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Auf der Suche nach einer neuen Erde

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    rc3-Vorspann Musik
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    Herald: Klimawandel, Überbevölkerung,
    staatliche Überwachung, Pandemien,
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    kritische kriegerische Auseinandersetzung.
    Ahnt ihr, um welchen Planeten es geht? Die
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    letzte Botschaft, die über das Arecibo-
    Observatorium von Außerirdischen reinkam,
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    war in etwa... Man möge doch bitte von der
    Besiedlung anderer Planeten absehen,
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    solange man nicht einmal mit dem eigenen
    klarkommt. Dank des Talks von Knud Henke,
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    er ist Sternenfreund, Hobbyastronom und
    Mitarbeiter der Sternwarte Lübeck, werden
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    wir zumindest erfahren, wie wir
    Exoplaneten entdecken können. Zumindest
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    träumen von einer besseren Welt ist ja
    wohl noch erlaubt. Virtuelle Bühne jetzt
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    frei für den erklärten Sternen und Freund
    Knud Henke! Applaudiert
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    Henkel: Ja, danke für das Intro, ich bin
    Knud, genau und habe mir ein Hobby
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    ausgesucht, die Astronomie und Astro
    Fotografie. Ich habe immer das den
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    Kopfhörer runtergenommen. Ihr müsst bitte
    winken, wenn ich reinkommen soll, ist ein
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    sehr breites Feld. Wir haben verschiedene
    Themen zusammengestellt, die wir jetzt in
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    einer kleinen Vortragsreihe heute Abend
    und Mittwoch Abend mit euch teilen wollen.
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    Ich habe mir das Feld der extra solaren
    Planeten genommen, also fremde Welten, die
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    um andere Sterne kreisen. Und warum
    beschäftigen wir uns damit? Naja, das eine
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    wie angekündigt kann der nahende
    Weltuntergang sein. Sei es, dass ein
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    Meteorit hier einschlägt oder dass wir
    Menschen mit unserer eigenen Kraft es
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    selber schaffen, uns die Lebensgrundlage
    zu nehmen. Klimawandel,
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    Ressourcenverschwendung, Kriege und so
    weiter deuten darauf hin, dass wir darin
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    ganz gut sind. So wie hier links zu sehen
    im ehemaligen Syrien. Eigentlich mal ein
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    sehr freudiger Staat. Jetzt kann man schön
    den Stern beobachten. Oder es ist die
  • 2:12 - 2:15
    Lust, etwas Neues zu entdecken. Und das
    ist das, was viele Wissenschaftler treibt
  • 2:15 - 2:20
    und was immer es bei euch ist. Ich hoffe,
    ich habe die Chance, in den nächsten
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    halben Stunde ein paar Einblicke zu geben
    zu dem Thema Exoplaneten und wie der Stand
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    der Forschung momentan ist. Zum Ablauf:
    Wir gehen kurz darauf ein, was sind
  • 2:31 - 2:34
    Exoplaneten eigentlich? Dann, wie
    detektiert man sie? Da greifen wir uns nur
  • 2:34 - 2:40
    zwei Methoden aus. Es gibt deutlich mehr.
    Dafür reicht die Zeit aber nicht. Dann die
  • 2:40 - 2:44
    Frage, Können wir dort leben? Und was sind
    so die nächsten Schritte in der
  • 2:44 - 2:50
    Wissenschaft? Wir versuchen diesem
    Geheimnis einer neuen Erde etwas näher zu
  • 2:50 - 2:55
    kommen und der Frage, ob es sich lohnt,
    den langen Weg dorthin auf sich zu nehmen.
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    Fangen wir an mit dem Planeten. Was ist
    eigentlich ein Planet? Und da gibt es eine
  • 3:00 - 3:04
    Definition, die kommt von 2006 und die
    Älteren unter euch erinnern sich
  • 3:04 - 3:10
    vielleicht noch. Das war der Moment, an
    dem dem kleinen Pluto seinen Planeten
  • 3:10 - 3:15
    Status aberkannt wurde. Da gibt es die
    Internationale Astronomische Union und die
  • 3:15 - 3:19
    hat Kriterien aufgestellt, was ein Planet
    ist. Und ein Planet ist erst mal ein
  • 3:19 - 3:25
    Himmelskörper, der sich auf einer Bahn um
    die Sonne befindet, der über eine
  • 3:25 - 3:31
    ausreichende Masse verfügt. Dass er eine
    runde Hydrostatisch im Gleichgewicht
  • 3:31 - 3:35
    befindliche Form annimmt, also nicht
    irgendwie eckig geformt ist wie die
  • 3:35 - 3:43
    meisten Asteroiden oder auch Zwerg
    Planeten. Die Umlaufbahn muss er bereinigt
  • 3:43 - 3:48
    haben. Das heißt, auf dem Weg, wo er sich
    um die Sonne dreht, dürfen keinerlei
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    Materien oder größere Klumpen mehr übrig
    sein. Und das ist zum Beispiel der Grund,
  • 3:52 - 3:57
    weshalb Pluto rausgefallen ist aus dieser
    Betrachtung. Und so was würde natürlich
  • 3:57 - 4:01
    auch auf den Mond aufzupassen, der zum
    Beispiel um unsere Erde kreist oder auch
  • 4:01 - 4:08
    Jupiter, Saturn haben alles deutlich mehr
    Monde als die Erde. Und deshalb die
  • 4:08 - 4:15
    Definition. Es darf kein Mond sein. Aber
    was sind Exoplaneten? Nun, das ist im
  • 4:15 - 4:22
    Prinzip total simpel. Wir tauschen die
    Sonne aus durch einen anderen Stern und
  • 4:22 - 4:27
    Exoplaneten ist die Kurzform von Extra und
    Solar, Extra aus dem Griechischen
  • 4:27 - 4:32
    außerhalb Solar des Einflusses der Sonne
    heißt so viel wo Exoplaneten umkreisen
  • 4:32 - 4:37
    andere Sternensysteme und machen das in
    der Regel auch auf einer definierten
  • 4:37 - 4:42
    Umlaufbahn. Und dort können wir versuchen,
    ihnen nachzuspüren. Auf die nächsten
  • 4:42 - 4:47
    Folien haben wir häufiger mal auch
    Beispiele drin. Deshalb vielleicht die
  • 4:47 - 4:53
    Kurz zur Benennung des Ganzen. Die heißen
    nicht, keine Ahnung, Saturn und Pluto oder
  • 4:53 - 4:59
    Mars, sondern die setzen sich zusammen aus
    ihrem Hauptsternensystem, der einen bisher
  • 4:59 - 5:05
    gegebenen Namen hat. Und da hängt man
    einfach Kleinbuchstaben an. Das fängt an
  • 5:05 - 5:11
    mit B, das dann folgt CDEFG und so weiter.
    Entsprechend der Reihenfolge ihrer
  • 5:11 - 5:15
    Entdeckung. Das heißt, wenn ich jetzt von
    außerhalb käme und unser Sonnensystem
  • 5:15 - 5:22
    nähme und unsere Sonne heißt Sonne, dann
    hätte ich Sonne b, Sonne c Sonne d. Das
  • 5:22 - 5:27
    wäre dann unsere Erde. Sonne E. Das wäre
    der Mars und so weiter und so fort. So
  • 5:27 - 5:34
    sind also Exoplaneten benannt und im Laufe
    der Zeit werdet ihr feststellen oder auch
  • 5:34 - 5:37
    sehen, man fängt an mit einem Planet, dann
    wird ein weiterer gefunden und so weiter
  • 5:37 - 5:45
    und so fort. Das hat alles seine Gründe
    und auf die gehen wir im Weiteren ein. So
  • 5:45 - 5:50
    wie findet man nun Exoplaneten? Wie
    gesagt, es gibt mehrere Möglichkeiten. Die
  • 5:50 - 5:58
    schönste ist natürlich. Wir gucken einfach
    drauf. Und sehen direkt den Exoplaneten,
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    wie um einen fremden Stern guckt und hier
    haben wir mal ein Bild der Sonne vom
  • 6:02 - 6:06
    Funktionsprinzip her. Hier seht ihr ein
    Satellitenbild in der Mitte ist die Sonne
  • 6:06 - 6:09
    und da habe ich so eine Art Kelle in der
    Mitte. Das kann man sich vorstellen wie so
  • 6:09 - 6:13
    eine Polizeikette. Die hält man jetzt
    direkt über die Sonne und damit ist die
  • 6:13 - 6:17
    Sonne abgedunkelt. Das heißt, das Licht
    fällt nicht mehr auf den Kamera. Chip und
  • 6:17 - 6:22
    damit mache ich drumherum alles das
    sichtbar, was sich hier gerade befindet.
