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34C3 - International Image Interoperability Framework (IIIF) – Kulturinstitutionen schaffen interop

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    34C3 Vorspannmusik
  • 0:15 - 0:21
    Herald-Engel: Einen wunderschönen guten
    Morgen am Tag vier des 34. Chaos
  • 0:21 - 0:26
    Communication Congress. Es freut mich,
    dass so viele von euch schon hier sind,
  • 0:26 - 0:28
    und wir legen auch gleich los, damit wir
    nicht gleich wieder in Verzug
  • 0:28 - 0:34
    kommen. Mit mir auf der Bühne steht
    Leander Seige, und er erzählt euch etwas
  • 0:34 - 0:38
    zum Thema 'International Image
    Interoperability Framework -
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    Kulturinstitutionen schaffen interoperable
    Schnittstellen für digitalisiertes
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    Kulturgut'. Bitte einen
    großen Applaus für Leander!
  • 0:45 - 0:50
    Applaus
  • 0:50 - 0:55
    Leander: Ja, vielen vielen Dank, auch von
    mir einen wunderschönen guten Morgen, und
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    ich freue mich sehr, dass obwohl heute der
    vierte Konferenz Tag ist, ihr dennoch
  • 1:02 - 1:07
    schon zum ersten Talk heute hier
    erschienen seid. Vielen Dank dafür. Ich
  • 1:07 - 1:10
    freue mich, und ich freue mich vor allen
    Dingen auch, dass ich heute die
  • 1:10 - 1:16
    Gelegenheit habe, hier meine aktuelle
    Lieblings- Technologie zu präsentieren,
  • 1:16 - 1:23
    nämlich das International Image
    Interoperability Framework. Das es
  • 1:23 - 1:34
    erlaubt, interoperable Schnittstellen für
    digitalisiertes Kulturgut zu realisieren.
  • 1:34 - 1:39
    Ganz wenige Worte zu mir selbst: ich
    arbeite in der Universitätsbibliothek
  • 1:39 - 1:43
    Leipzig, bin verantwortlich für den
    Bereich Digitale Dienste, und habe aus
  • 1:43 - 1:50
    diesem Kontext heraus mit diesen Dingen
    natürlich sehr zu tun. Aber ich begeistere
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    mich auch persönlich dafür und das führt
    dazu, dass ich auch das eine oder andere
  • 1:54 - 1:59
    kleine selbst motivierte private Projekt
    in diesem Bereich durchführe, da zeige ich
  • 1:59 - 2:06
    nachher auch noch ein kleines Beispiel.
    Ich denke, es ist bekannt und viele würden
  • 2:06 - 2:12
    mir da zustimmen, dass digitalisierte
    Bilder heutzutage ein fundamentaler
  • 2:12 - 2:17
    Informationsträger kulturellen Erbes sind.
    Handschriften, Drucke, Zeichnungen und
  • 2:17 - 2:23
    Gemälde und viele andere Dinge werden auf
    diese Weise viel besser zugänglich. Früher
  • 2:23 - 2:29
    war dieser Zugang nur exklusiv Forschenden
    möglich, heute ist das für jedermann
  • 2:29 - 2:34
    möglich und die Originale erfahren dadurch
    auch einen viel höheren Schutz.
  • 2:34 - 2:41
    Digitalisierung ist nichts Neues. Doch
    bisher war Digitalisierung oft damit
  • 2:41 - 2:47
    verbunden, dass die Daten, die Metadaten,
    und die digitalisierten Bilder selbst in
  • 2:47 - 2:53
    Silo-artigen Systemen präsentiert wurden,
    nur kaum mit anderen Daten verknüpfbar
  • 2:53 - 2:59
    waren. Entsprechend schwerfällig intern
    auch die Prozesse waren, Bilder
  • 2:59 - 3:04
    bereitzustellen, und auch immer
    individuell an die Realisierung des
  • 3:04 - 3:11
    jeweiligen Portals geknüpft waren. Ich hab
    hier ein Beispiel aus unserer eigenen
  • 3:11 - 3:14
    Bibliothek genommen, eine alte Bibel-
    Handschrift, die ich später noch genauer
  • 3:14 - 3:19
    vorstellen werde, bei der das der Fall
    war, als dieses Portal gebaut wurde, war
  • 3:19 - 3:25
    es damals ein sehr modernes und
    fortschrittliches Portal, aber heutzutage
  • 3:25 - 3:30
    kann es diesen Ansprüchen nicht mehr
    genügen, die heute daran angelegt werden.
