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Eine Geheimwaffe gegen Zika und andere von Moskitos übertragene Krankheiten

  • 0:01 - 0:02
    Zika-Fieber:
  • 0:04 - 0:08
    unsere neue Horrorkrankheit.
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    Was ist es? Wo kommt es her?
  • 0:11 - 0:12
    Was machen wir dagegen?
  • 0:13 - 0:16
    Für die meisten Erwachsenen
    ist es eine leichte Erkrankung --
  • 0:16 - 0:21
    etwas Fieber und Kopfweh,
    Gelenkschmerzen, vielleicht ein Ausschlag.
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    Die meisten Menschen, die es bekommen,
    merken es gar nicht.
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    Aber je mehr wir über Zika herausfinden,
  • 0:29 - 0:30
    desto beängstigender wird es.
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    Ärzte haben bei den jüngsten Ausbrüchen
  • 0:34 - 0:37
    zum Beispiel vermehrt
    das Guillain-Barré-Syndrom festgestellt.
  • 0:37 - 0:41
    Beim Guillain-Barré-Syndrom greift
    das Immunsystem Nervenzellen an,
  • 0:41 - 0:44
    was zu Teil- oder sogar vollständigen
    Lähmungen führen kann.
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    Zum Glück passiert das nur selten,
    die meisten Menschen erholen sich.
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    Doch ist man bei der Infektion schwanger,
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    besteht ein schreckliches Risiko:
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    Ein Kind mit einem fehlgebildeten Kopf.
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    Das hier ist ein normales Baby.
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    Hier das Baby mit Mikrozephalie.
  • 1:07 - 1:10
    Ein Gehirn in einem zu kleinen Kopf.
  • 1:10 - 1:12
    Es ist unheilbar.
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    Ärzte im Nordosten Brasiliens
    waren die Ersten,
  • 1:19 - 1:24
    die erst vor einem Jahr
    nach einem Zika-Ausbruch feststellten,
  • 1:24 - 1:28
    dass es mehr Mikrozephalie-Fälle gab.
  • 1:29 - 1:30
    Es dauerte ein weiteres Jahr,
  • 1:30 - 1:33
    bis Ärzte sicher waren,
    das die Ursache das Zika-Virus ist;
  • 1:33 - 1:35
    nun sind sie es.
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    Wenn Sie Beweise wollen,
  • 1:37 - 1:40
    können Sie sich diese Publikation ansehen.
  • 1:40 - 1:43
    Wo kommt Zika her,
    und wie ist es hierher gekommen?
  • 1:43 - 1:44
    Es ist hier.
  • 1:44 - 1:47
    Wie viele andere Viren
    kommt es aus Afrika,
  • 1:47 - 1:51
    genauer aus dem Zika-Wald in Uganda.
  • 1:52 - 1:57
    Forscher im benachbarten
    Gelbfieberforschungsinstitut
  • 1:57 - 2:01
    fanden in einem Affen im Zika-Wald
    einen unbekannten Virus;
  • 2:01 - 2:03
    So entstand der Name.
  • 2:04 - 2:06
    Die ersten Zika-Erkrankungen bei Menschen
  • 2:06 - 2:09
    traten ein paar Jahre später
    in Uganda und Tansania auf.
  • 2:09 - 2:12
    Das Virus verbreitete sich in Westafrika
  • 2:13 - 2:20
    und im Osten durch Äquatorialasien --
    Pakistan, Indien, Malaysia, Indonesien.
  • 2:20 - 2:24
    Hauptsächlich trat es weiterhin
    bei Affen und natürlich Moskitos auf.
  • 2:26 - 2:32
    In den 60 Jahren seit Zika
    1947 entdeckt wurde und 2007
  • 2:32 - 2:35
    wurden nur 13 Zika-Erkrankungen
    bei Menschen gemeldet.
  • 2:36 - 2:42
    Dann geschah etwas außergewöhnliches
    auf den mikronesischen Yap-Inseln.
