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William Ury: Der Weg vom "Nein" zum "Ja"

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    Nun, das Thema "schwierige Verhandlungen"
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    erinnert mich an eine meiner Lieblingsgeschichten
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    aus dem Mittleren Osten,
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    über einen Mann, der seinen drei Söhnen 17 Kamele vererbte.
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    Und dem ersten Sohn hinterließ er die Hälfte der Kamele;
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    dem zweiten Sohn hinterließ er ein Drittel der Kamele;
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    und dem jüngsten Sohn hinterließ er ein Neuntel der Kamele.
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    Nun, die drei Söhne begannen zu verhandeln.
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    17 lässt sich nicht durch zwei teilen.
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    Es lässt sich nicht durch drei teilen.
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    Es lässt sich nicht durch neun teilen.
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    Die Bruderliebe wurde auf eine harte Probe gestellt.
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    Schließlich, aus Verzweiflung,
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    gingen sie und konsultierten eine weise alte Frau.
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    Die weise alte Frau dachte lange über ihr Problem nach,
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    und schließlich kam sie zurück und sagte:
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    "Nun, ich weiß nicht wie ich euch helfen kann,
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    aber, wenn ihr wollt, könnt ihr zumindest mein Kamel haben."
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    So hatten sie dann 18 Kamele.
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    Der erste Sohn nahm seine Hälfte - die Hälfte von 18 ist neun.
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    Der zweite Sohn nahm sein Drittel - ein Drittel von 18 ist sechs.
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    Der jüngtste Sohn nahm sein Neuntel -
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    ein Neuntel von 18 ist zwei.
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    Zusammen ergibt das 17.
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    Sie hatten ein Kamel über.
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    Sie gaben es der alten weisen Frau zurück.
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    (Gelächter)
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    Denken Sie jetzt einen Augenblick über die Geschichte nach.
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    Ich denke, sie ähnelt
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    einer Menge von schwierigen Verhandlungen, in die wir verwickelt werden.
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    Sie beginnen wie die 17 Kamele - ohne Lösungsweg.
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    Irgendwie müssen wir dann
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    einen Schritt zurücktreten, wie die weise alte Frau,
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    die Situation mit neuen Augen betrachten
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    und mit einem 18. Kamel aufwarten.
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    Das Finden des 18. Kamels in den Konflikten der Welt ist also
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    die Leidenschaft meines Lebens.
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    Im Grunde betrachte ich die Menschheit wie diese drei Brüder;
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    wir sind alle eine Familie.
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    Es ist wissenschaftlich erwiesen, dass
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    dank der Kommunikationsrevolution,
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    alle Völker dieses Planeten, alle 15.000 Völker,
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    miteinander verbunden sind.
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    Es ist eine große Familienzusammenkunft.
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    Und doch, wie bei allen Familienzusammenkünften,
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    ist nicht alles Friede und Freude.
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    Da gibt es eine Menge Konflikte.
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    Und die Frage ist,
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    wie gehen wir mit Streitigkeiten um?
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    Wie gehen wir mit unseren größten Streitigkeiten um,
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    in Anbetracht der menschlichen Neigung zu Konflikten
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    und des menschlichen Genies,
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    Waffen mit enormer Zerstörungskraft zu erfinden?
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    Das ist die Frage.
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    Während ich den größten Teil der letzen drei Jahrzehnte -
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    fast vier -
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    damit verbracht habe, die Welt zu bereisen und
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    und dabei versucht habe zu arbeiten, mich in Konflikten zu engagieren,
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    die von Jugoslawien zum Mittleren Osten,
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    von Tschetschenien nach Venezuela reichen,
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    einige der schwierigsten Konflikte auf diesem Planeten,
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    habe ich mir selbst diese Frage gestellt.
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    Und ich glaube, ich habe, in mancher Hinsicht, entdeckt,
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    was das Geheimnis für Frieden ist.
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    Es ist tatsächlich überraschend einfach.
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    Es ist nicht leicht, aber es ist einfach.
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    Es ist nicht einmal neu.
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    Es mag eine unserer ältesten menschlichen Erbschaften sein.
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    Das Geheimnis des Friedens sind wir.
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    Wir sind es, die handeln,
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    als umgebende Gemeinschaft
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    um jeden Konflikt herum,
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    die eine konstruktive Rolle übernehmen können.
