig.
  • 116:16 - 116:19
    Ich kann sie frisieren, rasieren.
    Seht euch nur den Tölpel an!
  • 116:51 - 116:59
    Es war einmal ein König,
  • 116:59 - 117:08
    der nicht mehr allein sein wollte.
  • 117:08 - 117:16
    Er suchte und er fand,
  • 117:16 - 117:25
    doch drei wollten ihn heiraten.
  • 117:31 - 117:35
    Was tun?
  • 117:35 - 117:44
    Prunk und Schönheit verachtete er.
  • 117:45 - 117:53
    Schließlich wählte er
  • 117:54 - 118:04
    Unschuld,
  • 118:05 - 118:13
    Unschuld und ein gutes Herz.
  • 118:29 - 118:32
    Wie teuer du mir bist!
  • 118:33 - 118:38
    Und er, dem ich deinen Gefährten gab,
    ist mir noch teurer.
  • 118:40 - 118:42
    Was ist dieser Lärm?
  • 118:47 - 118:52
    Wie sie dreinsehen! Schon zurück?
  • 118:52 - 118:55
    Ich dachte, ihr kämt erst
    am Morgen heim.
  • 118:56 - 118:58
    Genau das habe ich gesagt.
  • 119:06 - 119:12
    Wie ein Ei dem anderen.
  • 119:12 - 119:16
    Sie war das Original,
    diese ist das Abbild.
  • 119:24 - 119:27
    - Ist alles fertig?
    - Alles.
  • 119:27 - 119:29
    Warum schaut ihr mich so böse an?
  • 119:30 - 119:35
    Wegen einer Hexe,
    die dir unglaublich ähnlich sieht.
  • 119:35 - 119:38
    Ich könnte dir das Fell gerben.
  • 119:38 - 119:44
    Was geht das mein Fell an?
  • 119:53 - 119:57
    Ein Ungewitter ist im Anzug.
  • 119:58 - 120:00
    Mehr als ein Ungewitter!
  • 120:00 - 120:06
    Ich wollte, der Blitz
    träfe den Kammerdiener.
  • 120:07 - 120:09
    Erklärt mir, was geschehen ist.
  • 120:10 - 120:13
    Habt ihr heimliche Sorgen?
  • 120:14 - 120:19
    Geh, dumme Gans, richte das Essen.
  • 120:19 - 120:20
    Ja, ich gehe schon.
  • 120:21 - 120:23
    Welch schreckliche Laune!
  • 120:23 - 120:31
    Aber ich trage den Kammerdiener
    im Herzen.
  • 123:00 - 123:04
    Verzeiht, Freunde.
  • 123:07 - 123:11
    Die Karosse des Prinzen ist umgekippt.
  • 123:12 - 123:16
    - Wen sehe ich?
    - Ihr seid es?
  • 123:16 - 123:20
    Und wo ist der Prinz?
  • 123:20 - 123:23
    Erkennt Ihr ihn?
  • 123:23 - 123:25
    Der Kammerdiener!
  • 123:26 - 123:29
    Seht euch das an!
  • 123:32 - 123:37
    Verzeiht, dass der Zufall...
  • 123:39 - 123:42
    Bitte, keine Umstände.
  • 123:49 - 123:51
    Selbstverständlich.
  • 123:52 - 123:58
    Er kommt nicht ohne Grund.
    Eine von euch wird seine Braut.
  • 124:01 - 124:05
    Aschenbrödel, bring den Lehnstuhl.
  • 124:06 - 124:10
    Nein, nur auf eine Minute.
    Man holt eine andere Karosse.
  • 124:11 - 124:13
    Wollt Ihr schon gehen?
  • 124:14 - 124:17
    - Spute dich, Aschenbrödel.
    - Sogleich.
  • 124:19 - 124:22
    Für den Prinzen.
  • 124:23 - 124:26
    Da steht er.
  • 124:28 - 124:33
    Dieser? Was seh' ich!
  • 124:34 - 124:37
    - Der Prinz!
    - Bleib hier!
  • 124:37 - 124:41
    Der Armreif. Sie ist es!
  • 124:41 - 124:47
    Wie bin ich glücklich!
  • 124:52 - 124:53
    Bist du es?
  • 124:55 - 124:58
    Ihr seid der Prinz?
  • 125:01 - 125:03
    Unglaublich!
  • 125:05 - 125:08
    Wunderbar!
  • 125:10 - 125:12
    - Doch...
    - Schweigt.
  • 125:15 - 125:17
    Ich werde verrückt.
  • 125:19 - 125:22
    - Wenn...
    - Schweigt.