  • 3:30 - 3:37
    Und ja, wie das genau aussieht, komm ich
    dann gleich dazu. Also hier nochmal die..
  • 3:37 - 3:45
    ein Sinnbild dafür, wie die Situation oft
    ist, wie Präsentationen von Digitalisaten
  • 3:45 - 3:50
    im Netz oft realisiert werden. Die Systeme
    sind, isoliert tragen ihren
  • 3:50 - 3:57
    institutionellen Charakter nach außen und
    sind, ja, Zugänge zu den Repositorien, was
  • 3:57 - 4:02
    schön ist, aber sie sind eben nicht
    interoperabel miteinander. Und diesen
  • 4:02 - 4:12
    Punkt, den adressiert das IIIF, das
    speziell für diesen Zweck konstruiert
  • 4:12 - 4:16
    wurde, nämlich einen API Layer, einen
    standardisierten API Layer, zwischen den
  • 4:16 - 4:23
    eigentlichen Repositorien, also den
    Speichersystemen für digitalisierte Bilder
  • 4:23 - 4:35
    und die Metadaten zu schaffen. Und diese
    APIs mit den Präsentationen zu verbinden,
  • 4:35 - 4:40
    so, dass die Daten aus verschiedenen
    Repositorien in verschiedenen,
  • 4:40 - 4:46
    institutionell auch nicht gebundenen, also
    bsp. privaten Arbeitsoberflächen, virtuos
  • 4:46 - 4:54
    vom Nutzer selbst zusammengesetzt werden
    können. Die Community um diesen, um dieses
  • 4:54 - 5:01
    Framework ist recht groß geworden.
    Gebildet wurde sie aus einer Gemeinschaft
  • 5:01 - 5:07
    von der Stanford University Libraries, der
    British Library und der.. den Bibliotheken
  • 5:07 - 5:14
    in Oxford. Inzwischen ist das sehr stark
    gewachsen, die Community, in Deutschland
  • 5:14 - 5:17
    ist es vor allen Dingen bsp. die
    Bayerische Staatsbibliothek, die sich da
  • 5:17 - 5:22
    sehr engagiert. Die Universitätsbibliothek
    Leipzig tut das auch, Französische
  • 5:22 - 5:26
    Nationalbibliothek und viele andere, in
    der Community finden sich inzwischen sehr
  • 5:26 - 5:31
    viele internationale, bedeutende
    Bibliotheken - Universitätsbibliotheken,
  • 5:31 - 5:36
    Nationalbibliotheken. Auch die
    Vatikanische Bibliothek stellt ihre
  • 5:36 - 5:43
    Digitalisate in diesem interoperablen
    Format inzwischen bereit. Es gibt derzeit
  • 5:43 - 5:51
    vier APIs, die spezifiziert sind unter CC-
    BY Lizenz. Zwei von diesen APIs sind
  • 5:51 - 5:55
    tatsächlich erforderlich, um eine
    Präsentation aufzusetzen. Das ist einmal
  • 5:55 - 6:02
    die Image API, die tatsächlich die Pixel
    ausliefert. Und es gibt die Presentation
  • 6:02 - 6:09
    API, die dafür da ist, die Struktur und
    Metadaten zu diesen Pixeln zu definieren
  • 6:09 - 6:14
    und interoperabel abrufbar zu machen.
