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Die Jill-und-Julia-Show

  • 0:14 - 0:20
    ♫ Auf einer Konferenz in Monterey, neben dem großen Quallen-Aquarium, ♫
  • 0:20 - 0:23
    ♫ sah ich dich zum ersten Mal und wurde sehr schüchtern. ♫
  • 0:23 - 0:27
    ♫ Ich war ein bisschen paranoid, denn ich hatte wohl Drogen genommen. ♫
  • 0:27 - 0:30
    ♫ Das habe ich jahrelang nicht mehr getan und will's auch nie mehr tun. ♫
  • 0:30 - 0:33
    ♫ Aber das ist eine andere Geschichte. ♫
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    ♫ Ich liebte dich schon immer und war ein großer Fan ♫
  • 0:38 - 0:41
    ♫ von deiner Einmann-Show, ich hatte sogar "Pat" abonniert. ♫
  • 0:41 - 0:45
    ♫ Ich nahm all meinen Mut zusammen und ging auf dich zu, ♫
  • 0:45 - 0:50
    ♫ und hatte keine Ahnung, dass wir ein Jahr später diese Show gemeinsam machen würden. ♫
  • 0:50 - 0:57
    ♫ Ich singe. Julia Sweeney: Ich erzähl Geschichten. Zusammen: Die Jill-und-Julia-Show. ♫
  • 0:57 - 1:00
    ♫ Sobule: Manchmal gelingt sie. Sweeney: Manchmal auch nicht. ♫
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    ♫ Zusammen: Die Jill-und-Julia-Show. ♫
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    ♫ Sweeney: Auf einer Konferenz in Monterey, beim großen Quallen-Aquarium, ♫
  • 1:11 - 1:15
    ♫ sah ich dich zum ersten Mal und war gar nicht schüchtern. ♫
  • 1:15 - 1:19
    Ich ging schnurstracks auf dich zu und erzählte dir, welch großer Fan von dir ich war.
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    Schon seitdem ich den Pilotfilm für Fox geschrieben hatte. Und Wendy
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    und ich wollten, dass du den Titelsong singst.
  • 1:23 - 1:25
    Aber dann wurde aus dem Pilotfilm nichts, und ich war sehr traurig,
  • 1:25 - 1:26
    aber ich blieb immer ein Fan von dir.
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    Und eines Tages, bei meiner großen, schrecklichen Trennung von Carl,
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    als ich gar nicht mehr vom Sofa herunterkam, hörte ich mir deinen Song
  • 1:32 - 1:36
    ♫ "Jetzt, wo ich dich nicht mehr habe" ♫ immer wieder an.
  • 1:36 - 1:39
    Ich kann gar nicht glauben, dass du jetzt hier bist und ich mit dir zusammen hier bei TED bin.
  • 1:39 - 1:42
    Und ich kann auch gar nicht glauben,
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    dass wir Sushi vor dem Aquarium gegessen haben,
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    was ich persönlich übrigens ziemlich unpassend finde.
  • 1:45 - 1:47
    (Lachen)
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    (Applaus)
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    Und ich hatte keine Ahnung, dass wir ein Jahr später ... ♫ diese Show gemeinsam machen würden. ♫
  • 1:52 - 1:58
    ♫ Sobule: Ich singe. Sweeney: Ich erzähl Geschichten. Zusammen: Die Jill-und-Julia-Show. ♫
  • 1:58 - 2:02
    Sobule: Hey, man wollte uns wiederhaben! Sweeney: Kaum zu glauben.
  • 2:02 - 2:08
    ♫ Zusammen: Die Jill-und-Julia-, die Jill-und-Julia-, die Jill-und-Julia-Show. ♫
  • 2:08 - 2:16
    ♫ Sobule: Warum nur sind alle unsere Helden so unvollkommen? ♫
  • 2:16 - 2:22
    ♫ Warum enttäuschen sie mich immer so? ♫
  • 2:22 - 2:27
    ♫ Warum nur sind alle unsere Helden so unvollkommen? ♫
  • 2:27 - 2:32
    ♫ Die Statue im Park hat ihre Krone verloren. ♫
  • 2:32 - 2:35
    ♫ William Faulkner ist betrunken und depressiv. ♫
  • 2:35 - 2:38
    ♫ Dorothy Parker ist fies, betrunken und depressiv. ♫
  • 2:38 - 2:43
    ♫ Und der Typ von "Sieben Jahre in Tibet" hat sich als Nazi erwiesen. ♫
  • 2:43 - 2:45
    ♫Unsere Gründungsväter hatte alle Sklaven. ♫
  • 2:45 - 2:48
    ♫ Die großen Entdecker haben die Mutigen abgeschlachtet. ♫ Sweeney: Schrecklich.
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    ♫ Sobule: Der alttestamentarische Gott kann so kleinlich sein. ♫
  • 2:52 - 2:54
    Sweeney: Fang mir nicht wieder damit an!
  • 2:54 - 2:58
    ♫ Sobule: Paul McCartney ist eifersüchtig auf John, jetzt, wo der tot ist, sogar noch mehr. ♫
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    ♫ Dylan war in dem Film so gemein zu Donovan. ♫
  • 3:03 - 3:06
    ♫ Pablo Picasso war grausam zu seinen Frauen. ♫ Sweeney: Schrecklich.
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    ♫ Sobule: Meine Lieblingsdichter haben Selbstmord begangen. ♫
  • 3:08 - 3:13
    ♫ Orson Welles war mit 25 ganz oben, dann ging er in die Breite. ♫
  • 3:13 - 3:15
    ♫ Und verkaufte schlechten Wein. ♫
  • 3:15 - 3:20
    ♫ Zusammen: Warum nur sind alle unsere Helden so unvollkommen? ♫
  • 3:20 - 3:25
    ♫ Warum enttäuschen sie mich immer so? ♫
  • 3:25 - 3:28
    ♫ Sobule: Babe Ruth soll ja bösartig gewesen sein. ♫
  • 3:28 - 3:30
    ♫ Und Lewis Carroll hat bestimmt was mit Alice gehabt. ♫
  • 3:30 - 3:35
    ♫ Und Plato mit all den jungen Knaben in seiner Höhle. ♫ Sweeney: Uuuuh ...
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    ♫ Sobule: Hillary war für den Krieg. ♫
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    ♫ Sweeney: Selbst Thomas Friedman war dafür. ♫
