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35C3 ChaosWest - Eine Einführung in Bildschirmtext

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    35C3 Vorspannmusik
  • 0:19 - 0:24
    Herald: Wer von euch im Publikum kennt
    noch den Bildschirmtext? Bitte mal
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    aufzeigen! Und wer von euch kennt noch den
    BTX-Hack vom CCC? Sehr schön, wir haben
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    hier also ein Fachpublikum sitzen für
    einen Fachvortrag. Und der Vortragende,
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    das ist Christian Berger. Christian
    Berger ist Elektroingenieur der
  • 0:48 - 0:52
    Nachrichtentechnik und das aus
    Leidenschaft, und seine besondere Vorliebe
  • 0:52 - 0:58
    gilt antiken Technologien, wie etwa dem
    Bildschirmtext. Und in diesem Vortrag wird
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    er euch gleich erklären, wie das ganze
    damals funktioniert hat, und was für
  • 1:02 - 1:07
    Aspekte dieser Technologie man vielleicht
    für einen Webservice wiederverwenden kann.
  • 1:07 - 1:10
    Einen herzlichen Applaus bitte für
    Christian Berger.
  • 1:10 - 1:16
    Applaus
  • 1:16 - 1:25
    Christian: So also guten Morgen erstmal!
    Der Vortrag ist zugegeben etwas radikaler,
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    er geht von den Grundlagen aus, getreu dem
    Motto Refreshing Memories beschreibe ich
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    hierbei quasi die Dinge, die nicht in den
    Standarddokumenten drin stehen, so dass
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    man mal die Grundlagen hat. Ich kann da
    aber bisher schneller darüber eingehen.
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    Also erstmal die absoluten Grundlagen.
    Binäre Daten: man immer zwei Zustände,
  • 1:49 - 1:57
    1 und 0. Die werden dann irgendwie
    darstellt. Bei BTX in dem Fall da das
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    traditionell über ein FSK-Modem geht, wird
    es über eine Tonhöhe, also über die
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    Frequenz von dem Ton beschrieben. Und da
    gibt's zwei Kanäle. Der eine Kanal, der
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    Forward-Kanal, der hat 1200 Bits pro
    Sekunde und der Backward-Kanal hat 75 Bits
  • 2:13 - 2:22
    pro Sekunde. Um da jetzt genau zu sagen,
    wann gilt der Zustand, verwendet man bei
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    BTX die asynchrone Datenübertragung,
    sprich man lässt es quasi immer im
  • 2:27 - 2:33
    Zustand 1, und wenn man was schicken will,
    wechselt man in den Zustand 0, und das ist
  • 2:33 - 2:38
    quasi der Beginn des sog. Startbits, und
    man weiß dann, wann die nächsten Bits
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    anfangen und enden. Und somit kann man
    eben z. B. 8 Bits übertragen bei BTX, und
  • 2:44 - 2:48
    dann ein Stoppbit übertragen, so dass die
    Hardware auch noch feststellen kann, ob
  • 2:48 - 2:53
    nicht vielleicht irgendwie ein Fehler
    passiert ist, und auch Zeit hat, um es
  • 2:53 - 3:02
    weiter zu verarbeiten. Damit wir das
    effizienter schreiben können, tun wir
  • 3:02 - 3:06
    einfach vier Bits in ein Hexadezimalzeichen.
    Dass ist auch wichtig, wenn man
  • 3:06 - 3:11
    die Standards verstehen möchte, da ist es
    nämlich immer quasi in Vier-Bit-Gruppen
  • 3:11 - 3:17
    beziehungsweise Hexadezimalzahlen
    untergliedert, damit man es versteht.
  • 3:17 - 3:22
    Man möchte jetzt natürlich nicht nur Zahlen
    oder einzelne Bits übertragen, sondern
  • 3:22 - 3:30
    Buchstaben oder Texte. Dafür gibt es den
    ASCII-Code, der hier in den Spalten 2 bis 7
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    druckbare Zeichen hat, also Buchstaben,
    Zahlen, Sonderzeichen; und hier in den
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    ersten beiden Spalten links spezielle
    Steuerzeichen, die besondere Bedeutung
  • 3:44 - 3:49
    haben und eben je nach Standard, der dann
    drüber liegt, unterschiedlich benutzt
  • 3:49 - 3:59
    werden. Bei BTX wird z. B. schon mal
    direkt über der Modemschicht eine
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    Fehlerkorrektur gemacht. Sprich man
    überträgt die Daten, bzw. man teilt die
  • 4:06 - 4:13
    Daten in Blöcke ein, setzt dann davor ein
    STX-Zeichen, dahinter ein ETX-Zeichen, so
  • 4:13 - 4:19
    dass man weiß, wo der beginnt und endet.
