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NSA leaker

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    Ich heiße Ed Snowden. Ich bin 29 Jahre alt.
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    Ich arbeite für Booz Allen Hamilton als Analytiker von Infrastrukturen für die NSA in Hawaii.
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    Welche Stellungen hatten Sie zuvor im Geheimdienst?
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    Ich war Systemingenieur, Systemadministrator,
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    Hauptberater für die CIA,
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    Fachberater und zuständig für Telekommunikationseinrichtungen.
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    Woran die Leute wohl am meisten interessiert sein werden,
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    wenn sie versuchen zu verstehen, wer Sie sind und was Sie denken,
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    ist wohl, daß es einen Zeitpunkt gab, wo Sie diesen Schritt vom Nachdenken über das Denunzieren
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    hin zur Entscheidung, wirklich zu denunzieren kamen.
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    Begleiten Sie die Leute durch diesen Entscheidungsprozeß.
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    Wenn Sie über privilegierte Zugänge verfügen, etwa als Systemadministrator für diese Art von Geheimdiensten,
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    dann stehen Ihnen viel mehr Informationen aus einer breiteren Palette zur Verfügung als einem durchschnittlichen Mitarbeiter
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    und deswegen sehen Sie Dinge, die beunruhigend sein können.
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    Doch beim üblichen Karriereverlauf sehen Sie vielleicht nur ein oder zwei von solchen Sachen.
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    Wenn Sie aber alles (über)sehen, dann sehen Sie sowas häufiger
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    und dann wird Ihnen klar, daß einiges davon Mißbrauch ist.
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    Und wenn Sie darüber mit anderen Leuten reden, wo dies an der Tagesordnung und branchenüblich ist,
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    dann nehmen die Leute das nicht so ernst und machen eben einfach so weiter.
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    Doch mit der Zeit entwickelt sich darüber ein Unrechtsbewußtsein und Sie fühlen sich genötigt darüber zu reden.
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    Und je mehr Sie darüber reden, desto mehr ignoriert Sie der Rest; desto mehr sagt man Ihnen: das ist kein Problem,
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    bis Ihnen klar wird, daß diese Dinge die Öffentlichkeit betreffen, die besser darüber bestimmen sollte,
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    und nicht jemand, der nur gerade von der Regierung angestellt wurde.
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    Erzählen Sie etwas darüber, wie die amerikanische Überwachungsmaschinerie funktioniert. Nimmt sie die Handlungen von Amerikanern aufs Korn?
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    Die NSA und der Geheimdienst ganz allgemein konzentriert sich darauf, Erkenntnisse zu erlangen wo immer das möglich ist und auf jede erdenkliche Weise,
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    und sie glauben, auf Basis einer Art Selbstermächtigung, daß sie damit den nationalen Interessen dienen.
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    Ursprünglich war dieses Interesse sehr eng an der Spionage in Übersee ausgerichtet.
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    Nun sehen wir vermehrt, daß es im Inland geschieht.
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    Und um das zu tun, nehmen sie, die NSA im Besonderen, die Kommunikation eines jeden ins Visier.
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    Sie vereinnimmt sie standardmäßig.
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    Sie speichert sie in ihren Systemen, filtert sie und analysiert sie, bewertet sie und speichert sie dann für lange Zeiträume,
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    einfach weil das der einfachste, effizienteste und werterhaltendste Weg zu diesen Zwecken ist.
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    Während sie eigentlich vorhaben, jemanden ins Visier zu nehmen, der mit einer ausländischen Regierung zu tun hat,
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    oder wen sie des Terrorismus verdächtigen, sammeln sie zu diesem Zweck mal einfach Ihre ganzen Kommunikationen.
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    Jeder Analytiker kann jederzeit jeden ins Visier nehmen, jede Auswahl überall verwenden.
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    Wo solche Kommunikationen abgegriffen werden hängt ab von der Reichweite des Sensornetzwerkes
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    und den Ermächtigungen, über die der Analytiker verfügt: nicht jeder Analytiker hat die Möglichkeit, alles ins Visier zu nehmen.
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    An meinem Schreibtisch sitzend hatte ich jedoch die Ermächtigung, jeden (aufnehmend) abzuhören:
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    beginnend mit Ihnen oder Ihrem Kontoverwalter bis hin zu einem Bundesrichter,
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    und sogar den Präsidenten, wenn ich eine persönliche Email von ihm gehabt hätte.
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    Bei dieser Sache ist außergewöhnlich, daß Denunzianten üblicherweise anonym bleiben
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    und alles dafür tun, um so lange wie möglich anonym zu bleiben, - was möglichst für immer sein sollte.
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    Doch Sie handeln genau gegensätzlich. Sie verkünden öffentlich, daß Sie die Person hinter diesen Enthüllungen sind.
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    Wieso haben Sie sich dazu entschieden?
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    Ich denke, daß die Öffentlichkeit eine Erläuterung der Motive der Leute hinter diesen Enthüllungen verdient, da sich diese nicht im demokratischen Rahmen bewegen.
