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There's No Tomorrow (2012)

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    There's No Tomorrow
    (Übersetzung von Thaddl, KAOS, Max und Moritz)
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    Das ist die Erde,
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    wie sie vor 90 Millionen Jahren aussah.
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    Geologen nennen dieses Zeitalter "Oberkreide".
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    Es war eine Zeit extremer globaler Erwärmung,
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    in der noch die Dinosaurier die Erde beherrschten.
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    Sie lebten ihr Leben,
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    sicher dort oben an der Spitze der Nahrungskette,
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    und waren sich der Veränderungen, die um sie herum vor sich gingen, nicht bewusst.
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    Die Kontinente drifteten auseinander,
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    und es entstanden riesige Brüche in der Erdkruste.
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    Diese wurden, vom Wasser geflutet, zu Meeren.
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    In der extremen Wärme gediehen Algen,
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    die mit der Zeit das Wasser vergifteten.
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    Sie starben
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    und fielen zu Billionen zum Grunde der Gräben.
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    Flüsse wuschen Sedimente in die Meere
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    unter denen die organischen Überreste der Algen begraben wurden.
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    Mit dem Druck der Sedimente stieg auch die Temperatur,
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    bis schließlich eine chemische Reaktion das organische Material
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    in kohlenwasserstoff-basierte fossile Brennstoffe verwandelte:
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    Erdöl und Erdgas.
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    Ein ähnlicher Prozess spielte sich auf dem Land ab
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    und ließ dort Kohle entstehen.
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    Die Natur brauchte etwa fünf Millionen Jahre,
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    um die Menge an fossilem Brennstoff zu erzeugen, die die Welt in einem Jahr verbraucht.
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    Der moderne Lebensstil
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    ist abhängig von diesem zu Gas und Öl gewordenen Sonnenlicht,
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    auch wenn eine erstaunlich hohe Zahl von Leuten es für selbstverständlich hält.
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    Seit 1860 haben Geologen über 2 Billionen Barrel Öl entdeckt.
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    Seitdem hat die Welt annähernd die Hälfte dieser Menge verbraucht.
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    Bevor man Erdöl fördern kann, muss es erst einmal entdeckt werden.
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    Anfangs war es einfach zu finden und billig in der Förderung.
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    Das erste große amerikanische Ölfeld war Spindletop,
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    das 1900 entdeckt wurde.
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    Viele weitere folgten.
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    Geologen durchforsteten die USA.
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    Sie fanden enorme Vorkommen von Erdöl, Erdgas und Kohle.
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    Die USA produzierten mehr Öl als jedes andere Land,
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    und wurde mit seiner Hilfe zu einer industriellen Supermacht.
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    Wenn eine Ölquelle beginnt, Öl zu fördern,
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    ist es nur eine Frage der Zeit, bis die geförderte Menge abzunehmen beginnt.
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    Verschiedene Ölquellen haben unterschiedliche Produktionsraten.
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    Legt man den Durchschnitt vieler Quellen zugrunde
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    ergibt sich ein Graph, der einer Glockenkurve ähnelt.
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    Typischerweise
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    dauert es 40 Jahre vom Höhepunkt der Entdeckung neuer Quellen
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    bis ein Land seinen Produktionshöhepunkt erreicht -
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    danach beginnt eine permanente Abnahme.
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    In den 1950er-Jahren
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    sagte der für Shell arbeitende Geophysiker M. King Hubbert voraus,
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    dass Amerikas Ölproduktion um 1970 ihren Höhepunkt erreichen würde -
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    40 Jahre nach dem Höhepunkt der Entdeckungen US-amerikanischen Öls.
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    Nur wenige glaubten ihm.
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    Jedenfalls erreichte sie 1970
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    tatsächlich ihren Höhepunkt
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    und fiel von da an stetig.
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    Hubbert hatte Recht behalten.
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    Von da an
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    waren die USA zunehmend von importiertem Öl abhängig.
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    Das machte sie anfällig für Versorgungsunterbrechungen
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    und trug zur Wirtschaftskrise 1973
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    und zur Ölkrise 1979 bei.
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    In den 1930ern gab es die höchste Rate an Ölfunden in der Geschichte der USA.
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    Trotz fortgeschrittenener Technologie war der Rückgang
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    in der Entdeckung neuer amerikanischer Ölfelder unaufhaltsam.
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    Neuere Funde, wie z.B. ANWR,
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    würden höchstens Öl für 17 Monate liefern.
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    Sogar das neue "Jack 2" - Feld im Golf von Mexiko
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    würde die Inlandsnachfrage nur für ein paar Monate bedienen.
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    Trotz ihrer Größe kann keines dieser Felder
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    den Energie-Bedarf der USA auch nur annähernd decken.
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    Die Hinweise verdichten sich,
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    dass die weltweite Ölproduktion ihren Höhepunkt erreicht hat oder kurz davor ist.
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    Weltweit erreichte die Entdeckung neuer Ölfelder 1960 ihren Höhepunkt.
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    Über 40 Jahre danach
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    scheint der Rückgang in der
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    Entdeckung neuer Felder unaufhaltsam.
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    54 der 65 wichtigsten ölfördernden Länder
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    haben ihren Förderhöhepunkt schon erreicht.
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    Viele der anderen werden vermutlich in naher Zukunft folgen.
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    Die Welt müsste als Ersatz
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    alle 3 Jahre ein neues Saudi-Arabien finden,
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    der existierenden Ölfelder auszugleichen.
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    In den 1960ern
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    wurden pro verwendetem Barrel Öl, sechs neue Barrel gefunden.
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    4 Jahrzehnte später
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    verbraucht die Welt zwischen 3 und 6 Barrel Öl,
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    während eines gefunden wird.
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    Sobald das Fördermaximum der weltweiten Ölproduktion erreicht ist,
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    wird die Nachfrage nach Öl das Angebot übersteigen,
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    und der Benzinpreis wird stark schwanken,
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    was Auswirkungen auf viel mehr als nur Tankrechnungen haben wird:
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    Moderne Städte sind abhängig von fossilen Brennstoffen.
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    Sogar Straßen werden mit Asphalt gebaut -
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    einem Erdölprodukt -
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    genau wie die Dächer vieler Häuser.
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    Große Gebiete würden unbewohnbar werden.
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    ohne Heizung im Winter oder Klimaanlagen im Sommer.