  • 2:42 - 2:47
    Ein Ausbruch dort betraf
    ganze 75 Prozent der Bevölkerung.
  • 2:48 - 2:51
    Wie kam es dort hin? Durch die Luft.
  • 2:52 - 2:55
    Heute nutzen 2 Milliarden Menschen
    kommerzielle Flüge.
  • 2:55 - 3:00
    Infizierte Passagiere können
    um die halbe Welt fliegen,
  • 3:00 - 3:03
    bevor sie Symptome entwickeln --
    wenn sie überhaupt Symptome entwickeln.
  • 3:04 - 3:07
    Wenn sie landen, werden sie
    von Moskitos gestochen,
  • 3:07 - 3:09
    die dann das Fieber verbreiten.
  • 3:09 - 3:15
    Als nächstes trat Zika 2013
    in Französisch-Polynesien auf.
  • 3:15 - 3:21
    Ab Dezember 2013 wurde es
    von Moskitos vor Ort übertragen.
  • 3:21 - 3:26
    Ein explosionsartiger Ausbruch folgte,
    fast 30.000 Menschen waren betroffen.
  • 3:26 - 3:30
    Von dort aus breitete es sich
    über den Pazifik hinweg aus.
  • 3:30 - 3:33
    Es gab Ausbrüche auf den Cook-Inseln
    und in Neukaledonien,
  • 3:34 - 3:36
    auf Vanuatu und den Solomon-Inseln --
  • 3:36 - 3:41
    der Ausbruch reichte fast bis nach
    Südamerika und den Osterinseln.
  • 3:41 - 3:45
    Und dann, Anfang 2015,
  • 3:45 - 3:49
    gab es einen Starken Anstieg von Fällen
    eines Dengue-artigen Syndroms
  • 3:49 - 3:53
    in Natal in Nordostbrasilien.
  • 3:53 - 3:59
    Das Virus war nicht Dengue, es war Zika,
    und es breitete sich rasend schnell aus.
  • 3:59 - 4:05
    Recife, eine Metropole an der Küste,
    wurde bald zum Epizentrum.
  • 4:05 - 4:11
    Manche spekulieren, dass es
    WM-Fans im Jahr 2014 waren,
  • 4:11 - 4:13
    die das Virus in das Land brachten.
  • 4:14 - 4:16
    Andere vermuten,
  • 4:16 - 4:18
    es waren Teilnehmer
    von pazifischen Inseln,
  • 4:18 - 4:21
    die an einem Kanurennen teilnahmen,
  • 4:21 - 4:23
    das in jenem Jahr in Rio stattfand.
  • 4:24 - 4:27
    Seitdem ist erst ein Jahr vergangen.
  • 4:28 - 4:31
    Das Virus wird vor Ort
    durch Moskitos übertragen,
  • 4:31 - 4:34
    praktisch in ganz Südamerika,
    Mittelamerika, Mexiko
  • 4:34 - 4:36
    und auf den karibischen Inseln.
  • 4:37 - 4:40
    Bis zu diesem Jahr basierten
    die vielen Tausend Fälle,
  • 4:40 - 4:44
    die in den USA diagnostiziert wurden
    auf Infektionen im Ausland.
  • 4:45 - 4:50
    Doch seit diesem Sommer
    finden Infektionen in Miami statt.
  • 4:50 - 4:51
    Zika ist angekommen.
  • 4:52 - 4:53
    Was können wir tun?
  • 4:53 - 4:57
    Infektionen vermeiden heißt entweder,
  • 4:58 - 5:02
    Menschen zu schützen,
    oder Moskitos auszurotten.
  • 5:02 - 5:04
    Sprechen wir erst über die Menschen.
  • 5:05 - 5:06
    Man kann sich impfen lassen.
  • 5:07 - 5:11
    Man kann Zika-Gebiete meiden.