    Dann überträgt man eine Prüfsumme und das
  • 4:19 - 4:25
    Terminal bestätigt dass dann. Die Idee
    dahinter ist: wenn bei der Übertragung ein
  • 4:25 - 4:31
    Fehler passiert, dann kann das Terminal
    sagen: NAK, da ist ein Fehler passiert.
  • 4:31 - 4:37
    Dann kann der Zentralrechner quasi die
    Daten noch mal schicken. Und somit kriegt
  • 4:37 - 4:41
    man auch über schlechtere Verbindungen
    eine fehlerfreie Verbindung. Das ist vor
  • 4:41 - 4:46
    allen Dingen jetzt auch bei VoIP wichtig,
    weil da kann es manchmal sein, dass wenn
  • 4:46 - 4:53
    der Takt vom ATA und der Takt vom
    Zentralrechner auseinanderdriften, dann
  • 4:53 - 4:58
    sind irgendwann mal zu wenig oder zu viele
    Samples drin, und dann muss er entweder
  • 4:58 - 5:08
    Stille einfügen oder Samples wegwerfen,
    und das gibt natürlich dann Bitfehler. Und
  • 5:08 - 5:12
    deswegen ist es heutzutage relativ wichtig
    dass das drin ist. Zur Not geht es im LAN
  • 5:12 - 5:25
    auch ohne, aber es ist schon besser mit.
    Dann die grundlegende Sache: manche kennen
  • 5:25 - 5:31
    ja vielleicht so Web Services, so
    traditionelle, bzw. das World Wide Web. Da
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    ist es so: da wird ein Dokument komplett
    übertragen und dann durch den Client
  • 5:36 - 5:43
    dargestellt. Ein Terminal hingegen hat
    eine ganz andere, hat einen ganz anderen
  • 5:43 - 5:48
    Gedanken dahinter, man hat quasi ein
    Dokument, zum Beispiel traditionell ein
  • 5:48 - 5:55
    Blatt Papier, und man schickt dann Befehle
    an das Terminal, quasi z. B. das Zeichen
  • 5:55 - 6:02
    "A", und das Terminal druckt dann auf
    dieses Dokument ein "A". Dadurch ist es
  • 6:02 - 6:07
    sehr einfach, Änderungen an dem Dokument
    durchzuführen. Das ist für Anwendungen
  • 6:07 - 6:14
    sehr praktisch. Kann man damit sehr leicht
    machen, während man im Web z. B. die
  • 6:14 - 6:18
    komplette HTML-Seite nochmal übertragen
    müsste - nach der reinen Lehre - auch wenn
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    man jetzt irgendwie nur ein Zeichen ändern
    wollte. Jetzt wie schaut dieses Dokument
  • 6:25 - 6:35
    aus? Als man ursprünglich begonnen hat mit
    der Idee Bildschirmtext zu machen, hat man -
  • 6:35 - 6:41
    war RAM noch extrem teuer. Deswegen hat
    man sich überlegt, nimmt man doch 7 Bit
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    pro Zeichen, das geht dann, da gab's schon
    entsprechende Chips, die genügend Speicher
  • 6:48 - 6:55
    hatten. Und man wollte aber trotzdem
    farbige Grafiken haben, bzw. farbigen
  • 6:55 - 7:02
    Text. Deswegen hat man sich hierbei
    überlegt, man sieht hier die Wörter, und
  • 7:02 - 7:09
    dazwischen sind Steuerzeichen. Jedes
    Steuerzeichen belegt einen Platz im
  • 7:09 - 7:16
    Bildschirmspeicher bzw. eine
    Zeichenposition. Da man de facto eh jetzt
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    ein Wort vielleicht in einer Farbe haben
    möchte, oder z. B. ein Wort in doppelter
  • 7:22 - 7:28
    Höhe oder blinkend machen möchte - Blinken
    sieht man jetzt natürlich nicht - ist es
  • 7:28 - 7:32
    keine große Einschränkung und das ist
    tatsächlich auch das, was im Videotext
  • 7:32 - 7:37
    auch heute noch verwendet wird.