    Weitere APIs kümmern sich dann um das
  • 6:14 - 6:19
    Thema Suche und Authentifizierung, aber
    auf die gehe ich hier nicht weiter ein,
  • 6:19 - 6:24
    weil das den Rahmen sprengen würde. Das
    besonders Schöne an diesem Standard ist,
  • 6:24 - 6:32
    dass er auf Linked Data beruht. Die Daten
    sind typischerweise in JSON-LD abgelegt,
  • 6:32 - 6:42
    die Identifier für die verschiedenen Dinge
    in diesen Daten sind i.d.R. HTTP URIs, die
  • 6:42 - 6:48
    also auflösbar sind und auch den Bezug von
    Metadaten aus verschiedenen Quellen
  • 6:48 - 6:58
    zueinander ermöglichen, völlig unabhängig
    von ihrer Speicherung. Ganz kurz wenige
  • 6:58 - 7:05
    Worte über die Presentation API, die die
    Hierarchie modelliert, in der die
  • 7:05 - 7:11
    Metadaten abgelegt sind: zunächst gibt es
    da die Kollektionen, die also mehrere
  • 7:11 - 7:16
    Werke zu einer sinnhaften Einheit
    zusammenfassen. Solche Kollektionen können
  • 7:16 - 7:20
    auch selbst gebildet werden, Forscher
    können sich ihre eigenen Forschungs-
  • 7:20 - 7:26
    Kollektion zusammenlegen, die aus
    Manifest-Dateien bestehen, die dann
  • 7:26 - 7:30
    Sequenzen von Bildern definieren. Eine
    Manifest-Datei beschreibt also ein Werk,
  • 7:30 - 7:37
    das aus Bildsequenzen besteht. Diese
    Bildsequenzen sind Canvas-Objekte, also
  • 7:37 - 7:45
    reine Seiten- Objekte, die dann durch
    Inhalte, durch Bilder, aber das kann
  • 7:45 - 7:50
    können eben auch Texte sein, annotiert
    werden. Ich gehe noch einmal zu der Slide
  • 7:50 - 7:54
    zurück: das sieht man hier auf dieser
    Slide sehr schön, wie die.. wie dieses
  • 7:54 - 8:00
    abstrakte Canvas-Objekt schließlich mit
    dem eigentlichen Bildinhalt annotiert
  • 8:00 - 8:05
    wird, was es ermöglicht, dieses Canvas-
    Objekt eben auch durch mehrere
  • 8:05 - 8:10
    verschiedene Bilddateien und auch Texte,
    beschreibende Texte, Transkriptionen und
  • 8:10 - 8:19
    vielleicht sogar Übersetzungen, zu
    beschreiben. Die Manifest-Dateien sind so
  • 8:19 - 8:23
    aufgebaut: ich hab ich hier, vielleicht
    ganz kurz mal, so einen schematischen
  • 8:23 - 8:27
    Überblick zusammengestellt, den muss man
    jetzt nicht genau anschauen, soll nur
  • 8:27 - 8:37
    beschreiben, wie die innere Struktur in
    Linked Data-Manier aufgebaut ist. Und nach
  • 8:37 - 8:43
    dem gleichen Modus sind eben auch die
    Annotationen, die die Nutzer selbst auch
  • 8:43 - 8:49
    anlegen können in diesen Systemen
    strukturiert, so dass es möglich ist,
  • 8:49 - 8:55
    eigene Annotationen in eigenen
    Speichersystem auf Objekte sich beziehen
  • 8:55 - 9:02
    zu lassen, die gar nicht in meinem eigenen
    Speichersystem vorhanden sein müssen.
  • 9:02 - 9:07
    Diese Funktionalität ist hier auf dieser
    Slide noch einmal abgebildet. Es ist also
  • 9:07 - 9:15
    möglich, mit IIIF Präsentations-Systeme
    aufzusetzen, die aus verschiedenen
  • 9:15 - 9:21
    Repositorien Bilder in eine virtuelle
    Forschungsmgebung, um diesen belasteten
  • 9:21 - 9:26
    Begriff mal zu benutzen, zusammenzufassen
    und dann in verschiedenen Annotationen zu
  • 9:26 - 9:41
    speichern.. die wissenschaftlichen
    Bemerkungen zu speichern. Für die APIs von
  • 9:41 - 9:47
    IIIF gibt es inzwischen zahlreiche
    Software-Anwendungen. Ich greife hier
  • 9:47 - 9:54
    immer nur ein Beispiel raus, das ich auch
    gleich noch live zeigen werde. Die.. für
  • 9:54 - 9:58
    die Presentation API gibt es einige
    Viewer, die die Digitalisate darstellen
  • 9:58 - 10:03
    können. Speziell erwähnen möchte ich hier
    den Mirador-Viewer, der Multi-
  • 10:03 - 10:07
    Dokumentenfähig ist, also aus
    verschiedenen Quellen verschiedene
  • 10:07 - 10:14
    Digitalisate zusammenstellen kann und auch
    über umfangreiche Funktionen der Bild-
  • 10:14 - 10:23
    Manipulation und der Annotationen verfügt.