  • 5:11 - 5:14
    Man kann sämtliche Haut bedecken
    und Insektenspray verwenden.
  • 5:15 - 5:18
    Impfungen sind keine Option,
    da es noch keinen Impfstoff gibt,
  • 5:18 - 5:21
    und das wird sich wohl
    nicht so schnell ändern.
  • 5:22 - 5:26
    Zuhause bleiben ist auch
    keine idiotensichere Lösung,
  • 5:26 - 5:29
    denn das Virus ist sexuell übertragbar.
  • 5:30 - 5:34
    Lange Kleidung tragen und
    Insektenspray auftragen funktioniert ...
  • 5:34 - 5:35
    bis man es vergisst.
  • 5:36 - 5:38
    (Lachen)
  • 5:38 - 5:41
    Bleiben also die Moskitos,
    und das tun wir gegen sie:
  • 5:41 - 5:43
    wir versprühen Insektizide.
  • 5:44 - 5:48
    Man braucht Schutzkleidung,
    da die Chemikalien toxisch sind
  • 5:48 - 5:51
    und Menschen und Insekten töten.
  • 5:51 - 5:54
    Wobei es wesentlich mehr braucht,
    um einen Menschen zu töten,
  • 5:54 - 5:55
    als einen Moskito.
  • 5:55 - 5:59
    Das hier sind Bilder
    aus Brasilien und Nicaragua.
  • 5:59 - 6:01
    Genauso sieht es in Miami, Florida aus.
  • 6:02 - 6:07
    Natürlich können wir Insektizide
    von Flugzeugen aus versprühen.
  • 6:07 - 6:11
    Letzten Sommer genehmigte
    die Behörde für Moskitobekämpfung
  • 6:11 - 6:14
    in Dorchester County, South Carolina,
  • 6:14 - 6:20
    das Versprühen des Insektizids Naled
    am Morgen, wie vom Hersteller empfohlen.
  • 6:21 - 6:25
    Später an dem Tag erzählte
    eine Imkerin Reportern,
  • 6:25 - 6:29
    dass ihr Bienenstock aussah,
    als hätte eine Bombe eingeschlagen.
  • 6:30 - 6:31
    Ups.
  • 6:32 - 6:33
    Die Bienen sind die Guten.
  • 6:34 - 6:41
    Die Bürger in Florida demonstrierten,
    doch das Sprühen ging weiter.
  • 6:41 - 6:45
    Leider gilt das gleiche
    für den Anstieg der Zika-Fälle.
  • 6:46 - 6:50
    Denn Insektizide sind nicht sehr effektiv.
  • 6:50 - 6:57
    Gibt es Lösungsansätze,
    die effektiver als das Sprühen sind,
  • 6:59 - 7:04
    und weniger Nachteile
    als toxische Chemikalien haben?
  • 7:04 - 7:08
    Ich bin ein großer Fan
    biologischer Schädlingsbekämpfung
  • 7:08 - 7:12
    und teile die Ansicht von Rachel Carson,
    Autorin von "Der Stumme Frühling",
  • 7:12 - 7:17
    dem Buch, dem zugeschrieben wird,
    die Umweltbewegung gestartet zu haben.
  • 7:17 - 7:21
    In diesem Buch erzählt sie zum Beispiel
  • 7:21 - 7:27
    von der Ausrottung
    eines Nutztierschädlings
  • 7:27 - 7:30
    im letzten Jahrhundert.
  • 7:30 - 7:33
    Niemand heutzutage kennt diese Geschichte.
  • 7:33 - 7:37
    Also erzählten Jack Block und ich
    diese Geschichte nach,
  • 7:37 - 7:41
    als wir einen Leitartikel
    zum aktuellen Moskitoproblem schrieben.