  • 6:22 - 6:27
    Und das, was man hier sieht, ist von 2013
    der Satellitenaufnahmen. Wo man einen
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    Asteroiden sieht, der einmal sich der
    Sonne nähert und wieder rausgeht. Auf dem
  • 6:35 - 6:40
    Wege hat man tatsächlich schon zigtausende
    von Satelliten entdeckt, die um die Sonne
  • 6:40 - 6:46
    kreisen als Asteroiden. Und man sieht die
    Venus hier entsprechend auch dargestellt.
  • 6:46 - 6:55
    So, das gleiche können wir auch machen bei
    anderen Sternen. Und hier mal zwei
  • 6:55 - 7:05
    Beispiele: Einer von links ist vom Haupt
    B. Das ist ein Stern vom Haut und B war
  • 7:05 - 7:09
    eine ganz groß gefeierte Entdeckung.
    Leider hat sich letztes Jahr
  • 7:09 - 7:14
    herausgestellt, dass es Fehlalarm, das ist
    gar kein Planet. Ich habe es trotzdem
  • 7:14 - 7:18
    reingenommen, weil es damals eine ganz
    große Meldung war. Es sind tatsächlich
  • 7:18 - 7:24
    zwei Gaswolken, die zusammengestoßen sind
    und jetzt um das Zentrum ihres Sterns
  • 7:24 - 7:38
    wandern. Und rechts daneben seht ihr HR
    8799. Es ist ja auch bekannt als V 342
  • 7:38 - 7:44
    Picardie, das das 430 Lichtjahre
    entfernter 60 Millionen Jahre alter Stern.
  • 7:44 - 7:51
    Und der hat tatsächlich vier Exoplaneten,
    die momentan bekannt sind und man hat sie
  • 7:51 - 7:56
    von außen nach innen entdeckt. Das heißt,
    der Äußere, der hier oben links ist, ist
  • 7:56 - 8:07
    tatsächlich HR81799B. oben rechts folgt
    C. Dann der unten rechts steht, ist der D
  • 8:07 - 8:11
    und der ganz nah dran ist, ist der E
    Planet. Und das ist eine Aufnahme, die vom
  • 8:11 - 8:14
    Kap Konservatorium gemacht wurde. Nach
    demselben Prinzip, wie ich das eben
  • 8:14 - 8:21
    erzählt hatte von der Satelliten Aufnahme
    unserer Sonne. Ja, das Problem, was wir
  • 8:21 - 8:27
    hier haben, ist vor allen Dingen bei den
    direkten Aufnahmen. Die Sonne ist extrem
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    hell im Vergleich zu ihrem Planeten. Wenn
    ich z. B. unser Sonnensystem nehme,
  • 8:32 - 8:37
    dann ist die Sonne ungefähr eine Million
    mal heller als unsere Erde. Das heißt,
  • 8:37 - 8:42
    wenn ich von draußen versuche, die, dass
    diese die Erde neben dem der hellen Sonne
  • 8:42 - 8:46
    aufzunehmen, dann ist das ein Kontrast,
    den ich kaum abbilden kann. Das wäre
  • 8:46 - 8:51
    ungefähr, als würde ich hier von Lübeck
    aus auf die Marienkirche gehen, meine
  • 8:51 - 8:55
    Kamera Richtung Hamburg richten, ins
    Volksparkstadion und neben dem Flutlicht
  • 8:55 - 9:00
    versuchen. Hier ist eine kleine Fliege
    abzulichten. Auf die Entfernung und das
  • 9:00 - 9:06
    Gleiche tun wir hier. Das heißt, es klappt
    vor allen Dingen bei Sonnen, die möglichst
  • 9:06 - 9:11
    leicht schwach sind. Und das sind gerade
    Sternensysteme, die sich in der
  • 9:11 - 9:15
    Anfangszeit anfangen zu bilden. Das sind
    Kandidaten, bei denen ich die Chance habe,
  • 9:15 - 9:22
    diese direkten Aufnahmen zu machen. So
    viel zur direkten Beobachtungs Methode.
  • 9:22 - 9:27
    Die Methode, mit der wir inzwischen am
    meisten gefunden haben, ist die sogenannte
  • 9:27 - 9:31
    Transitmethode. Die lässt sich auch sehr
    einfach machen. Wir haben auch im weiteren
  • 9:31 - 9:36
    Verlauf der Vorträge hierzu einen eigenen
    Vortrag. Das könnt ihr selber machen mit
  • 9:36 - 9:42
    einer Spiegelreflexkamera aus dem Garten
    raus oder mit einer kleinen kleinen
  • 9:42 - 9:49
    Kamera letztlich, einer Webcam würde auch
    schon funktionieren. Das wird euch Harald
  • 9:49 - 9:54
    dann im Detail zeigen, wie man das machen
    kann und wie er selbst solche Exoplaneten
  • 9:54 - 9:59
    damit am Himmel vermessen könnt. So lange
    Rede kurzer Sinn hier eine kleine
  • 9:59 - 10:04
    Illustration der NASA schön bunt gemalt.
    Die arbeiten man gut mit mit Bildchen. Was
  • 10:04 - 10:09
    passiert? Wir haben im Prinzip eine kleine
    lokale Sonnenfinsternis, also der der
  • 10:09 - 10:16
    Planet zieht vor der Sonnenscheibe vorbei
    und dunkelt das Licht temporär ab, während
  • 10:16 - 10:20
    er vor der Sonnenscheibe vorbeizieht. Das
    bedeutet natürlich, ich muss mich in der
  • 10:20 - 10:25
    Bahnebene befinden. Das heißt, wenn wir
    einen Stern angucken, dann müssen die
  • 10:25 - 10:30
    Planeten genau in der Ebene rotieren, dass
    sie vor unserem oder zwischen der Sonne
  • 10:30 - 10:36
    und unserer Kameraden durchziehen. Dann
    kann ich dieses Signal messen. Das heißt,
  • 10:36 - 10:40
    große Planeten, die nah an der Sonne sind,
    die werde ich statistisch häufiger
  • 10:40 - 10:44
    entdecken. Kleine Planeten entsprechen
    weniger und die Wahrscheinlichkeit, dass
  • 10:44 - 10:52
    die Erde von außen entdeckt würde, liegt
    bei oder bei 0,465 prozent. Also das ist
  • 10:52 - 10:57
    entsprechend des Winkels, der sich ergibt
    aus dem Abstand des Planeten zur Sonne und
  • 10:57 - 11:03
    seiner Größe. Das kann ich machen, ja,
    terrestrisch, also mit erdgebundenen
  • 11:03 - 11:10
    Observatorien oder auch kleinen Optiken
    oder auch die großen Missionen
  • 11:10 - 11:14
    entsprechend über Satelliten gemacht. Das,
    was ich auch bräuche, sind mehrere
  • 11:14 - 11:18
    Umläufe. Das heißt, mein erster Umlauf
    zeigt mir, oh, da ist irgendetwas, was den
  • 11:18 - 11:24
    Stern verdunkelt, wahrscheinlich einen
    Exoplanet. Der zweite Umlauf sagt mir
  • 11:24 - 11:29
    dann, jetzt habe ich eine Periode, also
    die Umlaufdauer des Planeten um den Stern
  • 11:29 - 11:33
    muss bei der Erde ein Jahr beträgt und die
    dritte Messung mache ich dann, um zu
  • 11:33 - 11:38
    bestätigen, dass es wirklich nur ein
    Exoplanet ist, der auch genau ein Jahr
  • 11:38 - 11:42
    gedauert hat. Das heißt, ich muss relativ
    lange gucken und diese drei Messungen
  • 11:42 - 11:48
    geben mir dann aber relativ gut zurück.
    Ja, da ist was, dann wie lange dauert. Und
  • 11:48 - 11:54
    drittens es ist wirklich passiert. Das
    Ganze guckt wir uns jetzt mal an und das
  • 11:54 - 11:58
    was ihr hier seht, ist in der Mitte
    praktisch ein Stern. Ich hoffe, man sieht
  • 11:58 - 12:04
    meine Maus. Hier oben, der die kleine
    Kugel ist ein Planet und ihr seht unten
  • 12:04 - 12:10
    links die Lichtkurve über die Zeit, wenn
    ich das ganze jetzt starte, dann sieht man
  • 12:10 - 12:16
    wie der Planet einmal um den Stern läuft.