    Die Image API, die tatsächlich die Bilder
  • 10:23 - 10:28
    ausliefert, ist sehr dynamisch
    strukturiert, d.h. man kann dem Bild-
  • 10:28 - 10:34
    Server, der dieser API entspricht,
    tatsächlich sagen, welchen Ausschnitt aus
  • 10:34 - 10:41
    einem Bild, skaliert oder nicht skaliert,
    gedreht und so weiter, also man kann Bild-
  • 10:41 - 10:46
    Manipulationen direkt beim Server auch
    erbitten, der die Digitalisate dann
  • 10:46 - 10:52
    entsprechend aufbereitet. Und so ist es
    eben möglich, Digitalisate, die von
  • 10:52 - 10:58
    Institutionen bereitgestellt werden,
    dynamisch in seine eigenen Anwendungen zu
  • 10:58 - 11:07
    übernehmen. Wie auch bei der Presentation
    API gibt es eine ganze Reihe von
  • 11:07 - 11:13
    Softwareprodukten, die Bild-Server auf
    dieser Technologie realisieren. Als
  • 11:13 - 11:21
    Beispiel nenne ich hier den IIPImage
    Server. Der.. das ist ein FastCGI-Modul
  • 11:21 - 11:28
    für Apache, das unter der GPLv3
    bereitgestellt wird, und dieser Server ist
  • 11:28 - 11:35
    eben in der Lage, diese Presentation API
    zu .. umzusetzen, und das tut er auf der
  • 11:35 - 11:41
    Grundlage von präprozessierten
    Bilddateien, da.. dafür legt man
  • 11:41 - 11:47
    Bilddateien an, die über die mehrere
    Auflösung des Digitalisats enthalten und
  • 11:47 - 11:51
    idealerweise auch schon in Kacheln
    unterteilt sind, die von dem Bild-Server
  • 11:51 - 11:57
    dann dynamisch ausgeliefert werden. Es
    gibt leider nur eine geringe Auswahl an
  • 11:57 - 12:02
    Software, mit der man solche Dateien zur
    Zeit erstellen kann. TIFF Dateien lassen
  • 12:02 - 12:07
    sich recht gut mit ImageMagick herstellen,
    aber für JPEG 2000 ist es schon
  • 12:07 - 12:12
    schwieriger, da gibt es leider nur die
    kommerzielle Lösung Kakadu, und die
  • 12:12 - 12:19
    OpenJPEG Implementierung wird, glaube ich,
    gerade verbessert, um in diesem Kontext
  • 12:19 - 12:27
    auch eingesetzt werden zu können. Beispiel
    Nummer eins: der Papyrus Ebers, möchte ich
  • 12:27 - 12:31
    kurz präsentieren. Jetzt wird es ein
    bisschen praktisch, ich zeig paar Demos.
  • 12:31 - 12:35
    Der Papyrus Ebers ist eine Schriftrolle,
    die ist dreieinhalbtausend Jahre alt, ist
  • 12:35 - 12:41
    sehr gut erhalten und enthält 880
    medizinische Behandlungsverfahren, die
  • 12:41 - 12:48
    Beschreibungen davon, aus dem alten
    Ägypten. Die Rolle hat eine Gesamtlänge
  • 12:48 - 12:54
    von 18 m, wurde aus konservatorischen
    Gründen einst zerschnitten und ist jetzt
  • 12:54 - 13:07
    digitalisiert wieder zusammengefügt
    worden. Auf ... dieser ... auf unserer
  • 13:07 - 13:13
    Seite und die ist auch per IIIF abrufbar,
    natürlich, und ich zeige nur ganz kurz,
  • 13:13 - 13:20
    wie das funktioniert und auch die.. die
    Qualität der Darstellung zu präsentieren.
  • 13:20 - 13:27
    Das ist also die gesamte Schriftrolle, die
    so physisch gar nicht mehr existiert. Und
  • 13:27 - 13:34
    das Digitalisat hat übrigens.. ist 145 000
    Pixel breit und 3000 Pixel hoch und lässt
  • 13:34 - 13:39
    sich trotzdem hier wunderbar zoomen.
    Darüber hinaus haben wir die IIIF
  • 13:39 - 13:45
    Funktionalität, auch die.. kann man das
    sehen?. auch die Übersetzungen dieser
  • 13:45 - 13:50
    medizinischen Rezepte hinterlegt, so dass
    man hierauch drüber schauen kann, welche
  • 13:50 - 13:58
    medizinischen Verfahren für welche
    Gebrechen angewendet wurden. So. Zur
  • 13:58 - 14:02
    Sicherheit habe ich das hier noch als
    Slides, das überspringe ich jetzt.