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    Die Zersiedelung der Städte führt dazu, dass Menschen
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    viele Kilometer zur Arbeit, zur Schule und zum Einkauf fahren.
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    In Großstädte liegen Wohngebiete
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    und Geschäftsbereiche weit von einander entfernt,
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    so dass die Bewohner auf Autos angewiesen sind.
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    Vorstädte und viele Gemeinden wurden in der Annahme gestaltet,
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    dass Öl und Energie im Überfluss vorhanden sind.
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    Chemikalien, die aus fossilen Brennstoffen gewonnen werden -
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    sogenannte Petrochemikalien -
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    sind unerlässlich für die Herstellung zahlloser Produkte.
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    Die moderne Landwirtschaft
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    ist stark abhängig von fossilen Energieträgern,
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    genau wie Krankenhäuser,
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    Luftverkehr,
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    die Wasserversorgung
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    und das U.S.-Militär,
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    das allein schon 140 Millionen Barrel Öl pro Jahr verbraucht.
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    Fossile Energieträger sind ebenso unerlässlich in der Herstellung von Kunststoffen und Polymeren,
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    Hauptbestandteile in Computern, Unterhaltungsgeräten und Kleidung.
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    Die Weltwirtschaft ist derzeit von einem endlosem Wachstum abhängig,
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    welches immer mehr billige Energie erfordert.
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    Wir sind sind so abhängig von Erdöl und anderen fossilen Energieträgern,
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    dass schon eine kleine Unterbrechung der Versorgung
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    weitreichende Auswirkungen auf jeden Bereich unseres Lebens haben könnte.
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    ENERGIE
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    Energie ist die Fähigkeit, Arbeit zu verrichten.
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    Eine durchschnittliche Person in den USA kann heute über eine Energie verfügen, die 150 Sklaven aufbringen würden, die rund um die Uhr arbeiten.
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    Materialien, die diese Energie für die Arbeit in sich speichern, nennt man Energieträger.
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    Manche Energieträger enthalten mehr Energie als andere.
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    Dies nennt man Energiedichte.
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    Von diesen Energieträgern ist Erdöl der bedeutendste.
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    Die Welt verbraucht 30 Milliarden Barrel im Jahr,
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    das entspricht gut 4 km³ Öl (einer Kubikmeile),
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    die so viel Enrgie enthalten,
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    wie 52 Kernkraftwerke bei einer Laufzeit
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    von 50 Jahren erzeugen würden.
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    Mit Öl werden zwar nur 1,6% des Stromes der USA erzeugt,
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    es treibt aber 96% des gesamten Transports an.
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    2008 importierten die USA zwei Drittel ihres Öls.
    (97% in Deutschland)
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    Das meiste kam aus Kanada,
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    Mexiko,
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    Saudi Arabien,
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    Venzuela,
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    Nigeria, Irak und Angola.
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    Verschiedene Eigenschaften machen Öl so einzigartig:
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    es hat eine hohe Energiedichte.
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    Ein Barrel Öl enthält soviel Energie
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    wie fast drei Arbeitsjahre eines Menschen.
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    Es ist bei Raumtemperatur flüssig,
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    einfach zu transportieren,
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    und in kleinen Motoren nutzbar.
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    Um Energie zu bekommen, muss man Energie benutzen.
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    Der Trick ist, wenig Energie aufzubringen, um viel Energie zu finden und zu erhalten.
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    Das nennt man Erntefaktor (EROEI):
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    Energiegewinn pro Energieinvestition.
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    Konventionelles Öl ist ein gutes Beispiel.
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    Das einfach zu fördernde, hochwertige Rohöl wurde zuerst ausgepumpt.
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    Ölfirmen investierten so viel Energie wie in einem Barrel Öl steckt, um 100 Barrel zu finden und zu fördern.
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    Der EROEI von Öl war also 100.
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    Weil das einfach zu findende Öl zuerst gefördert wurde,
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    verlagerte sich die Exploration bald in tiefe Gewässer
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    oder ferne Länder,
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    wofür ein immer größerer Energieaufwand erforderlich war.
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    Oft ist das Rohöl, das wir heute finden, schwer oder schwefelhaltig
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    und teuer in der Verarbeitung.
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    Der EROEI für Erdöl beträgt heute nur noch 10.
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    Wenn man mehr Energie braucht, um an den Energieträger zu kommen,
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    als darin eingelagert ist, ist das den Aufwand nicht wert.
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    Es ist möglich, einen Energieträger in einen anderen umzuwandeln.
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    Immer wenn man das tut,
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    geht ein Teil der ursprünglich enthaltenen Energie verloren.
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    Unkonventionelles Öl ist ein Beispiel:
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    Teersande und Ölschiefer.
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    Teersande werden hauptsächlich in Kanada abgebaut,
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    zwei Drittel des weltweiten Ölschiefers in den USA.
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    Beide Energieträger können in synthetisches Rohöl umgewandelt werden.
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    Dazu benötigt man aber Hitze und Süßwasser in großen Mengen,
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    was den EROEI vermindert,
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    der zwischen 5 und nur 1,5 liegt.
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    Öl-Schiefer ist ein besonders energiearm,
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    der in jedem Pfund etwa ein Drittel der Energie enthält,
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    die in einer Schachtel Cornflakes steckt.
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    Kohle gibt es in enormen Mengen,
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    und sie erzeugt fast die Hälfte der weltweiten Elektrizität.
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    Die Welt verbraucht gut 8,3 km³ Kohle im Jahr (fast 2 Kubikmeilen).
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    Aber auch die globale Kohle-Förderung könnte bis 2040 ihren Höhepunkt erreichen.
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    Die Behauptung, die USA hätten noch Kohle für Jahrhunderte, ist irreführend,
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    weil sie nicht auf steigende Nachfrage und abnehmende Qualität eingeht.
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    Viel von der hochwertigen Anthrazitkohle ist alle,
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    übrig bleibt minderwertigere Kohle mit niedrigerer Energiedichte.
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    Nachdem die Kohle an der Oberfläche erschöpft ist, fangen die Förderprobleme an,
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    und die Bergleute müssen tiefer und in schwerer zugänglichen Gebieten graben.
  • 11:11 - 11:14
    Häufig wird Tagebergbau betrieben, um die Kohlelagerstätten zu erreichen
  • 11:14 - 11:17
    - mit katastrophale Folgen für die Umwelt.
