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German subtítols

← Die DNS entschlüsseln: Das Zentrum für vergleichende Genomik.

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26 llengües

Showing Revision 10 created 11/05/2018 by Oliver Müller.

  1. ♪ (Musik) ♪
  2. Der attraktivste Aspekt für mich
    ist die Beantwortung
  3. von Fragen, die mich seit
    meiner Kindheit beschäftigen.
  4. Die Evolutionsbiologie hilft uns,
    die Natur um uns herum zu verstehen.
  5. In erster Linie interessieren mich
    Fragen der Evolution.
  6. Ich interessiere mich sehr
    für die Artenvielfalt auf der Erde.
  7. Alles von der Artbestimmung
    bis zu evolutionären Fragen,
  8. kann man mit Hilfe der DNS angehen,
  9. und das CCG stellt
    alle notwendigen Ressourcen bereit.
  10. Wenn jemand Vögel sammelt
    oder Reptilien oder was auch immer,
  11. extrahiert er die DNS
    hier im Labor.
  12. Die DNS wird isoliert, von
    Zellmaterial getrennt,
  13. bis Sie reine DNS haben.
  14. Wenn Sie reine DNS haben,
    können Sie diverse Dinge damit machen.
  15. Man kann Gene verschiedener
    Organismen sequenzieren,
  16. sie miteinander vergleichen
    und so eine Evolutionsgeschichte
  17. oder einen Stammbaum
    der Gene und Spezies erstellen.
  18. In den letzten 30 Jahren
    verwendete man vor allem
  19. die Sanger-Methode.
  20. Dabei betrachtet man
    das Genom abschnittsweise.
  21. Mit den Verfahren
    der nächsten Generation
  22. wächst die Datenmenge massiv,
  23. weil wir einen großen Teil
    parallel sequenzieren.
  24. Hier haben wir einen MiSeq-Sequenzierer,
    damit produzieren wir
  25. 25 Millionen Sequenzen
    in einem Durchgang.
  26. Seit kurzem gibt es das Sequenzieren
    der dritten Generation.
  27. Das hier ist ein MinION Gerät
    von Oxford Nanopore.
  28. Wir können die DNS mithilfe von
    elektrischen Signalen auslesen.
  29. Es passt in meine Hosentasche.
    Unglaublich! (lacht)
  30. Matt Van Dam arbeitet gerade mit
    dieser Technologie an Rüsselkäfern.
  31. um deren Entwicklungsgeschichte
    zu verstehen.
  32. Rüsselkäfer sind
    eine spezielle Familie der Käfer.
  33. Ein Problem beim Zusammenfügen
    des Genoms
  34. sind die vielen kleinen Schnipsel
    an Information.
  35. Die alle korrekt zusammenzufügen
  36. ist manchmal enorm schwierig.
  37. Mit dem Nanopore geht das für
    diese längeren Auslesungen ganz gut.
  38. Eine Gruppe hier an der Akademie
  39. sequenziert das komplette Genom
    des Zwergkaiserfisches.
  40. Das schließt alle Chromosomen ein,
  41. alle Mitochondrien
  42. und alles andere.
    Das ist sehr spannend.
  43. Lauren untersucht, welche Gene
    aktiv oder eingeschaltet sind
  44. und welche Kombinationen entstehen,
  45. wenn die verschiedenen Gene
    ein- und ausgeschaltet werden.
  46. Eines der verrücktesten Dinge ist,
    dass wir nur
  47. etwa 1% der Skorpiongifte
    charakterisiert haben.
  48. Ein einzelner Skorpion kann
  49. 150 verschiedene Arten Gift
    in seiner Giftdrüse haben.
  50. Und so hat er Gene, um all diese
    verschiedenen Gifte zu erzeugen.
  51. Diese Gifte sind hochspezifisch.
  52. Die Verwendung von Skorpiongift
    in der Krebstherapie wird aktiv erforscht,
  53. ebenso die Wirksamkeit gegen Arthritis
    und Multiple Sklerose.
  54. Sie verwendet die sog. RNA-Seq
    oder Transkriptomik.
  55. Dabei sequenzieren Sie alle Proteine.
  56. So umgehen Sie das Sequenzieren
    des gesamten Genoms
  57. und befassen sich nur mit der RNS,
    denn die ist es, die Proteine produziert.
  58. An dem Seepferdchen-Projekt bin ich
    seit vielen Jahren beteiligt.
  59. Wir versuchen, diese sehr komplexe Gruppe
    zu verstehen.
  60. Sie entwickelte sich offenbar sehr schnell
    und diversifizierte in viele Formen,
  61. so haben wir Seepferdchen,
    Pfeifenfische, Seedrachen
  62. all diese wild aussehenden Fische,
  63. und niemand kennt genau deren
    Verwandtschaft
  64. weil sie sehr schnell evolvierten
    und sich in Arten differenzierten
  65. und das in einer sehr kurzen Zeitspanne.
  66. Wir verwenden eine neue Technik,
    die sogenannten ultra-conserved elements,
  67. das sind Teile des Genoms,
    die über hunderte von
  68. Jahrmillionen unverändert bleiben.
    So rekonstruieren wir diese Zweige.
  69. Wir halten hier eine Menge Amphibien.
  70. Wenn wir neue einsetzen,
    müssen wir sicherstellen
  71. dass wir keine Chytridpilze verbreiten
  72. Würden wir sie zu den anderen setzen,
  73. würden sie wahrscheinlich alle eingehen.
  74. Im Prinzip nehmen wir
    DNS-Stückchen als Proben
  75. und vergleichen diese eindeutigen Marker
    mit dem Chytridpilz.
  76. Übereinstimmung bedeutet,
    das Tier hat den Pilz. Wenn nicht,
  77. können wir ziemlich sicher sein,
    dass es keine Pilzinfektionen gibt.
  78. Ich denke dass es die Rolle des CCG ist,
    den Wissenschaftlern
  79. beim Beantworten ihrer Fragen zu helfen,
    und es gibt nur wenige Fragen.
  80. die man ohne genetische Daten
    beantworten kann.
  81. Wir haben all diese Informationen,
    die Wissenschaftler
  82. und Naturforscher
    seit Jahrzehnten beitragen,
  83. verknüpft mit ausgezeichneten
    ökologischen Daten.
  84. Es ist auch sehr wichtig,
    dass wir dieses Wissen erschließen können.
  85. ♪ (Musik)