    Wir gucken jetzt in die Planetenbahn
  • 12:16 - 12:20
    rein. Achte bitte auf die Lichter Kurve.
    Der Planet zieht vor den Sternen, die
  • 12:20 - 12:27
    Kurve bricht ein, er hat den Stern
    passiert und dementsprechend habe ich mein
  • 12:27 - 12:32
    Signal aufnehmen können. Und genau das ist
    das was passiert, wenn wir mit der Kamera
  • 12:32 - 12:38
    die Transitmethode entsprechend
    aufnehmen. Je nachdem wie groß der Stern
  • 12:38 - 12:42
    ist, habe ich einen unterschiedlich
    starken Helligkeit Einbruch. Das können
  • 12:42 - 12:45
    wir hier dran sehen. Links haben wir einen
    größeren Planeten, auf der rechten Seite
  • 12:45 - 12:51
    einen Kleineren. Der große Planet wird zu
    einem größeren Helligkeit Einbruch führen
  • 12:51 - 12:55
    als der Kleinere. Das heißt, das sagt mir
    indirekt wie groß ist denn der Planet im
  • 12:55 - 13:00
    Verhältnis zu seiner Sonne und auf die
    Entfernung spielt es keine Rolle. Wir
  • 13:00 - 13:05
    reden hier über viele Lichtjahre. Ob ich
    mich da nun, ob der oder aufgrund der
  • 13:05 - 13:09
    Winkel Ausdehnung habe ich ein sehr gutes
    Bild. Ich kann auch sehr kleine Planeten
  • 13:09 - 13:13
    damit detektieren. Wie sieht es jetzt aus
    bei mehreren Planeten? Gucken wir uns hier
  • 13:13 - 13:19
    auch mal den Helligkeit Verlauf an. Ich
    habe hier drei Planeten, einen großen,
  • 13:19 - 13:23
    einen mittleren und einen kleinen. Der
    Große zieht zuerst durch, macht sein
  • 13:23 - 13:29
    Helligkeitseinbruch wandert wieder raus.
    Es folgt der mittelgroße. Wieder ein
  • 13:29 - 13:33
    Einbruch. Der Kleine hinterher. Die Kurve
    geht noch weiter runter. Der mittlere geht
  • 13:33 - 13:38
    raus und der kleine ist auch durch. Wer jetzt
    genau aufgepasst hat, sieht auch, dass die
  • 13:38 - 13:43
    NASA hier einen kleinen Fehler gemacht hat
    in ihrer in ihrer Helligkeit Verlaufs-
  • 13:43 - 13:49
    kurve. Weil natürlich die, die der Faktor,
    mit dem sich die Helligkeitskurve nach
  • 13:49 - 13:54
    unten verdunkelt, nachher auch wieder hoch
    genauso hoch geht. Also diese Zacken
  • 13:54 - 13:59
    Verlauf den man hier sieht, das ist so
    natürlich Quatsch, aber vom Grundprinzip
  • 13:59 - 14:03
    her könnte ja, das glaube ich, gut
    nachvollziehen, wie das Prinzip
  • 14:03 - 14:11
    funktioniert. So wie sieht es nun in der
    Realität aus? Gucken wir uns hier hat P.
  • 14:11 - 14:18
    7B an, ein recht interessanter Planet. Das
    ist ein riesen Planet mit 1,8 Jupiter
  • 14:18 - 14:25
    Massen. Und das spannende ist der
    umkreist sein Zentralstern alle 2,2 Tage.
  • 14:25 - 14:31
    Das heißt alle 2,2 Tage ist er einmal um
    seine Sonne herum rotiert ein Planet in
  • 14:31 - 14:36
    der Größe des des Jupiters. Das heißt, er
    ist extrem groß, extrem schwer. Die Sonne
  • 14:36 - 14:39
    ist ungefähr doppelt so groß oder der
    Stern dort ist doppelt so schwer wie
  • 14:39 - 14:44
    unsere Sonne und das, was er hier sieht in
    der oberen Kurve, das sind die
  • 14:44 - 14:48
    Einzelmessungen, dann habe ich hier diesen
    großen Einbruch. Dann läuft die Kurve
  • 14:48 - 14:54
    weiter und das ergibt praktisch hier mit
    meinen 2,2 Tagen einen Umlauf. Wenn man
  • 14:54 - 14:58
    aber das Ganze vergrößert, sieht man hier
    noch etwas. Man sieht nämlich in dem
  • 14:58 - 15:01
    unteren Bereich das sind die einzelnen
    Messungen, wo ich jetzt hier die blaue
  • 15:01 - 15:05
    Kurve habe. Das ist mein Mittelwert der Einzeln-
    Messungen. Man sieht, eins ist sozusagen
  • 15:05 - 15:09
    die STANDARD Helligkeit, die nimmt ein
    bisschen ab. Wenn der Planet nach vorne
  • 15:09 - 15:15
    kommt, dann kommt die Bedeckung. Es kommt
    zum starken Einbruch, die Helligkeit
  • 15:15 - 15:22
    steigt wieder an. Dann habe ich einen
    zweiten Dipp. Und so weiter, das heißt, im
  • 15:22 - 15:27
    Idealfall habe ich einen ganz
    gleichmäßigen Verlauf und der zweite Dipp
  • 15:27 - 15:32
    ist die Reflexion des Sonnenlichts, bevor
    der Planet auf der Rückseite der Sonne
  • 15:32 - 15:35
    praktisch immer hinter der Sonne
    verschwindet, auf der anderen Seite wieder
  • 15:35 - 15:42
    zum Vorschein kommt. Und genau das können
    wir ja auch ganz simpel messen. Und daraus
  • 15:42 - 15:48
    ergibt sich halt genau dieser
    Kurvenverlauf. So, das zur Transit-
  • 15:48 - 15:53
    methode. Man hat da inzwischen
    verschiedene Satellitenmissionen
  • 15:53 - 15:58
    gestartet, eine der erfolgreichsten war
    die Kepler Mission 2009. Das ist ein
  • 15:58 - 16:04
    Sensor, den sie da oben rechts mit 42 CCDs
    und die haben vier Jahre lang im Sternbild
  • 16:04 - 16:10
    Schwan das, jetzt haben wir 21 Uhr 18, so
    in ungefähr einer Stunde untergegangen
  • 16:10 - 16:15
    ist. Es hat vier Jahre lang auf dem
    Bereich draufgehalten und kontinuierlich
  • 16:15 - 16:19
    Messungen gemacht von allen Sternen, die
    da waren und hat darüber auch Hunderte
  • 16:19 - 16:24
    oder Tausende von von Exoplaneten
    entdecken können. Dann sind die Gyro
  • 16:24 - 16:30
    Sensoren kaputt gegangen. Am Keplers hat
    vier Stück zwei haben es überlebt. Haben die
  • 16:30 - 16:36
    Ingenieure die Software neu geschrieben,
    dann konnte er maximal 80 Tage noch in
  • 16:36 - 16:40
    eine Richtung im Stern oder in den Himmel
    blicken. Das heißt, ich habe nur noch sehr
  • 16:40 - 16:44
    kurze Umlaufzeit detektieren können, weil
    denkt dran, man braucht diese drei
  • 16:44 - 16:52
    Messungen um wirklich sagen zu können ja,
    da ist ein Transit gerade passiert. So.
  • 16:52 - 16:57
    Dann die nächste Methode. Die war
    anfänglich die erfolgreichere von allen.