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    Wenn Sie die Macht der Regierung untergraben, dann gefährdet das zunächst einmal grundsätzlich die Demokratie.
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    Und wenn Sie das konspirativ machen, wie es etwa die Regierung tut, wenn sie später aus einer unternommenen Geheimoperation Nutzen ziehen möchte,
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    dann ermächtigt sie ihre Vertreter: "Hey, wißt ihr, sagt der Presse darüber Bescheid, damit die Öffentlichkeit auf unserer Seite ist."
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    Doch wohl kaum, wenn überhaupt, tun sie das, wenn ein Mißbrauch stattfindet. Da sind dann Einzelne immer schuld.
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    Doch sie werden regelrecht verleumdet. Wissen Sie, es wird dann etwas wie:
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    diese Leute sind gegen die Heimat, sie sind gegen die Regierung. - Doch das bin ich nicht.
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    Ich unterscheide mich da in keiner Weise von anderen. Besonders begabt bin ich auch nicht.
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    Ich bin nur irgendjemand, der irgendwo Tag für Tag im Büro sitzt und schaut, was so passiert und herumläuft.
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    (Aber nein:) "Dafür sind wir nicht zuständig. Die Öffentlichkeit muß entscheiden, ob diese Überwachungsprogramme und Politiken rechtens sind oder falsch."
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    Und ich bin bereit ins Detail zu gehen, um die Wahrheit (der Enthüllungen) zu verteidigen und sage: "Ich hab sie nicht verändert. Ich habe die Geschichte nicht manipuliert.
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    Dies ist die Wahrheit. Das ist was passiert! Sie sollten entscheiden, ob wir das wirklich tun müssen."
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    Haben Sie darüber nachgedacht, wie die Reaktion der US Regierung auf Ihr Verhalten ausfallen wird,
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    also was sie über Sie sagen wird, in welchem Licht sie versuchen wird, Sie darzustellen, was sie Ihnen vielleicht antun wird?
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    O ja, ich könnte vielleicht der CIA ausgeliefert werden.
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    Vielleicht werden Leute oder einer ihrer Auftragsnehmer auf mich angesetzt.
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    Sie wissen ja, sie arbeiten eng mit einer Anzahl anderer Nationen zusammen.
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    Oder vielleicht würden sie die Triaden auszahlen. Oder einen ihrer Agenten oder Mittel (ansetzen).
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    Wir haben ein CIA Gebäude grad die Straße hoch, und auch das Konsulat hier in Hong Kong
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    und ich bin sicher, daß sie in der nächsten Woche ganz schön beschäftigt sein werden.
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    Und das ist eine Befürchtung, die ich für den Rest meines Lebens haben werde, egal wie lange es dauern wird.
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    Sie können nicht gegen die mächtigsten Geheimdienste der Welt antreten und kein Risiko eingehen,
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    weil sie so mächtige Gegner sind, denen sich einfach niemand in nennenswerter Weise entgegenstellen kann.
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    Wenn sie dich wollen, dann kriegen sie dich auch nach einiger Zeit.
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    Doch zur gleichen Zeit muß man für sich selbst festlegen, was einem wirklich wichtig ist.
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    Und wenn nur leben, in einem goldenen Käfig leben etwas ist, das du bereit bist zu akzeptieren -
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    und ich denke, daß dazu viele von uns bereit sind, - es liegt ja in der (bequemen) Natur des Menschen -
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    dann kannst du weiter jeden Tag aufstehen, zur Arbeit gehen, dein großes Gehalt einstecken,
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    den du für relativ wenig Arbeit - gegen das öffentliche Wohl - erhältst,
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    und dich nachts hinlegen, nachdem du dir deine TV-Shows angeschaut hast. Doch...
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    wenn du wahrnimmst, daß dies die (Schein)Welt ist, die du mit erschaffen geholfen hast
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    und daß es in der nächsten Generation Blöd, und darauffolgend immer schlimmer wird,
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    die Möglichkeiten dieser Art von Überwachungsarchitektur ausgeweitet werden,
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    dann wird auch dir klar, daß du jedes Risiko eingehen mußt und es nicht darauf ankommt, was dann folgt,
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    so lange die Öffentlichkeit in die Lage versetzt wird, ihre eigene Entscheidung darüber zu fällen, wie das eingesetzt wird.
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    Warum sollten sich die Leute wegen der Überwachung sorgen?
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    Weil Sie beobachtet und aufgenommen werden, auch wenn Sie gar nichts Schlimmes machen.
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    Und die Speicherkapazitäten der Systeme nehmen jährlich zu, beständig und zwar um Größenordnungen,
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    wo es darauf hinausläuft, daß es völlig egal ist, ob Sie irgendetwas falsch gemacht haben (oder nicht).
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    Sie müssen lediglich in Verdacht geraten, etwa durch einen Fehlanruf
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    und dann können sie das System nutzen, um zurückzuspulen und jede Entscheidung, die Sie jemals getroffen haben, zu kritisieren,
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    jeden Freund, mit dem Sie jemals diskutiert haben
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    und Sie auf dieser Grundlage angreifen, um Verdächtigungen zu konstruieren,
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    aus einem unschuldigen Leben und jeden (Beteiligten) als Übeltäter darzustellen.
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    Wir sitzen gerade in einem Raum in Hong Kong,