    Ursprünglich war auch der Gedanke, dass
  • 7:37 - 7:43
    man an den schon vorhandenen Videotext-
    Dekoder im Fernsehgerät quasi noch einen
  • 7:43 - 7:50
    Mikroprozessor und ein Modem dranhängt, um
    damit dann Bildschirmtext zu machen, was
  • 7:50 - 7:55
    natürlich die Kosten und die Verbreitung
    enorm beflügelt hätte. Minitel macht es
  • 7:55 - 8:03
    meines Wissens nach auch so, also mit dem
    einfacheren Verfahren. Aber man hat
  • 8:03 - 8:08
    festgestellt, also gut, bei Videotext muss
    man quasi immer die komplette Seite
  • 8:08 - 8:14
    übertragen. Das ist natürlich jetzt, wenn
    man nur 1200 Bits pro Sekunde hat, eine
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    relativ mühselige Sache. Deswegen gibt's
    Cursor-Steuerzeichen. Es gibt da immer
  • 8:20 - 8:25
    einen gedachten Cursor. den kann man
    bewegen, in dem Fall nach links, rechts,
  • 8:25 - 8:29
    oben, unten. Man kann die Bildschirm
    komplett löschen. Man kann ganz nach links
  • 8:29 - 8:34
    gehen auf der Zeile und man kann zu einer
    bestimmten Position gehen. Damit kann man
  • 8:34 - 8:39
    sehr effizient dann eben bestimmte
    Bereiche vom Bildschirm aktualisieren,
  • 8:39 - 8:46
    ohne den Rest zu ändern. Aber jetzt kamen
    plötzlich die 80er Jahre auf.
  • 8:46 - 8:50
    Arbeitsspeicher war relativ, er ist
    billiger geworden und es war absehbar,
  • 8:50 - 8:56
    dass Arbeitsspeicher billiger wird, das
    heißt man hat sich dann leisten können
  • 8:56 - 9:01
    nicht nur 7 Bit pro Zeichen zu verwenden,
    sondern 32 Bit. Damit kann man
  • 9:01 - 9:05
    dann für jedes Zeichen einzeln die Farbe
    bestimmen, auch die Hintergrundfarbe. Man
  • 9:05 - 9:11
    kann benutzerdefinierte Zeichen machen,
    also extra nochmal Zeichen, die man
  • 9:11 - 9:17
    beliebig definieren kann, um Grafiken zu
    machen. Man kann auch die Größe
  • 9:17 - 9:23
    einstellen. Dann kam auch die Laser Disk
    auf, so als ewig futuristisches Medium.
  • 9:23 - 9:29
    Man dachte sich damals, das man vielleicht
    einen Laser-Disk-Player an den
  • 9:29 - 9:35
    Bildschirmtextdecoder anschließt, und wenn
    man dann im Versand, also im $versandhaus
  • 9:35 - 9:41
    bestellt, kriegt man anstelle vom Katalog
    eine Laser Disk, die legt man ein. Man
  • 9:41 - 9:46
    wählt sich dann in BTX ein und sieht dann
    quasi die Preise und die
  • 9:46 - 9:50
    Produktbeschreibungen, die kommen über die
    Telefonleitung, aber die Bilder im
  • 9:50 - 9:56
    Hintergrund kommen quasi von der Laser
    Disc. Oder die nächste Stufe dann wenn der
  • 9:56 - 10:01
    Glasfaserausbau Mitte der 90er Jahre
    fertig ist...
  • 10:01 - 10:06
    Gelächter
    Applaus
  • 10:06 - 10:09
    Ja, damals war man noch optimistisch und
  • 10:09 - 10:13
    damals gab es auch noch keinen
    Schwarz-Schilling. Damals, also,
  • 10:13 - 10:16
    dann war eben auch der
    Gedanke, dass man vielleicht
  • 10:16 - 10:20
    sogar komplette Hintergrund-Videos
    überträgt. Weil es war damals schon dafür
  • 10:20 - 10:27
    ausgelegt, dass man Video überträgt mit
    280 Megabit downstream, 140 Megabit
  • 10:27 - 10:32
    upstream, und da kann man natürlich ein
    Videosignal einfach übertragen, das dann
  • 10:32 - 10:40
    von der Zentrale kommt. Deswegen wollte
    man da mehr machen, und hat da auch
  • 10:40 - 10:43
    ziemlich viel dann reingestopft und auch
    ziemlich viel in die Standards gemacht.