  • 16:57 - 17:02
    Das ist die sogenannte Radial-
    Geschwindigkeitsmethode. Ein Stern hat
  • 17:02 - 17:07
    eine Masse, ein Planet hat eine Masse und
    wenn die beiden umeinander kreisen, dann
  • 17:07 - 17:12
    ist es nicht so, dass der Stern, das der
    Stern stehen bleibt, sondern der Planet
  • 17:12 - 17:18
    kreist drum herum, sondern beide bewegen
    sich um ihren virtuellen Masse-
  • 17:18 - 17:23
    Schwerpunkt. Das heißt, die rotieren
    ständig und was jetzt passiert ist. Ich
  • 17:23 - 17:26
    kann mir das Licht angucken, was der Stern
    aussendet und in einem Prisma
  • 17:26 - 17:32
    auseinanderziehen. Dann habe ich diese
    typischen Regenbogenfarben und innerhalb
  • 17:32 - 17:36
    dieses Lichtes, wenn man das sehr fein
    auseinander zieht, ist es die
  • 17:36 - 17:41
    Spektroskopie. Dann sehe ich verschiedene
    Emissions- und Absorptionslinien. Das sind
  • 17:41 - 17:46
    diese schwarzen Linien, die hier
    angedeutet sind. Und wer früher in Physik
  • 17:46 - 17:50
    aufgepasst hat, wenn ich Elektronen aus
    entsprechenden Höhen raus schlage, hebt
  • 17:50 - 17:54
    die auf ein höheres Energieniveau. Die
    fallen zurück, wird dabei Lichtstrahlen
  • 17:54 - 17:58
    emittiert und die hat immer eine ganz
    bestimmte Wellenlänge. Das heißt, ich kann
  • 17:58 - 18:03
    praktisch aus diesen Charakteristika, die
    da im Licht zurückkommen, sagen, welche
  • 18:03 - 18:10
    Atome in der Sonne drin sind und gerade
    das Licht absenden. Und ihr kennt auch den
  • 18:10 - 18:15
    Dopplereffekt. Bestes Beispiel
    Krankenwagen, der auf einen zukommt,
  • 18:15 - 18:23
    vorbeifährt. Das Tatütata ist erst
    sehr hoch vom Ton her. Der Wagen fährt
  • 18:23 - 18:26
    vorbei. Der Ton wird niederer frequenter
    oder ein Rennwagen fährt an einem vorbei
  • 18:26 - 18:31
    oder irgendwas in Richtung Zug. Und das
    gleiche passiert hier auch mit der mit dem
  • 18:31 - 18:37
    Licht, was ein Stern abstrahlt. Das heißt,
    diese charakteristischen Linien
  • 18:37 - 18:41
    verschieben sich innerhalb des Lichtes,
    weil der Stern entweder auf uns zukommt
  • 18:41 - 18:46
    oder von uns weg wandert. Und so habe ich
    einen Dopplereffekt und kann hieraus eine
  • 18:46 - 18:52
    Geschwindigkeit ermitteln, mit der ein
    extra solarer Planet an diesem Stern zieht
  • 18:52 - 18:58
    und den bewegt. So auch hier gilt wieder,
    ich muss relativ lange gucken, also das
  • 18:58 - 19:03
    gucken wir uns wieder an, wie das ganze
    dann aussieht in der Messung. Ich habe
  • 19:03 - 19:06
    auch noch mal einen Planeten, der hier um
    seine Sonne kreisen. Jetzt geht der Plan,
  • 19:06 - 19:12
    geht die Sonne oder der Stern von uns weg.
    Das Licht wird dunkler, er kommt zu uns
  • 19:12 - 19:18
    ran, es wird kurzweiliger, also höher in
    seiner seinem Licht, rotiert wieder von
  • 19:18 - 19:22
    uns weg. Dementsprechend habe ich hier
    wieder die Verschiebung ins Rotlicht rein
  • 19:22 - 19:27
    und das ist genau das, was wir auch messen,
    können wir das Spektrum eines Sternes
  • 19:27 - 19:34
    nehmen, dann verändert sich das immer
    innerhalb der Rotation. Und darüber können
  • 19:34 - 19:41
    wir relativ gut detektieren, da muss etwas
    an diesem Stern ziehen. Und wenn das ein
  • 19:41 - 19:45
    Planet ist, dann ist das eine perfekte
    Sinuskurve, ziehen jetzt mehrere Planeten
  • 19:45 - 19:50
    dran, dann habe ich sich überlagernde
    Sinuskurve und diese Sinuskurve musste ich
  • 19:50 - 19:58
    dann extrahieren, aber kann darüber auch
    sehr genau verschiedene Umlaufperioden
  • 19:58 - 20:07
    meiner Exoplaneten um den jeweiligen Stern
    vermessen. Gucken wir einmal mit einem
  • 20:07 - 20:11
    Blick auf die die Effizienz der
    Detecktionsmethoden, dass es hier
  • 20:11 - 20:19
    kumuliert das ganze Thema fing an vor gut
    20 Jahren, dass man 95 das erste Mal, dass
  • 20:19 - 20:25
    man ein Exoplaneten detektiert hat. Und
    damals konnten das viele noch nicht
  • 20:25 - 20:29
    glauben, wie Planeten andere Sonnen. Das
    geht doch nicht. Die Erde ist doch
  • 20:29 - 20:35
    einzigartig. Pustekuchen. lächelt Findet man jede
    Menge. Und je mehr man guckt, desto mehr
  • 20:35 - 20:41
    findet man. Und es gibt verschiedene
    Methoden, die die erfolgreichste am Anfang
  • 20:41 - 20:47
    war die Radialgeschwindigkeitsmethode hier
    in Rot gezeigt. Dann kam die Transit
  • 20:47 - 20:52
    Methode von vielen Satelliten Missionen
    genutzt. Ganz spannend ist auch die Micro-
  • 20:52 - 21:01
    lensing Funktion. Die beruht darauf, dass
    Schwerkraft das Licht beugen kann. Das ist
  • 21:01 - 21:05
    eine sehr abgefahrene Methode. Ich habe
    sie jetzt weggelassen aus Zeitgründen.
  • 21:05 - 21:10
    Aber man kann auch darüber, zum Beispiel
    das Licht sich um schwarze Löcher herum
  • 21:10 - 21:16
    bricht und dann zu uns kommt. Dann
    verstärken sich diese Lichtemission zu
  • 21:16 - 21:21
    ganz bestimmten Mustern. Und darüber kann
    ich auch wieder praktisch in kurzer Zeit
  • 21:21 - 21:29
    ganze Sternensysteme vermessen. Aber wer
    es nachlesen will, sagt Microlensing, ist
  • 21:29 - 21:34
    eine sehr spannende Sache. So, wir sehen,
    wir sind jetzt bei knapp 5000 Exoplaneten,
  • 21:34 - 21:40
    die wir bisher detektiert haben. Und ja,
    dann geht es immer darum zu gucken, ist das
  • 21:40 - 21:45
    wirklich einer? Was ist denn das für
    einer? Und so weiter und so fort. Und die
  • 21:45 - 21:48
    Instrumente werden auch immer feiner. Ich
    habe vorhin gesagt, gut, man kann gerade
  • 21:48 - 21:53
    die die großvolumigen Planeten leicht
    detektieren um schwache Sterne. Deshalb
  • 21:53 - 21:58
    haben wir auch hier sehr, oder? In der
    Regel hat man sich auf Leuchtschwachere
  • 21:58 - 22:03
    Sterne konzentriert und hat auch ganz
    viele große Planeten gefunden, so wie
  • 22:03 - 22:08
    Jupiter oder noch größer. Und um eine Erde
    zu detektieren, braucht man schon feinere
  • 22:08 - 22:11
    Instrumente. Das ist lange Zeit nicht
    gelungen, ist aber inzwischen auch
  • 22:11 - 22:16
    möglich. Und je besser das Instrumentarium
    wird, desto mehr finden wir auch in der
  • 22:16 - 22:21
    Richtung. Ja, nun haben wir ein Planet
    gefunden. Jetzt ist die Frage, ist das was
  • 22:21 - 22:26
    für uns Menschen? Also kann ich dort
    leben? Und da reden wir von der
  • 22:26 - 22:30
    sogenannten Habitablen Zone. Die wird
    primär durch die vorhandene Energiemenge
  • 22:30 - 22:37
    bestimmt, die von einem Stern auf seinen
    Exoplaneten letztlich übertragen wird. Und
  • 22:37 - 22:42
    wir als Kohlenstoff abhängige Lebensformen
    brauchen vor allen Dingen auch Wasser,
  • 22:42 - 22:48
    damit wir leben können. Das heißt, die
    Frage ist, hat dieser Exoplanet auch den
  • 22:48 - 22:54
    richtigen Abstand zu seinem Stern, damit
    Wasser A vorhanden ist, B aber nicht
  • 22:54 - 22:59
    verdampft? Ins All oder wie einen
    Treibhauseffekt haben, dass es zu heiß
  • 22:59 - 23:04
    wird? Es sollte idealerweise flüssig sein.