  • 7:41 - 7:45
    Kurzgesagt wurden Puppen --
    sozusagen Babyinsekten --
  • 7:45 - 7:50
    bestrahlt, bis sie unfruchtbar waren,
    dann weiter aufgezogen
  • 7:50 - 7:53
    und später mit Flugzeugen
    über dem Südwesten,
  • 7:53 - 7:58
    dem Südosten und bis nach Mexiko
    und Mittelamerika verteilt,
  • 7:58 - 8:02
    hunderte Millionen Insekten
    von kleinen Flugzeugen aus.
  • 8:02 - 8:06
    Wodurch diese schlimmen Schädlinge
  • 8:07 - 8:10
    im Großteil der westlichen Hemisphäre
    ausgerottet werden konnten.
  • 8:10 - 8:13
    Der Gedanke hinter unserem Artikel war,
  • 8:13 - 8:17
    die Leser daran heranzuführen,
    wie wir das heute erlangen könnten --
  • 8:17 - 8:20
    ohne Bestrahlung, aber mit unserem
    Wissen über Genetik.
  • 8:20 - 8:21
    Ich will es erklären.
  • 8:22 - 8:25
    Das ist der Bösewicht:
    die Ägyptische Tigermücke.
  • 8:25 - 8:29
    Das Insekt, das am häufigsten
    Krankheiten überträgt,
  • 8:29 - 8:33
    nicht nur Zika sondern auch Dengue,
    Chikungunya, das Westnilvirus
  • 8:33 - 8:37
    und die ewige Plage, Gelbfieber.
  • 8:37 - 8:39
    Ein Moskito, der in Städten lebt,
  • 8:39 - 8:43
    und das Weibchen macht die Drecksarbeit.
  • 8:43 - 8:48
    Sie sticht, um an Blut zu kommen,
    mit dem sie ihre Jungen füttert.
  • 8:48 - 8:52
    Die Männchen stechen nicht;
    ihnen fehlen die Mundteile dazu.
  • 8:53 - 8:59
    Eine kleine britische Firma namens Oxitec
    hat einen Moskito genetisch modifiziert,
  • 8:59 - 9:02
    sodass sich die Eier,
    wenn er sich in der Natur paart,
  • 9:02 - 9:05
    nicht bis zum Erwachsenenalter entwickeln.
  • 9:05 - 9:06
    Ich zeige es Ihnen.
  • 9:07 - 9:09
    Das ist der normale Reproduktionszyklus.
  • 9:10 - 9:15
    Oxitec hat den Moskito so modifiziert,
    dass sich Eier nicht entwickeln,
  • 9:15 - 9:17
    wenn sich das Männchen in der Natur paart.
  • 9:17 - 9:18
    Klingt unmöglich?
  • 9:19 - 9:22
    Ich zeige Ihnen mit einem Diagramm,
    wie es funktioniert.
  • 9:23 - 9:26
    Das hier steht für den Nukleus
    einer Moskitozelle,
  • 9:26 - 9:29
    und das Gewirr in der Mitte
    für sein Genom,
  • 9:29 - 9:31
    die Summe seiner Gene.
  • 9:32 - 9:35
    Wissenschaftler fügten ein Gen hinzu,
  • 9:35 - 9:39
    welches für ein Protein kodiert,
    das hier als oranger Ball dargestellt ist,
  • 9:39 - 9:45
    das sich selbst nährt, und so
    noch mehr Protein produziert.
  • 9:45 - 9:50
    Diese Kopien fressen jedoch
    die Gene des Moskitos
  • 9:50 - 9:52
    und töten so den Organismus.
  • 9:52 - 9:56
    Um es im Labor am Leben zu halten,
    nutzt man das Präparat Tetracyclin.
  • 9:57 - 10:02
    Tetracyclin schaltet das Gen ab
    und erlaubt so eine normale Entwicklung.
  • 10:02 - 10:06
    Sie fügten noch etwas hinzu,
    um zu sehen, was passiert.