  • 11:20 - 11:23
    Erdgas wird meist in der Nähe von Öl und Kohle gefunden.
  • 11:24 - 11:27
    Die nordamerikanischen Erdgasfunde hatten ihren Höhepunkt in den 1950ern
  • 11:27 - 11:30
    und der Abbau Anfang der 70er.
  • 11:31 - 11:34
    Verschiebt man den Graphen der Erdgasfunde um 23 Jahre nach vorn,
  • 11:34 - 11:39
    wird die mögliche Zukunft der nordamerikanischen Erdgasproduktion
  • 11:39 - 11:40
    offenbar.
  • 11:41 - 11:45
    Neueste Durchbrüche haben die Förderung von unkonventionellem Gas ermöglicht,
  • 11:45 - 11:50
    wie z.B. Schiefergas, das helfen könnte, einen Rückgang in den kommenden Jahren abzufangen.
  • 11:51 - 11:54
    Unkonventionelles Gas ist umstritten,
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    weil es hohe Energiepreise benötigt, um rentabel zu sein.
  • 11:58 - 12:00
    Auch mit unkonventionellem Gas
  • 12:00 - 12:05
    könnte die globale Erdgasproduktion ihren Höhepunkt bis 2030 erreichen.
  • 12:08 - 12:11
    Noch existieren große Uranreserven für die Kernspaltung.
  • 12:12 - 12:16
    Um die 10 Terawatt zu ersetzen, die die Welt zur Zeit aus fossilen Brennstoffen generiert,
  • 12:16 - 12:19
    wären 10.000 Kernkraftwerke nötig.
  • 12:19 - 12:24
    Bei dieser Menge würden die bekannten Uranreserven nur 10 bis 20 Jahre reichen.
  • 12:25 - 12:29
    Experimente mit plutoniumbetriebenen "Schnelle Brüter"-Reaktoren
  • 12:29 - 12:31
    in Frankreich und Japan
  • 12:31 - 12:33
    waren teure Fehlschläge.
  • 12:34 - 12:38
    Die Kernfusion steht vor enormen technischen Hindernissen.
  • 12:39 - 12:40
    Dann gibt es noch die Erneuerbaren Energien.
  • 12:40 - 12:45
    Windkraft haft einen hohen EROEI, läuft aber nicht ununterbrochen.
  • 12:46 - 12:47
    Wasserkraft ist zuverlässig,
  • 12:47 - 12:51
    aber die meisten Flüße in Industriestaaten sind schon aufgestaut.
  • 12:52 - 12:54
    Konventionelle Erdwärmekraftwerke
  • 12:54 - 12:57
    nutzen vorhandene Hitzequellen kurz unter der Erdoberfläche.
  • 12:57 - 13:00
    Sie sind auf diese Gebiete beschränkt.
  • 13:01 - 13:03
    Im experimentellen HDR-Verfahren
  • 13:03 - 13:06
    werden zwei 9 Kilometer tiefe Schächte gebohrt.
  • 13:06 - 13:09
    Wasser wird den einen Schacht hinunter gepumpt, um sich in Gesteinsspalten zu erhitzen
  • 13:09 - 13:12
    und dann im anderen aufzusteigen und Energie zu erzeugen.
  • 13:13 - 13:15
    Laut einem neuen Bericht des Massachusetts Institute of Technology
  • 13:15 - 13:21
    könnte diese Technologie bis 2050 etwa 10% der US-Elektrizität erzeugen.
  • 13:22 - 13:25
    Wellenkraft ist an Küstengebiete gebunden.
  • 13:25 - 13:29
    Die Energiedichte von Wellen ist in jeder Region unterschiedlich.
  • 13:31 - 13:35
    Durch Wellen erzeugte Elektrizität ins Inland zu transportieren wäre schwierig.
  • 13:35 - 13:39
    Außerdem zersetzt die salzige Umgebung die Turbinen.
  • 13:41 - 13:43
    Biokraftstoffe sind landwirtschaftlichen Ursprungs.
  • 13:43 - 13:46
    Holz hat eine niedrige Energiedichte und wächst langsam.
  • 13:46 - 13:50
    Die Welt nutzt etwa 15 km³ Holz im Jahr. (3,7 Kubikmeilen)
  • 13:51 - 13:53
    Biodiesel und Ethanol
  • 13:53 - 13:57
    werden aus Pflanzen aus erdölabhängiger Landwirtschaft hergestellt.
  • 13:58 - 14:01
    Der Energiegewinn dieser Kraftstoffe ist sehr gering.
  • 14:02 - 14:05
    Manche Politiker wollen Mais in Ethanol umwandeln.
  • 14:05 - 14:10
    Um mit Ethanol ein Zehntel des erwarteten US-Ölverbrauchs im Jahr 2020 zu decken,
  • 14:10 - 14:14
    bräuchte man 3% der US-Landfläche.
  • 14:15 - 14:19
    Um ein Drittel aufzubringen, bräuchte man dreimal so viel Fläche, wie jetzt zum Maisanbau genutzt wird.
    (Korrektur d.Ü.)
  • 14:20 - 14:23
    Um den ganzen US-Ölverbrauch im Jahr 2020 abzudecken,
  • 14:23 - 14:27
    wäre doppelt so viel Land nötig, wie dort jetzt für den Anbau von Nahrung genutzt wird.
  • 14:29 - 14:34
    Wasserstoff muss aus Erdgas, Kohle oder Wasser extrahiert werden,
  • 14:34 - 14:37
    was mehr Energie braucht, als wir aus Wasserstoff gewinnen.
  • 14:37 - 14:40
    Das macht eine auf Wasserstoff basierende Wirtschaft unwahrscheinlich.
  • 14:42 - 14:46
    Alle Solaranlagen der Welt erzeugen zusammen so viel Strom
  • 14:46 - 14:48
    wie zwei Kohlekraftwerke.
  • 14:49 - 14:51
    Das Energieäquivalent von 1 bis 4 Tonnen Kohle
  • 14:51 - 14:54
    wird gebraucht, um ein einziges Solarpaneel herzustellen.
  • 14:56 - 15:00
    Wir müssten etwa 360.000 km² mit Solarpaneelen bestücken,
  • 15:00 - 15:02
    um die momentane globale Nachfrage zu bedienen.
  • 15:02 - 15:07
    Im Jahr 2007 gab es erst rund 10 km².