  • 125:26 - 125:28
    Was gibt's jetzt?
  • 125:42 - 125:59
    Das ist ein verworrener Knoten,
    ein verfilztes Gewebe.
  • 126:00 - 126:17
    Je mehr man ihn zu entwirren sucht,
    desto fester verfilzt es sich.
  • 126:35 - 126:43
    Mittlerweile brummt mir der Kopf.
  • 126:43 - 126:50
    Ich tappe im Finstern,
    ich verliere den Verstand.
  • 129:27 - 129:30
    Dummes, schmutziges Ding!
  • 129:31 - 129:34
    Was suchst du hier?
  • 129:37 - 129:43
    Bei feinen Leuten hast du
    nichts verloren.
  • 130:01 - 130:09
    Freche Dienstmagd, wer erlaubt dir,
    dich bei uns aufzuhalten?
  • 130:12 - 130:17
    In die Küche mit dir,
    komm nicht wieder heraus.
  • 130:35 - 130:43
    Widerliches Gesindel, vergebens sucht
    ihr sie, die ich liebe, zu beschimpfen.
  • 130:46 - 130:51
    Seht Euch vor, denn alsbald
    soll mein Zorn Euch treffen.
  • 131:05 - 131:11
    Ich wusste es, diese Komödie
    ändert sich im zweiten Akt.
  • 131:11 - 131:17
    Jetzt beginnt die Tragödie,
    das macht mir viel Vergnügen.
  • 131:27 - 131:29
    Ich bin erstarrt.
  • 131:30 - 131:32
    Ich bin versteinert.
  • 131:32 - 131:36
    Er hat den Verstand verloren.
  • 131:36 - 131:40
    - Aber eine Dienstmagd...
    - Schweigt.
  • 131:40 - 131:44
    Ich kann meinen Zorn
    nicht länger beherrschen.
  • 132:09 - 132:26
    Mein Herr, wenn es wahr ist,
    dass Ihr im Herzen Liebe für mich tragt,
  • 132:27 - 132:43
    so verzeiht ihnen,
    lasst ein gutes Herz siegen.
  • 132:49 - 133:05
    Seht doch diese Tränen,
    diese Offenheit und Unschuld.
  • 133:05 - 133:09
    Seht doch die falsche Schlange.
  • 133:59 - 134:04
    Hoheit, was verlangt Ihr?
  • 134:05 - 134:10
    Ich will kein Wort mehr hören.
  • 134:10 - 134:16
    Diese hier wird meine Braut.
  • 134:17 - 134:23
    Das ist lächerlich.
  • 134:24 - 134:30
    Siehst du nicht, dass er nur scherzt?
  • 134:31 - 134:33
    Ich schwöre es.
  • 134:34 - 134:44
    Ich schwöre es: sie wird mein.
  • 134:45 - 134:48
    Ich dachte, dass eine meiner Töchter...
  • 134:48 - 134:51
    Ich passe nicht zu ihnen.
  • 134:53 - 134:58
    Ich bin gemein, banal.
  • 135:05 - 135:18
    So ist der Ball zurückgekehrt,
  • 135:18 - 135:28
    und der Weltmeister hat ihn
    wieder hochgeworfen.
  • 135:51 - 135:55
    Komm, herrsche mit mir.
  • 135:56 - 135:59
    Erst einen Kuss
  • 135:59 - 136:02
    und eine Umarmung.
  • 136:03 - 136:07
    Fort mit dir.
  • 136:07 - 136:11
    Ihr hartherzigen Leute!
    Ihr sollt zittern.
  • 136:24 - 136:26
    So ein Schelten und Brummen...
  • 136:28 - 136:30
    Geschrei und Gezeter...
  • 136:32 - 136:33
    Toben und Winseln...
  • 136:35 - 136:37
    Drohen und Seufzen...
  • 136:39 - 136:46
    Am Ende der Komödie
    sind wir allesamt verrückt.
  • 136:51 - 136:52
    O welch ein Zauber!
  • 136:54 - 136:56
    Ich bin endlich glücklich!
  • 136:58 - 136:59
    Ist es ein Traum?
  • 137:01 - 137:03
    Alles hat sich gewendet.
  • 137:03 - 137:13
    Wirbelnd kreisen meine Gedanken,
    und ich atme kaum vor Glück.
  • 137:14 - 137:20
    Komm nun, die Liebe leite dich
    zu herrschen und zu triumphieren.
  • 137:46 - 137:51
    Man hat uns zum Narren gehalten.
  • 137:51 - 137:57
    Ich bin fast blind vor Wut.
  • 137:58 - 138:02
    Mir scheint, ich träume.
