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← Maryam Hoseini's Every Day Abstractions | Art21 "New York Close Up"

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Afficher la révision 2 créée 07/24/2020 par Anna Foltanska.

  1. [Gowanus, Brooklyn]
  2. Im Leben eines Künstlers,
    hängt vieles mit dem Alltag zusammen,
  3. mit Austausch, mit alltäglicher Politik.
  4. Und ein großer Teil der Arbeit
    handelt von der Darstellung seiner selbst.
  5. ["Maryam Hoseinis
    Abstraktionen des Alltags"]
  6. Die Liebe zum Zeichnen
    wurde mir zum ersten mal wirklich bewusst,
  7. als ich dreizehn war.
  8. Ich hatte eine Lehrerin in der Schulzeit
  9. und ihre Art zu unterrichten ...
  10. Und sie war so eine starke Persönlichkeit,
  11. als Frau in einem Land wie Iran.
  12. Ich denke, das ist es,
    was mich so interessiert hat.
  13. Ich weiß noch genau, dass ich dachte:
  14. "Ich will einfach zu diesem Zeichenkurs."
  15. "Ich will weiter arbeiten."
  16. Und überall waren Papierstapel
    im Haus meiner Eltern.
  17. Ich fühle mich immer als Zeichnerin.
  18. Ich fange damit an,
    dann male ich ein wenig
  19. und zeichne wieder oben drauf.
  20. Es ist ein stetes Vor und Zurück.
  21. Ich wurde beauftragt, ein Werk
    über ein bekanntes Gedicht anzufertigen.
  22. "Layla und Majnun."
  23. Es handelt von einer verbotenen Liebe.
  24. Ich habe eine Serie erarbeitet:
  25. "Geheimnisse Zwischen
    Ihr und Ihrem Schatten."
  26. Ich war mehr
    an der weiblichen Figur interessiert,
  27. denn es schien,
    als würde niemand sie wahrnehmen
  28. und alles drehe sich darum,
    wie Majnun seinen Verstand verlor.
  29. Layla machte mich sehr neugierig.
  30. Diese verletzliche Frau,
    der verboten wurde auszusprechen
  31. und sogar sich danach zu sehnen,
  32. was sie wirklich wollte.
  33. Ich denke, vieles an der Arbeit
    ist eine Mischung aus Humor und Angst.
  34. Es gibt Momente,
    in denen man wirklich lacht,
  35. obwohl man sich vor vielem fürchtet.
  36. In meinen früheren Gemälden ist der Ort,
  37. an dem sich die Figuren befinden,
    deutlich erkennbar.
  38. In den letzten Jahren
  39. habe ich diese Erkennbarkeit reduziert.
  40. Ich habe beschlossen,
    kopflose Körper zu zeigen
  41. angesichts der Politik rund um Identität.
  42. Die bruchstückhaften Landschaften
  43. und die zerstückelten Körper,
  44. sind in gewisser Weise ein Ausdruck
    meiner Erfahrungen und meines Lebens
  45. als Migrantin
  46. und als Person,
    die nicht in ihr Heimatland reisen
  47. und dann zu meiner Arbeit und meinem Leben
    in Amerika zurückkehren kann.
  48. In diesen Körpern, da ist Unbehagen.
  49. Aber auf der anderen Seite
    sind sie sehr stark.
  50. Ich gebe ihnen Kraft.
  51. Ich denke immerzu daran,
    was mit den Körpern im Gemälde passiert
  52. und die Beziehung vom Körper zum Raum,
    von dem er Umgeben ist.
  53. Mich interessiert dieser Raum
    zwischen Gemälde und Zeichnung,
  54. dem Öffentlichen und Privaten.
  55. Dieser Zwischenraum schafft etwas Offenes,
  56. in dem sich die Körper flüssiger bewegen,
  57. für die Wahrnehmung des Betrachters.
  58. Die die Anwesenheit der Menschen
  59. trägt fast schon zur Vollendung
  60. oder zum Aufbau
  61. der Performance bei.
  62. Untertitel: Anna Paula Foltanska