  • 15:09 - 15:12
    In konzentrierter Sonnenkraft, der solarthermischen Energie, steckt großes Potenzial,
  • 15:12 - 15:16
    jedoch sind im Moment nur wenige Anlagen in Betrieb.
  • 15:18 - 15:19
    Sie sind zudem auf sonnige Regionen begrenzt,
  • 15:19 - 15:22
    sodass große Mengen an Elektrizität
  • 15:22 - 15:24
    über lange Strecken weitergeleitet werden müssten.
  • 15:26 - 15:29
    Alle Alternativen zum Erdöl sind abhängig von mit Erdöl betriebenen Maschinen
  • 15:29 - 15:34
    oder benötigen Materialien wie Plastik, die aus Öl hergestellt werden.
  • 15:36 - 15:39
    Wenn es um die Zukunftsperspektiven von umwerfenden neuen Energieträgern oder Erfindungen geht,
  • 15:39 - 15:40
    sollte man sich fragen:
  • 15:40 - 15:44
    Haben die Befürworter ein funktionierendes, profitables Modell dieser Erfindung?
  • 15:45 - 15:47
    Wie groß ist die Energiedichte?
  • 15:48 - 15:50
    Kann die Energie gespeichert oder leicht verteilt werden?
  • 15:51 - 15:53
    Ist sie zuverlässig oder schwankend?
  • 15:53 - 15:56
    Kann die Erfindung auch in großen Maßstäben eingesetzt werden?
  • 15:56 - 15:59
    Gibt es versteckte technische Herausforderungen?
  • 16:00 - 16:02
    Wie ist der EROEI?
  • 16:02 - 16:05
    Welche Umweltauswirkungen gibt es?
  • 16:05 - 16:08
    Denk daran, dass große Zahlen trügerisch sein können.
  • 16:08 - 16:10
    Zum Beispiel: 1 Milliarde Barrel Öl
  • 16:10 - 16:14
    würden die globale Nachfrage nur ungefähr für 12 Tage decken.
  • 16:15 - 16:19
    Ein Übergang weg von fossilen Energieträgern wäre eine monumentale Herausforderung.
  • 16:20 - 16:24
    Im jahr 2007 wurden 48,5% der US-Elektrizität aus Kohle erzeugt.
  • 16:24 - 16:27
    21,6% kommen aus Erdgas,
  • 16:27 - 16:30
    1,6% aus Erdöl,
  • 16:30 - 16:33
    19,4% aus Kernenergie,
  • 16:33 - 16:35
    5,8% aus Wasserkraft.
  • 16:35 - 16:39
    Andere Erneuerbare trugen nur 2,5% bei.
  • 16:40 - 16:43
    Ist es möglich, ein auf fossilen Energieträgern basierendes System
  • 16:43 - 16:46
    durch einen Mix aus alternativen Energien zu ersetzen?
  • 16:46 - 16:49
    Große technologische Fortschritte sind nötig,
  • 16:49 - 16:52
    sowie politischer Wille und Zusammenarbeit,
  • 16:52 - 16:53
    massive Investitionen,
  • 16:54 - 16:56
    internationaler Konsens,
  • 16:56 - 16:59
    ein Umbau der $45 Billionen schweren Weltwirtschaft
  • 16:59 - 17:02
    einschließlich Verkehr,
  • 17:02 - 17:03
    verarbeitende Industrie
  • 17:03 - 17:05
    und Landwirtschaft,
  • 17:05 - 17:09
    sowie kompetente Funktionsträger, die den Übergang organisieren.
  • 17:10 - 17:12
    Wenn all das erreicht wird,
  • 17:12 - 17:15
    könnten wir dann unseren jetzigen Lebensstil weiterführen?
  • 17:19 - 17:21
    WACHSTUM
  • 17:21 - 17:23
    Diese Bakterien leben in einer Flasche
  • 17:24 - 17:26
    Ihre Anzahl verdoppelt sich jede Minute.
  • 17:27 - 17:29
    Um 11 Uhr gibt es ein Bakterium.
  • 17:30 - 17:32
    Um 12 Uhr ist die Flasche voll.
  • 17:33 - 17:35
    Sie ist um 11:59 Uhr halbvoll
  • 17:35 - 17:38
    und lässt dabei nur noch für eine weitere Verdoppelung Platz.
  • 17:39 - 17:41
    Die Bakterien erkennen die Gefahr.
  • 17:41 - 17:44
    Sie suchen nach neuen Flaschen und finden drei.
  • 17:44 - 17:47
    Sie nehmen an, dass ihr Problem nun gelöst ist.
  • 17:47 - 17:50
    Um 12 Uhr ist die erste Flasche voll.
  • 17:50 - 17:53
    Um 12:01 Uhr ist die zweite Flasche voll.
  • 17:54 - 17:57
    Um 12:02 Uhr sind alle Flaschen voll.
  • 17:58 - 18:00
    Das ist das Problem, dem wir uns aufgrund
  • 18:00 - 18:03
    exponentiellen Wachstums gegenübersehen.
  • 18:06 - 18:09
    Als die Menschheit begann, Kohle und Erdöl als Energiequellen zu nutzen,
  • 18:09 - 18:13
    erlebte sie nie dagewesenes Wachstum.
  • 18:14 - 18:17
    Selbst niedrige Wachstumsraten führen mit der Zeit zu großem Zuwachs.
  • 18:19 - 18:20
    Bei einer Wachstumsrate von 1%
  • 18:20 - 18:23
    verdoppelt sich die Wirtschaft innerhalb von 70 Jahren.
  • 18:24 - 18:27
    Bei einer Rate von 2% in 35 Jahren.
  • 18:27 - 18:29
    Bei einer zehnprozentigen Wachstumsrate
  • 18:29 - 18:32
    verdoppelt sich die Wirtschaft in nur sieben Jahren.
  • 18:33 - 18:37
    Wenn eine Wirtschaft mit dem aktuellen Durchschnitt von 3% wächst,
  • 18:37 - 18:40
    verdoppelt sie sich alle 23 Jahre.
  • 18:41 - 18:44
    Mit jeder Verdoppelung übersteigt der Bedarf an Energie und Rohstoffen
  • 18:44 - 18:47
    die Summe aller bisherigen Verdoppelungen.
