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← Tim Minchin's Storm the Animated Movie

Official animated movie of Tim Minchin's 9-minute beat poem Storm. Written and performed by Tim Minchin. Directed and animated by DC Turner. Produced by Tracy King. www.stormmovie.net www.timminchin.com www.kershoot.com

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12 langues

Afficher la révision 6 créée 01/01/2016 par Kohlenwasserstoffwesen.

  1. Inneres Nord-London, oberster Stock

  2. Weiße Wände, weißer Teppich, weiße Katze
  3. Reispapier-Trennwände,
  4. Moderne Kunst und Ambition
  5. Der Gastgeber Arzt
  6. Kluger Kerl, mit eigener Praxis
  7. Seine Freundin Schauspielerin
  8. Ein alter Freund der Familie
  9. Und immer lustige Gesellschaft.
  10. D'rum sind wir zum Essen gekommen.
  11. Der 5. Gast eine Unbekannte,
  12. Als Gefallen sitzen wir zusammen am Tisch
  13. weil die Dame gerade aus Australien
  14. nach Nord-London gezogen ist
  15. Und sie ist jemandes Schwester
  16. Oder etwas in der Art
  17. Während wir uns vorstellen
  18. Bin ich gebannt von ihrer Schönheit
  19. Sie ist unbestreitbar hübsch
  20. Mit dunklen Augen und dunklem Haar
  21. Doch als sie sich setzt
  22. Bin ich, zugegeben, ein wenig argwöhnisch,
  23. Denn ich bemerke eine Feenflügelspitze
  24. Tätowiert in der ansehnlichen Gegend
  25. An den Ausläufern des Rückens
  26. Und als sie sagt "Also ich bin Schütze"
  27. Formt sich eine Schublade in meinem Geiste
  28. Und ist sofort gefüllt
  29. Als sie sagt ihr Name sei "Sturm".
  30. Zu Beginn plaudert man nett und heiter
  31. Doch nicht lang, bis Sturm beginnt:
  32. "Wir wissen doch nichts,
  33. Erkenntnis ist nicht mehr als Meinung."
  34. Meint sie, über dem Cabernet Sauvignon
  35. Vis a vis
  36. Irgendein rationaler
  37. empirischer Kommentar von mir
  38. "Kein guter Anfang", denk ich mir
  39. Wir sind gerade einmal beim Aperitif
  40. Und mir gegenüber, meine Frau
  41. Mit geweiteten Augen
  42. Bittet mich still: Sei nett!
  43. Eine eheliche Warnung
  44. Des Ignorierens nicht würdig,
  45. Und so widerstehe ich dem Drang zu fragen
  46. Ob Wissen denn so subjektiv sei
  47. Dass eines Morgens
  48. Sie die Wohnung einmal
  49. Nicht durch die Tür verließe
  50. Sondern durch das Fenster im zweiten Stock
  51. Das Dinner ist vortrefflich und Sturm
  52. Das Fleisch wohlwissentlich meidend
  53. Sitzt zufrieden und speist
  54. Als der gute Doktor, dem Wein sehr zugeneigt
  55. Medizinische Anekdoten zum besten gibt
  56. Doch da wirft Storm plötzlich ein
  57. "Aber der Körper ist ein Mysterium!
  58. Die Wissenschaft ist mit dem Latein am Ende
  59. Versucht sie die Natur der Seele zu erkennen."
  60. Ein Blick der Gastgeberin in meine Richtung
  61. Sie, wie meine Frau, weiß, es besteht die Chance,
  62. dass ich in eine meiner seltenen doch witzitgen Tiraden verfalle
  63. Aber nein. Meine Lippen sind versiegelt.
  64. Ich will nur Speis und Trank genießen
  65. Denn auch wenn Storm mir langsam ernstlich auf die Nerven geht
  66. Dieser Abend wird nicht kentern
  67. Auch wenn ich mit mir kämpfen muss
  68. Denn - wie ihr meteorologischer Namensvetter -
  69. Kennt Sturm keine Gnade.
  70. "Pharmafirmen sind der Feind
  71. Sie fördern die Medikamentensucht
  72. Auf Kosten natürlicher Heilmittel
  73. Die alles sind, was unser Körper braucht
  74. Sie sind unmoralisch und von Gier getrieben.
  75. Warum Medikamente nehmen
  76. Wenn Kräuter helfen?
  77. Warum Chemie nutzen,
  78. Wenn homöopathische Präparate
  79. Die Probleme lösen können?
  80. Es ist an der Zeit, dass wir uns zurückbesinnen
  81. Auf natürliche medizinische Alternativen."
  82. So sehr ich es auch versuche,
  83. Ein kleiner Riss vertieft sich
  84. In meinem diplomatischen Deich
  85. "Per Definitionem", beginne ich
  86. "Alternativmedizin," fahre ich fort
  87. "Ist in ihrer Wirkung entweder nicht nachweisbar,
  88. Oder nachweislich nicht wirksam.