    Das heißt, ich brauche auch nicht zwingend
  • 23:04 - 23:08
    ein Eisplanet, bei dem ich an das Wasser
    nicht rankommen. Wobei, das ließe sich
  • 23:08 - 23:14
    noch am am ehesten lösen, wenn man alleine
    mal verfolgt, ja wie schwer wir uns im
  • 23:14 - 23:17
    eigenen Sonnensystem tun, mit einer
    Fragestellung zum Beispiel wie, wo ist das
  • 23:17 - 23:22
    Wasser vom Mars geblieben? Dann kann man
    sich vorstellen, dass die Antwort noch
  • 23:22 - 23:26
    schwieriger ist, wenn wir sie versuchen
    für Exoplaneten zu finden. Aber
  • 23:26 - 23:31
    nichtsdestotrotz es gibt Methoden dafür.
    Und soll aber heißen, alles das, was wir
  • 23:31 - 23:37
    jetzt im Folgenden besprechen, das sind
    sehr viele Annahmen dran. Und ja, es gibt
  • 23:37 - 23:44
    sozusagen Wahrscheinlichkeiten dafür. Wenn
    wir uns eins oder konkret mal ein System
  • 23:44 - 23:51
    angucken sehr schön. Hier ist Trappist-1,
    das ist ein ganz kleiner Leuchtschwacher
  • 23:51 - 23:59
    Zwergstern, der eine 250 Tausendstel der
    Helligkeit der Sonne hat. Also kaum zu
  • 23:59 - 24:07
    sehen auch ein Teleskop und der hat nun
    mehrere Planeten. Das sind auch alles
  • 24:07 - 24:11
    Steinplaneten. Auch das kann man
    entsprechend detektieren. Da kommen wir
  • 24:11 - 24:15
    gleich noch im weiteren Verlauf zu und
    hier ist man gegenübergestellt die
  • 24:15 - 24:21
    habitablen Zone des Sonnensystems hier in
    blau dargestellt. Also ich habe hier im
  • 24:21 - 24:27
    oberen Bereich meine meine habitablen Zone
    da, dieser blaue Balken ist das. Das heißt
  • 24:27 - 24:34
    die Erde ist voll drin, inklusive seinem
    Mond. Der Mars ist auch komplett drin, die
  • 24:34 - 24:40
    Venus nicht mehr so ganz. Da ist es schon
    ein bisschen ein bisschen zu heiß und
  • 24:40 - 24:45
    Merkur ist entsprechend viel zu heiß. Also
    da würde sich kein kein Wasser halten auf
  • 24:45 - 24:49
    Dauer. Das funktioniert nicht. Dieses
    gelbe Kreuz in der Mitte sind genau die
  • 24:49 - 24:56
    Erddaten. In der y-Achse haben wir die
    Dichte und in der x-Achse dementsprechend
  • 24:56 - 25:03
    die Helligkeit oder die Energieauftritt
    von dem jeweiligen Stern, sei es die Sonne
  • 25:03 - 25:12
    oder auch Trappist-1. Man sieht hier, dass
    die Trappist Planeten BCD,FGH alle oder
  • 25:12 - 25:19
    viele von den in der habitablen Zone
    liegen. Man hat auch nahezu überall schon
  • 25:19 - 25:26
    Teile von von Wasser zumindest finden
    können und zum Beispiel der
  • 25:26 - 25:32
    Trappist-1F. Es ist ein, vermutet man, ein
    Ozean Planet. Also da hätten wir genug
  • 25:32 - 25:38
    Wasser. Das ganze System liegt 40
    Lichtjahre entfernt zu uns, also relativ
  • 25:38 - 25:43
    nah in astronomischen Entfernungen. Das
    geht viel, viel weiter. 40 Lichtjahre ist
  • 25:43 - 25:48
    auch noch nichts, wo man heute sagen
    würde, da kommen wir ja nie hin. Die
  • 25:48 - 25:51
    Schwierigkeit ist immer, dass ich, wenn
    ich viel Masse beschleunigen will, dann
  • 25:51 - 25:56
    wird es schwierig. Wenn ich nur kleine
    Massen habe, dann ist es deutlich
  • 25:56 - 26:01
    leichter, die dorthin zu bewegen. Und
    angenommen, wir schaffen es mal mit einem
  • 26:01 - 26:06
    Viertel der Lichtgeschwindigkeit zu
    reisen, was zumindest theoretisch machbar
  • 26:06 - 26:13
    wäre, dann braucht man halt 160 Jahre. Das
    ist noch vielleicht vertretbar für ein
  • 26:13 - 26:19
    paar Generationen, die sich auf den Weg
    machen. Wenn man keine Alternativen hat.
  • 26:19 - 26:26
    Gut. Was soll das zeigen? Bevor wir diesen
    Weg gehen, müssen wir uns sehr genau
  • 26:26 - 26:32
    Gedanken machen. Lohnt es sich wirklich
    dorthin zu reisen und. Da brauchen wir
  • 26:32 - 26:38
    mehr Informationen zu. Und das sind so ein
    Rahmenparameter, die ich kurz ansprechen
  • 26:38 - 26:44
    möchte. Das eine ist, wir brauchen
    konkretere Messdaten, also ist das
  • 26:44 - 26:49
    eigentlich ein Gesteinsplanet? Ist das ein
    Gasplanet? Wie groß ist der? Welche Dichte
  • 26:49 - 26:53
    hat er? Damit wir wirklich sagen können,
    lohnt sich das? Was die Astronomen oder
  • 26:53 - 26:56
    eines der tollsten Diagramme in der
    Astronomie ist das sogenannte
  • 26:56 - 27:02
    Herzsprung-Russell-Diagramm. Das sieht er hier
    auf der rechten Seite. Das ist dieser.
  • 27:02 - 27:11
    Dieses. Dieses rote Gebilde nenne ich es
    mal und das ist einfach eine reale, reale
  • 27:11 - 27:17
    Messung aller Sterne. Hier im Umkreis von
    fünf Millionen Lichtjahren um die Erde hat
  • 27:17 - 27:22
    man alle, alle Sterne hier
    zusammengepackt. Jeder Stern ist ein Punkt
  • 27:22 - 27:25
    und das Rote sind einfach ganz viele
    Sterne, die da aufeinander liegen. Und das
  • 27:25 - 27:29
    erklärt so ein bisschen das Leben eines
    Sterns. Der wird geboren, der fängt
  • 27:29 - 27:33
    irgendwo hier unten an, ist sehr
    leichtschwach? Die Lichtstärke ist hier
  • 27:33 - 27:40
    die y-Achse und die x-Achse hat
    verschiedene Kategorien. Ganz oben haben
  • 27:40 - 27:45
    wir die Temperatur. Wir haben einen
    Sterntypen und unten auch die die
  • 27:45 - 27:52
    Leuchtfarbe. Das heißt, die Sonne ist hier
    irgendwo in der Mitte bei Nomina City 1,
  • 27:52 - 27:59
    das misst man in Sol, also im Sonnenlicht
    stärken, das heißt bei eins eins ist genau
  • 27:59 - 28:04
    der Schnittpunkt der Sonne und alle
    anderen Sterne sind demgegenüber hier
  • 28:04 - 28:07
    aufgetragen. Im Diagramm also ein
    neugeborener Stern fängt irgendwo hier
  • 28:07 - 28:11
    unten an, es kommen die Fusionskräfte und
    so weiter. Er wird immer heller, immer
  • 28:11 - 28:16
    heißer und irgendwann entscheidet sich
    hier oben in diesem, diesem Block sein
  • 28:16 - 28:26
    Leben. Er geht raus als roter Planet, geht
    unter oder wird zum Zwergplaneten, wirft
  • 28:26 - 28:34
    seine Hüllen ab und endet als weißer
    Zwerg. So, das ganze geht noch fröhlich
  • 28:34 - 28:41
    weiter. Wir müssen uns noch Gedanken
    machen über das Gewicht von Planeten. Die
  • 28:41 - 28:45
    kriegen wir auch raus mit der Radial-
    Geschwindigkeitsmethode. Das zweite ist
  • 28:45 - 28:51
    die Durchmesserdichte von Sternen und
    Planeten. Da ist vor allem das Thema
  • 28:51 - 28:56
    Astrosaismologie sehr interessant. Und
    wenn wir uns die Atmosphäre angucken,
  • 28:56 - 29:01
    können wir das auch tun. Wir haben den
    Stern, wir haben den Planeten, der
  • 29:01 - 29:07
    durchzieht. Aus der Atmosphäre des
    durchziehenden Planeten bekommen wir
  • 29:07 - 29:13
    gewisse Wellenlängen. Einmal vom Stern
    selber und das gemeinsame Bild unter
  • 29:13 - 29:18
    Subtraktionsverhalten gibt die
    Wellenlängen des jeweiligen Sterns. Das
  • 29:18 - 29:21
    können wir machen und dann sieht das
    Ergebnis so aus. Das ist jetzt meine
  • 29:21 - 29:28
    letzte Folie, mit der bin ich auch durch.