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    Lassen Sie mich Ihnen eine Geschichte erzählen, ein Beispiel.
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    Vor ungefähr 20 Jahren war ich in Südafrika
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    und arbeitete mit den Parteien in diesem Konflikt
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    und ich hatte einen extra Monat
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    und verbrachte ihn damit,
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    mit einigen Gruppen der San-Buschmänner zu leben.
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    Ich war neugierig auf sie und auf die Art wie sie Konflikte lösten.
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    Weil sie im Grunde in den überlieferten Erinnerungen
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    Jäger und Sammler waren und
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    so ziemlich wie unsere Vorfahren
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    für ungefähr 99 Prozent der menschlichen Geschichte lebten.
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    All diese Männer haben giftige Pfeile, die sie zum Jagen benutzen --
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    absolut tödlich.
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    Wie gehen sie nun mit ihren Streitigkeiten um?
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    Nun, ich lernte,
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    dass, wann immer die Stimmung hochkocht in diesen Gemeinschaften,
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    jemand losgeht und die Giftpfeile draußen im Busch versteckt.
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    Und dann setzen sich alle in einen Kreis wie diesen,
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    und sie sitzen, und sie reden, und sie reden.
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    Es mag zwei Tage, drei Tage, vier Tage dauern,
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    aber sie hören nicht auf,
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    bevor sie eine Lösung finden,
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    oder besser sogar, eine Versöhnung.
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    Und falls die Stimmung immer noch zu angeheizt ist,
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    senden sie jemanden weg, um ein paar Verwandte zu besuchen
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    und um Zeit zum Abkühlen zu haben.
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    Nun, ich glaube, dieses System ist vermutlich
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    das System, das uns bis zu diesem Punkt hat überleben lassen,
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    in Anbetracht unserer menschlichen Neigungen.
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    Dieses System nenne ich die dritte Partei.
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    Weil, wenn Sie darüber nachdenken,
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    wie wir normalerweise über einen Konflikt denken, wie wir ihn beschreiben,
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    wir immer zwei Parteien haben.
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    Es sind die Araber gegen die Israeli, die Arbeiter gegen das Management,
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    Ehemann gegen Ehefrau, Republikaner gegen Demokraten,
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    aber was wir oft nicht sehen,
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    ist, dass es immer eine dritte Partei gibt.
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    Und die dritte Partei in einem Konflikt sind wir,
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    die umgebende Gemeinschaft,
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    sind die Freunde, die Verbündeten,
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    die Familienmitglieder, die Nachbarn.
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    Und wir können eine unglaublich konstruktive Rolle spielen.
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    Die vielleicht grundlegendste Art,
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    in der die dritte Partei helfen könnte,
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    ist die, die Parteien daran zu erinnern, was wirklich auf dem Spiel steht.
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    Zum Wohl der Kinder, zum Wohl der Familie,
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    zum Wohl der Gemeinschaft, zum Wohl der Zukunft,
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    lasst uns für einen Moment das Streiten stoppen und anfangen zu reden.
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    Denn es ist doch so,
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    dass wir, wenn wir in einem Konflikt stecken,
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    wir sehr schnell den Durchblick verlieren.
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    Es ist sehr einfach zu reagieren.
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    Menschen: Wir sind Reaktionsmaschinen.
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    Und wie man so sagt,
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    wenn du wütend bist, wirst du die beste Rede halten,
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    die du jemals bereuen wirst.
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    Und daran erinnert uns die dritte Partei.
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    Die dritte Partei hilft uns auf den Balkon zu gehen,
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    was eine Metapher für eine Perspektive ist,
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    von der aus wir unsere Augen auf den Preis richten können.
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    Ich möchte Ihnen eine kleine Geschichte aus meiner eigenen Verhandlungserfahrung erzählen.
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    Vor einigen Jahren war ich als Vermittler
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    in einigen sehr schwierigen Gesprächen
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    zwischen der Regierung von Russland
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    und der Regierung von Tschetschenien tätig.
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    Die Parteien führten Krieg, wie Sie wissen.
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    Wir haben uns in Den Haag getroffen,
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    im Friedenspalast,
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    im selben Raum, in dem der Kriegsverbrecherprozess für Jugoslawien
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    stattfand.