  • 14:02 - 14:11
    Beispiel zwei: der Codex Sinaiticus ist
    eine Bibel- Handschrift aus dem 4. Jh. Die
  • 14:11 - 14:17
    gilt als die erste Bibel-Handschrift, die
    das vollständige Neue Testament enthält
  • 14:17 - 14:24
    und heute sich leider auf vier
    Einrichtungen verteilt. Der größte Teil
  • 14:24 - 14:27
    liegt in der British Library in London,
    ein kleinerer Teil liegt hier in der
  • 14:27 - 14:32
    Universitätsbibliothek in Leipzig, die
    Nationalbibliothek in Russland und das
  • 14:32 - 14:36
    Saint Catherine's Monastery in Ägypten
    besitzen auch noch kleinere Teile des
  • 14:36 - 14:42
    Codex, und das ist ein perfekter use case,
    eigentlich, für IIIF, um aus diesen
  • 14:42 - 14:48
    einzelnen besitzenden Institutionen das
    Gesamtwerk wieder in einer Präsentation
  • 14:48 - 14:54
    zusammenzuführen und dann blätterbar zu
    machen. Toppen kann man die ganze Sache
  • 14:54 - 14:59
    allerdings noch dadurch, dass es eine
    zweite Bibel-Handschrift gibt, die in etwa
  • 14:59 - 15:05
    das gleiche Alter hat, den Codex
    Vaticanus. Der, wie der Name schon sagt,
  • 15:05 - 15:09
    im Vatikan liegt, und das Schöne ist jetzt
    eben, dass die Blätter, zumindestens die
  • 15:09 - 15:16
    Leipziger Blätter des Codex Sinaiticus,
    bei uns als IIIF bereitstellen, und die..
  • 15:16 - 15:23
    - bereitstehen - und die Blätter des
    Vatikans auch von den Vatikanischen
  • 15:23 - 15:35
    Bibliotheken als ... als IIIF bereit
    gestellt wurden. So. Und jetzt kann ich
  • 15:35 - 15:43
    zeigen, wie es möglich ist, in eine.. in
    einer IIIF kompatiblen Oberfläche, die man
  • 15:43 - 15:50
    sich auch selbst aufsetzen kann, sich
    Digitalisate aus unterschiedlichen
  • 15:50 - 15:55
    Einrichtungen zusammen zu ziehen. Ich
    nehme hier zunächst den Codex Sinaiticus
  • 15:55 - 16:06
    aus.. aus Leipzig und lade auch die
    Manifest-Datei des Codex Vaticanus in
  • 16:06 - 16:14
    diese Oberfläche und ja, öffne diese
    Ansicht hier in Mirador-Viewer. Und kann
  • 16:14 - 16:20
    jetzt über diese relativ komfortable
    Möglichkeit, die Digitalisate
  • 16:20 - 16:27
    nebeneinander anzuzeigen, tatsächlich als
    Forscher - an diesem prominenten Beispiel
  • 16:27 - 16:35
    demonstriert - die Digitalisate aus ganz
    unterschiedlichen Häusern mir individuell
  • 16:35 - 16:42
    in meiner Forschungs-Umgebung
    zusammenstellen. Ich rufe mal hier zwei
  • 16:42 - 16:46
    Mal die gleiche Stelle auf, also
    inhaltlich die gleiche Stelle, der.. das
  • 16:46 - 16:52
    ist der Beginn des Buches Esther. Und auch
    mir als völligem Laie auf dem Gebiet ist
  • 16:52 - 16:55
    das dann auch schon gleich ersichtlich,
    dass es sich hier offensichtlich um den
  • 16:55 - 17:08
    gleichen Inhalt handelt. So. Weiter
    geht's. Die Folien.. ja, hier nochmal das
  • 17:08 - 17:14
    Sinnbild, um zu verdeutlichen, dass die
    beiden Digitalisate in diesem Moment von
  • 17:14 - 17:21
    unterschiedlichen Repositorien
    ausgeliefert werden. Beispiel Nummer drei
  • 17:21 - 17:28
    ist eine Demo, die in dem offiziellen
    Demo-System des Project Mirador zu finden
  • 17:28 - 17:38
    ist. Ich schließe mal hier dieses andere
    Objekt - zeigt eine.. eine Handschrift aus
  • 17:38 - 17:44
    Frankreich, aus der, das ist wohl immer
    wieder vorgekommen, aus der hier eine,
  • 17:44 - 17:50
    eine Illustration ausgeschnitten wurde.