    Als Beispiel haben wir hier WASP-39B. Ein
  • 29:28 - 29:35
    Supergigant mit Umlaufzeit von vier Tagen.
    Ein bisschen heiß vor uns, aber hier
  • 29:35 - 29:40
    können wir sehr schön sehen, wie wir
    verschiedene Moleküle eines Exoplaneten
  • 29:40 - 29:47
    wirklich vermessen können. Bei einem
    Exoplaneten mit 700 Jahren, Lichtjahren
  • 29:47 - 29:54
    Entfernung. Gut, vielen Dank. Ich kenne
    Signale, dass die Zeit vorbei ist und
  • 29:54 - 30:01
    hoffe, der Einblick hat euch gefallen und
    man findet einiges an Material dazu. Und
  • 30:01 - 30:06
    Kepler ist gerade gestartet. Weitere
    Missionen auch. Das heißt, wir kriegen
  • 30:06 - 30:10
    jede Menge neuer Instrumente, die die
    Messung hier auch werden verbessern
  • 30:10 - 30:12
    können.
  • 30:12 - 30:18
    Herald: Lieber Knud, das höchste Lob,
    dessen Vulkanier fähig sind. Faszinierend.
  • 30:18 - 30:25
    Bitte stell dir jetzt einen Raum vor, wo
    dutzende Menschen so dieses faszinierend
  • 30:25 - 30:30
    aufstehen, bevor ein tosender Applaus
    kommt. Und es tut mir so herzlich leid,
  • 30:30 - 30:36
    dass wir sozusagen im virtuellen jetzt Dir
    dieses Erlebnis nicht bieten können, dass
  • 30:36 - 30:40
    du einen, wie ich finde und wie, alleine
    durch die Anzahl der Fragen, die
  • 30:40 - 30:45
    inzwischen rein gepurzelt sind, viele
    Wesen es faszinierend fanden, was du
  • 30:45 - 30:50
    gesagt hast und auch, wie du es gesagt
    hast. Wir haben Fragen und wir haben ein
  • 30:50 - 30:54
    bisschen auf die Zeit achten müssen, aber
    niemand wollte dich wirklich unterbrechen,
  • 30:54 - 30:57
    bis auf die Zeit hat.
    Henke: Ich hätte noch weiter machen
  • 30:57 - 31:02
    können. alle lachen
    Herald: Keine Frage. Du, die allererste
  • 31:02 - 31:08
    Frage, die, die mir ich starte mal. Das
    fühlt sich immer noch starten würde. Kann
  • 31:08 - 31:15
    man denn tatsächlich voraussetzen, dass
    die Bahnebene aller Planeten immer, dass
  • 31:15 - 31:20
    alle Planeten immer auf einer Bahn laufen?
    Henke: Nein, kann man nicht. Also
  • 31:20 - 31:26
    typischerweise ist es so, wenn sich einen
    ein Sternensystem bildet, dann tut es das
  • 31:26 - 31:34
    in einer Aggregationsscheibe. Das heißt
    das Gas komprimiert sich im Universum. Es
  • 31:34 - 31:38
    kommen typische Sternenentstehungs-
    Gebiete. Da zeigen wir euch, auch heute
  • 31:38 - 31:44
    müssen diese morgen Nacht ein bisschen was
    in den Live Durchgang. Und in diesen
  • 31:44 - 31:50
    Sternen-Gebieten sammelt sich das Gas, die
    die Teilchen verklumpen und in diesem
  • 31:50 - 31:55
    Prozess selber bildet sich eine
    Scheibenform aus. Das heißt typischerweise
  • 31:55 - 32:00
    ja sind die Planeten immer in einer Bahn
    Ebene, aber die können auch gestört
  • 32:00 - 32:05
    werden, wie z. B. bei uns der
    Planet Pluto oder es ist der Zwergplanet
  • 32:05 - 32:09
    Pluto. Der ist gestörte läuft nicht in
    derselben Bahn wie die anderen Planeten
  • 32:09 - 32:16
    oder die denen haben vor zwei Jahren eine
    total interessante Entdeckung gemacht,
  • 32:16 - 32:21
    dass der... da haben Exoplaneten
    detektiert, die rückläufig sind zur
  • 32:21 - 32:26
    Rotationsbewegung ihrer Sterne. Es gibt
    alles mögliche da draußen und alles was
  • 32:26 - 32:29
    wir wissen ist, dass wir nichts wissen...
    und ...
  • 32:29 - 32:32
    Herald: Was wir auch ein bisschen geht auf
    folgende Frage in diese Richtung. Denn
  • 32:32 - 32:36
    wenn man einen Exoplaneten entdeckt hat,
    dadurch durch die Helligkeits-änderung das
  • 32:36 - 32:38
    was du am Anfang sagtest.
    Helligkeitsänderung einer Sonne, auf die
  • 32:38 - 32:42
    du ja guckst, wenn der Planet da quasi
    durchgeht, ist es nicht extrem
  • 32:42 - 32:47
    unwahrscheinlich, dass die Planeten direkt
    zwischen uns und der entfernten Sonne
  • 32:47 - 32:49
    stehen?
    Henke: Ja.
  • 32:49 - 32:53
    Herald: Du hattest ja gesagt, dass es nur
    noch 0,46 prozent Wahrscheinlichkeit gibt.
  • 32:53 - 32:58
    Also ja, und wie viele Exoplaneten sind
    uns denn da sozusagen durch die Lappen
  • 32:58 - 33:02
    gegangen?
    Henke: Ja, jede Menge. Also. Es gilt
  • 33:02 - 33:07
    heute als STANDARD, dass ein Stern
    Planeten hat. Da kann man fest von
  • 33:07 - 33:14
    ausgehen. Bei der Erdgroßen Planeten sind
    wir tatsächlich unter einem Prozent. Beim
  • 33:14 - 33:17
    Jupiter ungefähr haben wir eine
    Wahrscheinlichkeit von 10 prozent, dass
  • 33:17 - 33:20
    wir ihn detektieren würden, wenn er vor
    seiner Sonne vorbeizieht.
  • 33:20 - 33:24
    Herald: Nur ganz kurz zur Sicherheit,
    damit ich das richtig verstanden habe.
  • 33:24 - 33:30
    Eigentlich können wir davon ausgehen, dass
    jeder Stern ein Planetensystem hat?
  • 33:30 - 33:36
    Henke: Ja, also fast jeder. Man hat sie
    auch nahezu überall gefunden. Die meisten
  • 33:36 - 33:41
    Sterne, die wir draußen haben, sind nicht
    einmal einzelne Sterne. Das heißt, 50
  • 33:41 - 33:44
    prozent aller Sterne, die wir sehen, wenn
    wir in den Himmel gucken, sind tatsächlich
  • 33:44 - 33:48
    Doppelstern-Systeme, also zwei Sterne, die
    sich umeinander drehen. Auch bei diesen
  • 33:48 - 33:53
    Doppelstern-System hat man Exoplaneten
    schon gefunden, die sich entweder um jeden
  • 33:53 - 33:57
    Stern einzeln befinden oder sogar auch
    außerhalb des der rotierenden
  • 33:57 - 34:02
    Doppelsterne. Also auch da wurde schon im
    Prinzip alles gefunden. Und genau dann
  • 34:02 - 34:07
    gibt es mehrfach Sternensysteme, dreifach,
    vierfach Sterne, die umeinander rotieren
  • 34:07 - 34:11
    und so die einzelnen Sterne sind
    tatsächlich eher mit einer Ausnahme.
  • 34:11 - 34:16
    Herald: Das erklärt ein bisschen auch die
    Frage, wäre ein Planet in der Größe der
  • 34:16 - 34:20
    Erde messbar und oder welche Methoden
    findet? Mit welchen Methoden würde man
  • 34:20 - 34:26
    solche eher kleinere Exoplaneten finden?
    Henke: Ja, also er ist messbar.