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    Die Gespräche hatten einen eher holprigen Start
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    als der Vizepräsident von Tschetschenien
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    damit anfing auf die Russen zu zeigen und sagte:
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    "Sie sollten direkt hier sitzen bleiben,
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    weil Ihnen der Prozess für Kriegsverbrechen gemacht werden wird."
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    So fuhr er fort, und dann wandte er sich an mich und sagte:
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    "Sie sind Amerikaner.
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    Schauen Sie sich an, was die Amerikaner in Puerto Rico machen."
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    Und meine Gedanken fingen an zu rasen. "Puerto Rico? Was weiß ich über Puerto Rico?"
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    Ich begann zu reagieren,
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    aber dann versuchte ich mich daran zu erinnern, auf den Balkon zu gehen.
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    Und als dann er pausierte,
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    und alle wegen einer Antwort zu mir schauten,
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    konnte ich ihm von der Balkonperspektive aus für seine Ausführung danken
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    und sagen: "Ich schätze die Kritik an meinem Land
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    und ich nehme es als Zeichen, dass wir unter Freunden sind
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    und offen miteinander sprechen können.
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    Und wir sind nicht hier um über Puerto Rico oder die Vergangenheit zu reden.
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    Wir sind hier um zu sehen, ob wir einen Weg finden,
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    um das Leiden und Blutvergießen in Tschetschenien zu stoppen."
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    Das Gespräch ging wieder zum Thema zurück.
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    Das ist die Rolle der dritten Partei,
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    den Streitenden zu helfen auf den Balkon zu gehen.
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    Jetzt möchte ich Sie für einen Moment mitnehmen
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    zu dem, was überwiegend als der schwierigste Konflikt dieser Welt
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    oder als der unlösbarste Konflikt angesehen wird,
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    zum Mittleren Osten.
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    Die Frage ist: Wo ist die dritte Partei dort?
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    Wie können wir möglicherweise auf den Balkon gehen?
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    Nun ich gebe nicht vor, die Antwort zum
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    Konflikt im Mittleren Osten zu kennen,
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    aber ich denke, ich weiß einen ersten Schritt,
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    buchstäblich einen ersten Schritt,
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    etwas, das jeder von uns als Teil der dritten Partei tun könnte.
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    Aber lassen Sie mich Ihnen erst eine Frage stellen.
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    Wieviele von Ihnen
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    haben sich in den letzten Jahren
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    irgendwann mal selbst dabei ertappt, sich Sorgen um den Mittleren Osten zu machen
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    und sich zu fragen was irgend jemand tun könnte?
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    Nur aus Neugier, wie viele von Ihnen?
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    Okay, die große Mehrheit von uns.
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    Und hier sind wir so weit davon weg.
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    Warum beachten wir diesen Konflikt so sehr?
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    Ist es die Anzahl der Toten?
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    Es gibt hundertmal mehr Menschen, die in
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    einem Konflikt in Afrika sterben als im Mittleren Osten.
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    Nein, es ist aufgrund der Geschichte,
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    weil wir uns alle persönlich in dieser
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    Geschichte involviert finden.
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    Ob wir Christen, Moslems oder Juden,
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    religiös oder nicht religiös sind,
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    wir fühlen uns, als ob für uns persönlich davon was abhinge.
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    Geschichten bedeuten etwas. Als Anthropologe weiß ich das.
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    Wir benutzen Geschichten, um Wissen weiter zu geben.
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    Sie geben unserem Leben Bedeutung.
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    Das ist es, was wir hier machen bei TED, wir erzählen Geschichten.
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    Geschichten sind der Schlüssel.
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    Und so ist meine Frage,
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    ja, lassen Sie es uns versuchen und die Politik
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    dort im Mittleren Osten auflösen,
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    aber lassen Sie uns auch einen Blick auf die Geschichte werfen.
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    Lassen Sie uns versuchen an die Wurzel des Ganzen zu kommen.
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    Lassen Sie uns sehen, ob wir die dritte Partei hier anwenden können.
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    Was würde das heißen? Was ist die Geschichte dort?
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    Nun, als Anthropologen wissen wir,
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    dass jede Kultur ihre Ursprungsgeschichte hat.
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    Was ist die Ursprungsgeschichte des Mittleren Ostens?
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    In einem Satz, es ist diese:
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    Vor 4.000 Jahren wanderten ein Mann und
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    seine Familie quer durch den Mittleren Osten
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    und die Welt war danach nie wieder dieselbe.