    Und diese Illustration sich heute
  • 17:50 - 17:56
    offensichtlich in einer anderen
    Institution befindet und das Datenmodell
  • 17:56 - 18:02
    von IIIF, das institutionsübergreifende,
    lässt es eben jetzt auch zu, Digitalisate
  • 18:02 - 18:06
    aus verschiedenen Institutionen auf den
    gleichen Canvas - ich hatte das vorhin
  • 18:06 - 18:11
    kurz gezeigt - auf dem gleichen Canvas
    zusammen zu führen, um den Eindruck des
  • 18:11 - 18:19
    Originals virtuell auch wieder
    herzustellen. Und weil dieses, weil diese
  • 18:19 - 18:23
    Demo-System hier ja so schön ist, kann ich
    gleich noch ganz kurz zeigen, wie das mit
  • 18:23 - 18:28
    den Annotationen funktioniert. Dafür rufe
    man diesen.. kann man hier so einen
  • 18:28 - 18:36
    Bereich aufrufen und dann hier seine
    wichtige Bemerkung hinterlassen. Und je
  • 18:36 - 18:40
    nachdem, wie das Viewer-System dann
    konfiguriert ist, kann diese Annotation in
  • 18:40 - 18:46
    eine institutionelle Speicherung vervoll..
    äh, gespeichert werden. Aber es ist
  • 18:46 - 18:51
    durchaus auch möglich, Forschern
    Arbeitsumgebungen in Zukunft
  • 18:51 - 18:55
    bereitzustellen, die es ermöglichen, dass
    diese dort ihre privaten Annotationen,
  • 18:55 - 19:06
    ihre Notizen zu den Werken, an denen sie
    arbeiten.. zu hinterlegen. So. Ja, hier
  • 19:06 - 19:13
    hab ich nochmal so einen Ausriss gemacht,
    in dem man sieht, wie in der Manifest-
  • 19:13 - 19:17
    Datei diese beiden unterschiedlichen
    Digitalisaten.. und wenn man sich die URL
  • 19:17 - 19:23
    anschaut, auch aus unterschiedlichen Bild-
    Servern, hier auf der Cancas-Oberfläche
  • 19:23 - 19:33
    zusammengefasst werden. So, das war ein
    Fehler... So. Ja, ein Beispiel kann ich
  • 19:33 - 19:38
    noch benennen: wir haben diese Technologie
    auch praktisch ausprobiert in diesem Jahr.
  • 19:38 - 19:42
    Es findet jährlich ein Handschriften-Kurs
    an der Universitätsbibliothek Leipzig
  • 19:42 - 19:48
    statt. Und dieses Jahr war es zum ersten
    Mal so, dass wir eine virtuelle
  • 19:48 - 19:54
    Arbeitsumgebung den Kursteilnehmern
    bereitgestellt haben, in der sie virtuell
  • 19:54 - 19:58
    mit den Handschriften, mit den.. mit
    unseren eigenen Handschriften, aber eben
  • 19:58 - 20:04
    auch mit Handschriften aus anderen
    Häusern, arbeiten konnten, und dann in
  • 20:04 - 20:11
    Gruppen zusammengestellt Annotationen über
    Handschriften gemeinsam erstellt haben und
  • 20:11 - 20:17
    so ihre Forschungsergebnisse gemeinsam
    dokumentieren konnten. Das basierte
  • 20:17 - 20:21
    übrigens auf einer Software, die von den
    Stanford University Libraries
  • 20:21 - 20:27
    bereitgestellt wird und die auch frei
    verfügbar ist, und den Mirador-Viewer, den
  • 20:27 - 20:34
    ich vorhin gezeigt habe, noch einmal um
    Funktionen erweitert. Ich möchte auch, wie
  • 20:34 - 20:42
    eingangs angekündigt, noch ein kleines
    privates Projekt vorstellen. Ich hab
  • 20:42 - 20:50
    mittels Wikidata und der Nutzung des
    SPARQL - Endpoints mir hochauflösende
  • 20:50 - 20:56
    Bilder von Gemälden, Zeichnungen und
    Karten auf meinen eigenen Server gezogen
  • 20:56 - 21:07
    und die dort in IIIF umgewandelt und
    bereitgestellt und auch durchsuchbar
  • 21:07 - 21:17
    gemacht, und ... und auf diesem System
    kann man sich jetzt eben diese
  • 21:17 - 21:23