  • 18:48 - 18:52
    Das Wirtschaftssystem beruht auf der Annahme von Wachstum
  • 18:52 - 18:56
    - welches zu seiner Unterstützung ein wachsendes Energieangebot benötigt.
  • 18:57 - 18:58
    Banken verleihen Geld, das sie nicht besitzen,
  • 18:58 - 19:01
    und erschaffen es dadurch erst.
  • 19:01 - 19:05
    Die Schulder nutzen das neu erschaffene Geld, um ihre Unternehmen zu vergrößern,
  • 19:05 - 19:06
    und zahlen ihre Schulden zurück
  • 19:06 - 19:09
    - mit Zinsen, die weiteres Wachstum erfordern.
  • 19:10 - 19:13
    Durch diese Art der Erschaffung von Geld aus Schulden
  • 19:13 - 19:18
    repräsentiert ein Großteil des Geldes auf der Welt einen Kredit, für den Zinsen gezahlt werden müssen.
  • 19:19 - 19:22
    Ohne immer neue und immer mehr Schuldner,
  • 19:22 - 19:24
    die Wachstum erzeugen
  • 19:24 - 19:26
    und damit ihre Schulden zurückzahlen,
  • 19:26 - 19:28
    wird die Weltwirtschaft kollabieren.
  • 19:30 - 19:31
    Wie bei einem Schneeballsystem gibt es nur zwei Möglichkeiten:
  • 19:31 - 19:34
    wachsen oder zugrunde gehen.
  • 19:36 - 19:37
    Das wirtschaftliche Wachstum hat,
  • 19:38 - 19:40
    teils hervorgerufen durch dieses Kreditsystem, eindrucksvolle Effekte:
  • 19:41 - 19:42
    im Bruttosozialprodukt,
  • 19:42 - 19:43
    beim Stauen von Flüssen,
  • 19:43 - 19:44
    Wasserverbrauch,
  • 19:44 - 19:46
    Verbrauch von Dünger,
  • 19:46 - 19:48
    Stadtbevölkerung,
  • 19:48 - 19:50
    Papierverbrauch,
  • 19:50 - 19:51
    bei Kraftfahrzeugen,
  • 19:51 - 19:52
    moderner Kommunikation
  • 19:52 - 19:54
    und Tourismus.
  • 19:55 - 19:57
    Die Weltbevölkerung ist auf 7 Milliarden Menschen angewachsen,
  • 19:57 - 20:01
    und um 2050 rechnet man mit über 9 Milliarden.
  • 20:02 - 20:06
    Auf einer flachen, unendlichen Erde wäre das kein Problem.
  • 20:06 - 20:09
    Da die Erde aber rund und endlich ist,
  • 20:09 - 20:12
    wird das Wachstum letztendlich an seine Grenzen stoßen.
  • 20:13 - 20:14
    Die wirtschaftliche Expansion
  • 20:14 - 20:18
    hat zu erhöhten Ausstößen von Stickoxiden
  • 20:18 - 20:19
    und Methan geführt,
  • 20:19 - 20:21
    zum Abbau der Ozonschicht,
  • 20:21 - 20:23
    einer Häufung von Überschwemmungen,
  • 20:23 - 20:26
    Schädigung von Ökosystemen im Meer
  • 20:26 - 20:28
    einschließlich Überdüngung,
  • 20:28 - 20:31
    zum Verlust von Wäldern und Regenwäldern,
  • 20:31 - 20:33
    zur Vergrößerung der vom Menschen genutzten Landfläche
  • 20:33 - 20:36
    und zum Aussterben von Arten.
  • 20:38 - 20:40
    Wenn wir ein einziges Reiskorn
  • 20:40 - 20:42
    auf das erste Feld eines Schachbretts legen,
  • 20:42 - 20:45
    diese Zahl verdoppeln und 2 auf das zweite Feld legen,
  • 20:46 - 20:49
    wieder verdoppeln und 4 auf das dritte legen,
  • 20:49 - 20:51
    wiederum verdoppeln und 8 auf das vierte legen,
  • 20:52 - 20:53
    und immer so weitermachen,
  • 20:53 - 20:55
    indem wir auf jedes Feld die doppelte Zahl an Körnern legen,
  • 20:55 - 20:57
    die sich auf dem vorherigen befinden,
  • 20:57 - 20:59
    dann brauchen wir für das letzte Feld
  • 20:59 - 21:01
    eine astronomische Zahl an Reiskörnern:
  • 21:04 - 21:05
    9 Trillionen,
  • 21:05 - 21:07
    223 Billiarden,
  • 21:07 - 21:09
    372 Billionen,
  • 21:09 - 21:11
    36 Milliarden,
  • 21:11 - 21:13
    854 Millionen,
  • 21:13 - 21:17
    776 Tausend Körner.
  • 21:17 - 21:19
    Mehr, als die gesamte Menschheit
  • 21:19 - 21:22
    in den letzten 10.000 Jahren angebaut hat.
  • 21:23 - 21:24
    Wie der Reis auf dem Schachbrett,
  • 21:24 - 21:25
    so verdoppeln sich auch moderne Volkswirtschaften
  • 21:25 - 21:27
    alle paar Jahrzehnte.
  • 21:28 - 21:31
    Auf welchem Feld des Schachbretts befinden wir uns?
  • 21:33 - 21:35
    Abgesehen von Energie braucht unsere Zivilisation
  • 21:35 - 21:38
    viele weitere grundlegende Ressourcen:
  • 21:38 - 21:39
    Wasser,
  • 21:39 - 21:40
    Ackerfläche,
  • 21:40 - 21:41
    Nahrung,
  • 21:41 - 21:42
    Wälder
  • 21:42 - 21:44
    und viele verschiedene Mineralien und Metalle.
  • 21:45 - 21:46
    Das Wachstum wird durch die knappeste
  • 21:46 - 21:49
    dieser wichtigen Ressourcen beschränkt.
  • 21:51 - 21:52
    Ein Fass besteht aus Dauben,
  • 21:52 - 21:55
    und das Wasser in einem Fass
  • 21:55 - 21:58
    kann nie höher stehen als bis zur niedrigsten Daube,
  • 21:58 - 22:01
    so wie die knappeste Ressource das Wachstum begrenzt
  • 22:02 - 22:04
    Die Menschheit nutzt derzeit
  • 22:04 - 22:07
    40% der photosynthetischen Aktivität auf der Welt.
