YouTube

Got a YouTube account?

New: enable viewer-created translations and captions on your YouTube channel!

ArteConTacto Technisches Museum Wien

Contribute

Add a new language!

Already have subtitles for this video?
Upload them directly.

Get Embed Code
4 Languages

Das Technische Museum Wien ist seit langem um einen barrierefreien Zugang zu seinen Ausstellungen bemüht und hat vielen Menschen mit besonderen Bedürfnissen den Museumsbesuch ermöglicht. Die Integration blinder und sehbehinderter Menschen fand bisher vor allem durch spezielle Führungen statt.

Die für die Ausstellung In Arbeit hat das TMW in Kooperation mit der Firma ArteConTacto und dem VRVis Forschungsinstitut tastbare Materialien entwickelt, um die Inhalte der Schau für alle Publikumsschichten greifbar zu machen. Insbesondere blinde und sehbehinderte Menschen sollen dazu motiviert werden, die Ausstellung zu erkunden, sei es auf eigene Faust oder in Begleitung.

Die Materialen werden in enger Zusammenarbeit mit dem Bundes-Blindenerziehungsinstitut in Wien und den Blindenvereinigungen entwickelt und mehrmals getestet, bevor sie zur Anwendung kommen. Sie sind so aufeinander abgestimmt, dass sie alle Phasen des Ausstellungsbesuchs abdecken: Auf der Webseite des Museums werden im speziell blindengerechten DAISY-Format erstellte Wegbeschreibungen zum Museum angeboten. Bei der Museumsinformation erhält der sehbehinderte Besucher eine Mappe mit Tastdiagrammen auf Papier (etwa dem Paradies) und Erklärungen in gut lesbarer Schrift sowie in Brailleschrift, außerdem einen MP3-Player mit einer speziellen Audioführung (inklusive Beschreibungen der Wege zu Toiletten etc). Am Eingang zur Ausstellung befindet sich ein etwa tischgroßes Modell, welches die räumliche Situation anschaulich macht, vor allem die Größenverhältnisse zwischen dem Schmelztiegel, dem Paradies und den Stationen. Von diesem Modell aus führt ein Navigationssystem zu ausgewählten Objekten. Einige davon sind direkt zum Angreifen bestimmt, andere in tastbaren Reliefs zugänglich. Diese Form der multisensoriellen Wahrnehmung ist nicht nur für blinde Menschen vorteilhaft, vielmehr kommt sie allen Besuchern zugute.

Nach der Rückgabe der Mappe wird eine kurze Befragung durchgeführt, deren Ergebnisse wiederum in die fortwährende Weiterentwicklung der Methodik einfließen.