  89. Weißt du, wie man "Alternativmedizin" nennt,
  90. Deren Wirksamkeit bewiesen ist?
  91. Medizin."
  92. "Also glaubst du tatsächlich
  93. An KEINERLEI natürliche Heilmittel?"
  94. "Ganz im Gegenteil, Sturm.
  95. Genaugenommen, bevor wir zu Tee kamen,
  96. Nahm ich ein Mittelchen
  97. Gewonnen aus der Rinde des Weidenbaums
  98. Ein Schmerzmittel, praktisch ohne Nebenwirkung
  99. Es hat einen seltsamen Namen,
  100. Schatz, wie war er noch gleich?
  101. Maspirin?
  102. Baspirin?
  103. Ach ja, Aspirin!
  104. Für das ich gerade mal einen Pfund zahlte
  105. Unten an der Apotheke um die Ecke
  106. Die Debatte flaut kurz ab
  107. Als die Teller eingesammelt werden
  108. Doch als das Dessert serviert
  109. Erklärt Storm keck,
  110. "Shakespeare sprach dereinst:
  111. Es gibt mehr Dinge zwischen Himmel und Erde
  112. Als in deiner Philosophie existieren...
  113. Wissenschaft ist nur ein anerzogener Blick auf die Realität
  114. Doch erklärt sie nicht Liebe oder Spiritualität
  115. Wie erklärt die Wissenschaft Hellsicht?
  116. Auren, das Jenseits, die Kraft eines Gebets?"
  117. Mir wird bewusst
  118. Dass ich starre,
  119. Wie ein Hase, plötzlich gefangen
  120. Im blendenden Lichte geistlosen Blödsinns.
  121. Vielleicht ist's der Hamlet, den sie falsch zitierte
  122. Oder der achte Wein, den ich herunterkippte
  123. Der Deich meiner Zurückhaltung ächzt
  124. Und das Arschloch in mir,
    von ihm zurückgehalten,
  125. Bricht heraus und ist frei:
  126. "Sieh, Sturm, ich will dich nicht langweil'n
  127. Aber es gibt überhaupt keine Aura!
  128. Aurenlesen ist wie Gedankenlesen
  129. Kaffeesatz, Sternzeichen oder
    Lebenslinien.
  130. Diese Leute haben kein Talent,
  131. Entweder sie lügen oder sind geisteskrank.
  132. Gleiches gilt für die, die sagen, sie hören Gottes
    Wort
  133. Oder Geistheiler mit magischen Händen.
  134. Nur so nebenbei,
  135. Warum glauben wir es sei Okay
  136. vorzugeben mit den Toten reden zu können?
  137. Ist das nicht vollkommen hirnrissig?
  138. Weinende Frauen belügen, die ihr Kind verloren
  139. Und ihnen sagen, man hätte Kontakt mit dem Jenseits?
  140. Ist das nicht ganz grundsätzlich krank?
  141. Müssen wir klarstellen, dass es sowas wie Hellsicht nicht gibt?
  142. Was, sind wir 2-Jährige, verdammt?
  143. Glauben wir wirklich, dass Horton ein Hu gehört hat?
  144. Glauben wir immer noch der Weihnachtsmann brächte die Geschenke?
  145. Das Michael Jackson kein Lifting hatte?
  146. Sind wir so beeindruckt von Zirkustricks
  147. Dass wir glauben die Toten würden
  148. mit Idioten
  149. Wie John Edwards reden wollen?"
  150. Sturm, meinem Hohn zum Trotze
  151. Feuert weiter Klischees mit bizarrer Präzision
  152. Wie ein Scharfschütze mit Blödsinn als Munition
  153. "Du bist dir deiner so sicher
  154. Doch im Grunde nur engstirnig
  155. Ich denke du wirst sehen
  156. Dass dein Glaube an Wissenschaft und Tests
  157. Genau so blind ist
  158. Wie der Glaube jedes Fundamentalisten"
  159. "Wow, lass mich das einmal überdenken
  160. Oh, warte, mein Fehler, das ist absoluter Bullshit.
  161. Das wissenschaftliche Weltbild passt sich auf Basis von Beobachtung an.
  162. Glaube ist die Leugnung von Beobachtung sodass das Weltbild aufrecht erhalten werden kann.
  163. Wenn du mir zeigen würdest
  164. Dass, sagen wir, Homöopathie funktioniert,
  165. Dann ändere ich meine Meinung
  166. Ich springe im Quadrat
  167. Bin verdammt beschämt
  168. Doch werde schreiend durch die Straßen rennen
  169. Ein Wunder! Vergesst die Physik!
  170. Wasser hat ein Gedächtnis!
  171. Und während es sich an einen lange vergangenen Tropfen Zwiebelsaft perfekt erinnert
  172. Vergisst es irgendwie die ganze Scheiße, die mal drin war!
  173. Du zeigst mir dass und wie es funktioniert
  174. Und wenn ich mich von dem Schock erholt habe
  175. Nehme ich einen Zirkel und ritze "Schau an" in die Seite meines Schwanzes."