    Digitalisate raussuchen und hier kann ich
    auch noch das Drag-and-Drop-Feature
  • 21:23 - 21:30
    zeigen, das jetzt sehr oft benutzt wird,
    oder empfohlen wird, für die Einbindung
  • 21:30 - 21:36
    oder die Verbindung von Discovery-Systemen
    mit Bildpräsentations-Systemen, in denen
  • 21:36 - 21:43
    man diese Daten hier abrufbar macht. Und
    über dieses Logo sind dann auch die IIIF
  • 21:43 - 21:47
    Manifest-Dateien, die man benötigt, um die
    Daten in andere workspaces zu ziehen,
  • 21:47 - 21:54
    erreichbar. Vielleicht noch wirklich ein
    ganz winziger Aus.. eine ganz winzige
  • 21:54 - 21:58
    Auswahl: es haben sehr viele bedeutende
    Einrichtungen inzwischen IIIF Digitalisate
  • 21:58 - 22:04
    online gestellt, unter anderem das
    Metropolitan Museum of Art in New York und
  • 22:04 - 22:08
    die französischen Nationalbibliothek. Aber
    beispielsweise gibt es auch in der Schweiz
  • 22:08 - 22:14
    ein Handschriften-Portal, dass die
    bedeutenden Handschriften, die in den
  • 22:14 - 22:17
    Schweizer Institutionen liegen,
    zusammenfaßt. Auch das ist alles IIIF
  • 22:17 - 22:22
    kompatibel. Hier sind die.. die Links
    dazu. Wen das interessiert, der kann das
  • 22:22 - 22:27
    sich ja später im PDF raussuchen. Oder die
    Wellcome Library hat auch große
  • 22:27 - 22:35
    Bildbestände, archive.org unterstützt IIIF
    inzwischen auch, das nur ganz kurz als
  • 22:35 - 22:40
    Beispiele von großen Datenpools, die man
    anzapfen kann, um seine eigenen
  • 22:40 - 22:46
    Präsentationen, oder sonstige Projekte,
    die man mit diesen Daten anstellen möchte,
  • 22:46 - 22:54
    zu realisieren. Die IIIF APIs entwickeln
    sich natürlich weiter, in Kürze soll die
  • 22:54 - 23:00
    Version 3.0 der Presentation API
    veröffentlicht werden, die zum Einen einen
  • 23:00 - 23:07
    Wechsel der Datenmodelle bezüglich der
    Annotationen vorsieht und auf der anderen
  • 23:07 - 23:15
    Seite aber auch die Unterstützung für
    Videodaten mitbringen soll. Institutionell
  • 23:15 - 23:19
    gesehen, noch zwei Worte zur
    Universitätsbibliothek Leipzig, die Open..
  • 23:19 - 23:26
    wir haben für uns eine Open Digitization
    Policy gefasst, mit der Absicht, die dafür
  • 23:26 - 23:33
    geeigneten Digitalisate in unserem Haus
    unter CC0 oder CC-PD-Mark frei verfügbar
  • 23:33 - 23:38
    zu machen und das auch eben in dieser
    institutions-übergreifenden kompatiblen
  • 23:38 - 23:44
    Art und Weise, unter der hier
    eingeblendeten URL kann man in unsere
  • 23:44 - 23:48
    Digitalisierungs-Werkstatt schauen,
    sozusagen, in der immer die letzten 20
  • 23:48 - 23:54
    Digitalisate, die durch unseren
    Digitalisierung-Workflow gegangen sind,
  • 23:54 - 24:02
    live angeschaut werden können. Der eine
    Hinweis sei mir noch gestattet: wir führen
  • 24:02 - 24:06
    demnächst einen Hackathon durch in
    Leipzig, zu dem.. aus dessen Anlass wir
  • 24:06 - 24:12
    auch einen IIIF Workshop veranstalten
    werden. Ich danke vielmals für ihre
  • 24:12 - 24:14
    Aufmerksamkeit, wenn..
    seufzt
  • 24:14 - 24:21
    wenn ihr mehr wissen wollt über IIIF, dann
    kann das.. könnt ihr euch's unter iiif.io.
  • 24:21 - 24:26
    erfahren, meine Kontakt.. Kontaktdaten
    stehen auch hier. Vielen Dank und wer noch
  • 24:26 - 24:29
    Fragen an mich hat, da stehen jetzt
    vielleicht auch noch ein paar Minuten
  • 24:29 - 24:30
    Zeit.