  • 10:43 - 10:48
    Man möchte da jetzt mehr Zeichen
    darstellen, man möchte nicht bloß einen
  • 10:48 - 10:52
    deutschen Zeichensatz haben, oder einen
    amerikanischen, sondern man möchte
  • 10:52 - 10:57
    eigentlich Texte in allen europäischen
    Sprachen darstellen können.
  • 10:57 - 11:02
    An chinesischer oder sowas hat damals noch
    niemand gedacht. Deswegen möchte man mehr
  • 11:02 - 11:08
    als die 96 Zeichen vom ASCII-Code
    darstellen. Deswegen hat man sich
  • 11:08 - 11:16
    überlegt, den Zeichenvorrat von 256
    Zeichen, das sind ja 96 beim ASCII-Code
  • 11:16 - 11:23
    als druckbare Zeichen definiert, dass man
    nochmal ein gleiches Fenster daneben
  • 11:23 - 11:29
    macht, quasi mit dem höchstwertigen Bit
    gesetzt. Somit hat man zwei Fenster, in
  • 11:29 - 11:37
    denen Zeichensätze quasi einblenden
    konnte. Sprich man sagt dann z. B.
  • 11:37 - 11:41
    Single Shift 2, dann wird hierbei das
    nächste Zeichen aus dem Zeichensatz G2
  • 11:41 - 11:46
    gewählt. Wenn ich jetzt also ein "$"
    haben möchte, schicke ich Single Shift 2
  • 11:46 - 11:50
    und den entsprechenden Code für das
    Dollarzeichen dann. Weiß ich jetzt nicht
  • 11:50 - 11:57
    auswendig, aber es müsste eine Ziffer
    sein. Und da gibt es auch die Möglichkeit
  • 11:57 - 12:02
    das als Locking Shift zu machen, dann
    bleibt es an der Stelle drin, oder nur als
  • 12:02 - 12:07
    Single Shift. Und diese Zeichen hier, die
    so grau hinterlegt ist - ich weiß nicht,
  • 12:07 - 12:12
    sieht man das? Nö, das sieht man ganz
    leicht - auf jeden Fall von - bis hier,
  • 12:12 - 12:18
    das ist das letzte - die sind quasi
    Akzente. Man hat damals gesagt, Single
  • 12:18 - 12:25
    Shift G2, dann das Zeichen und dann "A",
    da er ein "Ä" gedruckt, z. B. Damit kann
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    man eben sich viel sparen, muss nicht so
    viel Zeichencodes machen, und vor allen
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    Dingen, wenn ein Terminal jetzt kein "Ä"
    kann, dann kann es immer noch "A" drucken,
  • 12:34 - 12:42
    und das ist lesbar. Es so weit ist es
    eigentlich noch ziemlich so, wie auch die
  • 12:42 - 12:47
    üblichen VT100-Terminals, die auf unseren
    Rechnern als Emulation heute noch laufen.
  • 12:47 - 12:52
    Aber wie macht man jetzt da Bild und Ton?
    Man hat sich damals auch schon überlegt,
  • 12:52 - 12:56
    vielleicht direkt über den digitalen Kanal
    Bild und Ton zu machen, deswegen hat man
  • 12:56 - 13:05
    sich überlegt dass man dann noch mal ein
    gedachtes Protokoll darüber schickt.
  • 13:05 - 13:12
    Sprich man hat hierbei das Zeichen 1F,
    Unit Separator, und hier unten ist das was
  • 13:12 - 13:16
    wir vorher schon gesehen haben, quasi der
    Sprung des Cursors zu einer bestimmten
  • 13:16 - 13:25
    Position und das alles hier oben sind im
    Prinzip ungültige Positionen. Das heißt,
  • 13:25 - 13:33
    ein sorgfältig produzierter Decoder würde
    sich dann quasi da abschalten und dann
  • 13:33 - 13:36
    erst wieder sich einschalten wenn er
    wieder irgendwo in den Bildbereich
  • 13:36 - 13:45
    springt. Was man darüber aber machen kann
    sind Zusatzfunktionen. Zum Beispiel also -
  • 13:45 - 13:49
    es gibt hierbei die Möglichkeit - ich weiß
    nicht, ob das irgend jemand benutzt hat -
  • 13:49 - 13:55
    dass das Terminal sich selbst meldet bzw.