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    Dieser Mann war natürlich
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    Abraham.
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    Und er stand für Einheit,
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    die Einheit der Familie.
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    Er ist der Vater von uns allen.
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    Aber es ist nicht nur wofür er stand, es ist seine Botschaft, die zählt.
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    Seine Botschaft war grundsätzlich auch Einheit,
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    die Verbundenheit von allem und die Einheit von allem.
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    Und sein grundlegender Wert war Respekt,
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    war Freundlichkeit gegenüber Fremden.
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    Das ist es, wofür er bekannt ist, seine Gastfreundschaft.
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    So ist er in diesem Sinne
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    eine symbolische dritte Partei
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    im Mittleren Osten.
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    Er ist derjenige, der uns daran erinnert,
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    dass wir alle Teil eines größeren Ganzen sind.
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    Nun, wie würden Sie ---
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    denken Sie jetzt für einen Moment darüber nach.
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    Heute sehen wir die Geißel des Terrorismus.
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    Was ist Terrorismus?
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    Terrorismus ist im Grunde, einen unschuldigen Fremden zu nehmen
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    und ihn wie einen Feind zu behandeln, den man tötet,
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    um Angst zu erzeugen.
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    Was ist das Gegenteil von Terrorismus?
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    Es ist einen unschuldigen Fremden zu nehmen
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    und ihn wie einen Freund zu behandeln,
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    den Sie in Ihr Haus einladen,
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    um Verständnis zu säen und zu erschaffen,
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    oder Respekt oder Liebe.
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    Was wäre, wenn
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    Sie die Geschichte von Abraham nehmen,
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    die eine Geschichte über die dritte Partei ist,
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    was wäre, wenn dies,
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    weil Abraham für Gastfreundschaft steht --
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    was wäre, wenn dies das Gegenmittel zu Terrorismus sein könnte?
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    Was wäre, wenn dies der Impfstoff
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    zum Schutz vor religiöser Intoleranz wäre?
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    Wie würden Sie diese Geschichte zum Leben erwecken?
  • 9:53 - 9:55
    Nun, es reicht nicht eine Geschichte zu erzählen,
  • 9:55 - 9:57
    die überzeugend ist --
  • 9:57 - 9:59
    denn Menschen müssen diese Geschichte erleben.
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    Sie müssen in der Lage sein, die Geschichte zu leben. Wie würden Sie das tun?
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    Das fiel mir ein, als ich darüber nachdachte, wie Sie das tun könnten.
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    Und das ist es, was zu dem ersten Schritt hier führt.
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    Denn Sie sollten ganz einfach
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    einen Spaziergang machen.
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    Sie machen einen Spaziergang auf den Spuren Abrahams.
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    Sie folgen Abrahams Fußabdrücken.
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    Weil Spazierengehen wirklich richtig machtvoll ist.
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    Wissen Sie, für Anthropologen ist das Gehen das, was uns menschlich machte.
  • 10:24 - 10:26
    Es ist komisch, wenn Sie gehen,
  • 10:26 - 10:28
    gehen Sie Seite an Seite
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    in die gleiche gemeinsame Richtung.
  • 10:31 - 10:33
    Nun, wenn ich zu Ihnen kommen würde, Ihnen gegenüber stünde
  • 10:33 - 10:36
    und so Ihnen so nahe käme,
  • 10:36 - 10:39
    würden Sie sich bedroht fühlen.
  • 10:39 - 10:41
    Aber wenn ich neben Ihnen, Schulter and Schulter, gehen würde,
  • 10:41 - 10:43
    unsere Schultern sich vielleicht sogar berührten,
  • 10:43 - 10:45
    ist es kein Problem.
  • 10:45 - 10:47
    Wer kämpft, während er geht?
  • 10:47 - 10:50
    Das ist der Grund, warum Menschen während Verhandlungen,
  • 10:50 - 10:52
    wenn die Dinge schwierig werden, im Wald spazierengehen.
  • 10:52 - 10:54
    So kam mir die Idee,
  • 10:54 - 10:56
    wie es wäre, einen Weg,
  • 10:56 - 10:58
    eine Route zu initiieren --
  • 10:58 - 11:01
    denken Sie an die Seidenstraße, denken Sie den Appalachian Trail -
  • 11:01 - 11:03
    der den Fußspuren von
  • 11:03 - 11:05
    Abraham folgt.