  • 10:06 - 10:13
    Sie fügten ein Gen hinzu,
    wodurch Insekten unter UV-Licht leuchten,
  • 10:14 - 10:18
    sodass sie nach der Freilassung
    wissen, wie weit die Insekten kommen,
  • 10:18 - 10:21
    wie lange sie leben
    und sämtliche Daten bekommen,
  • 10:21 - 10:23
    die eine wissenschaftliche Studie braucht.
  • 10:23 - 10:26
    Das hier ist das Puppen-Stadium,
    und in diesem Stadium
  • 10:27 - 10:30
    sind die Weibchen größer als die Männchen.
  • 10:31 - 10:34
    So können sie Männchen
    und Weibchen trennen
  • 10:34 - 10:39
    und dann nur die Männchen
    weiterwachsen lassen.
  • 10:39 - 10:42
    Bedenken Sie, dass Männchen nicht stechen.
  • 10:42 - 10:43
    Ab dann ist es recht einfach.
  • 10:43 - 10:47
    Sie nehmen becherweise männliche Moskitos,
  • 10:47 - 10:50
    laden sie in Milchkartons,
    fahren sie durch die Stadt
  • 10:50 - 10:52
    und lassen sie von GPS geleitet frei.
  • 10:53 - 10:56
    Das hier ist ein Bürgermeister,
    der die erste Ladung von dem freilässt,
  • 10:56 - 10:58
    das sie die "gute Tigermücke" nennen.
  • 10:58 - 11:02
    Ich wünschte, ich könnte sagen,
    das sei eine amerikanische Stadt.
  • 11:02 - 11:04
    Doch es ist Piracicaba in Brasilien.
  • 11:04 - 11:06
    Das verblüffende ist,
  • 11:07 - 11:14
    dass sie die Dengue-Fälle
    in einem Jahr um 91 % senken konnten.
  • 11:14 - 11:18
    Das schafft kein Insektizid.
  • 11:18 - 11:24
    Warum wird diese Schädlingsbekämpfung
    nicht in den USA genutzt?
  • 11:24 - 11:31
    Weil es ein GVO ist:
    ein genetisch veränderter Organismus.
  • 11:31 - 11:35
    In diesem Untertitel steht,
    man könnte hier das gleiche machen,
  • 11:35 - 11:39
    wenn Zika hier ankommt
    und die Umweltbehörde grünes Licht gibt.
  • 11:39 - 11:40
    Und natürlich ist Zika schon da.
  • 11:41 - 11:44
    Ich muss Ihnen jetzt die Kurzfassung
  • 11:44 - 11:50
    der langen, qualvollen Geschichte
    der GV-Verordnung in den USA erzählen.
  • 11:51 - 11:57
    In den USA kümmern sich drei Behörden
    um genetische veränderte Organismen:
  • 11:58 - 12:01
    Die Behörde für Lebensmittel- und
    Arzneimittelsicherheit FDA
  • 12:01 - 12:03
    die EPA, also die US-Umweltschutzbehörde,
  • 12:03 - 12:06
    und die USDA, zu Deutsch
    das Landwirtschaftsministerium.
  • 12:07 - 12:11
    Es dauerte zwei Jahre,
    bis klar war, dass die FDA
  • 12:11 - 12:16
    für den genetisch veränderten Moskito
    zuständig sein würde.
  • 12:16 - 12:21
    Er sei ein Arzneimittel für Tiere,
    wenn man so will.
  • 12:21 - 12:25
    Nach fünf weiteren Jahren Hin und Her
  • 12:25 - 12:30
    konnte die FDA davon überzeugt werden,
    dass kein Schaden für Menschen
  • 12:30 - 12:33
    oder die Umwelt resultiert.
  • 12:33 - 12:39
    Diesen Sommer wurde ein kleiner Test
  • 12:39 - 12:40
    auf den Florida Keys erlaubt,
  • 12:40 - 12:47
    wohin die FDA Jahre zuvor eingeladen war,
    als es dort einen Dengue-Ausbruch gab.
