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← Philosophisches Kopfkino - Existenz

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Ukazujem Revíziu 3 vytvorenú 05/23/2020 od Michel Smits.

  1. Woher wissen wir eigentlich,
    dass es uns gibt
  2. und wir wirklich existieren?
  3. Klar, wir können uns
    im Spiegel ansehen, kneifen
  4. oder den Kopf gegen die Wand schlagen.
  5. Aber auch das könnte Einbildung sein.
  6. Doch wie sollten wir uns
    etwas einbilden können,
  7. wenn es uns nicht gibt?
  8. Und da kommen wir gleich
    zum Kern der Sache:
  9. Bei der Frage nach der Wirklichkeit,
    ob das was wir nun sehen
  10. echt ist oder nicht, gibt es immer uns.
  11. Das steht nicht zur Diskussion.
  12. Aber wie können wir uns
    unserer Existenz so sicher sein?
  13. Ganz genau:
  14. Sein oder nicht sein,
    das ist hier die Frage!
  15. Der Begriff des Seins hat den weitest
    möglichen Bedeutungsumfang überhaupt,
  16. weil er sich auf alles beziehen
    kann was denkbar ist.
  17. Auf unser Haus, unser Boot,
    unseren Anlageberater
  18. und natürlich auch auf uns!
  19. „Alles, was denkbar ist,“
    meint dabei auch:
  20. alles, was nicht „nicht ist“.
  21. Und das zusammen
    ist wirklich unendlich viel!
  22. Mutig gesprochen gibt es
    außerhalb des Seins nichts,
  23. da alles was es gibt Teil des Seins ist.
  24. Aber das ist nur die halbe Miete!
  25. Denn Sein ist nicht gleich Existenz.
  26. Im Mittelalter wurde noch
    unterschieden in die „Existenz“,
  27. die als „notwendige Existenz“
  28. auch mal notwendig war für
    den, die oder eben das,
  29. der die Grundlage für
    alles Existierende ist,
  30. umgangssprachlich auch Gott genannt.
  31. Da wo notwendiges ist,
    scheint das Unnötige nicht weit.
  32. So wurde die 2. Art der Existenz
    als „nicht notwendig“...definiert;
  33. eben einfach Sachen die keiner braucht!
  34. USB-Aschenbecher, aufblasbare Handyhalter,
    Frühstückseiköpfer, Nudeln im Kochbeutel,
  35. Hausschuhe für die Mikrowelle... okay.
  36. Neben dem was keiner braucht
    existiert aber auch dass
  37. was schier unmachbar sein kann:
  38. Die „unmögliche Existenz“.
  39. Soll heissen dass Gott doch
    keinen Fels machen konnte
  40. den er selbst nicht heben kann!!!
  41. Denn wie kann schon was
    existieren was mächtiger ist
  42. als die notwendige Existenz?
  43. Kant kam dann mit
    Sinnlichkeit und Erfahrung...
  44. seinen Quellen der Erkenntnis!
  45. Soll meinen dass aus der Erfahrung,
  46. den Dingen als Erscheinung
    eine Existenz zugeschrieben wird.
  47. Kollege Hegel sah dass so:
  48. Die Einheit von Wesen und Erscheinung,
    von Essenz und Existenz
  49. sei die Wirklichkeit.
  50. Also das Wesen muss erscheinen,
    das Sein ist Wesen
  51. und das Wesen ist sein...
    äh... Moment.
  52. Also zusammengefasst:
  53. das Sein zu dem das Wesen sich macht,
    ist das wesentliche Sein
  54. also schlicht und einfach die Existenz.
  55. Kierkegaard sah es wieder
    anders und wurde so
  56. zum Begründer der Existenzphilosophie:
  57. „ Das Sein selbst, zu dem das Dasein sich
    so oder so verhalten kann
  58. und immer irgendwie verhält,
    nennen wir Existenz“.
  59. Damit meint er, diese Existenz
    reicht vollkommen aus.
  60. Sie verhält sich nur zu sich selbst
    und nicht zu einem großen Absoluten.
  61. Ich bin ich und muss sehen wo
    und wie ich mit mir zurechtkomme.
  62. Was sonst ist...., mh -wurscht!

  63. So viel eben zur Existenz.
  64. Und zum gar nicht existieren?
  65. Martin Walser sagte einmal:
  66. „Nichts ist ohne sein Gegenteil wahr“ Oha!
  67. So einfach also.