    das man anfragen kann, was denn das
  • 13:55 - 14:05
    Terminal kann. Es gibt da die User Defined
    Characters, die im Bildschirmtext intensiv
  • 14:05 - 14:09
    genutzt wurden. Damit kann man dann
    Grafiken machen. Die Zeichen sind
  • 14:09 - 14:15
    standardmäßig in zwölf mal zehn Pixel, was
    auf Heimcomputern ein bißchen ein Problem
  • 14:15 - 14:20
    war. Also auf dem C64 hat man dass nicht
    gut darstellen können. Man hat aber auch
  • 14:20 - 14:23
    niedrigere Auflösungen nehmen können, um
    mehr Farben - da gab es alle Spielarten.
  • 14:23 - 14:32
    Man hat die Palette neu definieren können:
    man hatte quasi 4x8 Farben zur Verfügung
  • 14:32 - 14:38
    und die konnte man beliebig auswählen aus
    einer Palette von 4096 Farben. Also
  • 14:38 - 14:44
    richtig schöne Farbgrafiken damit machen.
    Man kann hier mit Define Format kann man -
  • 14:44 - 14:49
    bin ich mir jetzt gerade nicht sicher -
    aber Timing Control, damit kann man Delays
  • 14:49 - 14:53
    machen, weil wenn man jetzt eine
    schnellere Verbindung hat, z. B. ISDN,
  • 14:53 - 14:57
    dann möchte man eventuell beim Bildaufbau
    mal kurz warten und anhalten und dann
  • 14:57 - 15:03
    weiter machen. Man kann auch die
    Bildschirmgröße sogar einstellen, das ist
  • 15:03 - 15:10
    tatsächlich im Standard vorgesehen, im
    Prinzip beliebig groß. Man würde dann halt
  • 15:10 - 15:15
    hierbei anstelle von einem Zeichen mehrere
    Zeichen hernehmen, wenn die Bildgröße
  • 15:15 - 15:22
    jetzt größer ist als hier quasi vorgesehen
    ist. Ich glaub, das Limit ist irgendwo -
  • 15:22 - 15:28
    das sind normalerweise alphabetische
    Zeichen hier. Und hier sind die Features,
  • 15:28 - 15:35
    die in Deutschland nicht eingesetzt worden
    sind. Also das ist Geometriedaten,
  • 15:35 - 15:42
    Vektorgrafiken in 2D und 3D. Das
    österreichische System MUPID hat 2D-Grafik
  • 15:42 - 15:47
    unterstützt, 3D weiß ich nicht ob es
    irgendjemand unterstützt hat. Und hier
  • 15:47 - 15:53
    Photographic Pixel und Table Data, das ist
    quasi so eine Art Proto-JPEG, mit dem man
  • 15:53 - 15:57
    dann Hintergrundgrafiken darstellen kann.
    Die Idee dahinter war man hat quasi
  • 15:57 - 16:01
    mehrere Ebenen - mehrere Bildebenen
    hintereinander und immer wenn die
  • 16:01 - 16:06
    vorherige transparent ist, wird die
    dahinterliegende angezeigt. Und es gab
  • 16:06 - 16:10
    auch - wobei das ich glaub nicht ganz
    definiert war - die Möglichkeit Sound zu
  • 16:10 - 16:15
    übertragen in so 80er-Jahre Codecs, die
    dann so 720 Kilobit pro Sekunde gebraucht
  • 16:15 - 16:22
    haben für gute Qualität - in Mono, mit
    denen man heute auch im Prinzip dann OPUS
  • 16:22 - 16:26
    machen könnte, wenn man neue Standards
    machen würde. Telesoftware und
  • 16:26 - 16:32
    Transparente Daten ist mehr oder weniger
    selbst erklärend. Hier sind die Standards,
  • 16:32 - 16:37
    wo die ganzen Details definiert sind. Es
    gibt hier auch schöne Bücher dazu. Das
  • 16:37 - 16:42
    Buch hier z. B. hat die Codesequenzen
    drin. Und hier sind auch noch zwei
  • 16:42 - 16:49
    Websites. Und ich möchte noch Philipp
    Maier und Michael Steil noch danken dafür
  • 16:49 - 16:56
    dass - die haben quasi die Software
    geschrieben, die über der Link-Layer-
  • 16:56 - 17:00
    Schicht läuft auf den Terminals beim
    Vintage Computing drüben.