  • 11:05 - 11:07
    Die Leute sagten: "Das ist verrückt. Das kannst du nicht.
  • 11:07 - 11:10
    Du kannst nicht den Fußspuren Abrahams folgen. Das ist zu unsicher.
  • 11:10 - 11:12
    Du mußt all die Grenzen überqueren.
  • 11:12 - 11:14
    Er geht durch 10 verschiedene Länder im Mittleren Osten,
  • 11:14 - 11:16
    weil er sie alle vereint."
  • 11:16 - 11:18
    Und dann haben wir die Idee in Harvard untersucht.
  • 11:18 - 11:20
    Wir machten unsere Sorgfaltigkeitsprüfung.
  • 11:20 - 11:22
    Und dann, vor einigen Jahren, entschied eine Gruppe von uns,
  • 11:22 - 11:24
    ungefähr 25 von uns aus circa 10 verschiedenen Ländern,
  • 11:24 - 11:26
    zu sehen, ob wir den Fußspuren Abrahams folgen könnten,
  • 11:26 - 11:29
    ausgehend von seinem Geburtsort in der Stadt Urfa
  • 11:29 - 11:32
    in der Südtürkei, Nordmesopotamien.
  • 11:32 - 11:35
    Dann nahmen wir den Bus und machten einige Wanderungen
  • 11:35 - 11:37
    und gingen nach Harran,
  • 11:37 - 11:40
    wo, nach der Bibel, er sich auf den Weg seiner Reise machte.
  • 11:40 - 11:42
    Dann überquerten wir die Grenze nach Syrien, gingen nach Aleppo,
  • 11:42 - 11:44
    welches, wie es sich herausstellte, nach Abraham benannt ist.
  • 11:44 - 11:46
    Wir gingen nach Damaskus,
  • 11:46 - 11:48
    das eine lange Geschichte hat, die mit Abraham verbunden ist.
  • 11:48 - 11:51
    Dann kamen wir nach Nordjordanien,
  • 11:51 - 11:53
    nach Jerusalem,
  • 11:53 - 11:56
    wo alles sich um Abraham dreht, nach Bethlehem
  • 11:56 - 11:58
    und schließlich zu dem Ort wo er begraben ist
  • 11:58 - 12:00
    in Hebron.
  • 12:00 - 12:02
    Gewissermaßen gingen wir also von der Geburtsstätte zu Begräbnisstätte.
  • 12:02 - 12:05
    Wir zeigten, dass es möglich war. Es war eine unglaubliche Reise.
  • 12:05 - 12:07
    Lassen Sie mich Ihnen eine Frage stellen.
  • 12:07 - 12:09
    Wie viele von Ihnen haben die Erfahrung gemacht
  • 12:09 - 12:11
    in einer fremden Nachbarschaft
  • 12:11 - 12:13
    oder einem fremden Land zu sein
  • 12:13 - 12:16
    und ein ganz Fremder, vollkommen Fremder
  • 12:16 - 12:19
    kommt zu Ihnen und gibt Ihnen etwas Freundlichkeit,
  • 12:19 - 12:21
    lädt Sie vielleicht zu sich nach Hause ein, gibt Ihnen ein Getränk,
  • 12:21 - 12:23
    gibt Ihnen Kaffee, gibt Ihnen eine Mahlzeit?
  • 12:23 - 12:25
    Wie viele von Ihnen haben jemals diese Erfahrung gemacht?
  • 12:25 - 12:27
    Das ist das Wesentliche
  • 12:27 - 12:29
    auf Abrahams Weg.
  • 12:29 - 12:31
    Aber genau das entdecken Sie, wenn Sie in die Dörfer im Mittleren Osten gehen,
  • 12:31 - 12:33
    wo Sie Feindseligkeiten erwarten
  • 12:33 - 12:35
    und die unglaublichste Gastfreundschaft erleben,
  • 12:35 - 12:37
    alles mit Abraham verbunden.
  • 12:37 - 12:39
    "Im Namen von Vater Abraham,
  • 12:39 - 12:41
    lassen Sie mich Ihnen etwas Essen anbieten."
  • 12:41 - 12:43
    Wir entdeckten also,
  • 12:43 - 12:46
    dass Abraham nicht nur eine Figur aus einem Buch für diese Menschen ist,
  • 12:46 - 12:49
    er ist lebendig, er ist eine lebendige Präsenz.