  176. Alle starren mich jetzt an,
  177. Doch ich bin ziemlich sauer und gut dabei,
  178. Also denke ich mir, wenn schon, denn schon:
  179. "Das Leben ist voller Rätsel, ja
  180. Aber da draußen sind Antworten
  181. Und sie werden nicht gefunden
  182. Von Leuten, die herumsitzen
  183. Ernst dreinschauen
  184. Und sagen: Ist das Leben nicht rätselhaft?
  185. Lass uns sitzen und hoffen
  186. Lass uns den verdammten Papst anrufen
  187. Lass uns Oprah anschauen,
  188. die Deepak Chopra interviewt
  189. Wenn du schon TV sehen musst, dann solltest du Scooby Doo schauen.
  190. Die Serie war super
  191. Denn immer wenn es eine Kirche mit einem Ghoul
  192. Oder einen Geist in einer Schule gab
  193. Haben sie hinter die Maske gesehen und was war da?
  194. Der verdammte Hausmeister oder der Typ, der die Wasserrutsche betreibt.
  195. Denn in der ganzen Geschichte,
  196. Jedes Rätsel
  197. dass jemal gelöst ward, stellte sich heraus als
  198. Nicht magisch.
  199. Macht dir die Idee, dass es Wissen geben könnnte
  200. Vielleicht Angst?
  201. Macht dir die Idee, dass ein Nachmittag
  202. Auf der verdammten Wikipedia dich erleuchten könnte
  203. Vielleicht Angst?
  204. Ist der Gedanke, dass es da nichts Übernatürliches gibt
  205. So weit ab von deinem Hippie-Hirn
  206. Dass du lieber einfach stehst im Nebel
  207. deiner Unfähigkeit Google zu nutzen?
  208. Ist das nicht genug?
  209. Einfach nur diese Welt?
  210. Nur diese schöne, komplexe
  211. wundervoll ergründliche, natürliche Welt?
  212. Wie versagt sie so darin unser Interesse zu wecken
  213. Dass wir sie schmälern müssen mit der Erfindung
  214. Billiger, menschgemachter Mythen und Monster?
  215. Wenn du so auf Shakespeare stehst
  216. Leih mir dein Ohr:
  217. "Vergülden feines Gold, bemalen die Lilie,
  218. parfümieren das Veilchen... ist einfach verdammt dämlich"
  219. Oder so.
  220. Oder Satchmo?!
  221. I see trees of green,
  222. Red roses too,
  223. Und bitte, wenn du meinst
  224. Krishna und Vishnu glorifizieren zu müssen
  225. Auf eine postkoloniale, herablassende
  226. Abgepackte und etikettierte Art
  227. Meine Güte, dann ist das okay.
  228. Aber das hier bereitet mir Kopfschmerzen:
  229. Ich bin ein kleines, unbedeutendes, unwissendes Stück Kohlenstoff.
  230. Ich habe ein Leben, und das ist kurz
  231. Und unbedeutend...
  232. Aber dank jüngster wissenschaftlicher Fortschritte
  233. Darf ich doppelt solange Leben wie meine Groß-Groß-Groß Onkels und Tanten.
  234. Doppelt so lange, um mein Leben zu leben
  235. Doppelt so lange, meine Frau zu lieben
  236. Doppelt so viele Jahre mit Freunden und Wein
  237. Gutem Curry und trunkenem Streit
  238. Mit hübschen Hippies
  239. Mit Feen auf ihrem Rücken
  240. Und Schmetterlingen auf ihren Möpsen.
  241. Und, nur für den Fall, dass ich dich beleidigt haben sollte
  242. Denke hieran und alles ist vergessen:
  243. Wir könnten genausogut wieder 10 Minuten in der Vergangenheit sein
  244. Für den Fall, dass du deine Meinung änderst.
  245. Geschrieben und Performed von Tim Minchin
  246. Regie: DC Turner
  247. Produktion: Tracy King
  248. Character Design und Animation: DC Turner
  249. Kamera und Effekte: Ricky Earl, Fraser Davidson, DC Turner, Andrew Flatt
  250. Unterstützende Animationen: Ricky Earl, Kei Phillips, Ash Collins, Valentina Grasso, Betty Le Bon, Fraser Davidson
  251. Unterstützendes Artwork: Kei Phillips, Ricky Earl, Diego Garcia, Betty Le Bon, Fraiser Davidson, Rachael King, Stuart Mason, Manu Roig
  252. Sound: Milton Mermikedes, Bridget Merkimedes, Holley Gray, Matthias Simmons, Pete Clements
  253. Zusätzliche Storyboards: Tracy King, Fraser Davidson, Ricky Earl, Joe Pavlo
  254. Dank an: Sid Rodrigues, Rebecca Watson, Jane Goldman and family, Chris Blohm, Loretta King, Susan Turner
  255. Dank an: Lyndsey Brown, Shella Livingston, Helen Jack, Chris Cox, Tom Milsom, Robin Ince
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