  • 22:08 - 22:10
    Eventuell wäre es möglich, 80% zu nutzen,
  • 22:10 - 22:14
    aber ganz sicher werden wir niemals 160% nutzen.
  • 22:23 - 22:26
    NAHRUNG
  • 22:27 - 22:28
    Die weltweite Lebensmittelproduktion
  • 22:28 - 22:30
    hängt stark von fossilen Brennstoffen ab.
  • 22:32 - 22:33
    Vor dem ersten Weltkrieg
  • 22:33 - 22:35
    gab es nur "Bio"-Landwirtschaft.
  • 22:36 - 22:40
    Infolge der Erfindung von Düngern und Pestiziden auf Erdölbasis
  • 22:40 - 22:42
    gab es große Produktionssteigerungen,
  • 22:43 - 22:45
    die ein Wachstum der Bevölkerung ermöglichten.
  • 22:48 - 22:49
    Durch die Nutzung von Kunstdünger
  • 22:49 - 22:52
    konnten viel mehr Menschen ernährt werden,
  • 22:52 - 22:55
    als allein durch Bio-Landwirtschaft möglich gewesen wäre.
  • 22:56 - 22:58
    Fossile Energieträger werden für landwirtschaftliche Maschinen benötigt,
  • 22:58 - 23:00
    für den Transport von Lebensmitteln
  • 23:00 - 23:01
    und ihre Kühlung,
  • 23:01 - 23:03
    für Plastikverpackungen
  • 23:03 - 23:05
    und zum Kochen.
  • 23:05 - 23:09
    Moderne Landwirtschaft nutzt Land, um fossile Energie in Nahrung umzuwandeln
  • 23:09 - 23:11
    - und Nahrung in Menschen.
  • 23:12 - 23:14
    Man braucht etwa 7 Kalorien fossiler Energie,
  • 23:14 - 23:17
    um eine Lebensmittelkalorie zu produzieren.
  • 23:19 - 23:25
    In den USA legen Lebensmittel vom Produzenten zum Kunden etwa 2.400 km zurück.
  • 23:30 - 23:32
    Neben der abnehmenden Ölförderung
  • 23:32 - 23:35
    gibt es mehrere Bedrohungen für das momentane System der Lebensmittelversorgung:
  • 23:35 - 23:36
    Billige Energie,
  • 23:36 - 23:38
    fortgeschrittene Technologie
  • 23:38 - 23:41
    und Subventionen haben enorme Fischfänge ermöglicht.
  • 23:43 - 23:46
    Die globalen Fangmengen hatten ihren Höhepunkt Ende der 1980er.
  • 23:46 - 23:49
    Das zwang zur Ausdehnung des Fischfangs in die Tiefsee.
  • 23:53 - 23:56
    Überdüngung durch Kunstdünger auf Erdölbasis
  • 23:56 - 24:00
    vergiftet Flüsse und Meere, und macht große Gebiete für Fische unbewohnbar.
  • 24:00 - 24:01
    Wenn es so weiter geht,
  • 24:01 - 24:04
    wird erwartet, dass alle Fischbestände
  • 24:04 - 24:06
    bis 2048 aussterben.
  • 24:07 - 24:11
    Saurer Regen aus Städten und Industriestandorten beraubt den Boden wichtiger Stoffe
  • 24:11 - 24:12
    wie Kalium,
  • 24:12 - 24:13
    Kalzium
  • 24:13 - 24:14
    und Magnesium.
  • 24:18 - 24:20
    Eine weitere Bedrohung ist Wassermangel.
  • 24:20 - 24:25
    Viele Farmen nutzen Grundwasser aus Aquiferen zur Bewässerung.
  • 24:26 - 24:29
    Diese Grundwasserspeicher brauchen tausende von Jahren, um sich zu füllen,
  • 24:29 - 24:31
    können jedoch innerhalb weniger Jahrzehnte leer gepumpt werden,
  • 24:31 - 24:33
    wie Ölquellen.
  • 24:34 - 24:37
    Der Wasserspiegel des riesigen Ogallala-Aquifers in den USA ist schon so weit abgesunken,
  • 24:37 - 24:41
    dass viele Bauern wieder die unproduktivere Trockenlandwirtschaft betreiben.
  • 24:42 - 24:47
    Zudem kann Bewässerung und die Nutzung von Düngemitteln zur Versalzung führen,
  • 24:47 - 24:49
    der Anreicherung von Salz im Boden.
  • 24:49 - 24:52
    Dies ist eine der Hauptursachen für die Entstehung von Wüsten.
  • 24:53 - 24:56
    Noch eine Bedrohung ist der Verlust von Mutterboden.
  • 24:56 - 24:58
    Vor 200 Jahren hatte der Mutterboden
  • 24:58 - 25:01
    auf den nordamerikanischen Prärien noch eine Stärke von 180 cm.
  • 25:01 - 25:03
    Durch Ackerbau und Anwendung unzulänglicher Verfahren
  • 25:03 - 25:06
    ist etwa die Hälfte davon verloren gegangen.
  • 25:09 - 25:13
    Bewässerung begünstigt das Wachstum von Schwarzrostpilzen wie UG-99,
  • 25:13 - 25:18
    der das Potenzial zur Zerstörung von 80% der weltweiten Weizenernte hat.
  • 25:19 - 25:20
    Laut dem "Vater der grünen Revolution",
  • 25:20 - 25:22
    Norman Borlaug,
  • 25:22 - 25:28
    hat Schwarzrost "immenses Potenzial zur gesellschaftlichen und menschlichen Zerstörung".
  • 25:29 - 25:32
    Die Nutzung von Biokraftstoffen bedeutet,
  • 25:32 - 25:35
    dass weniger Land für Nahrungsmittelproduktion zur Verfügung steht.
  • 25:37 - 25:39
    Jedes Gebiet verfügt über eine bestimmte "Tragfähigkeit".
  • 25:40 - 25:42
    Diese bestimmt die Anzahl der Tiere und Menschen,
  • 25:42 - 25:44
    die dort für unbegrenzte Zeit leben können
  • 25:44 - 25:47
    Wenn eine Spezies die Tragfähigkeit des Gebiets übersteigt,
  • 25:47 - 25:52
    wird ihre Population zurückgehen - bis zu ihren natürlichen Grenzen.