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    wo wir uns befinden, weil Sie hierher geflogen sind.
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    Sagen Sie etwas darüber, warum Sie hierher gekommen sind.
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    Und besonders, weil es Leute geben wird, die darüber spekulieren werden,
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    daß Ihre eigentliche Absicht darin bestünde, dem Land zu schaden, das viele als Erzrivalen der Vereinigten Staaten ansehen,
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    also China, und das, was Sie wirklich tun, einem Feinde der USA zu helfen versuchen,
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    weshalb Sie hier um Asyl bitten werden. Können Sie etwas darüber sagen?
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    Klar.
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    Das sind schon eine ganze Menge Behauptungen, die in diesen Argumenten
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    zur Frage der Wahl von Hong Kong enthalten sind.
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    Die erste Behauptung wäre, daß China ein Feind der Vereinigten Staaten sei. Das stimmt nicht.
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    Ich will nicht leugnen, daß es da Konflikte zwischen der US- und der Regierung der Volksrepublik China gibt.
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    Aber das betrifft doch nicht die Menschen. Wir haben einen freien Handel und wir sind nicht im Krieg.
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    Wir sind nicht in bewaffneten Auseinandersetzungen und wollen es auch gar nicht. Wir sind die größten Handelspartner füreinander.
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    Außerdem hat Hong Kong eine besondere Tradition der freien Rede.
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    Die Leute denken: "O, China, große Mauer". Das Festland beschränkt die Meinungsfreiheit,
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    aber das Volk von Hong Kong hat sich auf der Straße durchgesetzt und seine eigenen Ansichten durchgesetzt.
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    Das Internet ist hier nicht mehr beschränkt,
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    als von irgendeiner anderen westlichen Regierung.
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    Und ich glaube, daß die Regierung von Hong Kong gegenwärtig unabhängig ist in ihren Beziehungen zu vielen wichtigen westlichen Regierungen.
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    Wenn Ihr Motiv darin bestünde, den USA zu schaden und seinen Feinden zu helfen, oder Ihr Motiv auf persönlichen Profit gerichtet wäre,
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    hätten Sie diese Dokumente dann entsprechend einsetzen können, um diese Ziele zu erreichen, die Sie letztenendes aber nicht haben?
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    Natürlich. Ich denke daß jeder, der die Zugangspositionen mit den technischen Fähigkeiten hatte wie ich,
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    genügend Geheimnisse herausbekommen könnte und sie auf dem offenen Markt nach Russland vertickern könnte. Dafür steht ihre Tür immer offen, so wie unsere.
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    Ich hatte Zugang zu allen Dienstplänen eines jeden, der bei der NSA arbeitete, des gesamten Geheimdienstes,
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    und den verdeckten Einrichtungen auf der ganzen Welt, den Adressen all unserer Stationen, Einsicht in ihre Aufgaben usw.
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    Wenn ich den USA nur schaden wollte, wissen Sie… dann können Sie das Überwachungssystem an einem Nachmittag abstürzen lassen.
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    Aber das ist nicht meine Absicht. Und ich denke, daß jeder, der mit diesem Gedanken spielt,
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    bedenken sollte, wäre er in meiner Lage,
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    und führte ein privilegiertes Leben - in Hawaii, im Paradies, und verdiente genug Schotter -
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    was muß geschehen, um dich das alles hinter sich sein zu lassen?
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    Die größte Befürchtung die ich für das Ergebnis dieser Enthüllungen für Amerika habe ist, daß sich nichts ändert.
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    Die Leute werden diese Enthüllungen in den Medien sehen.
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    Sie werden wissen, zu welchem Abstand sich die Regierung selbst ermächtigt, einseitig (faschistisch),
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    um die amerikanische wie die globale Gesellschaft mit mehr Überwachung zu versehen,
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    aber sie werden nicht bereit sein, das erforderliche Risiko auf sich zu nehmen und für den Wandel der Dinge zu kämpfen,
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    um ihre Repräsentanten zu zwingen, sich für ihre Interessen einzusetzen.
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    Und dabei wird es in den kommenden Monaten und Jahren nur immer schlimmer,
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    bis es möglicherweise zu einer Zeit kommt, wo sich die Politiken ändern werden,
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    weil die das Einzige, was die Aktivitäten des Überwachungsstaates beschränken kann Politik ist.
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    Sogar unsere Vereinbarungen mit anderen souveränen Regierungen
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    sind für uns politische statt rechtliche Festlegungen.
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    Und deswegen wird auch ein neuer Führer gewählt, sie werden den Schalter umdrehen und sagen, daß…
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    …wegen der Krise, wegen der Gefahren, denen wir weltweit ausgesetzt sind, - also wegen einer neuen und unvorhergesehenen Bedrohung,
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    brauchen wir mehr Autorität, mehr Macht, und dann gibt es nichts mehr was das Volk an diesem Punkte machen kann, um sich dem (Diktat) zu widersetzen,
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    und das würde dann die Diktatur auf Knopfdruck.
Pavadinimas:
NSA leaker
Apibudinimas:

Edward Snowden, a 29-year-old former undercover CIA employee, unmasked himself Sunday as the principal source of recent Washington Post and Guardian disclosures about top-secret National Security Agency programs.

Snowden, who has contracted for the NSA and works for the consulting firm Booz Allen Hamilton, denounced what he described as systematic surveillance of innocent citizens and said in an interview that "it's important to send a message to government that people will not be intimidated."

Director of National Intelligence James R. Clapper Jr. said Saturday that the NSA had initiated a Justice Department investigation into who leaked the information — an investigation supported by intelligence officials in Congress.

Snowden, whose full name is Edward Joseph Snowden, said he understands the risks of disclosing the information but felt it was important to do.

"I'm not going to hide," Snowden told The Post from Hong Kong, where he has been staying. The Guardian was the first to publicly identify Snowden, at his request. "Allowing the U.S. government to intimidate its people with threats of retaliation for revealing wrongdoing is contrary to the public interest."

Asked whether he believed his disclosures would change anything, he said: "I think they already have. Everyone everywhere now understands how bad things have gotten — and they're talking about it. They have the power to decide for themselves whether they are willing to sacrifice their privacy to the surveillance state."

Snowden said nobody was aware of his actions, including those closest to him. He said there wasn't a single event that spurred his decision to leak the information.

"It was more of a slow realization that presidents could openly lie to secure the office and then break public promises without consequence," he said.

Snowden said President Obama hasn't lived up to his pledges of transparency. He blamed a lack of accountability in the Bush administration for continued abuses. "It set an example that when powerful figures are suspected of wrongdoing, releasing them from the accountability of law is 'for our own good,' " Snowden said. "That's corrosive to the basic fairness of society."

The White House did not respond to multiple e-mails seeking comment and spokesman Josh Earnest, who was traveling with the president, said the White House would have no comment Sunday.

A brief statement from a spokesperson for Clapper's office referred media to the Justice Department for comment and said the intelligence community was "reviewing the damage" that had been done by the leaks. "Any person who has a security clearance knows that he or she has an obligation to protect classified information and abide by the law," the statement said.

Snowden also expressed hope that the NSA surveillance programs would now be open to legal challenge for the first time. Earlier this year, in Amnesty International v. Clapper, the Supreme Court dismissed a lawsuit against the mass collection of phone records because the plaintiffs could not prove exactly what the program did or that they were personally subject to surveillance.

Article
http://www.washingtonpost.com/politics/intelligence-leaders-push-back-on-leakers-media/2013/06/09/fff80160-d122-11e2-a73e-826d299ff459_story.html

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English
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