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    ♫ Sobule: Und Colin Powell hat sich als - Zusammen: - Weichei erwiesen. ♫
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    ♫ Sobule: William Faulkner war betrunken und depressiv. ♫
  • 3:48 - 3:50
    ♫ Tennessee Williams war betrunken und depressiv. ♫
  • 3:50 - 3:52
    Sobule: Du bist dran, Julia.
  • 3:52 - 3:56
    Sweeney: Okay. Oprah war nie eine wirkliche Heldin für mich.
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    Ich sehe mir Oprah nämlich immer an, wenn ich zu Hause in Spokane bin
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    und meine Mutter besuche. Und für meine Mutter ist
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    Oprah eine größere moralische Autorität als der Papst, was schon etwas
  • 4:03 - 4:06
    heißen will, denn sie ist eine überzeugte Katholikin.
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    Wie auch immer, ich mag Oprah. ich mag, dass sie wie eine Freundin ist.
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    Ich mag das, was sie zum Thema Körpergewicht sagt.
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    Ich mag die Art, wie sie das Fernsehen verändert hat.
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    Ich mag die Art, wie sie Amerika wieder zum Lesen gebracht hat.
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    Doch in den letzten zwei Wochen ist etwas passiert,
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    was ich den Sun-Yi-Moment nenne.
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    Das ist der Augenblick, wenn ich aufhöre, für jemanden zu sein.
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    Und das kam daher, dass Oprah zwei ganze Wochen lang
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    Werbung für den Film "The Secret" gemacht hat.
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    Wissen Sie, was es mit dem Film "The Secret" auf sich hat?
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    Verglichen damit kommt einem "What the Bleep Do We (K)now" wie eine Harvard-Dissertation
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    zum Thema Quantenmechanik vor - so schlecht ist er.
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    Und der "DaVinci-Kode" kommt einem da wie "Krieg und Frieden" vor.
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    Dieser Film ist so furchtbar. Er vertritt eine so schreckliche Pseudo-Wissenschaft.
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    Seine Hauptthese lautet,
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    dass es ein "Gesetz der Anziehung" gibt und dass
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    unsere Gedanken so eine Vibrationsenergie haben,
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    die ins Weltall hinausströmt und von dort all das Gute,
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    das mit uns geschieht, zu uns heranzieht.
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    Wissenschaftlich betrachtet, ist das mehr als nur die "Kraft des positiven Denkens" -
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    es hat nämlich eine schrecklich dunkle Seite. Wenn man zum Beispiel krank wird,
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    dann angeblich deswegen, weil man zuvor negative Gedanken hatte.
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    Jawohl, solches Zeug wird in dem Film erzählt und propagiert.
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    Ich will damit nur sagen, dass ich möchte, dass Murray Gell-Mann
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    einmal in Oprahs Show geht und sie darüber aufklärt,
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    dass das "Gesetz der Anziehung" kein wirklich existierendes Gesetz ist.
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    Das war's, was ich sagen wollte.
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    (Lachen)
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    (Applaus)
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    ♫ Sobule: Ich singe. Sweeney: Ich erzähl Geschichten. Zusammen: Die Jill-und-Julia-Show. ♫
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    ♫ Sobule: Manchmal gelingt sie. Sweeney: Manchmal auch nicht. ♫
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    ♫ Zusammen: Die Jill-und-Julia-, die Jill-und-Julia, die Jill-und-Julia-Show. ♫
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    (Applaus)
Title:
Die Jill-und-Julia-Show
Speaker:
Jill Sobule + Julia Sweeney
Description:

Zwei TED-Favoriten, Jill Sobule und Julia Sweeney, haben sich zu einem amüsanten Paar zusammengetan, das geistreiche Lieder mit einem Quentchen Sozialkritik mischt.

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Video Language:
English
Team:
closed TED
Project:
TEDTalks
Duration:
05:57
Wolf Ruschke added a translation

German subtitles

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