  • 25:53 - 25:54
    Die Menschheit hat diesen Rückgang bisher
  • 25:54 - 25:56
    durch Erschließung neuer Gebiete
  • 25:56 - 25:58
    und durch Produktionserhöhungen vermeiden können,
  • 25:58 - 26:01
    was größtenteils dem Erdöl zu verdanken war.
  • 26:01 - 26:04
    Um weiter zu wachsen,
  • 26:04 - 26:07
    sind mehr Ressourcen nötig als die Erde uns bietet,
  • 26:07 - 26:10
    doch gibt es nun mal keine weiteren Planeten für uns.
  • 26:11 - 26:13
    In Anbetracht all dieser Herausforderungen
  • 26:13 - 26:16
    müsste die weltweite Nahrungsproduktion bis 2050 verdoppelt werden,
  • 26:16 - 26:19
    um die wachsende Weltbevölkerung zu ernähren.
  • 26:21 - 26:24
    Eine Milliarde Menschen sind schon jetzt unterernährt oder am verhungern.
  • 26:24 - 26:28
    Es wird schwer werden, in den kommenden Jahren über neun Millarden Menschen zu ernähren,
  • 26:28 - 26:32
    wenn sich die weltweite Öl- und Erdgasproduktion im Rückgang befinden.
  • 26:41 - 26:43
    HAPPY END
  • 26:46 - 26:48
    Die Weltwirtschaft wächst exponentiell,
  • 26:48 - 26:50
    mit etwa 3% pro Jahr,
  • 26:50 - 26:53
    und verbraucht wachsende Mengen nicht erneuerbarer Kraftstoffe,
  • 26:53 - 26:55
    Mineralien und Metalle,
  • 26:55 - 26:57
    sowie erneuerbare Rohstoffe
  • 26:57 - 27:00
    wie Wasser, Wälder, Ackerland und Fisch,
  • 27:00 - 27:02
    schneller als sie sich erneuern können.
  • 27:04 - 27:06
    Sogar bei einem Wachstum von einem Prozent
  • 27:06 - 27:08
    verdoppelt sich die Wirtschaft in 70 Jahren.
  • 27:10 - 27:13
    Das Problem wird durch weitere Faktoren verstärkt:
  • 27:13 - 27:16
    Die Globalisierung macht möglich, dass Menschen auf einem Kontinent
  • 27:16 - 27:18
    Waren und Nahrung kaufen, die auf einem anderen hergestellt wurden.
  • 27:19 - 27:21
    Die Versorgungsketten sind lang
  • 27:21 - 27:24
    und belasten den begrenzten Rohstoff Öl.
  • 27:26 - 27:29
    Für Waren des täglichen Bedarfs sind wir nun auf ferne Länder angewiesen.
  • 27:31 - 27:33
    Moderne Städte sind von fossilem Brennstoff abhängig.
  • 27:34 - 27:37
    Die meisten Banksysteme beruhen auf Schulden
  • 27:37 - 27:40
    und zwingen Menschen in eine Spirale aus Schulden und Rückzahlungen
  • 27:40 - 27:42
    - und erzeugen dabei Wachstum.
  • 27:43 - 27:46
    Was kann im Angesicht dieser Probleme getan werden?
  • 27:47 - 27:49
    Viele glauben, dass die Krise
  • 27:49 - 27:50
    durch Energiesparen verhindert werden kann,
  • 27:50 - 27:51
    durch neue Technik,
  • 27:51 - 27:53
    intelligentes Wachstum,
  • 27:53 - 27:54
    Recycling,
  • 27:54 - 27:55
    elektrische und Hybridautos,
  • 27:55 - 27:57
    Ersatzstoffe
  • 27:57 - 27:58
    oder Wahlen.
  • 28:00 - 28:01
    Durch Energieeinsparung kannst du Geld sparen,
  • 28:01 - 28:04
    aber nur dadurch wirst du nicht die Welt retten.
  • 28:05 - 28:07
    Wenn manche Leute weniger Öl verbrauchen,
  • 28:07 - 28:10
    wird durch die geringere Nachfrage der Preis steigen,
  • 28:10 - 28:12
    und andere können das Öl billiger bekommen.
  • 28:13 - 28:14
    Auf dieselbe Weise wird ein effizienteres Gerät,
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    das weniger Energie verbraucht,
  • 28:17 - 28:21
    paradoxerweise zu höherem Energieverbrauch führen.
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    Im 19. Jahrhundert
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    erkannte der britische Ökonom William Stanley Jevons,
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    dass bessere Dampfmaschinen
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    Kohle kosteneffektiver nutzen,
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    was zum Einsatz von mehr Dampfmaschinen führte,
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    was wiederum den gesamten Kohleverbrauch erhöhte.
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    Erweiterte Nutzung wird eingesparte Energie
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    und eingesparte Rohstoffe aufbrauchen.
  • 28:48 - 28:49
    Viele Menschen glauben,
  • 28:49 - 28:52
    dass Wissenschaftler diese Probleme mit neuer Technik lösen werden.
  • 28:52 - 28:55
    Doch Technik ist keine Energie.
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    Sie kann Energie in Arbeit umwandeln,
  • 28:58 - 29:00
    aber sie nicht ersetzen.
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    Technik verbraucht selbst Ressourcen:
  • 29:02 - 29:03
    beispielsweise werden Computer
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    mit einem Zehntel der Energie produziert,
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    die man zur Herstellung eines Autos braucht.
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    Fortschrittlichere Technologien
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    könnten die Situation noch verschlimmern,
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    da sie oft Seltene Erden benötigen,
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    die auch nur begrenzt vorkommen.
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    Zum Beispiel werden 97% der Seltenen Erden
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    in China gefördert,
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    die meisten davon in einer einzigen Mine in der Inneren Mongolei.
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    Diese Elemente werden in Fahrzeugkatalysatoren genutzt,
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    in Flugzeugmotoren,
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    in Dauermagneten und Festplatten,
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    in Batterien von Hybridfahrzeugen,
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    in Lasern,
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    mobilen Röntgengeräten,
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    in der Abschirmung von Atomkraftreaktoren,
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    in CDs,
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    Motoren von Hybridfahrzeugen,
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    Energiesparlampen,
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    Lichtleitern,
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    und in Flachbildschirmen.
  • 29:49 - 29:53
    China denkt nun darüber nach, den Export der Seltenen Erden zu beschränken,
  • 29:53 - 29:54
    da die Nachfrage rasant steigt.