  • 17:00 - 17:04
    Und hier sind noch meine Kontaktdaten.
  • 17:04 - 17:09
    Herald: Ja vielen herzlichen Dank, einen
    großartigen Applaus würde ich sagen!
  • 17:09 - 17:14
    Applaus
  • 17:14 - 17:18
    Herald: Da wir eben schon herausgefunden
    haben, dass wir hier ein Fachpublikum vor
  • 17:18 - 17:23
    uns sitzen haben, würde ich gerne darum
    bitten, Fragen zu stellen. Wir haben jetzt
  • 17:23 - 17:28
    noch 3, 4 Minuten Zeit für Fragen. Das
    heißt, der eine oder andere kann jetzt das
  • 17:28 - 17:30
    loswerden, was er immer schon
    mal fragen wollte.
  • 17:30 - 17:35
    Frage: In der Ankündigung hast du
    geschrieben, dass du planst, das irgendwie
  • 17:35 - 17:40
    jetzt wieder aufzubauen. BTX ist ja tot,
    die Serverhardware ist wahrscheinlich
  • 17:40 - 17:45
    komplett verschrottet worden, da gibt es
    nichts mehr, aber man könnte quasi die
  • 17:45 - 17:49
    Servertechnik emulieren, neu bauen.
    Christian: Genau! Natürlich, wir haben
  • 17:49 - 17:54
    tatsächlich auch im Vintage Computing die
    Servertechnik emuliert. Was auch noch der
  • 17:54 - 17:59
    Gedanke ist: die Clients werden jetzt auch
    immer älter und immer kaputter. Man kann
  • 17:59 - 18:03
    natürlich so was auch wunderbar in ein
    Badge bringen, und dann hat man den
  • 18:03 - 18:07
    Vorteil, man muss nicht mehr irgendwie die
    Entwicklungsumgebung der Badge haben,
  • 18:07 - 18:10
    sondern man kann einfach den kleinen
    Serverdienst starten irgendwo auf einem
  • 18:10 - 18:15
    Raspberry Pi, der irgendwo rum steht, und
    dann mit einer kleinen Zehnertastatur,
  • 18:15 - 18:20
    weil mehr braucht man für BTX für die
    Bedienung nicht, dann Dienste nutzen, dass
  • 18:20 - 18:26
    wir darüber quasi dann interaktive Dienste
    haben kann, ohne dass man gleich eben sich
  • 18:26 - 18:33
    einarbeiten muss in die Badge.
  • 18:33 - 18:36
    Frage: Du hattest gesagt dass es Pläne gab
  • 18:36 - 18:43
    für Hintergrundbilder von Laser Disc, gab
    es denn da überhaupt schon - oder oder
  • 18:43 - 18:50
    über Glasfaser - gab es denn da überhaupt
    schon entsprechende Dateiformate? Also
  • 18:50 - 18:55
    Laser - also für Bilder weiß es nicht, bei
    Videos war es ja so, Laser Disk ist ja ein
  • 18:55 - 18:58
    analoges Videoverfahren...
    Christian: genau
  • 18:58 - 19:01
    Frage: ... wie wäre das mit Video, mit
    Bildern gewesen?
  • 19:01 - 19:06
    Christian: Also es gab - mit Laser Disk
    hätte man einfach ein Standbild genommen,
  • 19:06 - 19:13
    das kann Laser Disc, und bei - also in
    Singapur soll angeblich der Datenkanal von
  • 19:13 - 19:19
    der Zentrale über Funk gegangen sein und
    da war das dann quasi so ein JPEG-Format,
  • 19:19 - 19:24
    das ist im Standard definiert, das ist
    ungefähr JPEG.
  • 19:26 - 19:31
    Herald: Und damit sind wir am Ende von
    diesem Talk! Vielen Dank für eure
  • 19:31 - 19:34
    Aufmerksamkeit, für eure Fragen und dir
    Christian ganz herzlichen Dank für diesen
  • 19:34 - 19:37
    super Vortrag! Einen herzlichen Applaus
    noch mal!
  • 19:37 - 19:39
    Applaus
  • 19:41 - 19:45
    Abspannmusik
  • 19:45 - 20:04
    Untertitel erstellt von c3subtitles.de
    im Jahr 2019. Mach mit und hilf uns!
Title:
35C3 ChaosWest - Eine Einführung in Bildschirmtext
Description:

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Video Language:
German
Duration:
20:04

German subtitles

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