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← Ein Weg zu höherer Bildung und Beschäftigung für Flüchtlinge

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Showing Revision 48 created 08/18/2020 by Sonja Maria Neef.

  1. Saida Aden Said: Ich habe immer noch
    dieses furchtbare Bild im Kopf.
  2. Ich konnte Leute hinfallen sehen,
  3. Schüsse.
  4. Ich hatte solche Angst.
  5. Ich weinte wirklich viel.
  6. Ein Bekannter meiner Eltern
    packte meine Hand und sagte:
  7. "Los! Los! Los!"
  8. Ich fragte: "Wo ist meine Mutter?
    Meine Mutter? Meine Mutter?"
  9. Noria Dambrine Dusabireme:
    Nachts hörten wir Schüsse,

  10. wir hörten Gewehre.
  11. Es sollte Wahlen geben.
  12. Junge Leute gingen auf die Straße,
  13. sie streikten.
  14. Und die meisten der jungen Leute starben.
  15. SAS: Wir stiegen in ein Fahrzeug.

  16. Es war überladen.
  17. Menschen rannten um ihr Leben.
  18. So floh ich aus Somalia.
  19. Meine Mutter vermisste mich.
  20. Niemand sagte ihr, wohin ich gegangen war.
  21. NDD: Die Tatsache, dass wir
    nicht zum Unterricht gingen,

  22. nicht zum Markt gehen konnten,
    zu Hause festsaßen,
  23. machte mir klar, dass ich
    nach etwas Besserem streben konnte,
  24. wenn ich die Chance bekäme,
    für eine bessere Zukunft.
  25. (Musik)

  26. Ignazio Matteini: Global steigt
    die Zahl der Vertriebenen.

  27. Heute gibt es fast 60 Millionen
    Vertriebene auf der Welt.
  28. Leider hört es nicht auf.
  29. Chrystina Russell: Ich denke,
    die humanitäre Gemeinschaft

  30. erkennt langsam
    durch Forschung und Realität,
  31. dass das Problem von längerer Dauer ist.
  32. Baylie Damtie Yeshita: Diese Studierenden
    brauchen höhere Bildung,

  33. einen Abschluss, den Sie nutzen können.
  34. Wenn diese Studierenden
    jetzt in Ruanda leben,
  35. wenn sie umgesiedelt werden,
    können sie dennoch weiterstudieren.
  36. Trotzdem ist Ihr Abschluss
    überall nützlich.
  37. CR: Unser mutiges Projekt testet
    das Global Education Movement

  38. der Universität von Southern New Hampshire
  39. auf Skalierbarkeit,
  40. um Flüchtlingen und Menschen
    ohne sonstigen Zugang zu höherer Bildung
  41. Bachelor Abschlüsse und
    Wege in die Beschäftigung zu eröffnen.
  42. SAS: Es war fast unmöglich
    für mich als Flüchtling,

  43. mich weiterzubilden
    und eine Karriere aufzubauen.
  44. Ich heiße Saida Aden Said,
  45. und ich komme aus Somalia.
  46. Ich war neun Jahre alt
    als ich nach Kakuma kam,
  47. und ich begann mit 17 mit der Schule.
  48. Jetzt studiere ich im Bachelor
  49. an der SNHU.
  50. NDD: Ich heiße Noria Dambrine Dusabireme.

  51. Ich studiere meinen Bachelor of Arts
    in Kommunikationswissenschaft
  52. mit dem Schwerpunkt Wirtschaft.
  53. CR: Wir bedienen Studierende
    in fünf verschiedenen Ländern:

  54. Libanon, Kenia, Malawi,
    Ruanda und Südafrika.
  55. Wir sind sehr stolz auf 800 Absolventen
    mit Erstabschluss, über 400 mit Bachelor
  56. und fast 1.000 Studierende,
    die jetzt eingeschrieben sind.
  57. Das Besondere ist, dass wir uns
    auf das reale Flüchtlingsleben einstellen.

  58. Es gibt keinen Unterricht.
  59. Es gibt keine Vorlesungen.
  60. Es gibt keine Abgabetermine.
  61. Es gibt keine Abschlussprüfungen.
  62. Der Abschluss basiert auf Befähigung
    und ist nicht zeitgebunden.
  63. Man wählt frei aus,
    wann man sein Projekt beginnt.
  64. Man wählt frei aus, wie man es angeht.
  65. NDD: Wenn man die Plattform öffnet,
    sieht man die Zielsetzungen.

  66. Unter jeder Zielsetzung
    können wir Projekte finden.
  67. Wenn man ein Projekt öffnet,
    sieht man die Fähigkeiten,
  68. die man entwickeln muss,
  69. Anleitungen
  70. und einen Projektüberblick.
  71. CR: Das Geheimrezept der SNHU

  72. ist die Kombination
    von fähigkeitsbezogenem Online-Lernen
  73. und dem Lernen in Präsenz mit Partnern,
  74. um umfassende Unterstützung zu liefern.
  75. Das beinhaltet akademische Unterstützung.
  76. Es bedeutet psychosoziale Betreuung,
  77. medizinische Betreuung
  78. und auch die nachgeschaltete
    Beschäftigungsförderung,
  79. die effektiv zu einer
    95-prozentigen Abschlussquote
  80. und 88 Prozent Beschäftigung führt.
  81. NDD: Ich bin Praktikantin
    im Social-Media-Management.

  82. Das hat mit meinem Studium
    der Kommunikationswissenschaft zu tun.
  83. Ich habe so viel in meinem Projekt
    und in der echten Welt gelernt.
  84. Das strukturierte Praktikum
    ist eine echte Chance für Studierende,

  85. ihr Können zu erproben,
  86. für uns, um Beziehungen aufzubauen
    zwischen dem Praktikum
  87. und späteren Beschäftigungsaussichten.
  88. (Musik)

  89. Dieses Modell hört wirklich damit auf,

  90. Zeit und Universitätsvorschriften
    in den Mittelpunkt zu stellen
  91. und stellt stattdessen Studierende
    in den Mittelpunkt.
  92. IM: Das SNHU-Modell
    bricht Althergebrachtes auf.

  93. Sehr stark.
  94. Es bricht stark mit der traditionellen Art
    der hiesigen höheren Bildung.
  95. BDY: Es kann das Leben der Studierenden

  96. aus diesen gefährdeten
    und Flüchtlingsgemeinschaften verwandeln.
  97. NDD: Mit dem Abschluss
    kann ich einfach wiederkommen

  98. und überall arbeiten, wo ich will.
  99. Ich kann zuversichtlich auf Englisch
    meinen Master angehen,
  100. wovon ich vorher nicht geträumt hätte.
  101. Und ich habe die nötige
    Selbstsicherheit und Fähigkeiten,
  102. um wirklich mit der Arbeitswelt
    fertig zu werden,
  103. ohne Angst zu haben, es nicht zu schaffen.
  104. SAS: Ich wollte immer
    mit der Gemeinde arbeiten.

  105. Ich will eine Non-Profit-
    Organisation gründen.
  106. Wir befürworten Frauenbildung.
  107. Ich will wie eine Botschafterin sein
  108. und sie ermutigen, zu lernen
  109. und ihnen sagen, dass es nie zu spät ist.
  110. Es ist ein Traum.