  • 12:49 - 12:51
    Und um eine lange Geschichte kurz zu machen,
  • 12:51 - 12:53
    in den letzten Jahren haben nun
  • 12:53 - 12:55
    tausende von Menschen
  • 12:55 - 12:57
    begonnen, Teile des Wegs von Abraham im
  • 12:57 - 12:59
    Mittleren Osten zu gehen
  • 12:59 - 13:02
    und die Gastfreundschaft der Menschen dort zu genießen.
  • 13:02 - 13:04
    Sie haben anfangen zu gehen,
  • 13:04 - 13:06
    in Israel und Palästina,
  • 13:06 - 13:08
    in Jordanien, in der Türkei, in Syrien.
  • 13:08 - 13:10
    Es ist eine überwältigende Erfahrung.
  • 13:10 - 13:12
    Männer, Frauen, junge Menschen, alte Menschen --
  • 13:12 - 13:15
    tatsächlich mehr Frauen als Männer, interessanterweise.
  • 13:15 - 13:17
    Für Menschen, die nicht mitlaufen können,
  • 13:17 - 13:19
    die augenblicklich nicht in der Lage sind dorthin zu kommen,
  • 13:19 - 13:21
    haben Menschen angefangen, Läufe
  • 13:21 - 13:23
    in Städten, in ihren eigenen Gemeinschaften zu organisieren.
  • 13:23 - 13:25
    In Cincinnati, zum Beispiel, wurde ein Lauf
  • 13:25 - 13:27
    von einer Kirche zu einer Moschee zu einer Synagoge organisiert
  • 13:27 - 13:29
    und alle hatten ein Abraham-Essen zusammen.
  • 13:29 - 13:31
    Es war Abrahams-Weg-Tag.
  • 13:31 - 13:33
    In Sao Paulo, Brasilien, ist es eine jährliche Veranstaltung geworden,
  • 13:33 - 13:35
    bei dem tausende von Menschen laufen,
  • 13:35 - 13:37
    auf einem virtuellen Abrahams-Weg-Lauf,
  • 13:37 - 13:39
    der verschiedene Gemeinschaften miteinander verbindet.
  • 13:39 - 13:42
    Die Medien lieben es, sie verehren es geradezu.
  • 13:42 - 13:44
    Sie überhäufen es mit Aufmerksamkeit,
  • 13:44 - 13:46
    weil es visuell ist
  • 13:46 - 13:48
    und das verbreitet die Idee,
  • 13:48 - 13:50
    die Idee von abrahamischer Gastfreundlichkeit,
  • 13:50 - 13:52
    von Freundlichkeit gegenüber Fremden.
  • 13:52 - 13:54
    Und gerade vor ein paar Wochen
  • 13:54 - 13:56
    gab es eine Geschichte im NPR (nationalen öffentlichen Radio) darüber.
  • 13:56 - 13:58
    Letzten Monat
  • 13:58 - 14:00
    gab es einen Artikel im Guardian,
  • 14:00 - 14:03
    im Manchester Guardian, darüber ---
  • 14:03 - 14:06
    auf zwei ganzen Seiten.
  • 14:06 - 14:09
    Und sie zitierten einen Bewohner,
  • 14:09 - 14:12
    der sagte: "Dieser Lauf verbindet uns mit der Welt."
  • 14:12 - 14:15
    Er sagte, dass es wie ein Licht war, das in ihrem Leben angegangen ist.
  • 14:15 - 14:17
    Es brachte uns Hoffnung.
  • 14:17 - 14:19
    Und genau darum geht es.
  • 14:19 - 14:22
    Aber es geht nicht nur um Psychologie,
  • 14:22 - 14:24
    es geht um Wirtschaft,
  • 14:24 - 14:26
    weil die Menschen bei bei ihrer Wanderung Geld ausgeben.
  • 14:26 - 14:29
    Und diese Frau hier, Um Ahmad,
  • 14:29 - 14:32
    ist eine Frau, die am Weg in Nordjordanien lebt.
  • 14:32 - 14:34
    Sie ist unglaublich arm.
  • 14:34 - 14:37
    Sie ist teilweise blind, ihr Mann kann nicht arbeiten,
  • 14:37 - 14:40
    sie hat sieben Kinder.
  • 14:40 - 14:42
    Aber was sie kann, ist kochen.