  • 34:26 - 34:32
    Inzwischen ist er auch gut messbar mit der
    Transmissionsmethode, also mit den
  • 34:32 - 34:36
    Helligkeiten unterschieden. Da ist es nur
    die Wahrscheinlichkeit, die letztlich
  • 34:36 - 34:40
    dafür sorgt, dass ich ein Signal nicht
    detektiere. Aber mit den heutigen Kameras
  • 34:40 - 34:49
    ist das absolut machbar, auch Erd-ähnliche
    Planeten entsprechend zu detektieren. Es
  • 34:49 - 34:56
    wird auch demnächst 2026 die nächste
    Satellitenmission dazu steigen, die sich
  • 34:56 - 35:04
    genau auf Erd-große Planeten konzentriert,
    die um ferne Sterne rotieren. Da erhofft
  • 35:04 - 35:10
    man sich jede Menge von, was diese Mission
    noch auszeichnet ist die Astro
  • 35:10 - 35:16
    Seismologen. Das heißt ein Stern fängt wie
    beim Erdbeben an, praktisch oder wenn ich
  • 35:16 - 35:22
    ein Vulkanausbruch habe, kann ich darüber
    auch detektieren über die Frequenzen, die
  • 35:22 - 35:26
    abgegeben werden. Was passiert eigentlich
    innerhalb in dem Falle der der Erde oder
  • 35:26 - 35:29
    unterhalb der Erde? In welcher Tiefe
    passiert da was? Dafür gibt es auch Astro-
  • 35:29 - 35:34
    Seisosmologie. Das heißt, ich kann aus der
    Eigenschwingungsfrequenz des Sterns aussagen,
  • 35:34 - 35:39
    wie sieht es eigentlich da drin aus? Und
    darüber kann ich viel präziser, als bisher
  • 35:39 - 35:44
    Informationen über den eigentlichen Stern
    rauskriegen. Sein Alter, seine
  • 35:44 - 35:49
    Zusammensetzung und so weiter und darüber
    auch detektieren eigentlich, oder oder
  • 35:49 - 35:53
    viel genauer bestimmen. Wie sieht es mit
    dem Planeten aus? Und natürlich das ganze
  • 35:53 - 35:58
    Thema der künstlichen Intelligenz spielt
    ja auch eine riesen Rolle. Ich hatte
  • 35:58 - 36:03
    vorhin schon gesagt, Planeten entstehen in
    der Regel zusammen mit ihren Sternen oder
  • 36:03 - 36:08
    sie tun es eigentlich immer. Es sei denn,
    ein Stern fängt ein Planeten an, der durch
  • 36:08 - 36:16
    das Universum irrt und sich dann auf eine
    Umlaufbahn begibt. Und ich kann
  • 36:16 - 36:21
    theoretisch auch aus der Materie, die ein
    Stern abgibt, darauf zurückschießen,
  • 36:21 - 36:27
    welche Atome oder aus welchen Atomen die
    jeweiligen Planeten bestehen. Und eins
  • 36:27 - 36:30
    kann ich auch im Labor gucken, aber
    welchen drücken? Bei welcher Temperatur
  • 36:30 - 36:35
    entstehen daraus welche Moleküle? Das
    heißt, wir können auch darüber alleine,
  • 36:35 - 36:40
    wenn wir genauer gucken woraus besteht ein
    Stern? Und daran arbeitet man gerade sehr
  • 36:40 - 36:46
    intensiv. Versuchen über KI Modelle
    rauszukriegen, na ja, was können da
  • 36:46 - 36:49
    eigentlich für lohnenswerte Planeten in
    der Nähe sein?
  • 36:49 - 36:53
    Herald: Bevor wir zu den letzten Fragen
    kommen, lass mich diese Gelegenheit
  • 36:53 - 36:57
    unbedingt nutzen, um dir kurz einen
    Eindruck davon zu vermitteln, was hier
  • 36:57 - 37:03
    abgeht. Im Fragenkatalog und aber auch
    Twitter lässt ausrichten, dass sie nämlich
  • 37:03 - 37:08
    deine Stimme als sehr angenehm empfindet.
    Henke kichert
  • 37:08 - 37:12
    Herald: Du sprudelt voller Wissen. Da ist
    er. Daher ist die naheliegende Frage, wann
  • 37:12 - 37:16
    gibt es ein Podcast mit deiner Stimme und
    mit deinem Wissen?
  • 37:16 - 37:18
    Henke lacht
    Henke: Es ist nichts gegen Menschen auf.
  • 37:18 - 37:23
    Es ist tatsächlich meine erste Live-
    Übertragung dieser Art. Ich freue mich auf
  • 37:23 - 37:25
    das oder über die...
    Herald: Aber die Idee ist jetzt geboren,
  • 37:25 - 37:28
    oder?
    Henke: Danke!
  • 37:28 - 37:35
    Herald: Die O-Ortsche Wolke, die er
    vermutlich unser Sonnensystem begrenzt,
  • 37:35 - 37:42
    könnt ihr auch so etwas messen?
    Henke: Ist mir nicht so bekannt.
  • 37:42 - 37:50
    Herald: Okay. Ich habe tatsächlich noch
    die Frage, würdet ihr denn eine
  • 37:50 - 37:54
    außerirdische Zivilisation in irgendeiner
    Art und Weise detektieren können, schwebt
  • 37:54 - 37:57
    das nicht im Raum die Frage?
    Henke: Ja, die Fragen schwebt natürlich
  • 37:57 - 38:01
    im Raum. Die Frage ist was ist eine
    außerirdische Zivilisation? Wir gucken
  • 38:01 - 38:05
    natürlich immer nur von uns als Menschen,
    als Kohlenstoff basierte Wesen. Das heißt,
  • 38:05 - 38:12
    wir gucken da nach primär Methan und auch
    Sauerstoff. Beides zwei Gase, die sich ja
  • 38:12 - 38:17
    nicht von selbst in einer Atmosphäre
    entstehen, auch abgebaut werden über die
  • 38:17 - 38:24
    Zeit. Das heißt, wenn man diese Moleküle
    findet, dann geht man nach heutigem Stand
  • 38:24 - 38:32
    davon aus, da muss irgendeine Kohlenstoff
    basierte Lebensform existieren. Danach
  • 38:32 - 38:37
    sucht man. Aber es könnte ja genauso gut
    andere Lebensformen geben, die vielleicht
  • 38:37 - 38:41
    nicht der unserigen entsprechen. Man hat
    auch festgestellt oder hier sehr schön
  • 38:41 - 38:46
    sehen können an diesem ganzen Thema der
    Exoplaneten. Man hat erst immer unser
  • 38:46 - 38:49
    Sonnensystem extrapoliert auf andere
    Sterne und gesagt: Mensch, in der Mitte
  • 38:49 - 38:54
    sind oder nahe der Sonne sind Planeten.
    Die großen Planeten sind weit außerhalb,
  • 38:54 - 38:58
    das sind die Gasriesen. Und dann hat man
    gemessen und festgestellt, ups, da ist,
  • 38:58 - 39:02
    habe ich vorhin kurz gezeigt. Zum Beispiel
    ein riesiger Gastplanet, der sich alle 2,2
  • 39:02 - 39:06
    Tage um die Sonne dreht. Wie kann das
    sein? In der Nähe eines Sternes habe ich
  • 39:06 - 39:11
    so viel Strahlungsdruck, da dürfte gar
    kein Gas sein. Das müsste ja eigentlich
  • 39:11 - 39:17
    weg pusten, könnte da gar nicht entstehen.
    Und hat darüber z. B. dann
  • 39:17 - 39:20
    letztlich wieder in Modellrechnungen
    gezeigt, na ja, gut, es kann durchaus
  • 39:20 - 39:26
    sein, weil solch ein Gasplanet sich
    während der Rotation um den Stern immer
  • 39:26 - 39:31
    stärker verlangsamt, da er wechselwirkt
    mit den Staubpartikel und ähnlichem was da
  • 39:31 - 39:35
    passiert und er wird einfach langsamer und
    je langsamer er wird, desto näher
  • 39:35 - 39:39
    rückt er zur Sonne um einfach das
    Gleichgewicht aus Masse und Co
  • 39:39 - 39:41
    hinzukriegen.
    Herald: Könnte da vielleicht das James
  • 39:41 - 39:43
    Webb irgendwie euch helfen als
    Instrumentarium?
  • 39:43 - 39:46
    Henke: Ja, das James Webb des
    exekutierten Teleskop, was gerade
  • 39:46 - 39:54
    gelauncht wurde, hat? Genau oder hat sehr
    feine Instrumente, die auch helfen werden
  • 39:54 - 40:00
    hier genauere Messungen zu machen, vor
    allem auch im Spektroskopie Bereich.