  • 138:03 - 138:07
    - Das Aschenbrödel...
    - ...wird eine Prinzessin.
  • 138:07 - 138:08
    Wer seid Ihr?
  • 138:08 - 138:13
    Ich suchte Mitleid,
    ihr habt mich verjagt.
  • 138:13 - 138:18
    Angelina erhörte das Elend
    eines anderen.
  • 138:18 - 138:24
    Hier war sie eine Dienstmagd,
    in Lumpen, saß in der Asche.
  • 138:24 - 138:27
    Nun wird sie den Thron besteigen.
  • 138:27 - 138:29
    Was geschieht mit uns?
  • 138:29 - 138:35
    Es liegt an euch,
    ob ihr im Elend leben wollt,
  • 138:35 - 138:44
    oder vor dem Thron um Gnade bittet.
  • 138:45 - 138:53
    Das Hochzeitsfest ist schon bereitet.
  • 138:53 - 138:58
    Das ist der richtige Augenblick.
  • 138:59 - 139:02
    Vor ihr mich erniedrigen?
  • 139:03 - 139:07
    Entsetzlich!
  • 139:21 - 139:29
    Es ist eine bittere Pille,
    aber es muss sein.
  • 139:31 - 139:33
    Und was denkt ihr?
  • 139:34 - 139:42
    Ich ergebe mich. Es geht nur
    um Demütigung, nicht ums Leben.
  • 139:51 - 139:59
    Dank dir, o Himmel.
    Meine Hoffnungen sind erfüllt.
  • 140:00 - 140:03
    Der Stolz ist besiegt.
  • 140:03 - 140:08
    Mein Schüler wird glücklich sein
  • 140:09 - 140:16
    Die Tugend hat gesiegt.
  • 140:19 - 140:25
    Ich bin zufrieden.
  • 140:58 - 141:06
    Das unstete Glücksrad
  • 141:06 - 141:13
    hat den Gipfel erreicht
    und hält für dich ein.
  • 141:18 - 141:20
    Der Stolz liegt im Staub.
  • 141:26 - 141:29
    Die Tugend hat gesiegt.
  • 142:08 - 142:10
    Liebste...
  • 142:12 - 142:25
    Verzeiht, dass ich noch immer
    unsicher und verwirrt bin.
  • 142:27 - 142:33
    Kürzlich saß ich noch in der Asche.
  • 142:34 - 142:41
    Nun sitze ich auf dem Thron.
  • 142:46 - 142:50
    Hoheit, Euch zu Füßen...
  • 142:50 - 142:58
    Werdet Ihr mich nie Tochter nennen?
  • 142:59 - 143:05
    - Diese Stolzen...
    - Prinz, ich liege Euch zu Füßen.
  • 143:05 - 143:10
    Die alten Unbilden sind vergessen.
  • 143:10 - 143:20
    Ich will mich des Thrones
    mehr als würdig erweisen.
  • 143:21 - 143:33
    Ich will mich rächen,
  • 143:34 - 143:39
    indem ich ihnen verzeihe.
  • 144:21 - 144:28
    Zu Schmerzen und Tränen
    war ich geboren.
  • 144:29 - 144:43
    Ich ertrug es, und mein Herz
    klagte nicht.
  • 144:47 - 145:00
    Wie durch einen Zauber
    kam in meiner Jugendblüte
  • 145:02 - 145:09
    ein Blitzstrahl vom Himmel,
  • 145:10 - 145:19
    und änderte mein Los.
  • 146:03 - 146:07
    Trocknet eure Augen.
  • 146:08 - 146:13
    Warum zittert Ihr?
  • 146:15 - 146:22
    Kommt an mein Herz.
  • 146:23 - 146:29
    Tochter, Schwester, Freundin,
  • 146:30 - 146:41
    das alles will ich euch sein.
  • 146:47 - 146:54
    Sie rührt mich, sie ist himmlisch.
  • 146:55 - 147:00
    Vater, Gemahl, Freund,
    welch ein Augenblick!
  • 147:01 - 147:08
    Du bist des Thrones würdig,
  • 147:08 - 147:14
    doch der Thron bedeutet dir nichts.
  • 147:51 - 148:00
    Nun sitze ich nicht mehr am Herde
    und singe mein trauriges Lied.
  • 148:02 - 148:11
    Die langen Jahre des Leidens
    waren ein Traumbild, ein Scherz.
  • 148:12 - 148:21
    Langsam ändert sich alles,
    dein Seufzen kann jetzt enden.
Title:
Rossini - La Cenerentola (complet - ST it-eng-fr-de-esp)
Description:

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Duration:
02:31:01

German subtitles

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