  • 14:42 - 14:45
    Und so hat sie angefangen, für einige Gruppen von Wanderern zu kochen,
  • 14:45 - 14:48
    die durch ihr Dorf kommen und bei ihr zu Hause eine Mahlzeit einnehmen.
  • 14:48 - 14:50
    Sie sitzen auf dem Boden.
  • 14:50 - 14:52
    Sie hat nicht einmal ein Tischtuch.
  • 14:52 - 14:54
    Sie macht das leckerste Essen,
  • 14:54 - 14:57
    frisch mit Kräutern aus der Umgebung.
  • 14:57 - 14:59
    Und so kamen mehr und mehr Wanderer.
  • 14:59 - 15:01
    Und seit kurzem hat sie nun ein Einkommen,
  • 15:01 - 15:03
    um ihre Familie zu unterstützen.
  • 15:03 - 15:06
    Und deshalb sagte sie unserem Team dort, sie sagte:
  • 15:06 - 15:09
    "Sie haben mich sichtbar gemacht,
  • 15:09 - 15:11
    in einem Dorf, in dem die Menschen sich früher
  • 15:11 - 15:13
    geschämt haben, mich anzusehen."
  • 15:13 - 15:16
    Das ist das Potenzial von Abrahams Weg.
  • 15:16 - 15:18
    Es gibt buchstäblich hunderte von diesen Gemeinschaften
  • 15:18 - 15:21
    im Mittleren Osten, entlang des Weges.
  • 15:22 - 15:25
    Das Potenzial liegt im Grunde darin, die Spielregeln zu ändern.
  • 15:25 - 15:27
    Und um die Spielregeln zu ändern, müssen Sie den Rahmen ändern,
  • 15:27 - 15:29
    wie wir die Dinge sehen --
  • 15:29 - 15:31
    um den Rahmen zu verändern
  • 15:31 - 15:34
    von Feindschaft zu Gastfreundschaft,
  • 15:34 - 15:37
    von Terrorismus zu Tourismus.
  • 15:37 - 15:39
    Und in diesem Sinn ist Abrahams Weg
  • 15:39 - 15:41
    ein Spielregel-Veränderer.
  • 15:41 - 15:43
    Lassen Sie mich Ihnen etwas zeigen.
  • 15:43 - 15:45
    Ich habe hier eine kleine Eichel,
  • 15:45 - 15:47
    die ich aufhob, als ich früher in diesem Jahr
  • 15:47 - 15:49
    auf dem Weg ging.
  • 15:49 - 15:51
    Nun, die Eichel ist natürlich assoziiert mit dem Eichenbaum -
  • 15:51 - 15:53
    wächst zu einem Eichenbaum,
  • 15:53 - 15:55
    der mit Abraham assoziiert ist.
  • 15:55 - 15:57
    Der Weg ist im Augenblick wie diese Eichel;
  • 15:57 - 15:59
    er ist noch in der frühen Phase.
  • 15:59 - 16:01
    Wie würde der Eichenbaum aussehen?
  • 16:01 - 16:03
    Nun, ich denke zurück an meine Kindheit,
  • 16:03 - 16:05
    die ich, nachdem ich hier in Chicago zur Welt kam, zu einen guten Teil
  • 16:05 - 16:07
    in Europa verbracht habe.
  • 16:07 - 16:09
    Wenn Sie in
  • 16:09 - 16:11
    den Ruinen von, sagen wir London
  • 16:11 - 16:14
    in 1945 oder Berlin gewesen wären,
  • 16:14 - 16:16
    und Sie hätten gesagt:
  • 16:16 - 16:18
    "In 60 Jahren von jetzt an
  • 16:18 - 16:20
    wird dies der friedlichste, wohlhabendste Teil des Planeten sein",
  • 16:20 - 16:22
    hätten die Menschen
  • 16:22 - 16:24
    sie für nachgewiesen verrückt gehalten.
  • 16:24 - 16:28
    Aber sie haben es dank einer gemeinsamen Identität - Europa -
  • 16:28 - 16:30
    und einer gemeinsamen Wirtschaft geschafft.
  • 16:30 - 16:33
    Meine Frage ist also, wenn es in Europa erreicht werden kann,
  • 16:33 - 16:35
    warum dann nicht im Mittleren Osten?