  • 24:30 - 24:33
    Applaus
  • 24:33 - 24:38
    Herald: Dankeschön!
    weiterhin Applaus
  • 24:38 - 24:42
    Herald: Vielen herzlichen Dank, Leander.
    Wir haben 5 Minuten für Q&A, d.h. wenn ihr
  • 24:42 - 24:46
    Fragen habt, stellt euch ruhig an. Frage
    an den Signal-Angel: ist das Internet
  • 24:46 - 24:50
    schon munter und hat Fragen? Keine Fragen
    aus dem Internet. Dann fangen wir bitte
  • 24:50 - 24:55
    mit Mikrofon 1 an.
    M1: Guten Morgen, vielen Dank für den
  • 24:55 - 25:00
    Vortrag. Meine Frage: gibt es
    Schnittstellen zu Inventurda.. oder
  • 25:00 - 25:07
    Inventar-Datenbaken, wie startext HiDa,
    oder ähnliches?
  • 25:07 - 25:13
    Leander: Da, also, auf speziell dieses
    Produkt, da kann ich keine Aussage drüber
  • 25:13 - 25:19
    machen, aber ich glaube, IIIF ist ja ein..
    eine standartisierte.. also, eigentlich
  • 25:19 - 25:23
    nur die Beschreibung eines Schnittstellen-
    Standarts. Und Systeme, die damit
  • 25:23 - 25:28
    kompatibel gemacht werden sollen, müßten
    eben Schnittstellen anbieten, die diesen
  • 25:28 - 25:33
    Standart realisieren.
    M1: Danke.
  • 25:33 - 25:37
    Herald: Dann machen wir weiter mit
    Mikrofon 1.
  • 25:37 - 25:44
    M1: Meine Frage ist, das ist ja jetzt ein
    Standart. Gibt's denn alternative
  • 25:44 - 25:49
    Standarts, die irgendwo auch verwendet
    werden? Weil ich mein, der große Vorteil
  • 25:49 - 25:53
    ist ja, dass wenn das alle verwenden,
    diese.. dass verschiedene Institutionen
  • 25:53 - 25:57
    das machen. Wenn jetzt aber irgendwie in
    Berlin die Bibliothek anfängt, einen
  • 25:57 - 26:00
    anderen Standart umzusetzen, ist es
    vielleicht ein bisl schlecht, darum meine
  • 26:00 - 26:07
    Frage: wird das irgendwie allgemein
    verwendet in der Bibliotheks-Szene, oder
  • 26:07 - 26:11
    gibt's da konkurrierende Standarts?
    Leander: Es gibt tatsächlich einen
  • 26:11 - 26:19
    älteren, konkurrierenden Standart, das
    sind.. der basiert auf XML Dateien und
  • 26:19 - 26:25
    dort ist auch vorgesehen, dass die Daten
    i.d.R. als ... als komplette Bilder
  • 26:25 - 26:29
    ausgeliefert werden, aber auf diesem
    technologischen Standart, diese dynamische
  • 26:29 - 26:35
    Auslieferung auf Kachel-Basis, die Basis
    auf Linked Data-Technologien, ist aus
  • 26:35 - 26:41
    mein.. nach meinem Kenntnisstand so
    konkurrenzlos im Moment.
  • 26:41 - 26:44
    Herald: Wunderbar, herzlichen Dank. Gibt
    es sonst noch Fragen? Hat sich das
  • 26:44 - 26:48
    Internet mittlerweile gemeldet? Noch immer
    nicht? Die schlafen alle noch. Haben die
  • 26:48 - 26:51
    auch Party gemacht, so wie wir alle.
    lacht
  • 26:51 - 26:55
    Gut, an den Mikrofonen steht sonst niemand
    mehr, dann würde ich sagen: Vielen
  • 26:55 - 26:59
    herzlichen Dank, Leander!
    Leander: Danke.
  • 26:59 - 27:03
    Applaus
  • 27:03 - 27:09
    34c3 Abspannmusik
  • 27:09 - 27:24
    Untertitel erstellt von c3subtitles.de
    im Jahr 2018. Mach mit und hilf uns!
Title:
34C3 - International Image Interoperability Framework (IIIF) – Kulturinstitutionen schaffen interop
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Video Language:
German
Duration:
27:24

German subtitles

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