  • 12:48 - 12:50
    Wäre es doch nur so einfach.
  • 12:50 - 12:53
    Als die lokale Bevölkerung davon hörte,
  • 12:53 - 12:57
    dass genetisch veränderte Moskitos
    in ihrer Gemeinde getestet werden sollten,
  • 12:57 - 13:00
    begannen einige von ihnen,
    Proteste zu organisieren.
  • 13:00 - 13:05
    Es gab sogar eine Petition im Internet
    mit diesem süßen Logo,
  • 13:05 - 13:11
    durch die 160.000 Unterschriften
    gesammelt wurden.
  • 13:11 - 13:13
    Sie forderten ein Referendum,
  • 13:13 - 13:16
    das in ein paar Wochen abgehalten wird,
  • 13:16 - 13:19
    und zwar darüber, ob die Tests
    überhaupt erlaubt werden sollen.
  • 13:20 - 13:27
    In Miami braucht man
    eine bessere Schädlingsbekämpfung.
  • 13:27 - 13:29
    Die Menschen denken um.
  • 13:29 - 13:35
    Eine überparteiliche Gruppe
    von über 60 Entscheidungsträgern
  • 13:35 - 13:38
    schrieb an Sylvia Burwell,
    die Gesundheitsministerin,
  • 13:38 - 13:43
    und bat sie auf Bundesebene,
    den Zugang Floridas
  • 13:44 - 13:46
    zu dieser neuen Technologie
    zu beschleunigen.
  • 13:46 - 13:48
    Unter dem Strich heißt das:
  • 13:48 - 13:51
    Eine biologische Schädlingskontrolle
  • 13:52 - 13:57
    kann effektiver und
    umweltfreundlicher sein,
  • 13:57 - 14:01
    als das Sprühen von Insektiziden,
    die toxische Chemikalien sind.
  • 14:02 - 14:05
    Das galt zu Rachel Carsons Zeiten,
    und es gilt auch heute noch.
  • 14:05 - 14:13
    Der Unterschied ist, dass wir
    viel mehr über Genetik wissen als damals,
  • 14:13 - 14:17
    und dieses Wissen besser nutzen
  • 14:17 - 14:20
    und in die biologische Bekämpfung
    einbringen können.
  • 14:20 - 14:25
    Ich hoffe, dass ich in Ihnen
    genug Neugier wecken konnte,
  • 14:25 - 14:31
    damit sie selbst nachdenken --
    nicht nur über GV-Moskitos,
  • 14:31 - 14:37
    auch über andere GVOs,
    über die gerade so gestritten wird.
  • 14:38 - 14:42
    Ich denke, wenn Sie das tun,
    und sich durch die Fehlinformationen
  • 14:42 - 14:46
    und die Werbung
    der Bio-Lebensmittelindustrie
  • 14:46 - 14:47
    und Greenpeace arbeiten,
  • 14:47 - 14:50
    und so die Wissenschaft,
    die akkurate Wissenschaft finden,
  • 14:50 - 14:53
    werden Sie überrascht und erfreut sein.
  • 14:53 - 14:54
    Danke.
  • 14:54 - 14:56
    (Applaus)
Title:
Eine Geheimwaffe gegen Zika und andere von Moskitos übertragene Krankheiten
Speaker:
Nina Fedoroff
Description:

Wo kommt Zika her, und was können wir dagegen tun? Molekularbiologin Nina Fedoroff nimmt uns mit auf eine Reise um die Welt, um zu verstehen, wo Zika herkommt und wie es sich ausgebreitet hat. Sie stellt eine kontroverse Methode vor, mit der das Virus -- und andere tödliche Krankheiten -- aufgehalten werden können: Indem verhindert wird, dass sich infizierte Moskitos vermehren.

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Video Language:
English
Team:
closed TED
Project:
TEDTalks
Duration:
15:10

German subtitles

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