  • 16:35 - 16:37
    Warum nicht mit Hilfe einer gemeinsamen Identität --
  • 16:37 - 16:39
    welche die Geschichte von Abraham ist --
  • 16:39 - 16:41
    und mit Hilfe einer gemeinsamen Wirtschaft,
  • 16:41 - 16:44
    die zu einem guten Teil auf Tourismus basiert?
  • 16:45 - 16:47
    Lassen Sie mich dann also schließen,
  • 16:47 - 16:50
    indem ich sage, dass ich in den
  • 16:50 - 16:52
    35 Jahren, in denen ich mit einigen
  • 16:52 - 16:54
    der gefährlichsten, schwierigsten und unlösbarsten
  • 16:54 - 16:56
    Konflikte rund um den Globus gearbeitet habe,
  • 16:56 - 16:59
    ich erst noch den Konflikt sehen muss,
  • 16:59 - 17:02
    von dem ich das Gefühl habe, dass er nicht verändert werden könnte.
  • 17:02 - 17:04
    Es ist natürlich nicht einfach,
  • 17:04 - 17:06
    aber es ist möglich.
  • 17:06 - 17:08
    Es geschah in Südafrika.
  • 17:08 - 17:10
    Es geschah in Nordirland.
  • 17:10 - 17:12
    Es könnte überall geschehen.
  • 17:12 - 17:14
    Es hängt einfach von uns ab.
  • 17:14 - 17:17
    Es hängt davon ab, dass wir die dritte Partei ergreifen.
  • 17:17 - 17:19
    Also, lassen Sie mich Sie einladen,
  • 17:19 - 17:21
    darüber nachzudenken, zur dritten Partei zu werden,
  • 17:21 - 17:23
    selbst als einen sehr kleinen Schritt.
  • 17:23 - 17:25
    Wir werden gleich eine Pause einlegen.
  • 17:25 - 17:27
    Gehen Sie einfach auf jemanden zu,
  • 17:27 - 17:30
    mit einer anderen Kultur, aus einem anderen Land,
  • 17:30 - 17:32
    mit einer anderen Ethnizität, der irgendwie anders ist
  • 17:32 - 17:35
    und verwickeln Sie ihn in ein Gespräch; hören Sie ihm zu.
  • 17:35 - 17:37
    Das ist ein Akt der dritten Partei.
  • 17:37 - 17:39
    Das ist Abrahams Weg gehen.
  • 17:39 - 17:41
    Nach einem TED Vortrag,
  • 17:41 - 17:43
    warum keinen TED Spaziergang?
  • 17:43 - 17:45
    Also lassen Sie mich Sie nun mit
  • 17:45 - 17:47
    drei Dingen verlassen.
  • 17:47 - 17:50
    Eins ist, das Geheimnis des Friedens
  • 17:50 - 17:53
    ist die dritte Partei.
  • 17:53 - 17:55
    Die dritte Partei sind wir,
  • 17:55 - 17:57
    jeder von uns,
  • 17:57 - 17:59
    kann mit einem einzigen Schritt,
  • 17:59 - 18:02
    die Welt nehmen, kann die Welt ein Stück
  • 18:02 - 18:05
    näher zum Frieden bringen.
  • 18:05 - 18:07
    Es gibt ein altes afrikanisches Sprichwort, das so geht:
  • 18:07 - 18:09
    "Wenn Spinnennetze sich vereinigen,
  • 18:09 - 18:12
    können Sie sogar einen Löwen festhalten."
  • 18:12 - 18:14
    Wenn wir in der Lage sind,
  • 18:14 - 18:16
    unsere Friedensnetze der dritten Partei zu vereinigen,
  • 18:16 - 18:19
    können wir sogar den Löwen des Krieges festhalten.
  • 18:19 - 18:21
    Vielen Dank.
  • 18:21 - 18:23
    (Applaus)
Title:
William Ury: Der Weg vom "Nein" zum "Ja"
Speaker:
William Ury
Description:

William Ury, Autor von "Das Harvard-Konzept", zeigt einen eleganten, einfachen (aber keinen leichten) Weg um Einigkeit zu erzielen, selbst in den schwierigsten Situationen - von Familienstreitigkeiten bis hin, vielleicht, zum Mittleren Osten.

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Video Language:
English
Team:
TED
Project:
TEDTalks
Duration:
18:24
Anja Lehmann added a translation

German subtitles

Revisions