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Die Menschen haben immer beobachtet, dass ein
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sich ein bewegender Körper,
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- dies ist ein solcher Körper,
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der sich nach rechts bewegt -
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von selbst aufhört, sich zu bewegen.
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Dies würde bedeuten, dass er, wenn man nichts mit ihm macht,
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von allein aufhört, sich zu bewegen.
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Er kommt zur Ruhe.
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Andererseits, wenn man will, dass der Körper sich immer
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weiterbewegt, dann muß man
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eine Kraft auf ihn ausüben.
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Aus unserer täglichen Erfahrung kennen wir nichts,
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das sich für alle Ewigkeit weiterbewegt,
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ohne dass jemand darauf einwirkt.
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Es scheint, dass alles immer zum Stillstand kommt.
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Und genau dies ist der Grund, dass in der gesamten Menschheitsgeschichte,
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wahrscheinlich in der Vorgeschichte, sicher aber seit den Griechen,
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bis hin zum frühen 15. Jahrhundert,
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also seit mindestens 2000 Jahren,
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angenommen wurde: "Bewegte Körper haben eine natürliche Tendenz zum Stillstand zu kommen" .
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Körper ... haben ... die ... Tendenz ... zum Stillstand zu kommen, oder anzuhalten.
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Wenn sie sich weiter bewegen sollen,
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muß eine Kraft auf sie ausgeübt werden.
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Wie gesagt, dies stimmt vollständig
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mit unserer Erfahrung überein,
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wir haben es alle immer so erfahren.
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Im 15. Jahrhundert traten jedoch diese Herren auf,
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und man kann sich darüber wundern, dass es drei Herren sind,
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denn es geht um Newtons erstes Bewegungsgesetz.
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In der Tat, einer dieser Herren ist
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Sir Isaac Newton.
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Der hier in der Mitte.
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Den beiden anderen kommt jedoch mindestens das gleiche Verdienst zu,
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weil sie tatsächlich auch genau
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Newtons erstes Bewegungsgesetz beschrieben,
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und zwar vor Newton.
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Dies ist Galileo Galilei (links),
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and dies Rene Descart (rechts).
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Sie beschrieben das erste Bewegungsgesetz mit anderen Worten,
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und offen gestanden, Newton kommt dafür das Verdienst zu,
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weil er es in einen größeren Zusammenhang stellte,
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mit anderen Gesetzen und dem Gravitationsgesetz,
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und damit die Grundlage für die klassische Mechanik schuf.
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Erst zu Beginn des 20. Jahrhunderts
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musste die klassische Mechanik ergänzt werden.
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Ihre große Erkenntnis, und sie war sehr ungewöhnlich zu dieser Zeit,
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wir sind im 15. Jahrhundert,
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ist, dass diese drei Herren sagen,
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es ist ja vielleicht ganz anders:
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Vielleicht haben Körper die Tendenz, ihre Bewegung beizubehalten, ihre Geschwindigkeit und ihre Richtung.
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Und wenn ihre Gewindigkeit 0 ist, behalten sie den Ruhezustand bei,
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außer es wirkt eine äußere Kraft auf sie ein.
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Das ist eine ganz andere Denkungsweise.
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Mehr als 2000 Jahre lang kamen Körper von selbst zur Ruhe,
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damit sie sich weiter bewegten, musste eine Kraft auf sie ausgeübt werden.
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Diese Herren sagen,
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Körper behalten ihren Bewegungszustand für immer bei.
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Die einzige Möglichkeit, daran etwas zu ändern,
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ist auf Körper einzuwirken, sie zu beschleunigen oder ihre Bewegung zu ändern,
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entweder ihre Gewindigkeit oder Bewegungsrichtung.
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Dazu muß eine äußere Kraft ausgeübt werden.
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Du kannst jetzt sagen:
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"Hey, come on Sal, was soll das,
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du hast gerade gesagt,
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solange Menschen leben,
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und auch nach deiner Erfahrung
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beobachtet man das hier (rechts oben).
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Wie können diese Herren behaupten, dass Körper die Tendenz haben,
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sich immer weiter zu bewegen?"
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Die große Erkenntnis der Herren war,
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gut, vielleicht haben Körper nicht selbst
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eine Tendenz zu stoppen, aber durch Wechselwirkungen
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mit der Umgebung werden Kräfte ausgeübt,
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die die Bewegung beeinflussen.
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Wenn du glaubst, dieser Körper wird nicht beeinflusst,
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es gibt tatsächlich eine Kraft, die versucht, ihn zu stoppen.
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In diesem speziellen Fall hier
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ist es die Reibungskraft.
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Es ist die Wechselwirkung des Körpers mit der Unterlage.
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Wenn du also denkst, der Körper wird nicht beeinflusst,
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musst du die Kraft gegen die Bewegung berücksichtigen,
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die durch die Reibung entsteht.
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Und diese Herren haben das erkannt,
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weil sie sagen,
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wenn es eine interne Eigenschaft des Körpers wäre,
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sollte er unabhängig von der Umgebung,
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immer auf ähnliche Weise
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zur Ruhe kommen.
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Sie sagen aber, wenn du die Oberfläche ein wenig glatter machst,
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bewegt sich der Körper immer weiter.
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Wenn du die Reibung ganz beseitigst,
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wenn du diese Oberfläche vollständig reibungslos gemacht hast,
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ganz glatt, würde sich der Körper tatsächlich ohne Ende bewegen.
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Sie konnten keine Raketen starten,
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und im Weltraum experimentieren,
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und deshalb war das ein sehr, sehr unanschauliches Gedankenexperiment.
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Du kannst jetzt sagen: "Was hat es damit auf sich,
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was passiert, wenn ich eine Kraft ausübe?"
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Nach meiner Erfahrung,
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wenn ich meinen Fernseher durch den Raum ziehen möchte,
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wende ich eine Kraft auf ihn aus.
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Diese Herren würden dir sagen,
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alles was du tust,
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wenn du Geschwindigkeit des Fernsehers konstant hältst,
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alles was du tust, ist dieser negativen Kraft entgegenwirken.
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Wenn dies der Fernseher ist, der über den Boden gezogen wird,
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ist dies die Reibungskraft, die gegen die Bewegungsrichtung
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des Fernsehers wirkt,
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und die du im wesentlichen ausgleichst, wenn du ziehst.
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Wenn du sie ganz genau ausgleichst,
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kannst du die Geschwindigkeit konstant halten.
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Wenn du beschleunigen willst,
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mußt du in Bewegungsrichtung eine größere Kraft ausüben.
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