  • 29:57 - 30:01
    Das sogenannte Nachhaltige oder Intelligente Wachstum hilft auch nicht weiter,
  • 30:01 - 30:04
    denn auch dafür werden nicht erneuerbare Metalle und Mineralien
  • 30:04 - 30:05
    in immer größeren Mengen gebraucht,
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    Seltene Erden eingeschlossen.
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    Recycling wird das Problem nicht lösen,
  • 30:11 - 30:12
    denn es benötigt Energie,
  • 30:12 - 30:14
    und ist nicht 100%ig effizient.
  • 30:16 - 30:20
    Nur ein Bruchteil der Materialien kann wiedergewonnen werden,
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    ein großer Teil ist endgültig verlorgen.
  • 30:25 - 30:28
    Elektroautos fahren mit Strom.
  • 30:28 - 30:31
    Da Strom zum größten Teil aus fossilen Energiequellen gewonnen wird,
  • 30:31 - 30:33
    ist dies keine Lösung.
    (in Deutschland: 57% aus fossilen Quellen lt. Wikipedia)
  • 30:33 - 30:37
    Des Weiteren verbraucht die Produktion aller Arten von Autos Erdöl.
  • 30:37 - 30:41
    Allein jeder Reifen erfordert 26,5 Liter Erdöl.
  • 30:43 - 30:47
    2010 gab es auf der Welt 800 Millionen Autos.
  • 30:47 - 30:49
    Mit der momentanen Wachstumsrate
  • 30:49 - 30:53
    wären es 2 Milliarden im Jahr 2025.
  • 30:54 - 30:57
    Es ist unwahrscheinlich, dass die Erde so viele Fahrzeuge auf die Dauer unterhalten kann,
  • 30:57 - 31:00
    unabhängig von der genutzten Energiequelle.
  • 31:01 - 31:02
    Viele Ökonomen glauben,
  • 31:03 - 31:05
    dass der freie Markt mittels technischer Innovation
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    eine Energiequelle durch eine andere ersetzen wird.
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    Jedoch nehmen auch die Hauptersatzstoffe für Öl
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    mit der Zeit ab.
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    Diese Idee berücksichtigt auch nicht die Zeit, die für die Vorbereitung auf eine Veränderung gebraucht wird.
  • 31:20 - 31:22
    Der Hirsch Report des US-Energieministeriums schätzt,
  • 31:22 - 31:25
    dass mindestens 2 Jahrzehnte gebraucht werden,
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    um sie auf die Auswirkungen von Peak Oil vorzubereiten.
  • 31:29 - 31:31
    Die Problematik der Energieknappheit,
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    Rohstoffmangel,
  • 31:33 - 31:35
    Verlust von Mutterboden
  • 31:35 - 31:39
    und Umweltverschmutzung sind nur Symptome eines einzelnen, größeren Problems:
  • 31:40 - 31:42
    Wachstum.
  • 31:44 - 31:46
    Solange unser Finanzsystem unendlichen Wachstum verlangt,
  • 31:46 - 31:49
    wird eine Reform wohl keinen Erfolg haben.
  • 31:50 - 31:53
    Wie wird die Zukunft also aussehen?
  • 31:54 - 31:56
    Optimisten glauben, dass das Wachstum ewig weitergehen kann,
  • 31:56 - 31:58
    ohne Grenzen.
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    Pessimisten glauben, dass wir eine neue Steinzeit erleben werden,
  • 32:02 - 32:04
    oder aussterben.
  • 32:05 - 32:06
    Die Wahrheit könnte irgendwo zwischen diesen Extremen liegen.
  • 32:07 - 32:12
    Es ist möglich, dass die Zivilisation auf eine einfachere Stufe zurückkehren wird,
  • 32:12 - 32:15
    in der viel weniger Energie verbraucht wird.
  • 32:16 - 32:18
    Dies würde das Leben für die meisten härter machen.
  • 32:18 - 32:19
    Mehr körperliche Arbeit,
  • 32:19 - 32:20
    mehr Landwirtschaft
  • 32:20 - 32:24
    und regionale Produktion von Waren, Nahrung und Dienstleistungen.
  • 32:25 - 32:28
    Was kann man tun, um sich auf diese mögliche Zukunft vorzubereiten?
  • 32:29 - 32:33
    Rechne mit einer Abnahme von Nahrung und Waren, die weit weg produziert werden.
  • 32:34 - 32:36
    Fahr Fahrrad oder geh zu Fuß.
  • 32:36 - 32:39
    Gewöhne dich daran, weniger Strom zu verbrauchen.
  • 32:40 - 32:41
    Werde deine Schulden los.
  • 32:42 - 32:43
    Versuche, Banken zu meiden.
  • 32:43 - 32:45
    Anstatt in großen Supermärkten einzukaufen,
  • 32:45 - 32:48
    unterstütze lokale Unternehmen.
  • 32:48 - 32:52
    Kauf Essen aus regionalem Anbau, auf Bauernmärkten.
  • 32:52 - 32:55
    Denk darüber nach, anstelle eines Rasens dein eigenes Essen anzubauen.
  • 32:55 - 32:57
    Lerne, wie man es einmacht.
  • 32:58 - 33:00
    Überlege, ob du regionale Währungen nutzen kannst,
  • 33:00 - 33:02
    wenn die nationale Wirtschaft nicht mehr funktioniert,
  • 33:02 - 33:06
    und werde unabhängiger.
  • 33:07 - 33:08
    Keiner dieser Schritte wird den Zusammenbruch verhindern,
  • 33:08 - 33:12
    aber sie könnten deine Chancen in einer Niedrig-Energie-Zukunft verbessern,
  • 33:13 - 33:15
    in der wir selbständiger sein müssen,
  • 33:15 - 33:18
    als es unsere Vorfahren waren.
  • Não sincronizado
    Incubate Pictures präsentiert
  • Não sincronizado
    In Zusammenarbeit mit dem Post Carbon Institute
Título:
There's No Tomorrow (2012)
Descrição:

Die erste Produktion von incubatepictures.com:
Eine 34-minütige animierte Dokumentation über erschöpfte Ressourcen und die Unmöglichkeit unendlichen Wachstums auf einem endlichen Planeten.

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Idioma do Vídeo:
English
Duração:
34:53

Legendas em German

Incompleto

Revisões