  • 40:00 - 40:06
    Herald: Noch einmal ein Dankeschön aus dem
    IRC, nur positives Feedback. Twitter
  • 40:06 - 40:09
    bedankt sich für den Vortrag, nicht nur
    für deine Stimme.
  • 40:09 - 40:11
    Henke lächelt
    Herald: Eine Frage habe ich noch.
  • 40:11 - 40:19
    Vielleicht auch ein bisschen aus der
    Informatik motiviert. Claude Shannon ganz
  • 40:19 - 40:24
    bekannter Name aus der Informatik. Ich
    lese dir mal die Frage vor. Ich tu mich
  • 40:24 - 40:28
    selber ein bisschen schwer, den
    Zusammenhang zu sehen. Aber misst man
  • 40:28 - 40:33
    eigentlich beim Suchen auch die
    Informationsdichte? Ich interpretiere es
  • 40:33 - 40:37
    ein bisschen in Richtung Entropie,
    Information im Sinne von Claude Shannon.
  • 40:37 - 40:40
    Kannst du was mit der Frage anfangen?
    Henke: Nein, leider nicht.
  • 40:40 - 40:50
    Herald: Tut mir leid, liebe Fragesteller.
    Henke: Also vielleicht, was die KI-
  • 40:50 - 40:55
    Modelle betrifft. Man man packt natürlich
    alles rein, was ich heute an Informationen
  • 40:55 - 41:00
    habe, und dass das Interessante an diesem
    Modell ist, dass sie versuchen, die
  • 41:00 - 41:07
    wahrscheinlichen Entwicklungsmodelle der
    Exoplaneten um die Sonne herzuleiten. Und
  • 41:07 - 41:11
    eines der interessanten Bereiche zum
    Beispiel ist die Wärmeleitfähigkeit eines
  • 41:11 - 41:18
    eines Planeten. Wenn ich zum Beispiel die
    Erde nehme. Das Material ist gut,
  • 41:18 - 41:22
    Wärmeleitfähigkeit. Ich habe
    Vulkanausbrüche, ich habe Plattentektonik
  • 41:22 - 41:26
    und so weiter und so fort. Der Mars ist da
    eher langweilig, der kühlt ganz allmählich
  • 41:26 - 41:29
    aus, da passiert nicht viel. Vielleicht
    spukt da mal ein kleines Vulkännchen, aber
  • 41:29 - 41:35
    das war's auch schon. Und bei der Venus
    ist es wieder umgekehrt. Sind aber alles
  • 41:35 - 41:39
    drei Gesteinsplaneten, die sich völlig
    anders entwickeln. Jetzt geht es natürlich
  • 41:39 - 41:44
    darum, dass wir mit verschiedenen Input-
    Parametern gucken. Welche dieser Parameter
  • 41:44 - 41:49
    wirkt sich eigentlich wie auf die
    nachhaltige Entwicklung eines Exoplaneten
  • 41:49 - 41:56
    aus? Und deshalb starten jetzt auch in den
    nächsten Nächsten um 20 30 rum sind
  • 41:56 - 42:00
    verschiedene Venus Mission angemeldet, die
    zum Beispiel an der Venus gucken wollen.
  • 42:00 - 42:03
    Was ist da eigentlich genau passiert? Weil
    es gibt verschiedene Modellrechnungen, die
  • 42:03 - 42:10
    alle dazu führen. Mensch, die Venus kriegt
    den Klimakollaps und hat dementsprechend
  • 42:10 - 42:14
    Treibhauseffekt e und all diese Wolken.
    Aber wir wissen nicht, welcher der Wege
  • 42:14 - 42:19
    dorthin geführt hat und da hilft auch
    nichts. Da muss man sich angucken und
  • 42:19 - 42:21
    ausprobieren.
    Herald: Lieber Knud, mit Blick auf die
  • 42:21 - 42:27
    Raumzeit Zeit möchte ich mit einer Frage
    schließen: welche Hoffnungen verknüpfen
  • 42:27 - 42:30
    Menschen mit erdähnlichen Exoplaneten?
    Knud lacht Und wie wahrscheinlich ist
  • 42:30 - 42:35
    die Erfüllung dieser Hoffnung, dass so als
    Abschluss bitte kurz selber auf die Zeit.
  • 42:35 - 42:40
    Wir haben doch keine Zeit. Leider. Es
    könnte stundenlang so weitergehen. Denk
  • 42:40 - 42:48
    bitte dran im Breakout Room der Link wird
    im IRC veröffentlicht werden. Könnte man
  • 42:48 - 42:52
    diese Diskussion, wenn du Zeit hast, noch
    weitertreiben, worum ich dich herzlich
  • 42:52 - 42:54
    einladen.
    Henke: Ich versuche direkt mal
  • 42:54 - 42:57
    rein zugehen. Herald: Mit welchen Hoffnungen
    lässt du uns gehen?
  • 42:57 - 43:03
    Henke: lacht Ich also bis auf die ansehnlicher
    Sachverhalte bitte in meinem Animate
  • 43:03 - 43:05
    entsprechende Exoplaneten gibt. Und wir
    können uns auch sehr sicher sein, dass
  • 43:05 - 43:10
    irgendwo da draußen Leben existiert. Also
    wenn man annimmt, jeder Stern hat zwei
  • 43:10 - 43:19
    Exoplaneten. Wir haben allein in der in
    der Milchstraße 400 Millionen Sterne, wir
  • 43:19 - 43:23
    kennen ein paar Milliarden Galaxien
    inzwischen. Wenn man das hochrechnet, sind
  • 43:23 - 43:26
    wir im Trilliarden Bereich an Exoplaneten,
    die es irgendwo im sichtbaren Universum
  • 43:26 - 43:29
    gibt. Und wir haben hier eine Grenze des
    Sichtbaren. Wir können nicht drüber hinaus
  • 43:29 - 43:33
    gucken. Also die statistische
    Wahrscheinlichkeit, dass es irgendwo
  • 43:33 - 43:38
    anders nicht Exoplaneten gibt, auf denen
    irgendeine Form von Leben ist, ist sehr
  • 43:38 - 43:42
    gering. Du weißt, die Schwierigkeit ist
    halt wirklich dorthin zu kommen. Und auch
  • 43:42 - 43:48
    das wird uns vielleicht gelingen in den
    nächsten Jahren. Eine Hoffnung ist z. B.,
  • 43:48 - 43:53
    dass sich große Sonnensegel
    baue, die ständig mit Lasern beschieße,
  • 43:53 - 43:58
    die dann mit so einer großen Laser
    befeuerten Segel ihre ihre Fracht durch
  • 43:58 - 44:04
    den Weltall ziehen. Damit können wir zum
    Beispiel so 25 30 prozent der
  • 44:04 - 44:08
    Lichtgeschwindigkeit erreichen. Das ist
    schon ziemlich cool. Und so was mit
  • 44:08 - 44:10
    Warpantrieb, das wird noch nicht
    funktionieren.
  • 44:10 - 44:14
    Herald: Und damit hast du eben gerade
    nachgewiesen, dass es eigentlich
  • 44:14 - 44:17
    wahrscheinlicher ist, dass es extra
    terrestrische Intelligenz gibt, als dass
  • 44:17 - 44:22
    es das nicht ist. Also wenn das kein
    Ausblick auf die nächsten Talk sind und
  • 44:22 - 44:28
    bitte denke an die Idee mit Podcast,
    deiner Stimme, mit deinem Wissen. Vielen,
  • 44:28 - 44:30
    vielen Dank.
    Henke: Gerne.
  • 44:30 - 44:36
    Herald: Ich kann mir vorstellen, dass
    gerade fasziniert jede Menge Wesen dankbar
  • 44:36 - 44:41
    für diesen Talk. Geht bitte in den
    Breakout Room. Knud wird noch ein bisschen
  • 44:41 - 44:46
    da sein.
    Moderator: Sonst kommt vorbei in die
  • 44:46 - 44:53
    Sternwarte. Wir sind jeden Freitag da und
    wenn Corona vorbei ist, dann klappt das
  • 44:53 - 44:59
    hoffentlich wieder alles. Gut, danke.
    Henke: Danke dir!
  • 44:59 - 45:00
    rc3 Nachspannmusik
  • 45:00 - 45:14
    Untertitel erstellt von c3subtitles.de
    im Jahr 2022. Mach mit und hilf uns!
Title:
Auf der Suche nach einer neuen Erde
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Video Language:
German
Duration:
45:17

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